Tribünengespräch 013 mit Sebastian Schuppan


#1

Schon vor der Bundestagswahl aufgezeichnet, jetzt endlich online:

Hoffe, es gefällt euch. Freue mich auf Feedback!


#2

Bin noch nicht durch, aber echt klasse, war vorher nicht ganz sicher, ob das so gut werden kann wie das TG mit @felgenralle. Super Typ, ganz angenehme Art, sehr bescheiden und einfach sehr interessant. Respekt, dass er das gemacht hat.

Bei seinem Berater horchte ich kurz auf, der hatte sich doch bei Hertha mal auf einer Mitgliederversammlung fürs Präsidium beworben und wurde nach einer wütenden Wortmeldung (die Springer-Presse sprach von einem “Wortgefecht”) von Axel Kruse mit dem suboptimalen Ergebnis von nur 215 (von 1039 möglichen) Stimmen nicht gewählt. Aber ich schweife ab.

Tolle Sendung bisher, richtig gut. Auch dem Gespräch zwischen Gast und @GNetzer höre ich gerne zu (soviel zu mangelnder Moderationskunst aus TG003, Max :wink:)…

Danke!


#3

Ich war diese Saison mit allen unseren Abgängen einverstanden - bis auf den von Sebastian Schuppan. Ich fand “Schuppi” während seiner Zeit hier immer sympathisch, in interviews war er immer ruhig und analytisch, hat aber gleichzeitig kein Blatt vor den Mund genommen, und auch nie versucht schlechte Leistungen schönzureden. Und nach diesem TG ist er mir noch sympathischer geworden. Was für ein toller Mensch, und was für ein Verlust für unseren Verein und unsere Kaderhygiene (ha!).

Schuppi, ich weiß nicht ob du das liest, aber herzlichen Dank für alles was du für unsere Arminia geleistet hast, ich hoffe wir sehen Dich hier in irgendeiner Funktion wieder. Du hast vielleicht nie Bundesliga gespielt, aber charakterlich bist du Championsleague.

Und Dir Max, vielen Dank was du wieder geleistet hast. Ich schaue die erste Bundesliga eigentlich nurnoch um der SK besser folgen zu können, und die Art und Weise wie du über Fussball sprichst ist einfach überragend, aber besonders die KP und TG zeigen was du wirklich drauf hast, die ganzen 3,5h waren extrem interessant. Und ich hoffe du hast Schuppi gezeigt wie man einen Podcast macht, das muss einfach seine Karriere nach dem Fussball werden.


#4

Wieder mal ein schönes und aufschlußreiches Tribünengespräch vom Rasenfunk!

Ich bin noch nicht durch, aber hab grad die Stelle gehört, wo der FCSP wegen seines Antirassismus gelobt wird. Es ist toll, es ist klasse.
Noch besser wäre es, wenn sie es auch durch und durch leben würden. Wer Under Amour trägt sollte in der Richtung vorsichtig sein. Der Gründer und CEO ist offener Trump-Unterstützer und lebt dessen Werte auch.
(zB: http://www.deutschlandfunk.de/sportausruester-under-armour-trump-lobpreisungen-sorgen.890.de.html?dram:article_id=378667 ).

Das “Linke” beim FCSP hat sicherlich eine gewisse Tradition, aber wird auch sehr aus Marketinggründen gepflegt. Man macht Werbung damit, vergisst die damit verbundenen Werte aber immer wieder schnell, wenn es ums Geld geht. :wink:


#5

Super interessant und kurzweilig, herzlichen Dank dafür. Da ich das Geschehen um die Würzburger Kickers gern verfolge, war ich auf den jüngsten Abschnitt Eurer Zeitreise besonders gespannt. Alles vorneweg war aber nicht weniger interessant und absolut hörenswert.

Für Kickers-Coach Stephan Schmidt (inzwischen Ex-Coach) hat Sebastian Schuppan ja einige lobende Worte gefunden. Vielleicht hätte der Trainer mit der neu zusammengestellten Mannschaft einfach noch mehr Zeit gebraucht. Jedoch gab es nach kleineren Schritten vorwärts immer sofort wieder Rückschläge - mit dem U’haching-Spiel als negativem Höhepunkt.

Sebastian Schuppan hat in seiner Laufbahn ja einige Trainerwechsel erlebt. Hier würden mich mal die Stimmungen in der Mannschaft interessieren (vielleicht als kleine Anregung für mögliche zukünftige Karrieregespräche mit Spielern). Kann es vorkommen, dass eine Mannschaft völlig überrascht/“überfahren” wird oder zeichnet es sich durch das Umfeld und die tägliche Arbeit immer schon recht deutlich ab, dass die Trainerentlassung kommen wird? Wie kann man sich das vorstellen, wenn eine Mannschaft “gegen den Trainer” spielt? Wird im Team über mögliche Nachfolger/Alternativen diskutiert usw.

P.S. Weiter so, lieber Max-Jacob Ost.


#6

Mir hat die Sendung sehr gut gefallen.
Die Grundstruktur der Sendung anhand der Chronologie der Karriere aufzubauen ist gut und naheliegend. Die Themenbereiche, die davon abgingen (Fangewalt, …) kamen immer genau zur richtigen Stelle mit fließenden Übergängen. Im Nachhinein betrachtet müssen diese Themenbereiche geplant gewesen sein. Das ist wirklich gut gelungen.
Man findet durchaus lange Sendungen. Man findet auch hochwertigere Sendungen in denen pro versendeter Minute mehr als eine Minute Arbeit steckt - die sind aber meist kürzer. In diesem Podcast steckt also sehr, sehr viel Arbeit. Vielen Dank!

Ich finde, man erkennt einige Parallelen zu dem, was @felgenralle rüber gebracht hat.

In einer Spielerkarriere sind die wichtigsten Säulen erst mal, dass man gesund bleibt und dass der Trainer einen nicht übersieht. Dass das alles so zusammen kommt ist scheinbar eher die Ausnahme als die Regel.
Aber auch in den Spielen scheinen externe Faktoren mehr zu bewirken als man wahr haben will. Schuppi scheint selten durch seine Fähigkeiten limitiert gewesen zu sein. Am Ende war es immer vor allem die Frage, ob er seine Leistung auf den Platz bringen konnte. Und das hängt eben an externen Faktoren. Wie zB das Verhältnis zum Trainer, Stimmung im Stadion, Stimmung in der Mannschaft,…

Für das nächste Interview dieser Art wünsche ich mir einen Spieler wo immer alles geklappt hat und der schlimmste Moment in der Karriere der Tag ist, als der Ferrari einen Kratzer abgekriegt hat.


#7

Na, schauen wir mal ob ich so jemanden schon bekomme. :smiley:

Vorbereitung steckte einige drin, ja. Die Themenbereiche haben sich aber alle aus dem Gespräch heraus ergeben, ich wollte mich da diesmal etwas treiben lassen. Aber lagen ja alle irgendwie auch auf der Hand, finde ich.


#8

Hallo Max. Schon das Tribünengespräch mit Felgenralle fand ich super und auch die Folge mit “Schuppi” ist wieder eine ganz klare Hörempfehlung. Finde es immer ganz angenehm, auch die Geschichten abseits von den großen Stars zu hören.

Ihr hattet ja im Gespräch irgendwann auch das Thema, was Vereine bspw. im Bezug bspw. rechte Tendenzen unter den Fans tun bzw. oft nicht tun (Bsp. u.a. Cottbus und die aktuelle Situation da). Ich glaube, dass da viele versuchen, sich an das Mantra “Don’t mix sports and politics” zu halten, weil sie Angst haben, evtl. Fans zu vergraulen. Und diese Denkweise gibt es ja auch bei vielen Fans. Als Bremer hat man das bspw. mal mitbekommen, als sich Nouri mal über die AfD äußerte oder wenn es um die eher linken Fangruppierungen im Weserstadion geht. Da liest man dann relativ häufig davon, dass der Fußball keine Bühne für Politik sein soll, etc., pp.

Gerne vergessen wird dabei, dass Engagement gg. Rassismus, Homophobie und Co. ja eigentlich ein Selbstverständnis sein sollte, da es sich dabei ja auch um von der Verfassung propagierte Ziele handelt. Und ich glaube, viele Vereine scheuen da einfach die Auseinandersetzung.


#9

Ja, stimmt schon.

Wobei ich bei Dynamo etwas meine Kritik zurücknehmen muss. Man macht ganz aktuell unter anderem diese Aktion und das nicht zum ersten Mal: http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/708130/artikel_love-dynamo---hate-racism_dresden-spielt-im-sondertrikot.html


#10

Für jeden Fussballfan war das mal ein interessanter Hintergrundbericht wie es tatsächlich im Profifussball so abläuft. Ein sehr angenehmer und sympathischer Zeitgenosse, der es verstanden hat Fussball nicht über allem anderen zu stellen.
Leider sieht es für ihn bei Würzburg aktuell nicht gut aus - ich hoffe für ihn, dass er auch hier positiv rauskommt. Jedenfalls war das ein klasse Tribünengespräch - mehr davon!