Tribünengespräch 113 – Nationalismus und Rassismus bei der EM

Die EM in Deutschland war geprägt von nationalistischen und zum Teil rassistischen Taten. Bis hoch zur Innenministerin haben sich Institutionen, Politiker*innen und Medien zu ihnen positioniert. Sind in all der Aufregung aber wirklich die richtigen Fragen gestellt worden? Wir haben über dieses Thema mit Inga Hofmann vom Tagesspiegel (Twitter, Bluesky, Mastodon, Instagram) und Publizist und Autor Ruben Gerczikow (Twitter, Bluesky, Instagram) gesprochen. Wie hat euch die Folge gefallen?

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Vielen Dank für diese Folge! Als politischer Mensch habe ich mir sehr an die eigene Nase fassen müssen bei der Debatte, welche Art von politischen Botschaften wir im Stadion sehen möchten, darüber werde ich nochmal nachdenken. Sehr gute Gäst*innen, und eine Folge, die sehr gut im Tribünengespräch-Feed aufgehoben ist, die wird man in den nächsten Jahren vermutlich noch ein paar Mal mit Gewinn erneut hören können…

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Zugegeben, das Fazit, wir brauchen mehr Lothar Matthäus, hatte ich nicht auf meiner Liste. :wink: Aber ja, dies wäre ein schöner Gedanke gewesen!

Sehr gelungene Sendung.

Sehr gute Folge, der Tribünengesprächfeed ist mri aber sowieso der liebste im Rasenfunkuniversum.
Gleich zu Beginn habe ich mich ertappt gefühlt bei der Frage, warum schottischer Nationalismus so viel positiver bewertet wird, als zum Beispiel serbischer.
Und ja ich glaube es macht einen Unterschied wie sich dieser Nationalismus auch außerhalb des Fußballs äußert. Die letzte kriegerisceh Auseinandersetzung zwischen Schottland und England ist ja mehrere hundert Jahre her und auch die schottischen Unabhängigkeitsbestrebung äußern sich ja nicht in gewalttätigem Terrorismus (wie es zum Beispiel lange im Terror der IRA aus Nordirland oder der ETA aus dem Baskenland war). Und auch aus dem Fußballumfeld ist mir aus den letzten Jahren bis Jahrzehnten kein gewalttätiger Hooliganismus zwischen Schotten und Engländern bekannt. Außerdem sind mir aus Schottland keine öffentlich und prominent geäußerten Auslöschungsfantasien gegenüber England bekannt, wie es sie von serbischen Politiker*innen gegenüber dem Kosovo ja durchaus gibt. Wenn sich die Rivalität dann „nur“ in Gesängen und Sprüchen zeigt ist das für mich schon etwas anderes als, wenn diese Gesänge in einem Umfeld stehen, in denen es körperliche Gewalt und Gewaltandrohungen gibt. All diese Probleme gibt es im schottischen Fußball ja durchaus auch - aber eben auf Vereinsebene (Old Firm) und nicht auf Ebene der Nationalmannschaft. Soweit meine Gedanken dazu…

Ich fände es tatsächlich sinnvoll/interessant, wenn es vielleicht in einem Jahr einen Rückblick auf die Europameisterschaft und das Thema dieser Sendung (bzw. auch die angesprochenen Vorfälle von sexualisierter Gewalt) gäbe, wenn dann die enstprechenden Statistiken vorliegen udn ausgewertet wurden.

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