1. FC Köln (m)

Ich finde gerade den Verweis auf Steidten in diesem Zusammenhang interessant - denke, man sieht immer eher die Zugangsseite bei den Transfers bei so einer Personalie (überall ‘Perlentaucher’ :smile: ) . Aber das Dank der Kontakte, gerade auch in die PL, auch mit der Abgangsseite und Transfererlösen in Verbindung zu bringen, macht für den FC sehr viel Sinn.

https://www.kicker.de/mit-neuer-strategie-und-viel-geld-kessler-baut-am-koelner-kader-1212207/artikel

Der Kicker hat einen längeren Artikel zum kommenden Kaderumbau nach der Saison - leider hinter der Paywall.

Allerdings stellen sie parallel auf ihrer Transfermarktseite ein, dass man bei Simpson-Pursey (mittlere, einstellige Mini-Summe) und Lund (3 Mio) wohl die Optionen ziehen möchte, und weiter über Bornauw (Leeds) nachdenkt.

https://www.kicker.de/fussball/transfermarkt

Boah ey, ich hätte echt Bauchschmerzen, wenn man René Wagner
zum festen Trainer nächste Saison machen würde.

Naja Thomas Kessler hat mehr Einblick in die Situation und wird schon wissen was er tut. Er ist einer der handelnden Personen beim FC, in die ich Vertrauen habe.

Naja warten wir erstmal ab, es ist ja noch nicht fix.

Ich bin ja ernsthaft Fan von Lucien Favre, aber ich weiß nicht, ob er das mit 68 Jahren noch machen würde.

Manche sagen ja, der FC braucht einen Trainer „der die Stadt anzündet“ wie Baumgart, aber das Argument halte ich für Quatsch.

Wenn der FC erfolgreichen Fußball spielen würde, würde das die Fans automatisch anzünden, egal wie extrovertiert oder introvertiert der Trainer wäre.

Das seh ich auch so

18.5. – voraussichtlich werden wir an diesem Tag den Royal aufzeichnen. Wie immer bringen die Gäste 5 Aspekte mit, die die Saison beschreiben, küren Awards (MVP, Unsung Hero und Moment der Saison) und beantworten in diesem Jahr die Frage: Welches Emoji beschreibt die Saison am besten?

Wenn ihr Vorschläge und anderen Input habt: Gerne immer her damit. Je früher desto besser, für mich verteilen sich die Aufzeichnungen auf wenige Tage und da kann ich nicht immer hier mitlesen.

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Danke! Freue mich bereits auf die Folge und versuche mich einmal daran, ein paar Aspekte einzubringen.

Kaderumbruch

  • Ich denke, man muss sich noch einmal vor Augen führen, dass der FC vor der Saison aus einer Transfersperre und der zweiten Liga kam. Zudem verließen mit Lemperle und Downs die zwei besten Aufstiegstorschützen den Verein.

  • Es wurden dann für einen Bundesliga-Aufsteiger durchaus beachtliche Mittel eingesetzt, aber es war eben auch die erste wirklich große Kaderveränderung seit 2 Jahren (Gazibegovic und Rondic kamen im vorherigen Winter).

  • Insgesamt kann man, glaube ich, von einer erfolgreichen Transferperiode sprechen. Nicht alles ist aufgegangen, bei vielen Spielern merkte man die Umstellung auf die Bundesliga, aber eigentlich hatten alle Neuzugänge ihre guten Momente (wenn auch die meisten eben nicht konstant genug). Kaminski, Leihrückkehrer El Mala, Ache (vor allem ab der Rückrunde) und Sebulonsen stechen wohl am ehesten positiv hervor. Die Gestaltung über viele Leihen mit Kaufoptionen hat sich wohl ganz gut ausgezahlt.

  • Gleichzeitig finde ich es wichtig, hier eventuell auch auf das Teamgefüge einzugehen, denn das wurde dadurch eben auch sehr stark verändert: die zentralen Stützen der letzten zwei Jahre (primär der letzte Abstiegskader…) mussten sich nun wieder einer verschärften Konkurrenzsituation stellen - qualitativ absolut notwendig, aber eben auch etwas, das man moderieren musste.

  • Bisher wurde die Stimmung im Team immer als sehr positiv dargestellt, aber ich kann mir eben vorstellen, dass es schwieriger wird, dies aufrechtzuerhalten, wenn diejenigen, die das bisher integrativ gemanagt haben, sportlich ins Hintertreffen geraten.

Trainersituation:

  • Um diesen Umbruch und den Start in die BL zu schaffen, holte man vor der Saison Lukas Kwasniok. Im Rückblick haben sich wohl die Aspekte, die man vorher diskutierte, etwas bestätigt. Taktisch waren es oft interessante Ansätze (hat aber eben auch nicht alles funktioniert), das In-game Coaching war oftmals überdurchschnittlich.

  • Ob er der richtige war, um den vorher angesprochenen Umbruch nicht nur durchzuführen, sondern zu moderieren, bezweifle ich mal. Das ist natürlich immer etwas Kaffeesatzleserei über Medien und Co., aber die öffentlichen Kommentare zu Spielern (‘Ganzkörperkrampf’, Tränen bei Ache, Schlafmangel bei Bülter, etc) fand ich oftmals so, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass es der Stimmung im und mit dem Team zuträglich war.

  • Lange hatte er dann auch wechselnde Startformationen, was in der Anpassung an den Gegner interessant war, aber eventuell eben auch nicht dazu geführt hat, Stabilität reinzubringen.

  • Nach gutem Start in die Saison ging es dann in eine lange Durststrecke, mit ein paar guten Ergebnissen zwischendurch, aber insgesamt doch einen klaren Abwärtstrend Richtung Abstiegszone.

  • Der dann letztendlich vollzogene Trainerwechsel zu René Wagner liegt für mich natürlich in der sportlichen Talfahrt begründet, aber wohl auch an den Zwischentönen. Es ist zumindest auffällig, wie häufig in den letzten Wochen von Thomas Kessler und einzelnen Spielern die Kommunikation und Ansprache explizit positiv erwähnt wurde. Da komme ich nicht umhin, hier eben vorher Defizite zu sehen. Sportlich hat Wagner ein bisschen mehr Stabilität reingebracht und durchaus Dinge angepasst (El Mala konstant im Sturm, hinten etwas konstanter in der Besetzung der Verteidigung), die Punkteausbeute war jetzt aber auch nicht so berauschend, dass die unter Kwasniok gar nicht vorstellbar gewesen wäre.

Verletztenmisere

  • Gleichzeitig kommt man, glaube ich nicht umhin, auf die vielen Verletzungen hinzuweisen, gerade in der Verteidigung. Sicherlich ist der FC da nicht die einzige, betroffene Mannschaft, aber die Häufung war teilweise schon extrem. Wir hatten hier im Forum ja teilweise die Diskussion, ob es sogar an Trainingssteuerung liegen könnte.

  • Für mich lag auch hier insbesondere die mangelnde Stabilität im Rückwärtsgang begründet. Eigentlich hatten wir nie mal ein eingespieltes Innenverteidigerpaar (oder Trio), auch auf den Außenpositionen fiel immer wieder jemand aus. Natürlich hat gerade Kwasniok auch so immer wieder Wechsel vorgenommen, aber wenn man über einen längeren Zeitraum zumindest einmal 3 von vier Verteidigern beisammen gehabt hätte, hätte man wohl eine Basis haben können.

  • Auch ansonsten fielen Spieler immer mal wieder aus, aber das ist vielleicht eben in so einer Saison auch normal.

Spielerisches

  • Ich würde die tiefergehenden, taktischen Analysen denjenigen überlassen, die mehr Spiele gesehen haben, aber vielleicht ein paar allgemeinere Überlegungen:

  • Insgesamt war viel Stückwerk, es klappten Dinge immer mal wieder gut, aber nie mal konstant über einen längeren Zeitraum.

  • Offensiv hatte man eigentlich in den meisten Spielen seine Chancen, oft auch dank der individuellen Qualität, die man dann aber auch in Position bringen konnte (es gab dann aber auch einige Spiele, wo man ganz den letzten Spielzug in den Strafraum eben nicht geschafft hat). Mangelnde Chancenverwertung ist dann aber absolut ein Thema - da wurde einiges liegengelassen und Spiele nicht zugemacht oder eben nicht gedreht.

  • Defensiv hat man nie die notwendige Stabilität gefunden. Der FC war immer für ein oder mehrere Gegentore gut - niemals in dem Sinne, dass man abgeschossen wurde, aber doch immer wieder so, dass es Siege schwierig gemacht hat.

  • Man muss dann leider auch die Standardsituationen erwähnen - das war insbesondere in der Hinrunde grausam… sowohl offensiv, aber vor allem defensiv lange mangelhaft. Und damit schafft man sich als Aufsteiger immer wieder eine negative Hypothek.

Jugendarbeit

  • Hier vielleicht nur ein kurzer Blick, aber beim FC haben wieder einige Jugendspieler debütiert (Schenten, Niang, Neumann).
  • Länger durchgesetzt hat sich da zwar bisher noch keiner (El Mala rechne ich als extern Ausgebildeten nicht da hinein, auch wenn er natürlich als junger Spieler seine Chance bekommen hat) und es war manchmal vielleicht auch nicht die beste Art und Weise, wie Kwasniok sie reingebracht hat (Neumann im Derby).
  • Aber man sieht (auch an den Ergebnissen in der Jugend), dass da viel Qualität und Potential nachkommt. Ich hoffe, das Heranführen der Jungen behält man sich bei aller notwendiger, externer Verstärkung bei.

Ausblick/Fazit

  • Mit dem Klassenerhalt ist der FC im Soll. Nach dem guten Start und damit lange Zeit bestehenden Abstand nach unten, hatte ich auf einen sorgenfreieren Saisonabschluss gehofft, am Ende zählt aber, dass man direkt drin geblieben ist.
  • Der Kader hat Potential, ist aber eben auch noch nicht vollkommen ausgereift. Kann mir aber vorstellen, dass Spieler wie Ache und Johannesson im zweiten Ligajahr noch einmal einen Schritt machen werden.
  • Der Umbau im Club selber ist hierbei ebenfalls spannend: nach der Ära Keller (in der mit dem Sparkurs in gewisser Weise der Grundstein dafür gelegt wurde, jetzt investieren zu können, aber auch durch mangelnde Investition und die Transfersperre ein Abstieg fiel) stellt Kessler den FC nun breiter auf. Vorher hatte man den Eindruck, Keller fokussiert alles auf sich selbst. Das ändert Kessler nun und war wohl auch Teil der langen Verhandlungen zur neuen Geschäftsführerrolle für ihn. Finde das sehr spannend und positiv, dass neue Perspektiven und Personen eingebunden werden.
  • Vielleicht in diesem, größeren Clubkontext nur ein kurzer Kommentar, dass es schön ist zu sehen, dass bei der Frauenmannschaft eine ruhigere Saison mit Abstand zu den Abstiegsplätzen gespielt wurde - das Saisonfazit zum Frauenteam gibt es natürlich woanders, aber es ist positiv wie sich das Team entwickelt und auch mittlerweile gut in die Clubkommunikation eingebaut ist :+1:

Emoji

  • Ich bleibe bei meinem Umbruchsblickwinkel - man sieht erste Strukturen, aber es bleibt noch einiges an Arbeit: :building_construction:
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Emoji ist für mich die :snail:.

Weil es sich ewig hingezogen hat mit dem Klassenerhalt, mit dem El-Mala-Transfer, ob René Wagner Trainer bleibt und auch spielerisch geht es für mich im Schneckenentempo vorran.

Generell fehlt mir beim FC gerade metaphorisch der „Zug zum Tor“.

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Ich ergänze zu den Kategorien:

MVP: es wird unweigerlich viel Fokus auf El Mala sein, aber wirklich am wichtigsten für das Team, gerade in seiner Flexibilität: Jakub Kamiński.

Unsung hero: immer konstant und musste oft die Fehler der Vordermänner ausmerzen: Marvin Schwäbe.

Moment der Saison: Ragnar Ache, Fallrückzieher.

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Den finde ich richtig gut! Einfach weil beim Verein so viel im Umbruch ist und auch noch so viel passieren muss, bis man wieder ein solider Bundesligist ist. Und am Geißbockheim passiert das mit dem bauen ja dann auch irgendwann, na ihr wisst schon. Die Schnecke passt zum Verein aber auch gut diese Saison.

Ansonsten kann ich deine ganzen Punkte eigentlich nur unterschreiben. Ergänzen würde ich vielleicht noch zwei Gedanken:

Kwasniok: Wirkte auf mich spätestens ab Dezember heillos überfordert und da waren letztlich auch so viele dumme Aussagen dabei, die schon aufgelistet wurden (ich ergänze noch: Castro-Montes und Gazibegovic seien zu klein; El-Mala spielt jetzt immer im Sturm und sein Tor gegen St. Pauli sei ja auch so gefallen, nur um ihn dann zwei Spiele später auf die Bank zu setzen; die Aussage im Trainingslager das Schenten der beste (oder war es der einzige?) Stürmer im Kader sei; der „Saufbefehl“ am 11.11. war komplett daneben). Und es gibt noch mehr, man kann sich ja gar nicht an alles erinnern. Christian Clemens war vor ein paar Wochen bei den Thekenphilosophen, kennt noch einige aus der Mannschaft und hat schon durchscheinen lassen das das mit El Mala eine Ego Nummer war und Kwasniok die Kabine irgendwann verloren hatte. Und das wundert einen wirklich nicht.

Kessler: Seine Transferperiode war stark und man konnte und kann eine Strategie erkennen. Junge Spieler oder solche die ihr Potential noch nicht ausschöpfen können von Top Teams leihen. Und Spieler wie Lund, Castro-Montes und Sebulonsen hat man glaube ich durch vertieftes Scouten in advanced metrics gefunden, da gab es jedenfalls irgendwelche Berichte letzten August. Jedenfalls soll das dann wohl mehr angewendet worden sein beim FC.

Man muss Kessler allerdings mMn. verschiedenes anlasten.

  1. Das er Kwasniok in den Gremien durchgedrückt hat und ihn dann hat Scheitern lassen, ohne ihm kommunikativ irgendwie zu helfen. Ich weiß natürlich nicht wie beratungsresistent Kwasniok ist (wenn 0%, dann darf ich ihn nicht holen), aber der ist das erste Mal bei einem wirklich großen Verein in der Bundesliga und muss ein wenig vor sich selbst geschützt werden. Es gab keinerlei Unterstützung als in Heidenheim das Kwasni Yok Plakat kam und zeitgleich WhatsApp Gruppen mit Gerüchten über die Weihnachtsfeier explodierten. Das kann für Kwasniok auch nur wirklich unschön gewesen sein. Es gab nach Kwasnioks dämlichen Aussagen zum fehlenden Fan Support auch nichts von Kessler, nur etliche Tage später die Aussage, dass Kwasniok eben dann wohl auch gelernt hätte das in Köln manches Echo ein bisschen lauter ist und er das lernen müsste/würde. Das reicht mir nicht. Es war dein Trainer, geb ihm die Möglichkeit erfolgreich zu sein, dazu gehört Öffentlichkeitsarbeit dazu! Wobei ich an sich natürlich nicht unglücklich bin, dass Kwasniok hier Geschichte ist.
  2. mir ist etwas sauer aufgestoßen, dass Kessler seinen Vertrag zum Geschöftsführer teilweise mit Forderungen öffentlich verhandelt hat, unter anderem im Doppelpass. Er weiß um sein Standing in der Stadt und nutzt das teilweise dann auch etwas frech aus. Kann man natürlich profihaft nennen, mir ist das zu forsch.
  3. Die Personalie Wagner: Mir fällt es schwer zu Wagner eine Meinung zu haben. Aber Kessler ist scheinbar großer Fan. Ist erlaubt. Wagners Bilanz ist mehr als mittelmäßig. Wer neuer Trainer wird entscheidet am Ende der gemeinsame Ausschuss. Dessen Entscheidung durch Aussagen wie das er die Trainerfrage ja entscheiden würde vorweggreifen zu wollen geht meiner Meinung nach nicht. Das macht den GA zu einem Abnickergremium, welches er nicht sein sollte! Und da erkennt man dann auch schon ein Muster im Zusammenhang mit Punkt 2. Politik beherrscht Kessler, gehört in Maßen auch dazu. Mir ist das aber deutlich zu viel, als Vorstand muss man ihm eigentlich deutlich machen das er diese Karte so genau einmal spielen kann und das wenn Wagner scheitert er eigentlich auch draußen ist. Ich erwarte vom Vorstand, dass er intern klar macht, dass der Versuch den GA zu übergehen oder zu einem Abnickerclub zu machen so nicht funktioniert. Es gibt checks and balances nicht ohne Grund, Kesslers Wort in der Trainerfrage wird auch so enormes Gewicht haben und er wird keinen Widerstand von den beiden aus dem Mitgliederrat bekommen zB. Ich zweifel mittlerweile erheblich daran ob Kessler ein guter GF Sport ist, auch wenn seine Transfers gut waren. Man muss sich das immer klar machen, der ist GF weil die Transfers im Sommer anständig bis gut waren und im Vorstands Wahlkampf dann alle Teams auf Podien populistisch darauf festgezurrt wurden, ihm diese Position zu geben. Vielleicht hätte es auch bessere Alternativen gegeben. Wer weiß. Kessler überreizt teilweise, macht zB. in den Trainerfragen längst nicht alles richtig und hat sich jetzt bei Wagner angreifbar gemacht. Er will ihn unbedingt, das hat er klargemacht, aber Fragen sind durchaus berechtigt und die hinterfragen ihn dann auch automatisch direkt mit.

MVP: Kaminski, gehe ich mit.
Moment der Saison: Fallrückzieher, ohne Frage. Es gab keinen Derbysieg oder mal einen unverhofften Sieg, der Klassenerhalt wurde auf der Couch gefeiert. Von daher muss es das Tor der Saison sein.
Unsung hero: ich bin bei Schwäbe ein bisschen kritischer, verstehe aber wenn man ihn nimmt. Ich würde noch Krauß in den Ring schmeißen, der war mMn. mit Ball oft besser als gedacht und hat teilweise das gespielt, was man sich von Johannesson versprochen hat. Und Castro-Montes würde ich auch vorschlagen wollen. Der kam spät zum FC, hatte unter Kwasniok einen schweren Stand, war wegen Muskelverletzungen auch verletzt, aber wenn er gespielt hat hat er unter anderem durch seine scharfen Flanken einiges an Bewegung reingebracht. Ich könnte mir vorstellen das man den kommende Saison öfter hört. Ich bin bei ihm aber auch ein wenig Fan Boy.

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Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort! :folded_hands:

Ich kann die Sympathie für Castro-Montes und Krauß nachvollziehen, hatte aber (wie zum Beispiel auch bei Sebulonsen) das Gefühl, dass es mir am Ende nicht konstant genug war, sondern wir (auch verletzungsbedingt) ihre Qualitäten nur episodisch gesehen haben.

Bei deinen Punkten gehe ich in vielen Teilen mit. Mit dem Kwasniokteil absolut, bei Kessler sehe ich es teilweise etwas anders/positiver - mag aber auch nur sein, dass ich vielleicht anderes/weniger gelesen/mitbekommen habe.

Bei beiden Trainern gehe ich durchaus mit deinen Punkten mit - das ist eine Kernpersonalie, bei der er bisher keinen klaren Erfolg hat - wenn man mal vom geschafften Klassenerhalt (das muss an sich aktuell der Anspruch sein) als Ergebnis absieht. Gleichzeitig finde ich beide als Wahl durchaus spannend (bei Kwasniok hatte ich bereits vor der Saison meine Zweifel an der Kommunikation, fand seine Arbeit taktisch aber interessant).

Den Punkt, dass man Kwasniok nicht kommunikativ eingefangen oder unterstützt hat, sehe ich auch. Gerade, wenn es intern knirscht, hätte das früher kommen müssen. Aber man weiß ja auch nicht, was hinter den Kulissen geschieht.

Dass Kessler Vereinspolitik ganz gut kann - da stimme ich dir zu. Ich finde aber eigentlich, dass er es kommunikativ ganz gut macht (und ja, ich sehe selbst einen gewissen Widerspruch zum letzten Absatz :wink: ). Er beantwortet Fragen (viele kamen ja auch vielfach medial wiederholt - zu Kwasniok, El Mala, Wagner oder seinem eigenen Vertrag) durchaus ok/seriös.

Die Vertragsverhandlung als Geschäftsführer habe ich eher so im Hinterkopf, dass er immer wieder gefragt wurde, wann es denn soweit sei und woran es läge und sagte, man müsse noch Dinge klären. Ich habe die Verhandlungen im Nachhinein eher im Zusammenhang mit der gewollten Strukturanpassung (mehrere Direktoren) gelesen, was ich dann wieder nachvollziehbar fand - auch, dass beide Seiten sich für so etwas Zeit nehmen, ohne es in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Aber ja, er war nach Sommer und Mitgliederversammlung (vielleicht im Sinne der Vereinszukunft sogar auch so ein Moment der Saison? :thinking:) in einer starken Position.

Den Gremienaspekt, den du im Hinblick auf die Trainerfrage ansprichst, hatte ich nicht so im Blick. Kann deine Perspektive nachvollziehen. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass der neue Vorstand in den sportlichen Dingen weniger medial präsent ist (das macht Kessler), aber eben im Verein durchaus aktiv (für mich ist das grundsätzlich wohltuend) - was Kessler zwangsläufig mehr in den öffentlichen Fokus rückt.

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Danke auch dir für die Antwort :slight_smile: Ich versuche mal auf alles einzugehen.

Die Argumente gegen Krauß und Castro-Montes bzgl. der Konstanz und der verletzungsbedingten Ausfallzeit kann ich definitiv sehen. Insofern, ich finde mit unsung hero ist Schwäbe irgendwie nicht so richtig gut klassifiziert, aber vielleicht gab es den in dieser Saison auch einfach nicht bzw. dann halt keinen besseren als Schwäbe. Wobei, irgendwie ist Schwäbe (auch heute) einfach nicht so gut gewesen?!? Auch sowas wie Fans, irgendein Verantwortlicher oder so sticht nicht heraus oder fällt mir ein.

Vielleicht sehe ich Kessler auch zu negativ. Das mag sein. Ich finde, nach dieser Saison muss man aber wirklich kritisch auf die Saison zurückblicken. Man hat den Klassenerhalt als Aufsteiger geschafft, aber es lief bei weitem nicht alles gut und das muss kritisch analysiert werden um die Weichenstellung dahingehend zu setzen, dass man so schnell nicht mehr absteigt. Und diese kritische Auseinandersetzung sehe ich nicht, das liegt eben für mich auch an Kessler.

Man kann (sportlich) erstehen warum man Kwasniok und Wagner geholt hat. Aber beide haben, so ehrlich muss man nach 34 Spieltagen dann auch sein, nicht funktioniert. Das muss man hinterfragen und sich als Kessler nicht nach der Entlassung Kwasnioks darauf versteigen, Wagner sollte nur an ein paar „Stellschrauben“ drehen und ihn dann frühzeitig für eine Weiterbeschäftigung durchdrücken wollen, weil er ja ein Trainertalent ist. Ich weiß auch nicht, ob man Wagner damit einen Gefallen getan hat.

Bzgl. des GF-Vertrags für Kessler: Ja, beide Seiten haben sich Zeit genommen ihre Vorstellungen und Wünsche zu formulieren, damit man eine gute Grundlage hat. Das ist auch auch gut so. Aber Kessler war zB. auch im Doppelpass, um das auch noch mal zu unterstreichen. Das hatte ein wenig was von „Also ich muss das nicht machen wenn ihr mir nicht meine Wünsche erfüllt“. Für jemanden der in die Rolle ein wenig die Treppe hochgefallen ist war das schon ein wenig sehr forsch. Und so verhält sich Kessler seitdem auch.

Der Vorstand im übrigen hält sich ja aus dem Sportlichen Bereich öffentlich komplett zurück. Das hat sich in den letzten 15 Jahren in Köln so etabliert, aber wenn man schon mal jemanden wie Sobek hat, dann kann man diese Rolle auch mal hinterfragen. Ich habe den Eindruck, Sobek versteht sich als wohlwollender Sparringspartner für Kessler, mit dem man bei einem Kaffee mal die großen Linien bespricht und Ratschläge versucht zu geben. Von Kontrolle merke ich gar nichts, im Gegenteil, was das Sportliche angeht sagt man wenn man sich mal äußert immer nur wie toll und zufrieden man sei. Ich habe Alvermann zum Jahreswechsel noch im Ohr, der offenkundig zufrieden mit Kwasniok war und von einer kleinen Ergebniskrise sprach. Dabei war die Kacke da doch schon am dampfen, sorry. Echte Kontrolle sieht anders aus, und die bräuchte es mMn. Sobek hat als frisch gewähler Vizepräsident durchaus die Legitimation, sich öffentlich irgendwann auch mal kritisch zum Sportlichen zu äußern. Und ich mein, nicht mal bei der Entlassung von Kwasniok gab es irgendein schrifltiches Statement des Vorstands.

Sorry, ich weiß, dies ist jetzt die nächste Baustelle. Aber Kessler hat sich mit Wagner (wir erinnern uns, vor dem Spiel gegen Heidenheim hat Wagner gesagt vielleicht gäbe es sehr bald etwas zu verkünden hinsichtlich seiner Zukunft zwinkerzwinker) ein Ei ins Nest gelegt, eine Weiterbeschäftigung ist nur schwer vermittelbar. Und so wie der Vorstand agiert, gibt es aber keine Alternative. Das ist doch schon wieder alles einfach nicht gut???

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Der 1FC. Köln ruft nach einem Brand zu Spenden für seine Ultra-Gruppe „Wilde Horde“ auf. Bemerkenswert.

FC-Familie hält zusammen: Stark bleiben, Wilde Horde! | 1. FC Köln FC-Familie hält zusammen: Stark bleiben, Wilde Horde! | 1. FC Köln

Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Köln: Lasst Kessler kochen!

Mal eine Frage an Leute die sich vielleicht mit ihm etwas mehr beschäftigt haben. Als möglicher Trainer wurde immer mal wieder Dino Toppmöller genannt.

Unabhängig davon, dass es jetzt René Wagner fest wird.

Wäre Toppmöller wirklich realistisch zum FC gekommen? Oder wäre nicht der FC nach Eintracht Frankfurt für ihn eine „Verschlechterung“ gewesen?

Weiß nicht, ob ich ihn gut genug kenne, aber ein-zwei Gedanken: Frankfurt war ja die erste Cheftrainerstation in Deutschland, von daher hätte ich gedacht, dass ein Bundesligist wie der FC (mit Potential, aber auch mit einer gewissen Fallhöhe) durchaus eine Möglichkeit für ihn hätte sein können. Andererseits frage ich mich, inwiefern der (zumindest bei der Eintracht angestrebte) eher ballbesitzfokussierte Spielstil beim FC (und ehrlich gesagt, mit dem Kader) gepasst hätte.

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Transfers werden heutzutage gefühlt immer komplizierter:

-Der FC fordert mindestens 50 Mio €
-Die Famillie fordert, dass der Bruder Malek auch gekauft werden soll, dass das finanzielle stimmt und am liebsten auch noch Europapokal gespielt wird. Wobei im Vergleich dazu was andere Berater junger Talente fordern ist das noch moderat.
-Verschiedene Berater versuchen sich einzumischen, um den FC aufzufordern die Ablöse zu drücken, um ihn in der Bundesliga zu verkaufen.

https://geissblog.koeln/2026/06/erst-brighton-jetzt-brentford-wie-es-jetzt-mit-el-mala-weitergeht/

Auf der einen Seite fände ich es gut, wenn El Mala jetzt schon verkauft würde dann hätte man Planungssicherheit. Wenn er noch eine Saison bleibt und so der Marktwert steigt auch. Kann aber natürlich auch sein, dass sich alle Seiten verzocken und er sich nächste Saison schwer verletzt etc.

Naja ob er bleibt, das glaube ich erst wenn das Sommertransferfenster zu ist. „Wir können nur abwarten.“ um Gothic 1 zu zitieren.

Was ist eigentlich mit Malek? Ich kann verstehen, dass er und sein Bruder zusammen bleiben wollen. Aber sollte er nicht inzwischen mal mehr spielen? In Köln hat er keine Rolle gespielt, aber ein Europacupteilnehmer soll ihn verpflichten?

So bleibt er immer nur das Anhängsel seines Bruders.

Aber wahrscheinlich ist das bequemer für Mama El Mala. So muss sie nicht hin und her reisen, um ihre Söhne zu besuchen.

Das kann ja auch nicht der Grund sein, die hätten den zur Not auch für 500k mehr eingesteckt und dann kann der halt irgendwo in London in der 4. Liga spielen. Oder er findet eben sonstwie einen Londoner Verein der ihn verpflichtet. Da muss noch mehr hinterstecken.

Malek war letzte Saison viel verletzt und war für die zweite Mannschaft eingeplant.

Danke