Moin, ich habe die Stelle extra noch mal angehört und habe da einen anderen Eindruck. Nach meinem Verständnis gibt Max keine Wertung bzgl der Berechtigung des Hasses ab. Stattdessen verstehe ich ihn so, dass aus der Logik der Hasser heraus es den richtigen trifft. Er macht sich aber den Hass selbst nicht zu eigen.
Zur Sendung: habe den Part neben dem Platz wie in allen bisherigen Schwerpunkten von Louis und Max wieder sehr gern gehört.
Ich will damit nicht sagen, dass es das in der Bewertung der hier ablehnenden besser macht, aber mich stört immer die etwas unpräszise Formulierung als “Investor”. Hopp ist ein klassischer Mäzen, der will vor allem Einfluss und geliebt werden, das return of invest in monetärer Form, nach dem Investoren schielen, scheint bei ihm zweitranging.
Ich finde den Einwurf sehr treffend, weil es bei diesem anekdotischen Fakt doch eher darum geht darauf hinzuweisen, dass wir gerne mit klaren Gewissheiten (Tradition hier, Konstrukt da) herumlaufen, die nicht immer stimmen müssen.
Genrell habe ich bei der Debatte immer den Eindruck wir ziehen die Demarkation an der falschen Stelle und arbeiten uns an den sog. “Konstrukten” ab, haben dabei aber einfach zu wenig im Blick, dass es reiche und arme Vereine gibt und alle Struktur dafür sorgt, dass es so bleibt. Nur verläuft die Grenze zwischen arm und reich nicht bei Traditions- und “Investoren”clubs, letztere sind aber gute Strohmänner um die Schlechtheit des “modernen Fußballs” zu beweisen. Warum Clubs arm oder reich sind, hat aber so viele verschiedene Gründe und ist oft mit Zufall verbunden, dass ich eine Bewertung der Clubs danach und damit einhergehend deren Anhänger:innenschaft nicht zielführend finde.
Ich bin weitestgehend der gleichen Meinung, möchte aber einwerfen, dass der unverhältnismäßige Zufluss von Kapital zu Teams (in D) wie Leipzig, Hoffenheim, Wolfsburg, Leverkusen (Hertha) den notwendigen wirtschaftlichen Aufwand für sportlichen Erfolg erheblich (oder explosionsartig) gesteigert hat. Fußballigen sind ein Verdrängungswettbewerb. Bist du nicht in der Lage wirtschaftlich mitzuhalten, wirst du nach unten verdrängt.
Diese Teams könnten diese Erträge auf dem “normalen” Weg (Sponsoring, Marketing, Merch) nicht erzielen.
Und so hat es mit Bayern auch Mal angefangen
Da war es zwar ein Bauunternehmer, der eigentlich Löwenfan war, aber im Prinzip…
Und die haben jetzt weil sie so erfolgreich sind so viele Sponsoren
Aber sie könnten heute auch da stehen wo UHaching steht, wenn die Geschichte etwas anders gelaufen wäre
P.s. Ich hab so lange Anstoß 2 und 3 gespielt, dass ich evtl das Gleiche wie Hopp machen würde, wenn ich so reich wäre wie er
Ja?
Wir reden nicht dauernd von SAP?
Und man trifft sich nicht beim Fussball mit Kunden?
Ab wann ist etwas Marktgerecht?
Es gab damals bei der Allianz sehr große Kritik als sie ihren Namen auf eine Arena für sehr viel Geld geschrieben haben(ich kenn einige Sprayer die hätten das für sehr viel weniger gemacht)
Marktgerecht ist das, was du bereit bist zu zahlen(nicht ob es angemessen ist)
Nur weil Hopp da auch Spaß dran hat, ist das nicht komplett uneigennützig
Sorry mein Fehler hab es jetzt etwas auf SAP fokussiert
Aber Familie Hopp ist ja nicht nur SAP
Bin jetzt nicht komplett drinne, aber Hopp ist ua. auch in vielen Firmen drinnen, die sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen(ua. Gehören zu seinen Firmengeflechten mit oder sogar die größten Solarparks)
Und Hoffenheimspiele dienen ua. auch als Geschäftstreffen
Zum anderen
Nicht alles ist sinnvoll
Natürlich ist Hoffenheim nicht nur eine Brausenmarke für Hopp. Der mag den Verein schon
Und es ist einfacher als Hopp privat 80 mille mal eben rein zu stecken, als erst Mal über den Aufsichtsrat von SAP zu gehen
Trotzdem ist Hoffenheim für SAP, dass was für Barclays die Arena in Hamburg ist
Und Hopp hat sich mit verschiedenen hochrangigen Politikern immer wieder bei Hoffenheimspielen getroffen und das geht in der 1. Liga bei Bayern nun Mal besser als in der 2.
Aber das waren natürlich nur Freunde beim Fußball