Schlusskonferenz 165 - #26


#1

Wie hat euch die Folge mit Benni Zander und Marcus Bark gefallen?


#2

Es war wie gewohnt eine gute Folge mit guten GÀsten. Eines möchte ich noch anmerken, weil es falsch gesagt wurde. Wenn unsere ersten Herren (HSV) ansteigen, dann kann trotzdem unsere zweite Mannschaft in die dritte Liga aufsteigen.


#3

Schöne Folge, die mir wie immer viel Spaß gemacht hat. Eurer Besprechung zum Spiel BVB-Frankfurt wĂŒrde ich gern noch etwas Kritik zu Stöger ergĂ€nzen: Beim Stand von 2:1 hat er in der 87. Minute Reus rausgenommen und Sokratis gebracht. Das ist schon mal ein Zeichen an die Mannschaft, das ich nicht verstehe. Das hat sie doch eher verunsichert, zudem sich dadurch ja auch die Zuordnungen verĂ€ndert haben. BĂŒrki hat dann eine Minute spĂ€ter eine gelbe Karte wegen Zeitspiels kassiert. Das defensive Wechseln hat ĂŒberhaupt keine Sicherheit gebracht. Wenn sie dann hinten nichts mehr zulassen, sage ich nix, aber der Ausgleich ist ja trotzdem gefallen.

Es gab vorher ein paar Konterchancen, die sie leichtsinnig zu Ende gespielt haben und mit Götze hĂ€tte es einen Spieler gegeben, der vorne auch mal einen Ball halten kann und sie hĂ€tten grĂ¶ĂŸere Chancen auf das 3:1 gehabt. Vielleicht unterschĂ€tze ich auch die Verunsicherung in der Mannschaft, aber in dem Fall hatte ich eher das GefĂŒhl, dass sie durch den Trainer verstĂ€rkt wurde.


#4

Wie ich ja schon gestern Abend bei Twitter schrieb:

https://twitter.com/DerSeemann/status/973353882456940544

Ich fand den Ton ĂŒber Telefon angenehmer und konstanter als ĂŒber Skype, wo bei gefĂŒhlt jedem mal Aussetzer und Störungen sind. Oder welches Tool nutzt Ihr fĂŒr die Konferenzen?

Edit: Zur Folge noch kurz ein Wort. Ich fand es sehr erfrischend am Anfang das aktuelle Thema mit Merte aufzunehmen. Außerdem war es fĂŒr mich natĂŒrlich auch das Hauptthema wegen dem fehlendem Spiel von Werder.


#5

Eine schöne Folge mit angenehmen und kompetenten GÀsten! Toll, wie so oft!
Auch den Telefon-Ton fand ich voll okay, kann da meinem Vorredner nur beipflichten:

Ich höre auch oft Deutschlandfunk, wo TelefongesprĂ€che hĂ€ufiger eingesetzt werden. Habe dazu keinen besonderen Unterschied feststellen können. Dank & Anerkennung dafĂŒr!

Einzig ĂŒber Gladbach/Holperbach bin ich, Ă€hja, gestolpert
 :wink:
(
)


#6

Nachdem ich mir die aktuelle Rasenfunk-Folge #26 angehört habe und darin auch das Thema Mertesacker besprochen wurde, erschien mir aufgrund dieser Thematik ein paar Aussagen von anderen ehemaligen Spielern in einer anderen Sendung in einem ganz anderen Licht. Die Sport1-Sendung Fantalk vom 13.03.18 (Sorry, ich hatte Langeweile und die vernĂŒnftigen Podcasts hatte ich schon alle gehört) zeigte auf, wie dumm, eigennĂŒtzig und empathielos Menschen sein können. In der Runde saßen unter anderem Peter Neururer, Mario Basler und moderiert wurde das ganze von Thomas Helmer - also alles Protagonisten, die mal mit der 1. Bundesliga aktiv zu tun hatten. Das ein DummschwĂ€tzer wie Lothar MatthĂ€us auf Sky als Experte die Aussagen von Mertesacker runter schwafelte war fĂŒr mich persönlich keine Überraschung. Auch das ein Mario Basler mit seiner großen Schnauze die Aussagen und Haltung von Mertesacker unsinnig und haltlos kommentierte und verurteilte, war mir auch noch klar. Zumal Basler eine Aussage in die Runde warf, die Mertesacker so ĂŒberhaupt nicht geĂ€ußert hatte. Basler schwafelte von “Ich war froh das wir verloren hatten. Was ist das fĂŒr eine Aussage?”. Danke Mario Basler, mit dieser Aussage untermauerst du die Floskel, das Fußballer was in den Beinen haben mĂŒssen, und nicht unbedingt im Kopf. Schwachsinniger geht es nicht mehr und ist reiner Populismus.

Peter Neururer versuchte die Sache zwar anfĂ€nglich noch ein wenig fachlich einzusortieren, jedoch sprang er im spĂ€teren Verlauf des GesprĂ€ch ebenso auf das Bagatellisieren mit auf. Aber, als ein bis dato von mir als recht intelligenter Vertreter namens Thomas Helmer meinte, Zitat:“Wenn er das so gespĂŒrt hat, warum hat er nicht frĂŒher aufgehört?”. Anscheinend ist dem Herrn Helmer A nicht bewusst, das jeder Mensch unterschiedlich und individuell mit Stress umgeht, und das sich dies auch noch zusĂ€tzlich unterschiedlich auf den Körper auswirkt. Ich an Helmers Stelle wĂŒrde mir einmal die Frage stellen, warum hab ich nach dem Profifußball keinen vernĂŒnftigen Beruf ausgeĂŒbt und setze mich als Moderator in eine Sendung und gebe solche Aussagen von mir? Das der Doppelpass nicht gerade dafĂŒr bekannt ist, das er in die Tiefe eines Themas geht und viel mehr als Boulevard betrachtet werden kann, leuchtet mir ja noch ein. Aber sich in einem Fantalk zu setzen, wo die Champions-League Spiele nicht mal gezeigt werden, sondern wo der Zuschauer zusieht, wie andere dem Spiel zuschauen (was fĂŒr ein Schwachsinn in sich ist das schon?) und das rollende Bombenkommando Basler in seiner Aussage noch zu unterstĂŒtzen, das schlĂ€gt meiner Meinung alles.

Allein an dieser Diskussion, die ĂŒber 20 Minuten gefĂŒhrt wurde und wo es ein Neururer und ein Pocher einigermaßen verstanden haben, wie mit den Aussagen von Mertesacker umzugehen ist (ich dachte nie das ich mal Oliver Pocher verteidigen wĂŒrde in Sachen Fußball!!!), zeigt fĂŒr mich ganz klar heraus, warum Spitzensportler mit solchen Bekenntnissen erst bis kurz vor Ende oder nach ihrer aktiven Karriere damit heraus kommen. Bei solchen Kollegen in der Kabine wĂŒrde ich mich als Betroffener auch nicht outen, weil ich wĂŒsste was mich dann erwarten wĂŒrde. Einfaches drauf dreschen, populistisches Großmaulgetue, Diffamierungen und Verharmlosungen erwarten diejenigen, die sich so Ă€ußern. Und es bestĂ€tigt mich immer wieder mehr, das ich die Fußball Bundesliga als Spiegelbild unserer Gesellschaft sehe. Mit allen MissstĂ€nden, mit allen Problemen und Gegebenheiten bildet der Profifußball eine Blaupause, die identisch auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gelegt werden kann. Abartig das ganze, einfach nur abartig. Das erste und letzte Mal das ich diese Sendung gesehen habe. Da lobe ich mir den Rasenfunk und die anderen tollen Podcasts im Netz. Ich glaube, nein ich weiß es jetzt ganz sicher - selbst an seinem schwĂ€chsten Tag ist ein Max-Jacob Ost immer noch um LĂ€ngen besser, als ein Helmer und Konsorten an ihren besten Tagen



#7

Unser Freund des Hauses, Ralph Gunesch, hat sich bei den Rocketbeans ĂŒber Per Mertesacker geĂ€ußert und selbst dargestellt wie er den Druck empfand. Er berichtet auch selbst von WĂŒrgereflexe, sportlichen Druck und wie das “Buisness” ist.

Ab 8:00 Minuten, ca. 20 Minuten.


#8

Die Sendung habe ich ebenfalls gesehen, eben weil Ralph Gunesch zu Gast war. Und auch hier erlebte ich in Sachen Druck, Stress und wie man ihn als Spieler verarbeitet, wieder ein paar Protagonisten der Rocketbeans, die dumm und oberflÀchlich mit dem Thema umgangen. Teilweise wurden sogar die Aussagen von Gunesch belÀchelt (einmal sogar offen gelacht). An Guneschs Stelle wÀre ich aufgestanden und gegangen. Wenn Teilnehmer einer Sendung so blödelhaft und dumm mit einem so ernsten Thema umgehen, sind sie es nicht wert, das man ihnen weiterhin Content schenkt.


#9

Wieder eine sehr gute Folge. Leider sehr unter Zeitdruck, nur 2 Std
 :wink:

Zu Mertesacker. Habe leider das Spiegelinterview noch nicht gelesen, daher nur eine Reaktion auf die Reaktionen.

Die Aussagen von MatthĂ€us und Metzelder gehen gare nicht, bei Metzelder hat es mich etwas ĂŒberrascht.

Noch stĂ€rker muss man aber die Redaktion von Sky kritisieren, es wird nur ein einzelnes aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat in den Raum geworfen und eine Reaktion der Experten erwartet. Einzig richtige Aussage wĂ€re gewesen, dazu Ă€ußerer ich mich nicht bevor ich das Interview ganz gelesen habe. Dies hĂ€tte aber natĂŒrlich die gesamte Diskussion abgebrochen.

Zu dem TribĂŒnengesprĂ€ch mit dem aktuellen, prominenten Bundesligaprofi. Ich kann es sehr gut nachvollziehen. Ich hatte eine ganz naive und wahrscheinlich nicht umsetzbare Idee fĂŒr einen Kompromiss.

Ein reines offline TribĂŒnengesprĂ€ch. Eine Location, geschlossene Gesellschaft, evtl RSCler bevorzugt.

Vorteil:
Das Risiko das einzelne Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen werden und durch die Medien getrieben sinkt extrem. Dadurch lÀsst sich das GesprÀch evtl doch verwirklichen.

Nachteil:
Das TribĂŒnengesprĂ€ch erreicht leider nicht die verdiente Anzahl an Zuhörern.
Die passende und finanzierbare Location zu finden. Evtl in Zusammenarbeit mit dem Stadion an der Schleissheimerstraße


Wahrscheinlich zu naiv gedacht, aber die Hoffnung stirbt zu letzt.


#10

Ich hab die Sendung nicht gesehen, aber dafĂŒr als Podcast gehört. Ich denke, du tust den Jungs da etwas Unrecht. Sicher, sie haben keine toternste Art, mit solchen Themen umzugehen, aber das empfinde ich persönlich eher als erfrischend. Denn der Content kommt ja trotzdem rĂŒber.

Zum Thema: Ralph Gunesch hat es bei den Rocket Beans recht gut beschrieben. Es gibt solche und solche Typen, jeder geht anders mit dem Druck um. Ich persönlich hab mich in dem Kaffeetrinker wiedergefunden. Zwei Stunden vorm Spiel in der Halle (Handball), zwei Tassen Kaffee und dann warmmachen. Wir hatten aber auch einen Mitspeler, fĂŒr den hatten wir immer nen Eimer hinter der Bande stehen und 3-4mal im Jahr wurde der auch benutzt.

Nun kann man natĂŒrlich fragen, warum macht er das? Wenn man ansonsten unheimlich Spaß am Ganzen hat, dann nimmt man das eben in Kauf. Und es war ja wirklich nur in dem Moment kurz vor Anpfiff.
Wie die Mannschaft damit umgegangen ist? Wir haben unsere Witze drĂŒber gerissen, er hat sich einen dummen Spruch nach dem anderen anhören mĂŒssen. Aber immer freundlich, nie gemein! Und das wusste er auch so einzuschĂ€tzen. Das gehörte dazu, das war auch nicht schlimm, jeder bekam fĂŒr seine Macken sein Fett ab, also fiel das auch nicht groß auf.
Einer unser Trainer hat ihn wegen der Geschichte nie von Anfang an gebracht, sondern erst nach 5 Minuten. So konnte er auf der Bank den grĂ¶ĂŸten Stress abbauen. Beim Handball ist das möglich, da dort eh wild durchgewechselt werden kann, beim Fußball ja eher nicht.

Ich hab meiste Zeit mit nem guten Kumpel zusammen gespielt. Wir haben vor dem Spiel immer rumgealbert, das half auch gut zur Entspannung.