hat er noch weiteren Unfug geteilt? Oder machst du das einzig und alleine an dem Screenshot oben fest?
Weil da gehe ich dann nicht mit. Der Text in dem Screenshot ist zwar so wirr geschrieben, dass ich nicht genau weiß was der Autor uns sagen möchte, aber das der Autor ein Faschist ist, hätte ich da persönlich nicht herauslesen können. Da das nun aber aufgeklärt wurde, wäre es natürlich anständig, wenn der Podcastgast den Like entfernen und sich davon distanzieren würde.
Von anderen Personen zu erwarten, bei allem was sie tun einen kompletten Backgroundcheck ihrer Gegenüber durchzuführen, ist meiner Meinung nach nicht angemessen. Sowohl dem Gast gegenüber (bei dem gesetzten Like), als auch Max gegenüber (bei der Gästeauswahl).
Für den Gast kann ich meine Hand natürlich nicht ins Feuer legen, ob der Like ein ausrutscher war oder nicht. Aber Max ist sicher niemand, der seine Gäste unbedacht aussucht. Das zeigt doch die Historie mit hunderten Gästen pro Jahr. Da wüde ich ihm schon etwas Wohlwollen und Vertrauensvorschuss entgegenbringen, selbst wenn er bei 1-2% der Gäste etwas relevantes übersehen sollte.
Hui, das ist mal eine steile Karriere. Jetzt ist Erken schon ein „Fascho“, weil dir nicht gefällt, was er zum Thema „queer“ oder „Queer Theory“ schreibt. Anzeichen dafür, dass er die Demokratie verachtet, sehe ich nicht, braucht es aber heutzutage auch nicht mehr.
Obwohl mich jetzt schon interessieren würde, wenn der „Fascho“ so locker sitzt, wie denn dann „Queers for Palestine“ eingeschätzt werden, die mit ihrem Auftreten nicht nur die Hamas supporten, sondern mittelbar auch die lupenreine Demokratie Iran, in der Frauenrechte groß geschrieben werden. Iran und Hamas sind dem Faschismus erheblich näher als Erken.
Und dann noch die Frage: Wer darf oder soll denn nach deiner Meinung diese Auswüchse kritisieren? Auf Social Media erfolgt dies eher selten durch irgendwie linke Accounts (man ist ja Ally), sondern eher durch „queer“-kritische Accounts. Wenn die das machen, ist es aber wohl auch falsch. Im Endeffekt würde also eine große kritikfreie Zone bleiben. Möchtest du das?
Ernsthaft? Diese Wortwahl hat nichts, aber auch überhaupt gar nichts mit „Fascho“ oder „Faschismus“ zu tun. Ich kann verstehen, wenn man nicht mag, was Erken da sagt, aber es hat halt auch nix mit „Faschismus“ zu tun.
Faschismus ist Demokratieverachtung. Möchte Erken diese abschaffen. Ich kann das nicht erkennen, bin aber auch nicht in der Bringschuld. Im Übrigen würde ich auch gerne z. B. das Gift des Antisemitismus auslöschen und vernichten. Glaubst du, dass ich damit ein menschenverachtendes auch körperliches Vorgehen gegen Antisemiten propagiere oder ist das einfach nur ein politischer Kampfausdruck, mit dem ich gegen eine Ideologie vorgehen möchte? Würdest du da auch mal „Bolschewiken“ einsetzen, um mir zu unterstellen, „Fascho“ zu sein?
ich denke, dass das Hauptproblem hier ist, dass mal wieder nach Herzenslust pauschalisiert wird.
Und zwar auch von dir, gerade der von dir verlinkte taz-Artikel sagt doch, dass es auch in der queeren Szene proisraelische wie propalästinensische Standpunkte gibt. Also wie du da, so wie EE, eine besondere Neigung von queeren Menschen oder einer „queeren Ideologie“ (Zitat Putin, Orban etc.) zum Antisemitismus wahrnimmst, wundert mich jetzt schon.
Was den ESC betrifft, so ist das für mich auch kein Beleg, denn propalästinensische und antiisraelische (Stör)aktionen gibt es bei Veranstaltungen in quasi allen Bereichen. Schon die antisemitischen Ausschreitungen rund um das Ajax Spiel vergessen? Hat deswegen die „Fußball-Ideologie“ auch eine gefährliche Nähe zum Antisemitismus?
Sich über das Wort „Fascho“ so aufzuregen ist schon niedlich wenn die betitelte Person selbst alles „woke- linke“ ständig mit Faschismus vergleicht. Die bisherigen Screenshots hast du wohl nicht gelesen @Chefrocker . Ich probiere es nochmal.
Hör einfach auf zu relativieren, lies dir anderen Posts von E. Nochmal durch oder versuch mal das Zitat von ihm aus einem Podcast:
Thema "Migration " und warum es in Köln Stress gab, als während des Ramadan vor einer Moschee getrunken wurde.
Erken: „ja, das hat damit zu tun, dass man Bevölkerungsgruppen aus diesen Ländern einwandern lässt, die in Europa grundsätzlich nichts verloren haben. Ich sag das mal laut und deutlich“
Auch bitte weiterhin präziser kritisieren: E. Ist ein Fascho hab ich gesagt. Ich habe nicht gesagt „Was er über queer Theorie schreibt mag ich nicht, darum nenne ich ihn Fascho“
nachdem Max mich auf den Thread hier hinwies, melde ich mich auch mal zu Wort. Ich werde nicht in die Diskussion hier einstiegen, sondern nur ein paar grundsätzliche Dinge zur Einordnung sagen. Damit kann dann gern jeder machen was er will.
Nichts liegt mir ferner als eine pauschale Verunglimpfung queerer Menschen und so habe ich den geteilten Tweet auch nicht gelesen.
Ich habe den Tweet geteilt, weil er für mich einen interessanten (und zugegebener Maßen sehr „pointierten“) Ansatz zur Erklärung des aus meiner Sicht absurden Phänomens „queers for palestine“ enthielt.
Ich kannte und kenne den Verfasser nicht und habe vor dem Teilen keinen „Background Check“ vorgenommen. Auch weil ich kein Verfechter des „etwas richtiges wird falsch, weil es der falsche sagt“-Ansatzes bin.
Ich sehe identitätstheoretische Ansätze und Akteure wie Judith Butler & Co. sowie ihr politisches Wirken äußerst kritisch.
Linker Antisemitismus ist für mich ein ebenso grundsätzliches Problem wie rechter Antisemitismus.
Ich stehe im Nahost-Konflikt ganz klar auf der Seite Israels.
Niemand hier hat von dir erwartet, dass du von allen Personen von denen du Kram im Internet teilst Background-Checks macht, selbstverständlich spielt es aber für den Kontext eine Rolle, wer eine Aussage trifft. Es gibt doch immer Leute, die vielleicht aus komplett anderen Motiviken am Ende mal eine ähnliche Meinung zu einem Thema haben wie man selbst, die man aber aus seinen Überzeugungen heraus klar ablehnt und mit denen man nicht in Verbindung gebracht werden möchte. Grade im Bereich des Nahost-Konfliktes sollte das doch relativ einfach zu verstehen sein, würdest du Posts der AfD teilen, nur weil die sich ebenfalls positiv auf Israel beziehen? Ich vermute mal die Antwort ist ein Nein.
Erken spricht in dem Tweet den du geteilt hast vom „ESC, der sich von einem Familienfernsehen-Ereignis zu einer Party von Queer Theory Anhänger gewandelt hat“ und vom „Vorjahressieger Nemo und andere Teilnehmer, die über sich behaupten, sie seien „queer““. Er spricht explizit von „woke-linken“ Israelhassern, er setzt bei den Wörtern queere Community beide Wörter in Anführungszeichen. In den Kommentaren von diesem Tweet sammeln sich nach dem Abliefern dieser Schlagworte dann natürlich Rechtskonservative, die das offen sichtbare Leben von allen, die nicht hetero und cis sind, schon immer als Dorn im Auge gesehen haben und dankbar sind, dass sie das nun endlich auf eine sozial akzeptable Art problematisieren können - offene Trans- und Homophobie ist out, also behaupten wir, diese Personen sein irgendwie überwiegend Teil einer politischen Theorie, die wir dann in die Nähe der Hamas rücken um eine schöne moderne Art und Weise zu haben, um diesen Phänomenen generell ihre Existenzberechtigung abzusprechen. Nebenbei kann man dann sogar einer Person mal die Geschlechtsidentität absprechen. Aber wenn man eine von uns auf diese Art angreift sind wir als Community alle gemeint, das haben Erfahrungswerte oft genug gezeigt. Ich nehme dir nicht ab, dass du so wenig Verständnis vom Code der neuen Rechten im Internet hast, dass du nicht weißt was gemeint ist wenn jemand gegen die „woke-linken Genderideologen“ hetzt.
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Der Tweet den du geteilt hast greift die queere Community als solches an, indem er sie pauschal mit einem der heftigsten Vorwürfe die man finden kann in Verbindung bringt, mit der Nähe zu einer Terrororganisation. Er bedient sich auf dem Weg dahin zig rechter Talking Points, spricht Personen ihre Geschlechtsidentität ab und erreicht damit genau das Publikum was er erreichen soll. Wenn man es trotz Kritik nicht schafft, sich von solchen Inhalten zu distanzieren dann ist eine Aussage wie “nichts liegt mir ferner als pauschale Verunglimpfungen queerer Menschen” einfach zu keinem Prozent glaubwürdig.