#07 - Euer Input für die Schlusskonferenz


#1

Wir zeichnen Sonntag Abend die nächste Sendung auf mit dem Schwerpunkt VfB Stuttgart. Freue mich über Input eurerseits!


#2

Werder - Wolfsburg:
Wolfsburg war die ersten 20 bis 25 Minuten klar die bessere Mannschaft. Haben die Mitte komplett dicht gemacht, überhaupt Werder kaum Räume gelassen. Klaassen und MEggestein im Prinzip komplett ausm Spiel genommen. Werder hatte überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel, keine Idee, war fahrig und hatte ne katastrophale Zweikampf- und Passquote. Allerdings hatte Wolfsburg trotzdem keine wirklich gefährliche Torchance. Der Pfostentreffer in der 12. Minute war ja eher ein Zufallsding, zumal auch noch von Moisander.

Dann wurde Werder besser, aber in erster Linie weil Wolfsburg es zuließ. Sie zogen sich weiter zurück, warum auch immer. Das 1:0 insgesamt etwas überraschend aber nicht völlig unverdient in der Phase, da Werder sein Spiel jetzt viel besser aufziehen konnte. Aber auch hier vor allem weil Kohfeldt viele Anweisungen vom Spielfeldrand gab. Wolfsburg war dann sichtlich “betroffen” vom Tor und Werder dann bis zur Halbzeit das bessere Team.

Nach der Pause ließ die Konzentration bei Werder dann schnell wieder nach und Wolfsburg wieder mit einer guten Phase. Da lag der Anschlusstreffer schon in der Luft. Zumindest gefühlt und wenn auch nicht aufgrund von echten Chancen.

Und dann kam in der 76. Minute der alte Mann von der Weser!

Ab da war Werder am Drücker. Es ist schon faszinierend welche Wirkung Pizarro auf das Spiel noch immer hat. Als er 2015, dass (vor)letzte Mal an die Weser wechselte kam er direkt in Hoffenheim kurz vor Schluss in die Partie. Ich war damals im Stadion und es war faszinierend zu sehen wie sich plötzlich min. zwei, eher drei Spieler ihm zuwandten und sich so Räume für Werder auftaten. Und Pizarro hat die Spieler nicht nur gebunden, sondern sie auch noch alt aussehen lassen :wink:

So war es auch gestern vor dem 2:0. Pizarro bekommt den Ball, behauptet ihn gegen 2 Wolfsburger, im Kurzpassspiel mit Klaassen und MEggestein lassen Sie drei Wolfsburger stehen, Pizarro bekommt den Ball wieder und drei von vier Wolfsburgern aus dem Defensifverbund orientieren sich nach ihm. In die entstehende Lücke spielt Pizarro einen Zuckerpass auf JEggestein der zum 2:0 netzt. Super Tor, Super Vorlage :sunglasses: und absolut verdient zu dem Zeitpunkt.

Bester Werderaner war für mich Bargfrede. Bockstarkes Spiel von ihm gestern.

Den Schiri fand ich hingegend äußerst schwach. Kleinliches Pfeifen ist ja so ne Sache in der Bundesliga, warum auch immer, aber Herr Petersen war nicht nur kleinlich, der hatte eine Spielführung die meiner Meinung nach völlig ungeeignet für die Bundesliga ist. Kaum Zweikämpfe zugelassen, Fouls gepfiffen die keine waren und Vorteil scheint er gar nicht zu kennen.

Eine Frage zu den Statistiken hätte ich dann noch. Für was stehen denn die zweifarbigen Balken bei den Chancen auf understat.com? Das weiß hier doch sicher jmd.


#3

Mainz - Berlin

Ich habe zwar ungefähr genau so ein Spiel erwartet, aber wollte es mir trotzdem anschauen um zu sehen ob Berlin, denn wirklich so stark ist wie es die Tabelle aussagt.

Berlin hat nun aber genau so gespielt wie es zu erwarten war. Nach der Balleroberung ging der Ball meistens sehr schnell verloren, aber auch weil Mainz sehr gut verteidigt hat.

Was ich mich weiterhin Frage ist warum bei Mainz sich weiterhin wenig am Offensivspiel geändert hat (zur letzten Saison). Bis zum Strafraum ist das ein gutes Spiel, alles am Gegnerischen Strafraum ist eher Problematisch.
Ist das ein Trainerproblem oder ein Problem des Managements das man im Sturm niemand findet bzw. keine korrekte Lösung findet.

Wenn sich bei Mainz dahingehend nichts ändert, könnte das eine schwere und sehr sehr lange Saison werden


#4

Mainz - Berlin

Unglaublich frustrierendes Spiel. Die Bayern-Bezwinger blieben mehr als blass und bei Mainz sieht das ganze schon richtig gut aus. Dumm nur, dass man dann das Tor nicht macht. Klarere Möglichkeiten im Vergleich zu den letzten Spielen gab es schon, finde ich.

Naja, das finde ich schon übertrieben. Mainz hat eine sehr junge Mannschaft, da dürfte klar sein, dass Fehler geschehen. Ich finde nach sieben Spieltagen ist es zu früh, die Fehler bei den neuen Verpflichtungen zu sehen. Und ein Trainerproblem sehe ich auch nicht. Bei Bohndesliga sagte Tobi Escher, Mainz ist das Hertha der letzten Saison. Hinter sehr stabil, lieber die Null halten. Das sieht man in den Ergebnissen und auch am Tabellenplatz (solides Mittelfeld). Ich glaube, dass es einfach Zeit braucht bis auch das Offensivspiel stärker wird und dann fallen auch die Tore. So mies die Mainzer Offensive ist, so stark ist die Defensive. Für´s Sorgenmachen langt´s noch nicht :wink:


#5

H96 vs Stuttgart,

@96: Seit der letzten Länderspielpause scheint es bei 96 immer nur für eine gute/bessere Halbzeit zu reichen. Diese Befürchtungen befielen mich nach guter 1. HZ dann auch wieder Anfang der zweiten HZ. Das aggressive pressing schon in der Stuttgarter Spielhälfte war auf einmal nicht mehr existent und nachdem man Didavi nicht mehr so auf den Füßen stand haben er und Thommy dann etwas Betrieb gemacht. 96 hat sich dann wieder gefangen und hatte diese Woche dann auch mal das Glück, welches die Saison ein bisschen gefehlt hat: Der 1. Kopfball von Wood segelt dann hinten unter der Latte rein und geht nicht scharf vorbei und das 3:1 an der Grenze zum Abseits wurde dann auch nicht aberkannt. Und schließlich fand die Situation mit der “Notbremse” statt, als das Spiel noch nicht angepfiffen war.
Dass man dann 2:0 zur Pause führte, obwohl man nur 45% aller Zweikämpfe (sowohl zur HZ als auch im gesamten Spiel) gewonnen hat, lag aber auch daran, dass amn beim Spiel hinten raus wengier Böcke geschossen hat. Ob das nun wie die Bild Zeitung berichtete daran lag, dass man unter der Woche Videos geguckt hat wie Weltklasseverteidiger die Bälle ins aus dreschen lasse ich mal dahin gestellt. Es waren aber einige feine Spielzüge dabei (Bebou auf den durchstartenden Füllkrug) und letztlich ist Breitenreiters “Wunschspieler” Wood dann heute auch richtig eingeschlagen.
Fazit: Es ist zu früh, den Panikbutton in Hannover einzumotten, man kann ihn lediglich erstmal wieder ins Regal stellen. Da man auswärts seit einem Jahr auf einen Sieg wartet, sind Heimsiege erstmal Pflicht (zumal 0 Punkte zwischen den beiden Länderspielpausen eine Katastrophe gewesen wären!). Auch wenn in der Rückschau jetzt vieles gut gelaufen ist, hat man Anfang der zweiten Halbzeit gezeigt, dass man auch nach souveränem Auftritt sowas nicht cool runterspielen kann und die Fehler der letzten Spieler immer noch in der Mannschaft drin sind (Fehler im Spielaufbau / zentrale Abschlüsse des Gegners aus 20 m die nicht aggressiv angegangen werden, etc.). Immerhin hat man sich jetzt bewiesen, dass man noch gewinnen kann, auch ohne auf Füllkrugtore angewiesen zu sein (wobei seine Offensivpräsenz und -aktionen unverzichtbar sind!).

@Stuttgart: Stellt sich wieder die Frage: Hat Korkut ein gutes Händchen bewiesen mit den Wechseln die in der zweiten Halbzeit mehr Schwung reinbrachten oder hätte er nicht von Anfang an die Mannschaft der zweiten HZ auf den Platz schicken sollen? Fakt ist (denke ich), dass zwei Kopfballtore vom 1,80m Mann Bobby Wood in einer Halbzeit zu viel sind (und in der zweiten kam er ja nochmal völlig unbedrängt zum Kopfball). Der Max predigt ja immer, dass Flanken in der Regel nicht besonders effizient sind und wenn dann jemand wie Wood der nicht als Kopfballungeheuer verschrien ist fast drei Kopfballtore macht - dann passte die Zuordnung im Strafraum anscheinend nicht. (Obwohl Baumgartl auch viel rausgeköpft hat). Gerade in der ersten HZ fehlte auch die Agressivität gegen den Ballführenden Spieler: Die ganzen letzten Wochen gab es in allen Hannoverspielen immer ewig lange hohe Ballstafetten, weil der Ballführende immer unter Druck gesetzt wurde und niemand die Zeit hatte den Ball runter zu holen, um dann präzise weiter zu spielen. Das hat Stuttgart schlechter gemacht als die letzten Gegner. Trotzdem hatten sie ihre Druckphase nach der Halbzeit wo sie mit etwas Glück dann auch den Ausgleich machen. Das Spiel ist ja fast in allen Statistiken ausgeglichen: beide 72% Passquote, 49% zu 51% Ballbesitz. die erwähnte 45% zu 55% Zweikampfquote, 15 zu 11 Torschüsse, 5 zu 7 Ecken etc. Einzig auffällig ist, dass die Stuttgarter 5 km weniger gelaufen sind und bei den begangenen Fouls 9 zu 15 hinten liegen. Ich bin immer kein Freund von so Sprüchen wie “die hatten zu wenig Biss” oder so - aber wenn ich in die Statistik gucke sind es vor allem zwei Kategorien die “Einsatz” dokumentieren die hervorstechen. Alles in allem also das Spiel nicht agressiv genug angegangen, um auswärts Punkte mitzunehmen - ein Phänomen über das Hannover 96 mittlerweile ja ein Liedchen singen kann…

@sky Kommentator: Für meinen Geschmack hat er versucht etwas viel aus der Gomez KOpfverletzung zu machen. Klar springt Felipe da recht ausladend hoch, allerdings kommt Gomez aus seinem Rücken und war daher vielleicht gar nicht im Blickfeld. So eine Verletzung ist ärgerlich, aber borderlinete mit Sicherheit nicht so an dunkelgelb wie das dann 30 Minuten permanent gepredigt wurde.

Das_Daw


#6

Bei aller Neutralität: Wenn dein Club mit einem Heimsieg im Rücken beim Tabellenletzten antritt (der am letzten Spieltag desolat verloren hat) und neun Defensivkräfte in der Aufstellung hat, wunderst du dich mittlerweile nicht mehr. Du schämst dich.

Man könnte natürlich anführen, dass Tayfun Korkut in der Halbzeit gut gewechselt hat. Aber mit der Einwechslung von Thommy und Gonzalez für Badstuber und den unsichtbaren Castro hat er in Wirklichkeit nur seine desolate Startelf korrigiert.

Und, dass er dann beim Stand von 2:1 in der 85. Minute Hans Sarpei, einen defensiven Mittelfelspieler, zu seinen allerersten Bundesligaminuten verhilft, statt Chadrac Akolo einzuwechseln, der in der letzten Saison immerhin fünf Tore geschossen hat, ist dann wirklich komplett unverständlich.

8 Saisonspiele: 5 Niederlagen, 2 Unentschieden, 1 Sieg, kein einziges überzeugendes Spiel. Die Zwischenbilanz dieser Saison ist mehr als dürftig. Und wer alle Spiele gesehen hat, dem dürfte es schwer fallen, an eine Besserung zu glauben.


#7

Als ich die Aufstellung von Korkut vor dem Spiel gesehen habe, bin ich einfach nur lachend vor dem Fernaeher gesessen, einfach weil ich es nicht glauben konnte. Wir treten beim Tabellenletzten an, der mit Sicherheit den Plan hatte gegen uns etwas zu holen und laufen mit 9 defensiven Spielern auf?! Was war der Plan? Ein 0:0? Es war nicht mal die Absicht zu erkennen dass hier auf Konter gespielt werden soll. Hannover hatte leichtes Spiel und konnte sich im Mittelfeld ein schönes Übergewicht erspielen.
Dass Korkut sich damit rühmt, dass es durch seine Umstellungen besser wurde ist fast schon eine Frechheit! Alles was er getan hat war seine Fehler zu korrigieren und auf außen mehr Tempo zu bringen. Er schafft es einfach nicht die neuen zu integrieren und einzusetzen, was mich übrigens stark an Luhukay erinnert (Pavard und Mané), stattdessen müssen auf außen alte Spieler wie Gentner und Beck die Akzente setzen, was einfach nicht funktionieren kann.
Warum spielt man nicht wie zuvor auch etwas tiefer mit schnellen außen und versucht über Konter zu kommen? Im Moment ist einfach überhaupt kein spielerischer Plan zu erkennen und das ist klar die Schuld des Trainers. #Korkout


#8

Kleine Frage zu den Bayern:
Wo kommt das her, dass die Bayern jetzt schon so viele verletzte Spieler haben? Das fällt mir gerade wieder auf (soeben ist Alaba vom Feld gegangen) Es ist ja erst der 7. Spieltag. Eigentlich passiert den Bayern sowas eher in der Rückrunde. Woher kommt es also nun? Ist das generelle Spielpensum zu hoch mit Liga, Pokal, CL und WM? Passt die Belastungssteuerung unter dem Trainerstab nicht? Was läuft da schief, das Team müsste doch voll in Form und im Saft sein so am Anfang der Saison.


#9

Stimme ich soweit zu. Kleine Ergänzung meinerseits noch zur einem taktischen Aspekt der heutigen Partie: Es wurde heute das erste mal in einer neuen Formation (4-4-2 mit Raute) gespielt. Sah dann so aus: Zentner - Mwene, Bell, Niakhaté, Aaron - Kunde - Gbamin, Baku - Boetius - Burkhardt, Mateta. Meiner Meinung nach eine sehr gute Möglichkeit, um die offensive Flügelproblematik in den Griff zu bekommen. Holtmann ist verletzt, Öztunali war verletzt und sucht seine Form, Onisiwo hat selten Bundesligatauglichkeit nachgewiesen und Quaison sehe ich im Zentrum deutlich stärker. Wenn dann also einfach die Qualität auf Außen fehlt, spielt man eben ohne Außenspieler. Hat heute gut geklappt. Mwene (und natürlich auch Brosinski, der da spielt wenn er fit ist) und Aaron haben beide auch einen gewissen Offensivdrang, die können die Seiten dann schon gut besetzen. Dazu hat Boetius heute die 10er-Rolle sehr gut ausgefüllt. Gar nicht mal so enorm prägend in der Offensive, hat er defensiv enorm viele Bälle gewonnen. Die anderen drei zentralen Spieler Gbamin, Baku und vor allem Kunde haben auch mit dafür gesorgt, dass Mainz im Zentrum meist Oberhand hatte. Attraktiv auch die Option in dieser Formation, zwei echte Stürmer mit einzubauen. Burkhardt hat das nicht schlecht heute neben Mateta gemacht, Quaison (war heute verletzt) kann ich mir in dieser Rolle neben Mateta dann auch sehr gut vorstellen.


#10

Hach, danke, dass jemand mit mehr Ahnung hat als ich, das Spiel so einordnen kann :smiley: Wobei ich bei Onisiwo zumindest anmerken würde, dass dieser in Augsburg eine extrem starke Leistung gezeigt hat. Bei der Spielerbewertung bei Spiegel Online war er einer der stärksten offensiven Spieler. Ansonsten kann man sich fragen, ob die Rotation nicht auch ein Argument dafür ist, dass es noch keine erste Elf gibt? Ich find´s gut, dass Boetius zum ersten Mal 90 Minuten gespielt hat. Abbass immerhin eingewechselt. Den würde ich auch gerne mal öfter sehen.

Ansonsten hab ich den Eindruck, dass die oft gescholtene Bundesliga wieder attraktiver wird, oder? Das sieht man nicht nur bei Dortmund, sondern auch bei Bremen, Hertha, Wolfsburg, Mainz, Augsburg oder Gladbach. Leverkusen, Hoffenheim und Schalke werden auch wieder erfolgreicher sprich weiter oben in der Tabelle stehen. Wie seht ihr das?


#11

Ich konnte sogar als VfB-Fan die Aufstellung grundlegend verstehen. Ich mochte sie nicht, aber ich konnte verstehen, was Korkut sich wahrscheinlich dabei gedacht hat. Defensiv, dass es kracht und vermeintliche Sicherheit. Jedoch war das Ziel vermutlich Ballsicherheit kreieren und ein abgebrühtes Bollwerk dahinter aufbauen. Vorne Gomez. Und das ist das Problem. Seit Wochen schaffen wir es nicht, ein anderes System zu finden. Ich verstehe nicht, dass Korkut seinen Mut aus dem Spiel gegen Bayern nicht wieder in den Fokus legt. Wir sind als VfB Fans schon lange kein “schwieriges Umfeld” mehr. Wir haben mittlerweile ein sehr gutes Gefühl für die Mannschaft und was sie braucht. Und momentan habe ich das Gefühl, dass sie einen anderen Trainer braucht.

Edit:
Grade eben im Sportstudio das Interview von Kovać gesehen. Sein Satz über die Kaderplanung lieft tief blicken imho. Aber Brazzo als Sportdirektor ist halt wirklich noch immer nicht ernst zu nehmen.


#12

@GNetzer: Du hast echt ein Händchen für die Wahl des Schwerpunkt-Vereins. Bei der letzten SK, Berlin und dann gewinnt die Hertha gegen Bayern. Dieses Wochenende der VfB Stuttgart und dann entlassen die heute ihren Trainer.

Da erübrigen sich ja eigentlich weitere Fragen zum Schwerpunkt :wink:


#13

Ja weiß ich nicht so recht. Es war auch für mich das erste mal das ich diese Saison ein Mainzspiel komplett gesehen habe, aber das finde ich nicht das Mainz das HERTHA der letzten Saison ist.

Hertha versteht es zumindest in gefährliche Abschlusssituationen zu kommen. Meine rein Subjektive Meinung ist, das Mainz einfach im letzten drittel nicht kreativ genügt wirkt.

Ja die Defensive ist Bockstark und es geht gut nach vorne, aber schon ende der letzten Saison war für mich der Klassenerhalt wirklich nur eine Mentale Geschichte das Baku dann plötzlich aufschlägt.
Aber wirklich was großartiges geändert zur letzten Saison hat sich finde ich nicht.

Es gab gestern in der 1. Hz eine Szene da hat Mateta an der Aussenlinie 2 Verteidiger umspielt und es hätte was daraus werden können, aber dann ist kein weiterer Offensiver da (und das Berlin Verteidigen kann wissen denk ich mittlerweile alle)

Ich will ja auch keine Panik verbreiten, klar es ist Spieltag 7, aber ich bin sehr gespannt wie die Saison weiter verlaufen wird für Mainz.


#14

Hmm, sehe ich anders. Allein schon wegen der Transfers hat sich ja was geändert. Wenn man sich die letzten 15 Bundesligaspiele anschaut, also saisonübergreifend, dann landet Mainz relativ weit oben. Natürlich stimmt es, dass die erste Priorität erst mal der Klassenerhalt ist. Da ist man sich im Verein bewusst und ich denke das gilt für auch die meisten Fans. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass man unten reinrutscht, aber ich sehe einfach Stand heute genug Mannschaften, die schlechter sind als Mainz.


#15

Ein Gedanke zum Spiel BVB - FCA (mein Puls ist mittlerweile wieder im Normalbereich): Über den Offensivfußball des BVB wurde ja schon oft in der Vergangenheit begeistert gesprochen - da war das Spiel gestern ein erneuter Beleg für die Power, die die Borussia momentan nach vorne mitbringt.
Ich werde nicht so richtig schlau aus der Viererkette, die Favre seit der Verletzung von Schmelzer aufs Spielfeld schickt. Hakimi ist vor allem in der Offensive eine wirklich gute Alternative zu Piszczek. Bei Zagadou sieht man den Willen, auch mal den ein oder anderen riskanteren Pass zur Spieleröffnung zu spielen. Das Ausweichen von Diallo auf links hat meiner Meinung nach zwei Konsequenzen: Erstens wird das bislang recht sicher wirkende IV-Duo auseinandergerissen. Zweitens ist die linke Seite sehr anfällig - siehe insb. das Tor zum 1:2. Auch offensiv kamen über links wenig Impulse - Bruun Larsen war oft allein auf dem Flügel unterwegs. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass Guerreiro wieder verstärkt links zum Einsatz kommt. Vielleicht ist er bisher noch nicht so zum Zuge gekommen, weil er nach der Verletzung noch nicht 100-prozentig fit war - oder seht ihr taktische Gründe?


#16

Noch ein Nachtrag zum Bayernspiel: Bei Ribery wundert mich eigentlich gar nichts mehr, aber als ich gerade im Sportstudio gesehen habe, wie der auf den Schiedrichter zustampft und am Ende dann so abbremst, dass er mit seiner Brust dann doch noch kinetische Energie an den Körper des Schiedsrichterst weitergibt… alter Bär eine solche Entgleisung (auf Grund der eigenen sportlichen Unzulänglichkeit!) geht meines Erachtens nicht. Aber Frank Ribery hat sich ja einen Ruf erarbeitet, dass auf solcherlei grenzwertiges Verhalten schon gar nicht mehr eingegangen wird…

Das_Daw


#17

In den letzten Spielzeiten hat man das Dortmunder Spiel mit Fouls gut stoppen können. In der “Umschaltzentrale” hatte der BVB keine Spieler, die robust genug waren, um nach einem Foul auch mal ein Vorteil zu ziehen und einen schnellen Konter nicht mit einem Freistoß im Mittelfeld abzubrechen.

Im Prinzip ist das immer noch ein gutes Mittel gegen den BVB. Das Mittelfeld ist zwar mittlerweile robuster, aber einen Steilpass auf Reus, Sancho, Alcacer, … muss man einfach mit allen Mitteln verhindern. Augsburg hat gestern 7 Karten bekommen. Damit haben sie ihre Punktzahl in der FairPlay-Tabelle verdoppelt und rutschen von Platz zwei auf Platz 11. Die Fouls waren also sicher ein taktisches Mittel, das ja auch nicht so schlecht funktioniert hat. Denn Dortmund brauchte am Ende Glück und Extraklasse um das Spiel zu gewinnen.


#18

Max, Du hast ein feines Näschen für Schwerpunkte. :wink:

Zum Spiel H96VfB: Wer gegen Hannover mit einer Fünferkette und nur zwei Offensivspielern aufläuft, entlässt sich praktisch schon selber. Gegen Bremen hat es ja einigermaßen geklappt, dass man sich gegen eine offensivfreudige Mannschaft nicht nur hat hinten rein drücken lassen, sondern mit Kontern über schnelle Spieler zum Erfolg kommen wollte. Warum man dan gegen Hannover, die dringend Tore und Siege brauchen, hinten Beton anrührt, ist völlig unverständlich.

Entsprechend harmlos war die erste Hälfte und der Anschlusstreffer war quasi der perfekte Beweis dafür, wie sehr sich Korkut vercoacht hat. Nur liegst Du da schon 2:0 hinten.

Im Endeffekt ist genau das eingetreten, was das angeblich “schwierige Umfeld” schon im Januar befürchtet hatte: Korkut war als Feuerwehrmann sehr gut, mit der Entwicklung eines Spielsystems, das über “Früh das Tor machen und dann die Führung über die Zeit bringen” hinausgeht, jedoch überfordert. Ich befürworte selten Trainerentlassungen, aber diese war notwendig.

Was das über Reschke und Dietrich aussagt, ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Denn auch mit den beiden kriegen wir keine personelle Kontinuität in den Verein. Es ist dies die sechste Saison in Folge, in der der VfB mindestens einmal den Trainer wechselt.

Ich bin mal gespannt, wer jetzt kommt, bzw. wer sich den VfB noch antun will.


#19

Zum Schwerpunkt VfB:
Es gibt eine Gruppe von Führungsspielern (Gentner, Zieler, Badstuber), die entscheidend zur Entlassung von Wolf beigetragen hat, weil er zu wenig Fokus auf defensive Stabilität legte. Diese Spieler priesen Korkut, weil er ihrer Forderung nachkam, und mahnten auch in der Vorbereitung, den Defensivfußball in den Vordergrund zu stellen. Mit Korkuts Entlassung ist diese Strategie gescheitert. Die große Frage: kann ein neuer Trainer an diesen Führungsspielern vorbei ein mutigeres System spielen lassen, oder hat der VfB ein Führungskräfteproblem?


#20

Gentner hat ja schon einige VfB-Trainer auf dem Gewissen, sei es durch geschicktes Intrigieren oder durch Nicht-Leistung. Aber diese Entlassung hat sich Korkut selbst zuzuschreiben. Und Gentners Vertrag läuft Stand jetzt glücklicherweise 2019 aus.