Schlusskonferenz 304 – #24

Wir haben mit Jannik Sorgatz (@aufmplatz) und Martin Rafelt (@MartinRafelt) über den 24. Spieltag mit Schwerpunkt Gladbach gesprochen. Wie hat euch die Folge gefallen?

Kaum ueberraschend wurde es sehr technisch mit Martin Rafelt und teilweise bin ich dann auch bei der Beschreibung der Verschiebungen etwas ausgestiegen, aber insgesamt fand ich es eine sehr muntere Runde und die Folge war sehr schnell konsumiert.

Eine der Besten Folge dieser Saison.
Was vor allen an den Gästen Martin und Jannik lag, sehr sachlich, alles gut erklärend.
Auch konnten Beide Deine „Ich-Frage-aber-Beantworte-die-Frage-in-der-Fragestellung“ gut reagieren.
Das ist jetzt keine Kritik Max, ich amüsiere sehr oft, wenn Du den Gästen Fragen stellst, die Du schon selbst vorher beantwortet hast.

Dazu kam auch, das ich beim Segment von Leipzig von Martin noch etwas dazugelernt habe, bzw. seine Aussagen über die Defensive mal genauer beobachten werde.

Mir hat die Folge gut gefallen. Ich habe gerne zugehört. Besonders der ganz andere Ton im Gladbach -Segment hat mir gefallen. Die Abgrenzung zum „Politik“-Teil fand ich spannend. Auch wenn Ihr gerne über Taktik und nicht gerne über Köpfe sprechen möchtet, habe ich noch eine Anmerkung zum Thema Köpfe. Mit Heiko Vogel hat Gladbach ja einen recht profilierten U23-Trainer. Das finde ich interessant, weil man einen möglichen Übergangstrainer ja sogar in den eigenen Reihen hätte.

Es wurde oft davon gesprochen, dass bei Gladbach die Krise nicht mit dem Bekanntwerden des Abgangs von Rose begonnen hat.
Waren die letzten Ergebnisse davor, nicht ein Sieg gegen Stuttgart, eine Niederlage gegen Köln und ein Unentschieden gegen Wolfsburg? Dann kam die Bekanntgabe, gefolgt von 5 Niederlagen in Folge.
Habe ich das falsch notiert?

Eine schöne, wenn auch sehr fordernde Schlusskonfi.

Martin Rafelt in a nutshell:

Frage: „Wie fandst du das Spiel?“

Martin: „Puh, joa, pfff, was soll ich dazu schon sagen?“

Es folgt ein mindestens fünfminütiger Monolog über abfallende Zwischenräume, zwielichtige Deckungsschatten und wirre Telefonnummern. Aber ja, es gibt wirklich wenig zu sagen :smiley:

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Die Niederlage gegen Köln war halt heftig. (Also heftig im Kontext einer Nebensache, die aber halt nicht als Nebensache wahrgenommen wird…)
Erstens ist es schon schlimm genug gegen Köln überhaupt zu verlieren, zweitens zu Hause (wenn auch ohne Publikum), drittens in einer Situation wo man als CL-Teilnehmer gegen einen Abstiegskandidaten spielt, und dann viertens mit einer Aufstellung, die aus Sicht vieler Fans das Spiel nicht so richtig ernst nimmt. Und das war halt vor der Bekanntgabe. Dazu kommt, dass die offensive Hilflosigkeit auch gegen Stuttgart, Köln und Wolfsburg zutage trat (und auch vorher schon).

Wobei andererseits Rose zu dem Zeitpunkt sicher schon wusste dass er geht, und die ständigen Fragen an ihn und auch an Eberl und die Spieler zu dem Wechsel schon da waren. Von daher ist der genaue Zeitpunkt der Bekanntgabe m.E. gar nicht so relevant, mindestens die zeitliche Korrelation zwischen dem Wechseltheater und der „Krise“ kann man auf jeden Fall sehen, wenn man will.

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Gute Folge :+1: Mich hätte noch die Frage interessiert, wie ihr die Situation zu Eberl bei der Suche nach einem neuen Trainer einschätzt. Hilft das Festhalten bei der Suche nach einem neuen Trainer? Auch langfristig gesehen?
Ich könnte mir vorstellen, dass das bei potentiellen Trainern sehr gut ankommt und fast schon ein Alleinstellungsmerkmal (abgesehen von Freiburg)sein kann…

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Interessant, daß Du das Festhalten an Rose positiv bewertest. Ich finde ja im Unterschied zu Freiburg mit Streich oder Bremen mit Kohfeldt (eher letzte Saison) ist ja in dieser Situation klar, daß es keine langfristige gemeinsame Zukunft geben kann. Daher war ich drauf und dran zu schreiben, daß man bei schlechtem Offensivfussball und schlechten Ergebnissen über 8 Spiele und das am 24. Spieltag ja schon von der gesamten Rückrunde sprechen muss. Im Forum hatte RentoYCaron ja schon beklagt, dass er schon im Köln-Spiel einiges vermisst hat.
Es gibt nur noch 10 Spiele und eine Trendumkehr ist (noch) nicht in Sicht. Na ja, vielleicht sorgt ja der Spielplan für einen versöhnlichen Abschluss. Mit Augsburg, Freiburg, Schalke und Hertha sehen die nächsten Spiele auf dem Papier ja besser aus als Leverkusen, Dortmund, Leipzig.

Aus sportlicher Sicht bewerte ich das Festhalten nicht als positiv. Sportlich habe ich diese Saison bereits zu viele Spiele von Gladbach gesehen, in denen der Mannschaft der letzte Wille gefehlt hat. Und das ist meiner Meinung nach ein Fehler des Trainerteams.
Was ich sagen wollte ist, das der Max vielleicht trotz verhältnismäßig wenig Geld und wenig Chance auf Titel, vielleicht eher einen guten Trainer findet als andere Mannschaften, da ich als potentieller Trainer weiß: hier steht jemand hinter mir, usw. Wenn dem so ist, dann verstehe ich das Festhalten, mit Ziel langfristiger Erfolg.

Abgesehen davon habe ich auch noch die Hoffnung, dass der Spielplan jetzt ein paar Punkte für uns parat hat.

Zur Trainersuche kann sich ja der Erfolg im vergangenen Jahrzehnt sehen lassen. Favre, Schubert, Hecking und Rose waren alles Trainer, die in Gladbach Erfolg brachten. Und nicht alle waren woanders wieder erfolgreich. Sie haben also offensichtlich gut gepasst.

Auch losgelöst von Borussia Mönchengladbach habe schon öfter über das Thema Motivation und Wille nachgedacht.
Wenn es heisst, dass die Mentalität fehlt, fehlt dann vielleicht ein Plan für diese Situation? Zum Beispiel bei Gegentor wechseln wir von System A auf System B. Der Spieler geht ins Mittelfeld, usw. Wir pressen dann, sobald … egal was.

Ist der fehlende Wille ein fehlender Glaube an den Erfolg der besprochenen Änderung? Hat die im Training nie geklappt? Wurde die zum letzten Mal irgendwann trainiert?
Oder klappt die erste Änderung in den letzten zehn Minuten nicht, z.B. alle Flanken wurden rausgeköpft. Gibt es dann noch eine zweite Änderung? Ist die auch besprochen?

Oder fehlt die Fitness, um die Anweisung umzusetzen. „Tempodribbling über außen“

Okay, das waren viele fragen. Ich nehme mir an Beispiel an Max, nicht Eberl. Und stelle Fragen, auf die man schwer etwas sagen kann.

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