Tribünengespräch 42 – Lauterns Weg in die Insolvenz

Wobei schon die Frage gestellt werden darf, ob es noch ein Wettbewerb ist, wenn Wolfsburg Schulden in beliebiger Höhe machen kann, solange VW einspringt. Aber das führt vielleicht vom Thema des Threads zu weit weg.

2 Like

Man kann sich auch fragen, ob man als Zuschauer am Ende nicht den Sport betrachtet sondern das Produkt von Manageraktivitäten und Finanzgeschick.

Mit Floskeln wie „Der Niedergang ist selbst verschuldet“ meint man sicher nicht eine Mannschaft, die mal ein Ziel verpasst sondern die saisonübergreifende Entwicklung, die maßgeblich durch die Finanzen bestimmt wird. Bei solchen Sätzen ist auch nicht klar, wer „die“ sind. Vereine in Krisen wechseln gerne mal jegliches Personal durch. Sind am Ende die Mitglieder selbst Schuld weil sie unfähige Manager ans Ruder gelassen haben? Aber bekommt ein Club nicht nur die Manager (und Trainer, Spieler, Physios, Ärzte, …), die er sich leisten kann?

Richtig, aber dafür gibt es ja Regeln. Bleiben die erfüllt, ist es OK, wenn nicht, muss sanktioniert werden.

Die Regeln gibt u.a. die DFL vor und die ist für den Wettbewerb verantwortlich.

Stimmt. Aber das heißt nicht, dass mir als Zuschauer diese Regeln gefallen müssen.

1 Like

Völlig d’accord.

ABER wenn Du guckst, akzeptierst Du diese halt auch zu einem gewissen (großen!) Teil.

Niemand zwingt jemanden Fan eines BL-Vereins zu werden, zu sein oder zu bleiben oder das Spiel mit zuspielen / mitzugucken.

Ich tue es gerne! Eher in Spanien (wo alles noch etwas Schlimmer ist) aber das Prinzip ist ja das Gleiche!