1. FC Köln (m)

Wobei ich schon denke, dass sich der gesellschaftliche Stellenwert des Frauenfußballs seitdem deutlich gesteigert hat, so dass ich mir eine ähnlich rückständige Entscheidung wie damals beim HSV (Komplettabmeldung vom Spielbetrieb) kein zweites Mal ohne erheblichen Gegenwind vorstellen kann.

Beim Blick auf die Zuschauerzahlen haben heute bspw neun Bundesligisten einen Schnitt von über 2000, damals nur Potsdam und Frankfurt. Der HSV hatte damals einen Schnitt von 400, heute liegen selbst die „toten“ Standorte Leverkusen und Hoffenheim drüber. Die Bundesliga insgesamt hat zur Hinrunde schon mehr Zuschauer (180k) als damals nach der gesamten Saison (150k).
Weiterhin wird heute jedes Spiel übertragen, einiges sogar zur besten Sendezeit im FreeTV und Zusammenfassungen in der Sportschau. Und die Förderung des Frauenfußballs ist DFL Lizenzauflage.

Etatkürzungen proportional zur Männerabteilung könnte ich mir allerdings schon vorstellen.

Gleichzeitig sind auch die Anforderungen gestiegen. Mehr Personal, mehr Auflagen für Stadien, mehr Arbeit auch um den Spieltag herum. Frauenfußball ist für die meisten Vereine momentan ein Luxus, den sie sich leisten können. Vielleicht wird es nicht so drastisch werden wie beim HSV, aber Spuren wird so ein Zusammenbruch wie er aktuell bei Köln stattfindet sicherlich nicht an der Frauenabteilung vorbeigehen.

Zum Schwerpunkt: der Elefant im Raum ist natürlich, wie es bei Abstieg um die Wettbewerbsfähigkeit in der zweiten Liga bestellt ist und ob ein Durchmarsch in die dritte Liga droht. Es laufen zwar fast alle Verträge bis mindestens 2025, aber es gibt zu vielen Leistungsträgern Gerüchte um Ausstiegsklauseln im Abstiegsfall. Könnte es passieren, dass man nicht mal mehr einen vollen Spieltagskader zusammen bekommt? Aber wahrscheinlich helfen Spekulationen hier auch nicht weiter. Et kütt wie et kütt.

Als Hoffnungsmacher: die letzten vier Heimspiele von Köln sind Bochum, Darmstadt, Freiburg und Union und die letzten beiden Auswärtsspiele sind Mainz und Heidenheim. Egal wie mies es läuft, ist also anzunehmen, dass man im Saisonendspurt noch alles in der eigenen Hand haben wird. Die Konkurrenz macht ja gerade auch nicht die ganz großen Schritte.

Keller hat es konkretisiert: bei Abstieg hätten zwei Profis keinen gültigen Vertrag (Sky sagt das sind Selke und Uth) und bei drei Profis würden Ausstiegsklauseln aktiviert, die aber keine Schnäppchen seien.

Kann ja auch ne Lösung sein, dass man die teuren Gehälter nicht in die zweite Liga mitnehmen muss. Denn wer würde Selke oder Uth noch abkaufen. Muss für den Verein auch nicht ganz so schlimm sein. Ist halt nur wieder das Problem, dass man die Leute nicht ersetzen darf.

Warum denkt in Köln jeder, dass Baumgart nicht mit jungen Leuten kann?

Er hat Lemperle,Urbig,Finkgräfe,Doewns,Oelsen und Diehl hochgezogen.

Sie durften sich zeigen und haben doch auch teilweise überzeugt!

Lemperle und Urbig brauchen Spielpraxis ,die bekommen sie in Fürth und werden nächstes Jahr helfen.

Diehl hat andere Pläne und Baumgart wollte keine Zeit in ihn investieren und mit anderen arbeiten.
Was doch völlig normal ist🤷

Wer ist da noch mit denen er nicht gearbeitet hat?
Wer hat das Niveau für die Bundesliga :person_shrugging:

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Ich hab wegen ein paar technischer Probleme die Sendung heute schneller beenden müssen als geplant, deshalb konnte ich die Frage nur noch nachträglich stellen: Bisher ist nichts bekannt, dass die schlechte Lage die Frauen beeinflussen könnte. Die Frauen sollen auch großen Zuspruch von den Gremien haben.

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Einigermaßen absurd, das Ganze:

Und wer auf das Original steht:

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Ich würde die Frage gerne nochmal mit in den Royal nehmen!
Wo sind die jungen Leute die Baumgart nicht gesehen hat?
Diehl zeigt ja jetzt besonders was er für ein toller Charakter ist.

Ich denke der FC wird direkt absteigen und dann sind ja gerade diese jungen Leute gefragt.

Es ist auch immer wieder erstaunlich wie Verantwortliche in Köln durch den Dreck gezogen werden.
Bis auf Peter Stöger waren es doch immer die GFs,Trainer oder Manager die an allem Schuld waren.

Der Verein zeigt halt auch zu gut das man auch ohne Investor die Karre gegen die Wand fahren kann.

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Wer soll sonst Schuld haben? Es liegt in der Natur der Sache, dass Verantwortliche Verantwortung haben. Sie müssen sie doch gerade viel zu selten (auch beim Effzeh) übernehmen.

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Vielleicht einfach mal ein bisschen Konstanz auf jedem Posten und auch mal mit Rückschlägen arbeiten…
Aber das Gesetz des Marktes wird halt bei Traditionsvereinen übertrieben hart gelebt!
Deswegen ziehen Vereine wie Heidenheim und Freiburg vorbei.

Ich denke auch auf Kiel und St.Pauli muss aufgepasst werden, dass sie nicht vorbeiziehen.

Bremen hat da eine gute Entwicklung vielleicht kann sich der FC ja daran orientieren.