Rasenfunk Royal 21/22 – Euer Input zu Torhütern

Erstmals wird es in dieser Saison ein Segment zu den Torhütern der Liga geben. Auch hier freuen wir uns über Input und Fragen von euch.

Wie ist es zu erklären, dass die Bundesligisten quasi durch die Bank weg alle über gute oder sehr gute Torhüter verfügen? Auch in der Bundesliga gibt es Torhüter mit Unsicherheiten, aber außer Fürth vor Linde und Hertha vor Lotka fällt mir gerade kein Club ein, der eine Nr.1 diese Saison hatte, bei der man in jedem Spiel Angst hatte, dass sie das Spiel zuungunsten der Mannschaft entscheidet.
Ein Piplica oder ein Mondragon scheinen mir heute nicht mehr möglich. Woran liegt das? Meinem Eindruck nach ist die Torwartposition in anderen europäischen Ligen häufiger ein Problem. Oder liegt das nur daran, dass ich die Bundesliga am meisten sehe? Oder sind die Torhüter nicht so gut, wie ich denke?

Zwei Torwart-„Wechsel“ gab es:

Horn → Schwäbe (Köln)
Luthe → Rönnow (Union)

Ausgelöst durch Verletzungen, aber auch den ein oder anderen Fehlgriff.

Wie ist es zu erklären, dass es kaum Deutsche Nummer 1 Torhüter im jungen Alter gibt? Fehlt der Mut von den Vereinen oder sind wir in der Ausbildung hinten dran? Ich finde auch die Entwicklung der Bundesligatorhüter im allgemeinen sehr schwach. Es git kaum internationale Spitzentorhüter. Was manche Torhüter an Fernschuss Gegentoren in der Bundesliga kassieren, dass ist kaum zu Beschreiben finde ich. :thinking:

Das finde ich ne spannende Idee, fand auch schon den Kurzpass dazu cool.

Mich würde interessieren, inwiefern auch ein Torwart bei Systemumstellungen anders spielen muss oder ob überhaupt? Also ja wahrscheinlich schon, ist wohl ein Unterschied, ob vor einem eine Dreier-oder eine Viererkette steht.

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Das fände ich ebenfalls interessant hinsichtlich der Dreier- bzw. Viererkette. Am Beispiel Leverkusen finde ich Hradecky bspw. (nicht unbedingt der top mitspielende Torwart technisch, aber immer wieder solide eingebunden) „besser“ integriert, wenn wir Viererkette spielen. Bei der Dreierkette werden die Passwinkel subjektiv schwieriger für ihn.

Und zu den Torhütern allgemein: Momentan hat man bei den meisten Torhütern das Gefühl, dass es bei (fast) allen eine größere Schwäche gibt, die aber bewusst in Kauf genommen wird, weil die anderen Stärken das aufwiegen. So sieht es dann an manchen Spieltagen aus, als hätten die meisten Torhüter große Probleme (je nach Gegner und Pressingverhalten). In der Nachschau wirkte das um 2010-2013 anders, lag das „nur“ an einer insgesamt höheren Qualität oder doch am veränderten Spielstil der Mannschaften in der Liga?

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Eine kleine feine Frage hätte ich für dieses neue Segment im Royal:
Der Torwart steht ja im Tor, aber doch eben nicht.
Ich hatte mal das Glück unseren TW Pete Gulacsi zu fragen, wie viele Kilometer er läuft / sich bewegt und die Antwort darauf konnte ich nicht glauben?!

Also die Frage an den guten TW-Experten, wie viel ist es (bei ca. 50 Ballbesitz) und warum ist es so viel?

Mich würde interessieren ob sich mit der neuen Spielweise von Torhütern auch das Training verändert hat.
Ich würde sagen aktuell ist ja der mitspielende Torhüter für mich sogar gefühlt der go to in der Bundesliga. (Gibt es noch klassische Linientiger diese Saison?) Bringt die Einbeziehung der Torhüter in der Verteidigung (Als Helfer im Spielaufbau durch flache Pässe auf die IV, Anspielstation etc) auch mit sich, dass sie verstärkt im Mannschaftstrainig dabei sind?
Wie sehr ist das überhaupt abgetrennt? Es gibt ja Torwarttraining aber wie ist da die die Verteilung von Einzelnem Torwart Trainig zu Training mit der Mannschaft innerhalb einer Trainingswoche?

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Ich finde die Personalie Florian Müller sehr spannend.
Nach dem er in der letzten Saison beim SC Freiburg sehr überzeugt hat, wechselte er im Sommer für knapp 5 Millionen zum VfB Stuttgart.
Beim SC Freiburg „gewann“ er durch teils unglaubliche Paraden auf der Linie einige Punkte für den SC. Dabei fiel mir aber auf, dass er oftmals einfach angeschossen bzw. angeköpft wurde und für die Parade gar nicht so viel konnte. Trotzdem sah es natürlich spektakulär aus. Diese Paraden kaschierten seine Schwächen mit dem Fuß, oder beim Festhalten von Bällen.
Gefühlt hat er beim VfB Stuttgart dieses Spielglück nun nicht und erst in den letzten Spielen der Saison konnte er mit einigen Paraden auch Punkte gewinnen bzw. festhalten.
Nun frage ich mich, ob den Verantwortlichen des VfB Stuttgart nicht hätte auffallen müssen, dass in der letzten Saison viel Spielglück dabei gewesen ist? Schon bei Mainz konnte man einige Schwächen ja auch schon gut sehen und letztendlich konnte sich Müller ja auch nicht gegen Zentner durchsetzen.
Sah man in der letzten Saison eventuell einen großen Entwicklungsschritt und hoffte diese Entwicklung beim VfB fortsetzen zu können?
Oder liege ich falsch mit der Vermutung, dass Florian Müller in der letzten Saison einfach viel Glück hatte und waren die Paraden doch großartige Reflexe?

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Mich würde als Bielefelder sehr ein Blick auf das Thema „Torwarttrainer“ interssieren. Unser Towarttrainer Kostmann darf sich ja gerade noch mal als Cheftrainer versuchen und ist hier hochgeschätzt für seine Arbeit in den letzten Jahren (besonders im Hinblick auf die Entwicklung von Stefan Ortega, aber auch der damals junge Leihtorwart Schwolow in der 3.Liga).

Wie wichtig sind Torwarttrainer? Welche sind unter- welche vielleicht auch überschätzt? Gibt es weitere Torwarttainer bei denen es in den letzten Jahren immer positive Entwicklungen ab? Und gibt es sowas auch in die andere Richtung? Gibt es in den unteren Ligen noch auffällig gute Torwarttrainer, die man vielleicht auch mal irgendwann in der Bundesliga sehen wird? Ich habe den Eindruck das Wechsel/Austausch von Torwarttrainern nie groß im öffentlichen Fokus stehen. Wenn es noch mit reinpasst, würde ich mich zu ein paar Gedanken zu diesem Thema freuen.