Wir haben mit diesen Gästen über das Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien gesprochen:
- Carmen Stadelmann (90min.de, Twitter)
- Chantal Ranke (stellvertretende Ressortleiterin Inhalte und Formate RND, Bluesky)
Wie hat euch die Sendung gefallen?
Wir haben mit diesen Gästen über das Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien gesprochen:
Wie hat euch die Sendung gefallen?
Insgesamt eine gute Zusammenfassung der Situation und des Spiels.
Ich ziehe jetzt gleich mal mein kurzes Turnierfazit:-)
Aus privaten Gründen haben ich mich 2005-2010 sehr intensiv mit dem Frauenfußball beschäftigt und muss leider sagen eine Entwicklung im Deutschen Frauenfußball ist nicht zu erkennen.
Die Weltmeister von 2007 hätten heute nicht schlechter ausgesehen.
Es wird unter besseren Bedingungen, besserer Bezahlung und auch mit mehr Aufmerksamkeit gearbeitet aber die Ergebnisse sind einfach nicht gut.
Die Liga ist durch ausländische Spielerin geprägt und das merkt man dann auch in der Nationalmannschaft.
Die Professionalisierung hat Vereine mit Sportschulen gefressen…(Turbine Potsdam/ FCR Duisburg etc.)
Der Ausbildungsweg in Deutschland war mal führend in Europa aber dann wurden wir in den letzten 15 Jahren abgehangen.
Der Weg geht nur über die Männervereine und da Mühlen die Mühlen in Deutschland halt langsamer als in England oder Spanien.
Sie integrieren ihre Frauenabteilung bzw. auch den Jugendbereich ohne groß nach zu denken und haben dementsprechend Erfolge.
Das Turnier ist daher schon als ein Erfolg zu sehen, da der Kader durch Verletzung auch geschwächt war aber Deutschland ist mittlerweile selbst in Europa nicht mehr die Spitze sondern nur noch ein Mittelfeldteam.
Sehr schöne Folge, ich bräuchte den „größeren“ Blick auf den deutschen Frauenfußball so direkt nach dem Spiel nicht, aber ich verstehe wieso man ihn in die Folge mit reinnimmt.
Zum Spiel selber wurde vieles gesagt was ich gleich sehe und es wurde auch insgesamt meiner Meinung nach gut besprochen.
Wie in der Folge auch angesprochen man hat meiner Meinung nach in dem Spiel gestern mit Glück geplant und das sollte, finde ich, nie der Plan A sein…
Man brauchte Glück, dass Spanien keine der Chancen rein macht, die sie dann im Spielverlauf halt auch bei reiner Defensivarbeit irgendwann bekommen. Und selber hatte man ja keinen „richtigen“ Plan wie die Konter ausgespielt werden sollten.
Gerade bei Jule Brand fand ich hat man das immer wieder gesehen, sie hat einen Ball bekommen und geht dann halt in ein Dribbling gegen 2-3 Gegenspielerinnen, da kann sie noch so gut sein, ohne Glück hat sie da kein durchkommen.
Also für mich war der defensive Ansatz vollkommen okay, aber ich würde mir „geplantere“, bzw. besser einstudierte Konter wünschen, die auf mehr Fußen als Prinzip Hoffnung.
Ich habe auch das Gefühl, dass dem Trainerteam im Turnierverlauf aufgefallen ist, dass man eben doch nicht mit den Top Teams mithalten kann und daher defensiv und auf Konter spielen muss. Das aber gar nicht spezifisch trainiert wurde vorher. Es gab wirklich eine Menge an Gelegenheiten für Konter, aber keiner wusste wo die andere hinläuft und dann kam das Abspiel eigentlich immer zu spät. Bühl, die nach innen zieht, fast in die Mitspieler rein, und dann irgendwie als sie merkt der Schuss geht mit 3 Leuten vor ihr nicht noch irgendwie mit der Hacke komplett blind einen Ball zu spielen versucht war da für mich symptomatisch.
Mehrmals wollten auch Spielerinnen durchstarten und der Ball kommt zu spät, sodass die dann im Abseits waren. Da war gefühlt relativ wenig Plan außer auf individuelle Aktionen und eben Glück zu hoffen.
Man muss allerdings dann auch sagen, dass das evtl. die beste Option war in der Situation in der man war. Es fehlen drei brutal wichtige Spielerinnen für eine geordneten Aufbau, in der Abwehr geht man auf dem absoluten Zahnfleisch. Und trotzdem hat man die Spanierinnen an den Rand einer Niederlage gebracht und wenn Berger nicht den einen Fehler macht dann hat man wohl hier ein 50/50 ob man weiterkommt im Elfmeterschießen.
Daher finde ich auch den Gesamtblick angebracht, denn das Kind ist nicht gestern in Brunnen gefallen. Ich fand man hat dann aus der Situation in die man sich manövriert hat eigentlich es ganz gut gemacht, aber das Problem ist wie zum einen die Talententwicklung in Deutschland gegenüber anderen Nationenen stockt und zum anderen, dass man nicht von vorneherein das akzeptiert hat und eben sich mehr darauf konzentriert hat schnell umzuschalten und das anständig einzuüben.
Schöne Folge.
Hätte mir ein bisschen mehr Detailblick auf einzelne Szenen gewünscht. Dafür weniger Gesamtblick auf den Frauenfußball, da dachte ich, dass das eher im Rückblick auf das Turnier passiert.
Insgesamt schon erstaunlich, dass das deutsche Team dann mehr Probleme in der Offensive hatte als in der Defensive, war ja anders erwartet worden.
Mir ist das besonders am Ende des Spiels aufgefallen als Carlotta Wamser irgendwann rechts im Halbraum auftauchte und damit die Spanierinnen total verwirrt hat. Am Ende ist dann dabei eine Ecke rausgesprungen. Als Wamser da in dem Raum lief hatte ich das Gefühl, dass das das erste Mal im Spiel ist, dass der Raum überhaupt genutzt wird (kann natürlich sein, dass ich mich täusche).
Und mit so einem defensiven Ansatz muss man Standards besser können. Die Ecken und Freistöße waren mir oft zu planlos.
Als kleines Fazit: das Team hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, vom Trainerteam bin ich enttäuscht.
Aber super Begleitung des Turniers, das neue Format macht total Sinn! Ich freue mich jetzt aufs Finale!
Ich habe das genau so gesehen. Carlotta Wamser hat mir wieder richtig gut gefallen, erfrischend und körperlich war sie oft eine ganz schöne Herausforderung für die Spanierinnen.
Das in die Mitte ziehen, war nicht nur bei Bühl so, sondern auch bei Brand und immer liefen sie sich fest. Ich fragte mich, warum sie nicht außen bleiben, wo Platz war.
So geht es mir auch. Wück und seine Co-Trainer haben mir eigentlich das ganze Turnier durch nicht gefallen.
Dicker Daumen hoch
, der Rasenfunk hat die EM klasse begleitet und ich freue mich schon auf die letzte Folge. ![]()
Weil die Box halt leer war. Flanke bringt wenig wenn keine Abnehmerin da ist
Nur eine kurze Anmerkung: Bei über einer Stunde Sendung nur drei Minuten über Spanien zu sprechen, finde ich viel zu wenig. Die Grundsatzdiskussion über Nachwuchsleistungszentren hätte man auch im Turnierfazit führen können.
Ich finde die Analyse ehrlich gesagt zu negativ. (Hurra, ich weiß endlich, wie sich Augsburg-Fans fühlen.
)
Versteh ich zwar, aber über außen hätte sie weiterlaufen können und schauen können, ob sie nicht selbst von außen in die Box kommen kann, um aufs Tor zu schießen. Evtl. wäre in der Zeit, in der sie sich außen in Richtung Box bewegt, dann auch z.B. Bühl nachgerückt und hätte sich in Schussposition bringen können.
Noch dazu nervt mich einfach, dass immer wieder in die Mitte gezogen wird, wenn die Erfahrung schon gemacht ist, dass dort kein Durchkommen ist. Dann muss mal was anderes versucht werden.
Aus meiner Sicht war die Analyse ungeschönt und richtig. Das ist zwar schade, aber nötig.
Naja, Spanien hat seit den Olympischen Spielen exakt ein Spiel verloren.
Deutschland kommt aus einem Spiel mit Verlängerung in Unterzahl und hat verletzte/gesperrte Spielerinnen. Im Spiel verletzen sich dann wieder Spielerinnen und es wird sehr viel Energie in der Defensive investiert.
Es ist halt dann leicht zusagen, dass man ein besseren Plan braucht, der nicht auf Glück basiert oder doch auch mal Pressing betreiben soll. Für mich hat die Analyse ein bisschen den Subtext, wenn Deutschland ein bisschen offensiver gespielt hätte, wären ihre Chancen besser gewesen. Mag sein, aber es ist aus meiner Sicht keine Tatsache. Vielleicht hätte dann die Energie in der Verteidigung gefehlt und man hätte auch verloren.
Und klar, Spanien hat verdient gewonnen, aber sie waren doch auch großer Favorit und man hat sie in eine Verlängerung gezwungen, in der dann ein vermeidbares Gegentor fällt. Es stimmt natürlich, dass auch schon früher das Gegentor hätte fallen können. Denke zB an den Kopfball an den Pfosten nach der Ecke. Wamser hätte in der Nationalspielzeit auch das Spiel entscheiden können. (Keine Kritik an ihr.)
Ich hätte mir auch gewünscht, dass die Konter genauer ausgespielt werden, aber vielleicht war einfach nicht mehr drin.
Und ob nun Wück ein guter Trainer ist oder nicht, kann ich wirklich nicht beurteilen. Aber nehmen wir mal an, dass er ein schlechter Trainer ist, dann finde ich den Anspruch die bestehende Probleme in einem EM-Halbfinale auf einmal gegen Spanien zu lösen für sehr gewagt. Am Ende ist ja beim EM-Halbfinale dann doch in erster Linie das Ergebnis wichtig und man muss dann gegebenfalls auch die Fehler der Vergangenheit ausbaden und die beste Taktik nehmen, die einen dann noch übrig ist.
Ich kann die Nominierung von Wück auch nicht bewerten, aber sein Plan bei den Außenverteidigern war sicherlich nicht, dass Gwinn und Linder sich verletzen.
Sehr gute Folge!
Ja ich möchte noch eine tiefere Ausarbeitung der DFB Beteiligung bei der Euro.
2-/3+ wäre auch meine Note, wenn ich mich entscheiden müsste eine 2-.
Kpi=Key performance indicator?
Ich war ebenfalls irritiert vom Post Match Interview von Christian Wück. Das waren ja auch keine Aussagen aus der Emotion heraus, die man auch so bewerten müsste, sondern klang in Teilen auch vorbereitet. Besonders als es darum ging, dass man Spanien nicht kopieren will. Das war gar nicht die Frage, sondern, wie man es schaffen will, auf deren Niveau zu kommen. Der viel zitierte eigene Weg war selten zu erkennen. Der Bezug zum Nachwuchsfußball war mir auch schleierhaft. Man kann Fehler im Aufbau nicht alle darauf zurückführen, dass in der U17 zu wenig Ballbesitz trainiert wird. Das ist ja die Nationalmannschaft. Generell bin ich kein Freund davon, konkrete Probleme auf eine globale Ebene zu heben und die Verantwortung damit eher abzugeben als zu übernehmen.
Schmunzeln musste ich bei Max Einschätzung zum Interview. Christian Wück hat über die AV-Positionen gesprochen, als hätte er die Spielerinnen gar nicht selbst nominiert
wenn sie nicht auf der Höhe sind nach der Saison, dann hätte er sie nicht mitnehmen sollen. Wenn sie sensationell gut waren, dann ist es ja auch kein Argument mehr, dass sie statt der Stammbesetzung spielen.
Zitat:
„Wir hatten zwei Außenverteidigerinnen. Die eine spielt nicht, die eine wechselt jetzt innerhalb der Bundesliga. Die waren beide sensationell gut, auf internationalem Niveau. Wir müssen schauen, dass wir die zum Spielen bekommen.“
Der Mannschaft würde ich daher auch eine bessere Note geben (2-) als dem Trainerteam (3). Da war von der Causa Oberdorf über die Kommunikationsdebatte bei der Nicht-Nominierung verdienter Spielerinnen über die Berger-Kritik im Interview und angreifbare Entscheidungen bei Aufstellung und Wechseln selten was dabei, was mich positiv gestimmt hat. Aber Halbfinale ist Halbfinale und der Weg dorthin war steinig, wenn auch zum größten Teil selbst verursacht. Den Weg im Turnierbaum hat man in der Hand gehabt, die Platzverweise ebenso selbst verschuldet. Wücks Einfluss auf den Teamgeist kann ich nicht einschätzen.
Almuth Schult war wohl ähnlich kritisch in der Analyse, wie ich lese.
Es gibt viel zu tun beim DFB und man ist gut daran beraten, sich nicht vom reinen Ergebnis blenden zu lassen.
Guter Überblick über das Spiel der deutschen Mannschaft. Ich fand auch, dass die Spanierinnen genug erwähnt wurden, wirklich ihr Spiel aufziehen konnten sie ja nicht auf Grund des „Spiels“ des deutschen Teams. Und ihre Würdigung bekommen sie ja noch in der letzten Sendung. Ich fand die Einwechslung Dahlmanns schlecht, hätte mir da eher Lohmann gewünscht. Die auch später sich nicht nach hinten orientieren hätte sollen.
Das Fazit zum Stand des Fußballs in Deutschland ist durchaus berechtigt und gerade je weiter man nach unten schaut ist es eher im Rückschritt begriffen. Mädchenteams werden aufgelöst, zugunsten einer zweiten Herrenmannschaft.
Und ja für das Interesse (also den Absatzmarkt) benötigt man auch diese Freizeitkickerinnen, die dann ins Stadion gehen.
Mich hat die Besprechung des Spiels völlig verwirrt, ich scheine da eine sehr spezielle Meinung zum Spiel zu haben. Ich schreib das hier mal auf - würde mich freuen wenn mir jemand erklären könnte, wo ich da falsch liege.
Ihr habts ja irgendwann selbst etwas eingefangen, aber für meinen Geschmack war das schon ganz schön viel Gemecker. Vor dem Spiel höre ich in jeder zweiten Folge, dass Spanien mindestens eine Stufe über allen anderen Teams spielt. Eins dürfe nicht passieren: Dass Gwinn sich verletzt. Und so weiter. Und dann die übertrieben ersatz- und sperrengeschwächte Mannschaft Spanien ungefähr 115 Minuten zur Verzweiflung und zwischendrin an den Rand einer Niederlage und dann seid Ihr Euch einig, dass der Ansatz falsch war??
Ich finde übrigens nicht, dass Deutschland von Spanien komplett an die Wand gespielt wurde. Das war phasenweise der Fall, in meiner Erinnerung vor allem vor Ende der ersten Halbzeit. Und man kann das Spiel in meinen Augen nicht nur mit Glück gewinnen. Max hat ja schon erwähnt, dass Deutschland mehr Großchancen hatte. Dazu kamen noch (gefühlt) unendlich viel Konter, die mit schlampigen Pässen einfach verschenkt wurden. Nicht, weil keiner mitgelaufen war, sondern weil der Ball statt auf eine gut positionierte Mitspielerin irgendwohin (gerne auf die Eckfahne) ging. Das ist auch was, was mich in Sachen offensiverer Spielansatz skeptisch macht. Vielleicht führt ein offensiveres oder ballbesitzorientierteres Spiel zu weniger Fehlpässen, aber jeder davon tut doch viel mehr weh. Gestern war da desöfteren Holland in Not, und das Gegentor resultierte ja letztendlich auch aus einem Fehlpass. Will ich wirklich höher stehen und den Spanierinnen mehr Platz zum Kontern geben, wenn ich so viele Fehlpässe spiele?
Zur Taktik hätte ich auch noch eine Frage. Ich fand nämlich gar nicht, dass Hoffmann vorne völlig alleine war - sie hatte doch relativ viel Unterstützung von Brandt und Bühl - das war doch schon was ganz anderes als das 441 aus dem Frankreichspiel, oder? Ich glaube ich habe einfach nicht verstanden, wie das gemeint war. Wie schon erwähnt hatte ich eher den Eindruck, dass vorne die Pässe schlecht gespielt wurden als das es keine Anspielstationen gab. Ich habe ja tatsächlich irgendwie eine Fünferkette erwartet, aber das gestern war doch ein lupenreines 433, oder nicht? Da würde mich dann auch mal interessieren, wen Ihr als Schienenspielerinnen bezeichnen würdet - der Begriff ist einmal gefallen und ich kapier nicht ganz, wer da gemeint war.
Abschließend noch tausend Dank für Eure Berichterstattung - ohne die fände ich EMs und WMs ehrlich gesagt ziemlich langweilig weil ich über die meisten Spieler:innen und Teams immer viel weniger weiß als in der Liga, die ich verfolge. Ich hab echt das Gefühl, dass das mein Fußballguckerlebnis auf ein ganz anderes Genussniveau bringt!![]()
Danke für die Nominierung von Kleinherne bei den Awards. Tolle Wahl.
Mir kommt die deutsche Mannschaft zu schlecht weg. Andere Nationen haben aufgeholt und in der Vorschau wurde durchaus vor der Gruppe gewarnt. Letztlich ist man aber recht souverän bereits nach zwei Spielen durchgekommen. Das Schweden-Spiel war ein Rückschlag, aber man hat daraus Schlüsse gezogen und pragmatisch reagiert. Und so beinahe dem weltbesten Team den Zahn gezogen.
Was man im Turnierverlauf alles an Ausfällen kompensieren musste, war außergewöhnlich und es ist auch gut gelungen. Dafür großen Respekt. Mir fällt kein Turnier ein, bei dem so viele Spieler*innen ersetzt werden mussten. Tatsächlich schien die RV-Position verflucht zu sein…
Wück hat mit den Nominierungen der AV Mut bewiesen und wurde durch die Auftritte der jungen Spielerinnen bestärkt. Dass er mit den Verletzten und Sperren in dieser Vielzahl hadert, finde ich nachvollziehbar. Und er kann die BuLi-Vereine doch dazu auffordern, mutig zu sein und solchen Spielerinnen Vertrauen zu geben - warum nicht?
Jetzt auch mal was negatives vom Meckeronkel
Mir wird Deutschland zu positiv gesehen
Gleichzeitig finde ich es schwer sie zu bewerten
Die ersten beiden Spiele haben sie Gewonnen, aber souverän sieht auch anders aus
Schweden eine Niederlage und man kann sich mit der roten Karte ein stück weit rausreden
Das kann man bei Frankreich auch und danach wurde ja alles getan, damit kein Fussball gepspielt wird, da kann man nichts bewerten
Und bei Spanien wurde bis auf um die 90. Auch kein Fussball gespielt
Am Ende stimmt mit dem Halbfinale irgendwie das Ergebnis, aber man sollte nicht fragen, wie man diese Note auf dem Zeugnis erhalten hat und es reicht gerade so für die Versetzung und die Lehrer*innen legen einem eigentlich nahe das Jahr evtl noch mal zu wiederholen, weil nur weil man das Spicken nicht beweisen konnte, heißt das nicht, dass man es nicht bemerkt hat(die Klassenarbeit Frankreich)
Dadurch das man die Nationsleague Spiele so souverän gelöst hat, ist glaub ich die Grundstimmung gut, aber das wäre bei der Schulmetapher dann der Vergleich mit den Sitzenbleibern und so schlecht ist man nicht, weil andere Schlechter sind
Ganz knappe 3,4 am ende auf dem Zeugnis als Durchschnitt
Grundsätzlich macht mir die EM großen Spass und ich bin aufs Finale gespannt
Aber hab auch etwas Angst nach dem, was Spanien und England im Halbfinale gezeigt haben(das war zwar halbwegs souverän und die meiste zeit überlegen, aber nicht immer schön)
Ich hätte Finnland den Titel gegönnt
Aber ist das Urteil " und danach wurde ja alles getan, damit kein Fussball gepspielt wird, da kann man nichts bewerten" wirklich eins, was uns zusteht. Klar, wir können diesen Fußball nicht mögen und ich mag auch weder Zeitspiel noch „Augsburger Terrorfußball“, aber es bleibt doch Fußball.
Ich bin kein Frauenfußball-Experte, aber soweit ich es mitbekommen habe, gibt es Probleme im deutschen Frauenfußball und vor der EM hätten doch viele ein Ausscheiden im Halbfinale in der Nachspielzeit gegen Spanien unter der Berücksichtigung der Sperren, Verletzungen und Belastungen doch unterschrieben. Nun hat man es erreicht und man sagt,es war „kein Fußball“ und das wie würde einem nicht gefallen, aber vielleicht sind die eigene Erwartungen falsch gewesen.
Um bei deiner Schulanalogie zu bleiben, vielleicht waren für die Schülerin die 3.4 ein Erfolg, weil sie grundsätzlich keine 1.0 Schülerin ist und im privaten Umfeld noch so viele Probleme gibt, so dass Sie mit einem irrsinnigen Kraftaufwand noch eben die 3.4 erreicht hat. Dann kann man den Kraftaufwand doch würdigen und braucht nicht als erstes sagen, dass meine Erwartungen eine 2.0 (schöner Ballbesitzspiel) war und man die 3.4 eigentlich eh nicht verdient hätte.
Die Aufarbeitung der anfänglich angesprochene Probleme kann ja trotzdem stattfinden, aber von diesen Problemen können die 11 Spielerinnen, die gegen Spanien wirklich alles gegeben haben, wahrscheinlich die wenigsten selbst lösen.
Oder um bei deiner Schulanalogie zu bleiben, warum die Schülerin für die familiären Probleme kritisieren?