STP: Suche nach Zusammenhalt

Wir haben mit Tim Ecksteen vom FC St.Pauli Podcast Millernton (Twitter, Bluesky, Mastodon) über die Lage beim FCSP gesprochen. Wie hat euch die Sendung gefallen?

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Oh, wie unverhofft und schön. Freue mich drauf.

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Ich hab mir den Podcast jetzt 50 Minuten reingezogen und noch nicht einmal habt ihr den Derbyfluch erwähnt. Sowas soll ich ernst nehmen?

:wink:

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Echt Rasenfunk: Echte Inhalte! :stuck_out_tongue:

Ich lese ja ab und zu, dass Menschen die regelmäßigen Schwerpunkte vermissen, weil „dann kommt mein Verein ja gar nicht mehr dran.“ Ich muss ehrlich sagen: mit jedem Schwerpunkt der rauskommt der nicht den SVW zum Thema hat kriegt meine Laune einen kleinen Schub :innocent:

Kopf hoch St.Pauli. Das wird schon noch.

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Schöne Sendung, danke dafür.

Das war wie nachhausekommen. Sorry @TimEcksteen, aber es war, als würde ich mir selbst zuhören :heart_hands: .

Wir sind, wer wir sind, und haben eigentlich keine Chance, die Klasse zu halten, zu weit entfernt sind alle anderen Vereine mit ihren finanziellen Möglichkeiten.

Overperformance is the key.

Wem von beiden Vereinen das am besten gelingt, der wird den anderen hinter sich lassen. Dann gibt es genügend Umstände, auf die man keinen Einfluss hat. Ausfälle beim eigenen Team und beim jeweiligen Gegner. Spielglück, Schiedsrichterentscheidungen und die Tagesform des Gegenübers.

Und doch sehe ich St. Pauli grundsätzlich deutlich im Vorteil, und das eigentlich nicht mal knapp. Finanziell steht Ihr deutlich besser da, die 100-Millionen-Grenze beim Umsatz wurde geknackt, der Gewinn wird mindestens doppelt so hoch sein, wie in HDH. Bei Ticketverkauf und Merchandising wird es weiter bergauf gehen, das sind Sphären, die der FCH nie erreichen wird. Nicht zu vergessen der Standortvorteil. Haben beide Vereine Interesse an einem Spieler, ist der Ausgang leider mehr als vorhersehbar. Das hat die Sommertransfersphase gezeigt. Auch ein bereits gepackter Koffer, bekam einen neuen Adressaufkleber. Ein Blick in die Statistiken zeigt, was dieser eine Spieler für einen Impact hat oder eben hätte haben können.

Unser Vorteil ist die Ruhe im Verein. Da geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten oder Egos. Aber Tore schießt du damit bedauerlicherweise auch nicht.

St. Pauli ist ein Club, der aufgrund seiner Wachstumschancen in der Lage sein wird, nach jedem weiteren Jahr erste Liga die nächste Stufe zu nehmen. Für HDH bedeutet jedes Jahr ebenfalls einen großen Wachstumsschritt, doch dieser umfasst mehr als das Erstliga-Team (Frauen, Jugend, Stadion). Man würde auch im nächsten Jahr mit der gleichen finanziellen Ausgangslage ins Rennen gehen müssen.

Prophetin muss ich nicht sein, um davon auszugehen, dass für einen von uns das Abenteuer erste Liga im kommenden Jahr enden wird. Womöglich auch für beide. Aber dir zum Trost :wink: : Die besseren Karten, drinzubleiben, hat der 1. FC St. Pauli.

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Ich glaube man macht einen Fehler wenn man zu viel auf Softe Faktoren bei der Analyse der derzeitigen Probleme abzielt.

Aus meiner Sicht hatte der FC St. P. Den Plan diese Saison spielerisch den nächsten Schritt zu gehen, hat entsprechende Verpflichtungen getätigt, insbesondere Fujita und Lage und ist ihn in den ersten Spielen auch gegangen.

Dann ist das passiert was ich beim Anblick des Spielplanes schon befürchtet hatte, man hatte ein paar spielstärkere Teams hintereinander und hat diese Partien alle verloren, teilweise mit etwas Pech und teilweise auch völlig verdient. Auch wenn dass allesamt spiele waren die man nicht als Siege eingeplant hat, kratzt das am Selbstvertrauen und meiner Meinung nach ist es genau das was es für dieses offensivere Spiel braucht… Überzeugung… weil diese seitdem fehlt, gehts bergab, dass ist ein Selbstverstärkender Effekt. Dazu kommt, dass man danach dann von der ursprünglichen Idee abgewichen ist… was es aus meiner Sicht nur schlimmer macht weil man so die Stärken die im Vergleich zum Kader letztes Jahr definitiv in der Offensive vorhanden sind nicht ausnutzt, stattdessen spielt man mit Martijn Kaars im Sturm auf Flanken… das ist verständlich wenn sonst nichts zu funktionieren scheint, aber kann meiner Meinung nach so nicht funktionieren. Jetzt zu versuchen die Defensive Stabilität aus der letzten Saison zu versuchen zu reproduzieren ist ebenfalls nachvollziehbar, kann aber meiner Meinung nach auch nicht mehr funktionieren, weil durch die Transfers im Sommer die Offensiv/Defensiv Balance eindeutig zu Gunsten der Offensive verschoben wurde… Aus meiner Sicht bleibt daher nur das Heil in der Flucht nach vorne zu suchen. Das heißt natürlich nicht, dass defensive scheiß egal ist, das heißt aber, dass man mit der Maßgabe in Spiele gehen muss ein 2:2 in Kauf zu nehmen anstatt auf ein 1:0 zu spielen. Insbesondere gegen Union Berlin sehe ich da eine Chance für Ricky Jade Jones, weil ich glaube, dass Union zwar einen Plan hat der gut funktioniert im Moment, aber individuell den FC St. Pauli glaube ich zumindest nicht überlegen ist und mit einem Mutigen Ansatz, sowie dem nötigen Spielglück besteht meiner Meinung nach die Möglichkeit zuhause für einen Befreiungsschlag.

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Eeeh. Union wird den Teufel tun und auswärts das Spiel machen. Die fühlen sich mit weniger Ballbesitz pudelwohl. Und können im Zweifel genau das hervorragend, was St. Pauli voll auf die Matte schickt: Spielfluss zerstören, hinten dicht halten, Fehler produzieren und dann überrumpeln.

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Vielen Dank für die Folge. Ich denke das einzige, was dem Magischen FC im Moment fehlt, ist ein Erfolgserlebnis. Das ist aber natürlich dahingehend ein Problem, weil man solche nicht erzwingen kann und der Versuch es doch zu tun meist komplett in die Hose geht.

Forza, immer weiter!

Ist richtig. Aber genau das meine ich. Man muss das Spiel selbst machen…. Kann das in die Hose gehen wenn man so verunsichert ist wie derzeit? Sicher.

Aber wenn man die schnellen Spieler, die man hat, entsprechend in Szene setzt, (möglichst schnell) in Führung geht dann kommt man glaube ich in das Spiel was man als St. Pauli will…. Zuhause gegen Union Berlin. Zugegeben sind viele wenns und Abers Dabei und die letzten Leistungen waren jetzt nicht gerade dazu da meinen Optimismus zu stützen… aber im Kern bleibe ich dabei, dass es ne Chance ist… vielleicht noch zum Thema Trainer Diskussion: ist nach 7 Niederlagen verständlich, aber wenig hilfreich… ich sehe da im Moment keine bessere Option, außerdem kommen die Spiele in denen man punkten muss noch gegen Heidenheim,Wolfsburg,Köln,Mainz und eben Union.

Da sollte man allerdings schon Minimum 7 Punkte mitnehmen um für die Rückrunde noch alle Chancen zu haben.

Schöne Folge, viel gelernt über die Kaderzusammensetzung und die damit einhergehenden Probleme.

Was ich mich, als jemand der den fcsp vermutlich keine 4 mal pro Jahr 90 min. live sieht, gefragt habe:

Für welchen Spieler oder meinetwegen auch erwartbare Kombination lohnt es sich einzuschalten? Irgendwie wirkt das alles so inspirationslos und wenig attraktiv. Natürlich sind Punkte für Verein, Fans und Verantwortliche immer wichtiger als begeisternder Fußball, das ist mir natürlich klar, aber aufm Platz holt Pauli mich gerade echt Null ab. Schade eigentlich

schließe mich dem Lob an, sehr starke Folge. Die Millernton-Schwerpunkte sind mir erfolgreichen Zeiten in der Tendenz immer zu positiv unterwegs, dass der Erfolg als zwangsläufige Folge von guten Entscheidungen, guter Strategie und guter tagtäglicher Arbeit interpretiert wird. Die von @frau_neher angesprochenen Punkte wie Zufall, Spielglück und Overperformance kamen mir da zu kurz. Jetzt in weniger erfolgreichen Zeiten ist diese Positivität aber eine Stärke, dass man nicht sofort in Fatalismus abgeleitet, sondern sich an einer sachlichen Analyse versucht.

ein paar inhaltliche Anmerkungen:

  • würde den Wegfall der Stadionhymne nicht unterbewerten. Das Heimpublikum mit den Stehrängen entlang des ganzen Spielfelds ist ein Pfund, das Pauli in der Bundesliga dringend benötigt. Und die Hymne ist Teil der Publikumsaktivierung, damit alle Ränge von Minute Eins an da sind. Das macht(e) es für jeden Gegner besonders eklig, am Millerntor zu spielen. In den letzten Jahren nehme ich schon eine schwächer werdende Stimmung wahr. Die Ultras hinterm Tor machen ihren Singsang. Aber der Rest des Stadions muss erst durch den Spielverlauf, eine strittige Schirientscheidung oder einen provokanten Gegenspieler aktiviert werden. Die Spieler müssen in Vorleistung gehen, damit vom Publikum etwas zurückkommt. Das war früher nicht so. Und der Wegfall der Hymne hilft da sicher nicht.
  • finde Tims Take zu Kaars interessant, dass er ihn in die Schublade Terodde steckt, also für die zweite Liga zu gut aber für die Bundesliga in allen Bereichen eine Zehntelsekunde zu langsam. Meine Analyse geht da tatsächlich in eine andere Richtung. Aus meiner Sicht muss man Kaars anhand der Umstände in Magdeburg betrachten. Dort hatte er mit Titz einen der größten Überzeugungstäter was Offensivfußball angeht und mit Atik+Burcu zwei der besten Kreativspieler der Liga hinter sich. Deshalb war der Wechsel für mich ein Flop mit Ansage, weil du ihn aus den Umständen herausreißt, die ihn so erfolgreich gemacht haben. Für den halben Preis hätte man den Gamble vielleicht eingehen können, aber für die gezahlte Summe waren mir die Fragezeichen viel zu groß. Aber ich bin gespannt. Wenn Tim Recht hat und es nur an der berüchtigten Zehntelsekunde liegt, müsste Kaars gegen die kommenden Gegner aus der unteren Bundesligaschublade ja eigentlich zünden.

wobei die Vereine selten im selben Becken fischen. Was sagte Tim, Pauli hat Spieler aus neun(?) unterschiedlichen Ligen geholt? Heidenheim holt nur deutschsprachige Spieler. Die größte Limitierung legt man sich also selber auf.

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Das ist das Eine.

Trotzdem gilt, bei gleichem Interesse hat du die Chance nicht. Und sie mögen sie aus mehr Ligen holen, aber im Sommer waren das 2 aus der österreichischen Liga und 2 aus der 2. Bundesliga. Bekanntermaßen beides Zielgewässer des FCH.

Aber ich gebe dir recht. Das bisherige Scouting hatte Gründe und seine Berechtigung. Aber wenn sich der Markt verändert, muss man neu denken.

Auf jeden Fall für Fujita.

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Und es gibt Lösungen für die Sprachproblematik:

Bei uns läuft das jetzt mit den Japanern ziemlich gut.

Die Vorfreude war komplett berechtigt: zwei Fußballnerds, denen ich immer gerne zuhöre.

Ich fand den Punkt von Tim über die Schwierigkeiten, einen erfolgreichen Kader umzubauen/zu verstärken, hochinteressant und musste dabei auch kurz an meinen Verein denken.

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:flushed_face: Was an mir alles so vorbeigeht

Interessant fand ich auch, wie zufrieden er mit den Transfers im Sommer war. Mir geht es meist auch so, wenn ich den Sinn eines Transfers erkennen kann.

Ist ein bisschen zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite hilft es, auf der anderen Seite lernen die Spieler nichts dabei.

Anhand der Transfers lässt sich das nicht erkennen. Die deuten eher auf eine Stärkung des Umschaltspiels hin.

Wir hatten ja auch einen eher spielstarken Kader in den letzten Saisons. Das war teilweise auch letzte Saison zu erkennen.

Du unterstellst, dass die Spieler nicht parallel lernen und das passiert. Jedenfalls wird davon in mehreren Artikeln unserer örtlichen Zeitung und ich meine auch auf der Homepage des Vereins erzählt. Namentlich Akiyama wird geschildert, der parallel eifrig unsere Sprache lernt.

Bis dahin brauchts eine sinnvolle Lösung und die beiden Japaner sprechen bislang weder deutsch noch englisch und unser Trainer und die Mannschaft sprechen nicht japanisch.

…und vielleicht sollten wir auch nicht vergessen, dass es nicht die Kernaufgabe des Vereins ist, dass die Spieler eine Sprache lernen. Das müssen sie schon selbst, aber der Verein gibt dafür jede Unterstützung.