Schlusskonferenz 159 - 20. Spieltag


#1

Wie hat euch die Sendung mit Günter und Benjamin gefallen?


#2

Du hast es ziemlich gut zusammengefasst: Wo will der VfB eigentlich hin? Jetzt ist man wieder der Getriebene und muss hoffen, dass aus der kurzfristigen Lösung eine langfristige wird. Wäre interessant gewesen, noch Eure Reaktionen auf Korkut mitzubekommen, aber das kommt ja dann, zumindest von Dir, in der nächsten Schlusskonferenz.

Aber wegen dem Hinrunden-Schwerpunkt muss ich nochmal mit Désirée und Florian schimpfen. Dieses Champions-League-Dingens wird uns ewig nachhängen. :wink:


#3

Was aber nicht an Max lag, er hat versucht, seine Gäste etwas zu bremsen :wink:

Kurz zum HSV:
Es kam ja die Frage, wie gut der Kader des HSV eigentlich wirklich ist. Der Kader ist schlechter, als ihr annehmt. Das kommt dadurch, daß wir wenig wirklich spielintelligente Spieler im Kader haben. Taktische Rafinessen einzuüben ist schwer und aufwändig und wenn es nicht läuft, wie geplant, neigt man dazu, in alte Muster zu verfallen. Dazu kommt, daß wir zuviele Spieler haben, deren Freund nicht gerade der Ball ist. Erwartet also bitte nicht zuviel von unserer Mannschaft


#4

Bin gerade mit dem BVB Segment durch und wollte da mal noch meinen Senf dazugeben (und, wie ich vermute, vielleicht dem ein oder anderen BVB-Fan auf die Füße treten…):
Ich glaube, ein großes Problem des BVB ist eine Positionierung seitens der Fans aber auch der Verantwortlichen der letzten Jahre, die sich extremer als andere Mannschaften als Lautsprecher zur Bewahrung des “ehrlichen” Fußballs aufgespielt haben. Die RaBa Kritik war (gefühlt) aus Dortmund am lautesten, die Hoffenheim Kritik auch schon, (gefühlt) sehr viel Kritik zum auseinanderdriften der großen Vereine und den übrigen, (gefühlt) schnelle Kritik an (eigenen) Spielerwechseln und an Trainerwechseln anderer Vereine, etc… Das “(gefühlt)” zeigt natürlich schon, dass es sich hier nicht um eine objektive Beobachtung handelt/handeln muss, was für meine Argumentation aber auch irrelevant ist, wenn nur genügend andere (wovon ich in meiner grenzenlosen Selbstüberschätzung einfach mal ausgehe) diese Situation auch so wahrgenommen haben. Dieses “Bewahrer” Immage war natürlich auch vor den letzten beiden Saisons zumindest strittig (erster Verein an der Börse, das ein oder andere Finanzproblem, Mannschaft mit dem zweithöchsten Etat der Bundesliga, etc.), konnte aber sehr gut verteidigt werden, da man an einem Trainer festhalten konnte, der alle hinter sich zu vereinen wusste, der einen Spielstil favorisiert, der im ersten Moment nach viel Rennen und Kämpfen aussieht und weil man selbst noch nicht den Anspruch entwickelt hatte Spieler halten zu müssen, sondern dern Abgänge als normal ansah. Seit ungefähr einem Jahr jetzt bricht dieses Kartenhaus zusammen, es wird klar, dass auch der BVB von streikenden Spielern profitiert (Dembele), es wird klar, dass vielleicht der ein oder andere Charakter nicht bedingungslos hinter dem Trainer steht (was aber im gelobten zu bewahrenden Fußball sehr wichtig ist) und es wird klar, dass der BVB sich anderweitig problematische (im Bezug auf die Teamchemie natürlich) Charaktere ins Haus geholt hat. Kurz: es wird klar, dass (natürlich) auch der BVB nur ein Teil dieses riesigen Zirkuses ist (und auch schon immer war) und nicht auf gewisse Weise außerhalb davon steht. Der BVB hat sich meiner Meinung nach eine klassische Hybris geleistet und bezahlt jetzt dafür.


#5

Ich weiß nicht, ob es mir gelungen wäre genau das auszudrücken, ohne auf so viele Füße zu treten (Kudos dafür), aber ich stimme dir in fast allem zu, vor allem treffen diese ganzen (gefühlten) Klammern genau meine Empfindungen.
Ich denke zudem, dass noch hinzukommt, dass Tuchels Fähigkeiten und Leistungen unterschätzt wurden. Irgendwie sind im Verein und seinem Umfeld ziemlich viele Personen davon ausgegangen, der Kader sei so gut, dass die gezeigten Leistungen selbstverständlich und daher von jedem anderen Trainer reproduzierbar seien. Ich bin sicher nicht der größte Tuchel-Fan, aber seine fachlichen Fähigkeiten sind gerade in der Berichterstattung gegen Ende der letzten Saison doch stark relativiert worden.


#6

Max, ich bin sehr dankbar dafür, dass Dir die Formulierung “Darkroom” so sauer aufstößt. Ist immer schön, mit einer Empfindung nicht alleine zu sein.

Nach längerem drüber Nachdenken bin ich mir aber gar nicht mehr sicher, ob der sich mir so offensichtlich transportierende Subtext wirklich so offensichtlich ist. Ob damit also wirklich dieses ganze schwiemelige Ausmaß an wohlfeiler Homophobie und Angst vor unkontrollierter Ausschweifung transportiert wird, wie es bei der Verwendung dieses Wortes sonst oft der Fall ist.

Denn mich beschleicht der Verdacht, es weitgehend gar nicht mit einem Ausfluss des “Das wird man doch wohl mal sagen”-Lands zu tun zu haben. Sondern eher mit einem des Synchron-Lands.

Ich glaube mittlerweile, die meisten meinen gar nicht “Darkroom”.

Die meinen “Blackbox”.

Also etwas, wo Informationen reingehen und Konsequenzen rausfallen, ohne dass man die Prozesse dazwischen nachvollziehen könnte.

Und das wäre durchaus grundsätzlich ein valider Kritikpunkt am VAR der DFL (man könnte ihn vielleicht anders formulieren, aber… naja).

Der nebenbei erwähnt einen interessanten Aspekt beleuchtet. Weil es schließlich an sich nicht so schwierig sein sollte, das Beobachten von Videobildern durch ein menschliches Hirn transparenter zu handhaben als das Beobachten von Wahrnehmungen innerhalb eines menschlichen Hirns. Und weil das in anderen Sportarten und Ligen bereits gelungen ist.

Meine Schlussfolgerungen aus diesem Spargedanken ist es, nicht jeden, der die Formulierung “Kölner Darkroom” gebraucht, allein deswegen bereits für ein gedankenloses Arschloch oder schlimmeres zu halten. Was selbstredend nicht ausschließt, dies gleichwohl beim Beobachten weiterer Indizien mitzudenken.

Es dürfte trotzdem niemals falsch sein, dies anzusprechen. Und ich glaube, solange einem sowas aufstößt, ist man noch auf der richtigen Seite.

Hinweis für Denkfaule: Dies sind meine persönliche Gedanken anlässlich einer Bemerkung des Hausherren, die in mir die Kurzschluss-Folgerung auslösten, er könnte diese in Teilen oder komplett nachvollziehen. Was keine Behauptung darob beinhaltet, er würde dies tun.


#7

Es ist momentan enorm “IN”, den FC Bayern langweilig zu finden. Die Gäste finden es cool wenn sie sagen: “Ich spreche nicht gerne über den FC Bayern”. Das ist Populismus in Reinkultur. Schade daß Max sich dem unterwirft in dem er sagt: " Coman war gut, mehr gibt’s nicht zu sagen". Wo bleibt die Objektivität, die angeblich in der Präambel zur Sendung steht?


#8

Es gibt zur Zeit aber auch sehr wenig zu berichten über den FCB. Keine überraschenden/spekatukälren Wintertransfers, keine großen Verletzungen von Schlüsselspielern, keine Spitzfindigkeiten von Uli/Kalle gegen andere Vereine, unter Pep konnte man zumindest über wöchentlich wechselnde Formationen reden aber das fällt jetzt auch weg. Die Frage wie man Rib/Rob ersetzen kann stellt man sich seit 3 Jahren, da ist eigentlich alles gesagt.

Der FCB ist aktuell im absoluten Verwaltungsmodus was die Bundesliga betrifft. Und so spielt die Mannschaft auch. Da kann man Heynckes auch keinen Vorwurf machen, denn es ist ja nichtmal sicher wer ab dem nächsten Sommer Trainer wird, deshalb brauch man auch nicht fragen wo sich die Mannschaft hin entwickeln soll.

Der FCB ist zur Zeit wie der VW Golf: sehr erfolgreich aber stinkelangweilig.


#9

Hallo Schorsch, Danke für Deine Meinung. Die Schlusskonferenz sieht sich ja in erster Linie als intensive Spieltagsanalyse, natürlich auch mit einem Blick auf die allgemeine Vereinssituation. Gerade letztes Wochenende gab’s mit Sicherheit langweiligere Spiele als Bayern - Hoffenheim. Über die wurde auch gesprochen, das meine ich.


#10

Langweilig wären wir beim HSV gerne … ich bin es so leid, ich bin einfach nur noch müde


#11

So sehr meine rein hämegesteuerte Emotionen-O-Matic für mich persönlich zu völlig anderen Ergebnissen kommt (gnihihi) …

Puh. Ich fühle das, Bruder (wie die jungen Leute sagen).

Ich fühle das sehr.