#14 – Euer Input für Schlusskonferenz 340

Am Montag Vormittag nehmen wir die nächste Sendung auf. Gäste sind Karoline Kipper und Justin Kraft. Schwerpunkt der Sendung wird der FC Bayern. Wir drei freuen uns über Input eurerseits!

Union-Leipzig
Union muss sich vorwerfen lassen, dass sie nicht höher gewinnen. Sehr gute Defensivarbeit, schöne schnelle Bälle, sehr guter Kampf…
… keine Ahnung was Leipzig da gemacht hat. Der Fehler von Luthe täuscht darüber hinweg, dass RedBull von Union hergespielt wurde. Offensiv gab es gefühlt gar nichts, die Abspiele waren oft fahrig, sie waren langsam, ohne Bewegung, viel um den Unioner Strafraum herum, selten drin und dann wurde immer nichts draus. Bei DAZN wurde wieder Silvas schlechte Leistung betont, aber das würde ich ungern so stehen lassen. Wenn er keine vernünftigen Bälle bekommt, dann kann er daraus auch nicht viel machen. Höchstens die Aktion, wo er sich zu spät entscheidet, kann man ihm in meinen Augen ankreiden.
Defensiv war Leipzig aber genauso wenig überzeugend. Union spielt lange, weite Bälle, Konter und versucht das Spiel immer wieder schnell zu machen. Und Leipzig wirkte davon immer und immer wieder überrascht. Was haben sie denn gedacht wie Union spielt? Ballbesitzfußball mit Kurzpassaufbauspiel von hinten raus? Tja und dann hat Leipzig offensiv umgestellt, ist auf Viererkette gegangen und ich dachte 5 Minuten lang, dass sie jetzt gefährlicher werden, aber nein. Vorher hatten die Verteidiger gegen die Union-Angreifer zu kämpfen und haben nicht die richtigen Mittel gefunden. Jetzt waren sie überfordert, desorganisiert und hinten genauso ungenau wie vorne. Leipzig kann sich freuen, dass sie Gulacsi haben. Glück für Leipzig, dass der Gegner nicht Bayern oder Dortmund hieß. Mit der Leistung wären sie da zerlegt worden.

Bayern
Wie ist die Corona-Lage jetzt? Heißt auch: Gehen die 5 jetzt gegen den FCB rechtlich vor? Wer macht jetzt eigentlich was im Bayern-Vorstand? Welche Rolle soll Kahn spielen, was ist Hainers Aufgabenbereich? Wie ist deren Rückhalt im Verein? So ganz ist mir das nicht klar.

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würde mir wünschen das ihr das Thema corona nicht besprecht. ok ich kann es wie immer einfach überspringen, ich möchte aber sagen wieso. weil ich die schnautze voll habe. ich halte mich an alles und werde egal wo ich hinschaue damit konfrontiert. ich möchte mich eben auch mal ablenken lassen von fussball. der einzige Grund warum ich überhaupt befürworten kann das der spielbetrieb aufrecht gehalten werden kan
also bitte macht es eben nicht wie alle und erzählt wie schrecklich das ist mit wenigen Zuschauern oder wenigen … redet über fussball und helft einigen dabei nicht komplett durchzudrehen weil sie sich an alles halten. damit meine ich mich .

ich verstehe ja das verucht wird noch den ein oder anderen zu überzeugen … ich glaube nur nicht dran. es gibt da auch kein für und wieder punkt

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Meine Fragen an die Bayern Experten - wobei ich hier vor allem unterschiedlich auf den nationalen und internationalen Wettbewerb schauen wollen würde - wären:

  1. Wie abhängig ist eine (komplette) Bayern-Mannschaft vom Trainer im nationalen Wettbewerb? Die Frage hat sich mir explizit seit der Kovic-Ära gestellt. In meiner Arbei(Studium und Job) beschäftige ich mich sehr viel mit der Analyse von Strukturen, Organisationen und Bürokratie. Und ich muss sagen, bezogen auf den nationalen Wettbewerb kommt mir Bayern ein wenig vor wie unsere operative Regierung auf bundesrepublikanischer Ebene. Genauer: nach der Bundestagswahl 2017 haben wir (‚lange‘, wobei ich diesen Terminus eher als Stilmittel ansehe) auf eine neue Regierung gewartet. Aber die bürokratischen Strukturen nebenst der geschäftsführenden Regierung hält hauptsächlich den Betrieb am laufen. Ähnlich sehe ich es bei den Bayern. Auch wenn der Trainer, Sportschef und andere Schwierigkeiten haben, scheinen die stabilen Strukturen im Hintergrund das Basisgeschäft so lange am laufen zu halten, dass relativ unabhängig von den Personen (als individuelle Charaktere) der Verein den nationalen Wettbewerb dominiert. Selbst wenn es „Stress“ mit Personalien gibt muss ein Konkurrent wie Dortmund, Leverkusen, Leipzig und Co. am Maximum ihrer Leistung performen, um mithalten zu können. Einfach mal eine in den Raum geworfene Frage.

  2. Wie steht es um die Außendarstellung der Bayern im Bezug auf das internationale Umfeld? Spätestens seit der Verleihung des Ballon D’Or kommt ja wieder die Frage (zumindest in den deutschen Medien) auf, wie die Bundesliga und somit die Vereine wahrgenommen werden im Vergleich zu Real Madrid und Co. Für mich ist Bayern mit seinem - verzeiht mir an dieser Stelle diese Ausdrücke - „urdeutschen“ Auftreten in dem Umfeld der Champions League eine Ausnahme zu den anderen europäischen Vereinen. Ein wenig wie das Heidenheim der Internationalen Liga (verzeiht mir auch hier den Vergleich, da er hinkt, aber die Situation gut zutrifft in meinen Augen). Es gibt verschiedene Vereine wie eben Madrid, Paris, Manchester(s), Mailand(s), Barcelona und so weiter und so fort, die allesamt anders arbeiten als die Bayern. Entsprechen schaut Bayern wie das „typisch deutsche“ aus, da sie anders aufgebaut sind als die anderen mit den Investoren, der Historie und so weiter. Entsprechen hat dieser deutsche Verein in meinem Gefühl eine Sonderrolle bekommen im internationalen Geschäft, wodurch ein Wir-und-Die-Denken entstanden sein könnte. Ist das vielleicht der Malus der deutschen Vereine? Ich möchte hier erst mal den Gedanken beenden, da ich sonst noch ein Text im Ausmaß eines Essays schreiben könnte.

  3. Wie sieht sich Bayern selbst in seiner Rolle international? Wie es aus dem Interview am Ende des Podcasts 11Leben hervorgeht scheint ja selbst für Hoeneß eine Grenze zwischen Bayern und den anderen zu geben. Klar, man spielt ja auch schließlich in anderen Ligen. Aber gerade der Vorwurf mit dem Geld und den daraus fehlenden Erfolgen bei Paris und Co. geht ja hervor, dass man sich als etwas anderes (oder vielleicht besseres?) betrachtet als die Investorenvereine. Schließlich gesteht ja auch Hoeneß (um auf den Punkt zurück zu kommen) zu, das in der heimischen Liga die Vereine Investoren brauchen um mit Bayern mitzuhalten, die Bayern selbst aber nicht. Auch hier könnte ich noch in Aufsatzmanier weiter schreiben. Aber meine Frage wäre, ob die Bayern hier nicht selbst diese von mir angesprochenen Sonderrolle (vielleicht auch zu ihrem Nachteil) bedienen. Eigentlich sind sie ja auch international recht erfolgreich. Aber sie reden auch die Liga in meinen Augen ein wenig kaputt wenn sie meinen, dass Dortmund und Co den Investoren-Weg gehen müssten, um mit ihnen mithalten zu können. Gleichzeitig ist das ja auch eine Spitze, wenn auch ungewollt gegen eben die ausländischen Investorenvereine. Hier fällt mir auch das Wort „Überheblichkeit“ ein, worüber ich gerade im internationalen Kontext bezüglich Deutschland noch einen Aufsatz schreiben könnte :grin:

Soweit so gut, das wäre mein Input zu Bayern.

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Man könnte meinen der RaBa Schwerpunkt war eine Woche zu früh, da ja Jeese Marsch soeben (anscheinend) entlassen wurde, aber trotzdem hierzu eine Frage:

  • Wer wird Nachfolger von Marsch?

  • Wird Beierlorzer Übergangstrainer?

  • Besteht die Möglichkeit Jaislle aus Salzburg zu verpflichten?

Wolfsburg: War der Trainerwechsel zu früh?

Klar, Kohfeldt ist erst kurz in Wolfsburg, allerdings haben die Wölfe gerade einen Negativtrend, jetzt stellt sich natürlich die Frage, war der Trainerwechsel zu früh? Diese Frage kann man wahrscheinlich nach dem Champions League Spiel gegen Lille beantworten, aber trotzdem muss man dieses Leistungstief hinterfragen.

Fürth: Das große Leiden

Nach der 13. Niederlage in Folge wird es schon fast peinlich, die Fans tun mir langsam leid. Der Eindruck der Vorbereitung bestätigt sich, die Franken sind nicht bereit für die Bundesliga. Die Abgänge konnten nicht aufgefangen werden, und so verliert man ein Spiel nach dem anderen. Aber wie will zumindest den Schaden begrenzen? Ich weiß es nicht, ich bin ziemlich ratlos, und ich fürchte die Verantwortlichen sind es auch.

Dortmund gegen Bayern: Elfmeter entscheidet (leider)

Hier sieht man es, es ist eine 50/50 Entscheidung. Allerdings ist es mehr als Schade, dass diese spannende Partie so entschieden wird. Zwayer zeigte mehrmals ein unglückliches Händchen und zeigte keine klare und nachvollziehbare Linie. Ich verstehe den Unmut von Bellingham und den BVB-Fans, und ich erwarte in Deutschland eine Debatte über Zwayer, ich finde es nämlich problematisch, daß er nach 2005 noch auf diesem Niveau pfeifen darf. Allerdings muss man noch was zur Partie sagen, sie war sehr von Fehlern auf beiden Seiten geprägt, was es auch spannend machte, ihm Endeffekt hat es Dortmund verpasst die Überlegenheit auszunutzen.

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Ich frage mich schon länger, warum es gefühlt immer nur die Extremen gibt. Entweder vorne die Tore machen und hinten dafür dann mehrere kassieren. Oder halt andersrum.
Der FC Bayern hat meist einen so guten Kader, wieso wird da nicht mal versucht zu optimieren, dass man trifft und hinten sicher steht?
Die internationale Konkurrenz schafft das doch auch irgendwie. Oder liegt der Fokus bewusst auf Spektakel für die Zuschauer?

Zu Bayern: aus den Highlights des Topspiels würde ich mir jetzt rausziehen dass das sehr geprägt war von den Fehlern der beiden Mannschaften v.a. defensiv, wenn dieser Eindruck stimmt bleibt Bayern weiter schlagbar wenn sie mal nicht drei oder vier sondern vielleicht ein oder zwei Tore schießen, errinere mich gut an das Augsburg Spiel. Ein Bayern München was „einfacher“ zu schlagen ist als in den letzten Saisons freut mich natürlich erstmal, ich tue mich aber etwas schwer das einzuordnen. Auf der einen Seite hat Nagelsmann mit Leipzig in der letzten Saison wenn ich mich richtig errinere die mit Abstand beste Defensive der Liga gehabt, Bayerns Personal hinten ist eigentlich in der Spitze weiterhin Weltklasse und Bayern bekommt auch teilweise mehr Gegentore als man erwarten könnte (gefühlte Wahrheit!). Auf der anderen Seite ist das aktuelle Spiel naturgemäß nicht grade risikoarm, Upamecano und Pavard hatten individuell schon einige Patzer in der Saison, Neuer wird bald 36 und ich sehe keinen klaren Nachfolger, die Bank ist defensiv auch etwas dünn…
Offensiv ist für mich eh alles klar, das läuft, aber kann man mit so einer Situation defensiv weiterhin in der Regelmäßigkeit Titel planen? Wahrscheinlich lautet die Antwort beim aktuellen Stand des deutschen Fußballs erstmal ja, mittelfristig sehe ich da aber schon größere Risiken. Wie groß ist die Chance noch einen adäquaten Ersatz für Neuer zu finden, was passiert bei Verletzungspech und wie nimmt man vielleicht langfristig etwas Risiko aus dem Spielsystem? Ich weiß nicht ob ihr auf die Fragen antworten habt und ich will nach einem Sieg über Dortmund jetzt auch keine Krisenstimmung verbreiten, es würde mich nur interessieren was ihr da denkt, weit mehr als irgendwelche Details zu der Mitgliederversammlung.

Ich werde aus Arminia Bielefeld nicht schlau. Die spielen leider auch zu oft samstags, wenn ich arbeite, aber in den Highlights sieht das die ganze Saison bis zum Strafraum hin schon sehr nach Bundesligafußball aus, nur dass jedes Mal das Gefühl bleibt, dass zu wenig Tore für die erspielten Chancen erzielt wurden. Das ist schon klar, dass die auch mehr ungefährliche Schüsse nehmen (wie z.B. den „Schuss“ von Pieper aus 40 Metern), aber die spielen sich ja in fast jedem Spiel auch echte Chancen heraus. Leute wie Okugawa oder Wimmer haben ja gute Ideen und sind agil. Die wirken auf mich nicht wie eine Mannschaft, die gegen den Trainer spielt, sondern eigentlich eher, dass sie nicht so weit unten sein dürften, so, wie sie spielen.

Ja, sehe ich genauso, sie haben es meist selber in der Hand, verpassen es aber aus ihren (gut herausgespielten) Chancen, Tore zu erzielen. So wie es oft ist im Abstiegskampf, manchmal ist die Basis geschaffen, es fehlt aber das Glück um entscheidende Spiele für sich zu entscheiden.

Ich denke mal, dass beim Schwerpunkt Bayern auch über die JHV und den Katar-Antrag gesprochen werden wird.

  • Wie wird das Thema in der weiteren (aktiven) Fanszene und außerhalb des Kreieses um Ott aufgenommen? Die Ultras sind natürlich sehr lautstark, aber wie ist die Stimmung bei den weiteren aktien Fanclubs?
  • Wie auch in der weiteren Medienlandschaft, wird das Thema Katar ein Jahr vor der WM öffentlich besprochen. Der FC Bayern fährt/fuhr jahrelang im Winter immer nach Katar. Wie kommt es dazu, dass erst seit dem Sponsoring-Deal das Thema in der Kurve aufgenommen wurde?

Abschließend noch eine Frage, weil sie mich persönlich beschäftigt:

  • Gibt es etwas Neues zu den Rassismus-Vorwürfen im Jugendbereich?
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Mittlerweile ist die Entlassung von Jeese Marsch bestätigt.

Unabhängig von den Schiedsrichterentscheidungen fand ich, dass die taktischen Probleme die hier (Bundesliga: Where must Borussia Dortmund improve to topple Bayern Munich? | Sports | German football and major international sports news | DW | 01.12.2021) angesprochen wurden auch wieder für unnötige Gegentore gesorgt haben.

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Wird die Nichtimpfung von Kimmich zum Problem im Gefüge der Mannschaft? Sein Mantra, welches er bis zum Bekanntwerden auch gut ausgefüllt hat, war ja alles für den Erfolg der Mannschaft zu geben. Das verfängt ja nun nicht mehr ganz. Wen seht ihr für die Verspäteten Impfungen eher verantwortlich? Ich den FCB. Warum man nicht 3 leute pro tag mit kimmich und den anderen reden lässt bis alle, wissenschaftlich belegten, zweifel ausgeräumt sind, erschließt sich mir nicht. Alles was da nun bisher passiert ist schadet dem verein doch sportlich, finanziell und im Ansehen mehr als das, was man an Aufwand gehabt hätte. Hat das ggf auch mit der sehr zurückhaltenden Art des Vorstands zu tun? Lieber aussitzen als ggf kimmich penetrant zum informieren zu bringen?

BVB 2:3 FCB

Puh… wo fange ich an? Als Übersicht und um mich selbst zu Strukturieren, zunächst ein Abstract für meine Gedanken:

  1. Bayern war nicht der verdiente Sieger, aber Dortmund der verdiente Verlierer
  2. Bellingham wandert in den Fußstapfen Gräfes
  3. Warum der BVB vor allem jetzt so sauer auf den Schiri ist

Verdient oder nicht?
Ich habe gestern Abend extra noch keinen Beitrag verfasst, da ich erst einmal abkühlen wollte und das ganze noch einmal nüchtern überdenken. Heute morgen dann die Zusammenfassung des Sportstudios geschaut und da war meine Nüchternheit wieder dahin, von daher seht es mir nach wenn ich allzu parteiisch bin. Grob zusammengefasst war mein Eindruck, dass Dortmund den besseren Matchplan hatte, aber Bayern die bessere Ausführung. Oder anders ausgedrückt: Dortmund war das gefährlichere Team, nur leider auf beiden Seiten. Alle drei Gegentore sind nach brutalen Fehlern eines Dortmunders (oder Schiri?) gefallen und wurden den Bayern quasi auf dem Silbertablett serviert. Auf der anderen Seite hatte die Borussia immer wieder gefährliche Konter gesetzt und eigentlich mehr als nur zwei Tore schießen müssen. Bellingham auf dem Flügel und somit auf einer fremden Position war dabei auch keine Schwächung für den BVB. Aus dem Spiel heraus hatten sie (vergleichsweise) wenig gegen die Bayern zugelassen, wenn nicht gerade einer hinten einen Brainfart hatte. Es war aber nicht wie sonst, dass München den BVB hinten eingeschnürt hätte und Chancen im Minutentakt hatte. Von daher komme ich zu dem Schluss, dass Bayern eigentlich zu wenig getan hat um das Spiel zu gewinnen (und hinten zu anfällig auf Konter war), aber Dortmund zuviel verbockt hat, um zu sagen sie hätten unverdient verloren. Naja, wenn da Herr Z. aus B. wäre…

Was macht eigentlich der Zwayer da?
Kommen wir zum Elefant im Raum. Ich glaube das Meiste wurde schon gesagt, daher will ich es im Bezug auf das Spiel kurz halten: Handelfmeter gegen Hummels war mMn wirklich 50:50 und absolut okey gewesen wenn es zur Linie gepasst hätte und er selbst sofort gepfiffen hatte. Aber einen VAR dafür einzusetzen und damit von der eigenen Linie zu scheren ist wirklich bemerkenswert. Dazu gehört das Foul von Hernandez gegen Reus auf der anderen Seite, und wenn einer sagt „das ist auch 50:50“, so möge diese Person bitte auf Reus’ linken Fuß achten während Hernandez ihn stößt. Inwiefern das „kein Kontakt“ sein soll (Zitat Zwayer der auf den VAR verweißt) ist mir ein Rätsel. Reus war klar durch und allein vor Neuer. Und nach einem Stoß die Balance zu halten während man am Fuß getroffen wird…
Potentieller Elfmeter gegen Haaland nach Lewandowskis Arm in seinem Gesicht ist hier geschenkt, so einen will ich gar nicht mal wirklich haben.

Spannend wird wirklich was der DFB jetzt mit der Aussage von Bellingham nach dem Spiel anfängt. Gräfe sagt das zwar schon seit Jahren, aber jetzt wurde es von einem Supertalent aus England gesagt, damit wird das nochmal richtig durch die internationale Presse gehen. Wird der DFB ihn bestrafen? Wofür? Er hat doch nur die Wahrheit gesagt. Wird der DFB ihn ignorieren? Dann wird Zwayer in Zukunft nicht mehr viel Spaß auf dem Feld haben, wenn man anscheinend nach dem Spiel frei darauf hinweisen kann, dass er mal Geld angenommen hat. Wird der DFB Konsequenzen gegen Zwayer ziehen? Dann macht sich der DFB angreifbar, weil er Zwayer noch 15 Jahre hat pfeifen lassen. Das wird glaube ich noch viel Popcorn geben.

Warum regt sich der BVB denn so auf? Passiert halt mal
Ja, ich weiß: Dortmund beschwert sich gern mal über den Schiri. Aber an diesem Punkt ist es auch einfach aufgestauter Frust. In den letzten Wochen hat der BVB auch wegen fragwürdiger Entscheidungen Schiedsrichters/VARs die CL verspielt und war sowieso nicht gut darauf zu sprechen. Dazu kommt der (gefühlte) Bayernbonus in den Spielen gegen sie die letzten Jahre. Ribery’s Hand hatte eine Dauerkarte in den Gesichtern der Borussen und Boateng war in der Lage seine „Stützhand“ frei in Richtung des Balles bewegen. Man mag dies anders sehen und vermutlich ist es in Wahrheit auch nicht so schlimm, aber der Punkt ist, dass diese Erlebnisse aufsummiert den Dortmundern schon das GEFÜHL geben, sie spielen meistens gegen 22 auf dem Feld. In der Regel haben sie zu Recht verloren und der Schiri war nicht Schuld. Aber wenn dann wieder solche Entscheidungen kommen, ist das Mindset eben nicht mehr „Jetzt erst recht!“ sondern ein resignierendes „Geht das schon wieder so los?“.

Damit möchte ich den BVB nicht verteidigen (auch wenn es mir idR genauso geht), sondern nur Erklären warum die schwatzgelben gerade so frustriert und wütend sind. Wenn dem BVB jetzt auch wieder vorgeworfen wird er sei Schuld, dass die Meisterschaft so langweilig ist, dann ist man gewillt zu rufen „Dann werdet doch selbst Meister, wenn es so einfach ist!“. Spiele gegen Bayern sind inzwischen mehr ein Spiel gegen sich selbst geworden. Normalerweise sagt man, wenn man der Underdog ist: „Wir können nur gewinnen. Wenn wir verlieren ist auch okey“. Aber der „Klassiker“ (brrrrr) wird jedes Jahr aufs Neue hoch gejazzt und als Kampf der Giganten verkündet. Das heißt für den BVB, dass er sehr wohl und viel verlieren kann als Underdog und mit jeder weiteren Niederlage wird es immer schlimmer. Da ist der Frust gegen den Schiedsrichter auch Teilweise ein Selbstschutz (zumindest bei mir).

EDIT
Wichtigste vergessen, sollte eigentlich nach ganz oben: Zum Glück geht es Brandt den Umständen entsprechend wieder gut. Die nötige Diskussion über Kopfverletzungen im Fußball und dass Upamecano dennoch durchgespielt hat ist jetzt natürlich wunderbar untergegangen -.-

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Zur Brandt-Verletzung ist mir der Sky-Kommentar hängengeblieben: „Kopfverletzungen - immer wieder ein Thema im Fußball“.
Das klingt jetzt so, als wird der dritte Schritt vor dem zweiten gemacht. Als sei das Thema durchdiskutiert und abgehangen.

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rose und auch nagelsmann haben ein problem ihr system ins gleichgewicht zu bringen. sie können nur dominieren um die abwehr zu entlasten. aber manchmal lässt sich der gegner nicht dominieren und die defensiv probleme werden offensichtlich.

zu den elfer … wieviel hand muss darf es eigentlich sein. scheinbar werden nun auch alternative fakten im fußball besprochen. schöne neue welt.

Es ist löblich, dass sich Zwayer nach dem Spiel stellt und die Entscheidungen begründet.
Für mich klingt seine Version aber nicht überzeugend. Wenn er den Kontakt klar wahrnimmt, ist die Wahrnehmung, wie sehr der Arm ausgestreckt ist, selten problematisch. In Real! Im Video ist es schwieriger.
Aber vielleicht ist „wie sehr er den Arm ausstreckt“ auch nur eine ungünstige Wortwahl und er meinte etwas anderes.

Ich kann mir vorstellen, dass das jetzt kein großes Problem darstellen wird, da er ja jetzt bis Mitte/Ende Mai einen G-Nachweis hat.

Ich auch.

Warum braucht es eigentlich einen 18-Jährigen, damit endlich mal jemand (außer Gräfe) daraufhinweist, dass in der Bundesliga seit Jahren ein Schiri pfeift, der da nicht hingehört? Zwayer kennt in meinen Augen seit Jahren nur zwei Modi: Solide oder, ich nenne sie mal, ‚spannende‘ Leistungen, bei denen ich mich jedes Mal frage, ob die Partie geschoben ist. Es gibt noch mehr deutsche Schiedsrichter, die mir regelmäßig mit schlechten Leistungen auffallen, aber im Gegensatz zu Zwayer haben die mWn keine (höchstwahrscheinlich) betrügerische Vergangenheit.
Ich bin der Meinung, dass auch ein junger Linienrichter, der in Wettmanipulationen verstrickt ist, eine zweite Chance verdient hat, wenn seine Leistungen dem eines professionelles Schiedsrichters entsprechen. Aber dann doch bitte auf Bewährung und mit jahrelanger genauer Überprüfung seiner fragwürdigen Entscheidungen. Soweit ich das sehen kann, hat der DFB bei Zwayer nach der 6 monatigen Sperre das niemals gemacht. Hinzu kommt, dass Zwayer nur diese beiden Modi hat, was ihn in meinen Augen als Schiri bei den Profis auch fachlich disqualifiziert.
Aber gut in 7 Jahren ist der Spuk auch vorbei, wenn Zwayer 47 wird.

Für mich sah es so aus, dass Hummels weder den Ball sieht, noch sicher steht, sondern wegrutscht. Beides würde für mich gegen Absicht sprechen und einen Handelfmeter ausschließen. Ich habe aber nur die Zusammenfassung gesehen und denke es ist vielleicht ein Kann-Elfmeter - der Arm ist schon weit draußen. Aber die Entscheidung, was er sich anschaut und was nicht, ist dann am Ende mindestens unglücklich - bei jedem anderen Schiri. Bei Zwayer hat es halt ein Geschmäckle.

alles klar alternative Fakten. als ob hummels nicht erfahren genug ist um zu wissen wo der ball gefährlich werden wird und genau da hingeht. normal. ist sein job. nur mit dem arm voraus ist das eben Hand. ob gesehen oder nicht. nach der logik werden keine elbogen kopftreffer mehr geahndet weil der gefoulte hinter ihn stand.

und was zwayer betrifft… der ist genauso gut oder schlecht wie alle anderen. und diejenigen die jetzt gräfe (der scheinbar nicht ne rechnung mit den dfb offen hat) als argumentations- Stichwortgeber heranziehen ob wohl sie den jahrelang genauso schlecht fanden wie alle anderen… sollten sich mal fragen wie objektiv sie da sind.
und wenn es da einen schuldigen gibt das sich reus szene nicht angesehen wurde dann lag die für mich nicht bei zwayer sondern am kölner keller der sich scheinbar nicht gemeldet hat. die gehören auch zu einem team und wenn der schiri auffen platz nichts von denen hört dann würde ich als scheidrichter davon ausgehen das weiterspielen wohl richtig war.
wenn es da was falsch lief dann bei denen im kölner keller. für mich war das auch ein foul … ob davor auch abseits war … wes ich aber nicht.-. sah ein bisschen so aus.

Aber da muss dann auch was aus dem Keller kommen

Gräfe wird nicht als Belastungszeuge angeführt, wenn es um Zwayer geht. Der DFB selbst hat Zwayer belastet. Gräfe ist nur der einzige (außer Bellingham), der offen angesprochen hat, dass Zwayer nicht pfeifen sollte. Dass er das auch aus Eigeninteresse erzählt, ist irrelevant, wenn die Forderung korrekt ist. Dass sich außer einem enttäuschten Ex-Schiri und einem enttäuschten 18-Jährigen keiner traut, dass auch nur anzusprechen, spricht Bände über die Aufklärung des Hoyzer-Skandals und den DFB.