#18 – Euer Input für Schlusskonferenz 344

Am Sonntag Abend zeichnen wir auf, Gäste werden Eva-Lotta Bohle und Matthias Dersch sein, Schwerpunkt wird der BVB. Freuen uns auf euren Input!

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Gladbach:
wes schon wie es laufen wird. es wird darüber geredet das die bayern sooooooooo viele corona bedingte ausfälle hatten… das bei gladbach Hofmann, Scally, Bensebaini und Zakaria fehlten … schwamm drüber.
auch sollte sich das experten dreigestirn ma fragen warum diese frage nicht genauso intensiv diskutiert wurde als hoffenheim im letzten jahr fast die ganze spielzeit so ein corona problem hatten.

@GNetzer hör dir nochmal deine gladbach analyse der letzten sendung an … und dann das die bayern kein spiel diese spielzeit gegen diese looser gewonnen haben. der adi kann nichts. kein system zu erkennen nichtmal von nagelsmann :wink:

Deine latente Aggressivität in vielen Posts nervt mich. Kannst du die bitte reduzieren?

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Noch nie so einen Käse in diesem Forum gelesen, unfassbar.

BVB
Vielleicht hast du das in den letzten Wochen schon einmal durchgesprochen und ich habe es nur vergessen, aber was bedeutet denn die neu Doppelrolle Watzkes für den BVB?
Wie sieht es finanziell aus und wird es aussehen, angesichts wegbleibender Zuschauer (zumindest bis Ende Februar/Anfang März, wenn die Bevölkerung durchseucht ist)? Wie hat Dortmund da kalkuliert (eigentlich wollte ich die Frage vor Weihnachten auch bezogen auf Gladbach stellen, aber da habe ich es vergessen)?
Macht Rose die Mannschaft irgendwo besser? Wenn die Sechser ein Problem sind, braucht man dann nicht eigentlich gleich zwei? Haaland hat nur 11 BuLi-Spiele gemacht. Seine Verletzungsprobleme sind laut transfermarkt vor allem Probleme gewesen, die bei mir unter Überanstrengung laufen. Einerseits wundert mich das bei Rose nicht. Andererseits stellt sich mir auch ein bisschen die Frage, ob Favre nicht Recht hatte und sich das jetzt rächt. Wenn Haaland fit ist, dann muss er spielen. Wegen seiner Stellung (auch durch die Favre Entlassung) und weil Dortmund ein wenig so wirkt, dass sie ohne Haaland keinen guten Plan haben. Meine Frage dazu: Woran liegt das? Bayern hat mit Lewandowski auch einen Ausnahmespieler, aber wenn er fehlt strahlt Bayern trotzdem in der Regel noch eine viel größere Gefahr aus. Hat man sich da taktisch in eine Sackgasse manövriert? Ich weiß auch, dass man ohne Haaland 4 der 6 Spiele trotzdem gewonnen hat, aber zumindest in meiner Erinnerung waren die nicht so zwingend wie vergleichbare Bayern-Spiele ohne Lewandowski.
Eine Abschlussfrage noch: Moukoku wurde letztes Jahr zu einem Jahrhunderttalent stilisiert und auch ansonsten verfügt Dortmund über einige junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, die talentiert zu sein scheinen. Allerdings scheinen die sich bei den Profis nicht richtig durchsetzen zu können: Passlack, Tigges, Knauff wirken alle noch nicht als hätten sie sich etabliert (Moukoku zähle ich nicht mit, wegen der Verletzungen und des Alters). Hat Dortmund da die falsche Strategie, verheizt die Spieler zu früh oder hat nicht die richtige Außendarstellung, um die bestmöglich abzuschirmen? Oder liege ich einfach falsch und die brauchen mehr Zeit oder sind nicht so talentiert wie man zuerst denkt?

FCB-BMG
Gladbach hat verdient gewonnen. Sehr steile These und nicht völlig ernst gemeint. Aber: Es gibt einen ernsthaften Kern. Einmal die Körpersprache und damit verbunden das Zweikampfverhalten. Nach dem 1:0 dachte ich schon jetzt bricht man wieder zusammen, aber die Reaktion war ein tatsächlich Mund abputzen weitermachen. Dann hat man beim Anlaufverhalten umgestellt und vor allem hat man das gemacht, was zuletzt oft fehlte: Die Spieler haben sich gegenseitig ausgeholfen und wirkten wach. Ein Neuhaus wirkte ein bisschen befreit (gerade auch nach dem Tor), ein Ginter hat so gut gespielt wie lange nicht.
Vor allem konnte man in meinen Augen sehen, dass Hütter an der Defensive gearbeitet hat und es auch gefruchtet zu haben scheint. Im Großen und Ganzen war man besser in den Zweikämpfen, näher an der Gegenspielern und besser koordiniert. Das sah nach Monaten mal wieder nach stabiler Defensive aus. Koné hat in der zweiten Hälfte einen Fehlpass à la Neuhaus Edit: Zakaria gemacht, aber dieses Mal stimmte die Gesamtordnung und man konnte das abfangen. Trotzdem hat Bayern einige Chancen gehabt und war überlegen, aber da würde ich die Frage in den Raum stellen, welche Mannschaft es schafft alles gegen Bayern zu verhindern. Vielleicht ist das etwas zu platt, aber ich hatte den Eindruck, dass viele der Bayern-Chancen Qualitätschancen waren. Was meine ich damit? Chancen, die aufgrund der individuellen Qualität der Bayern so zustande gekommen sind, aber nicht aufgrund von individuellen oder taktischen Fehlern Gladbachs. Das macht Mut. Allerdings gab es eben auch ein-zwei Chancen, die nicht in diese Kategorie fallen. Heißt man ist bei der defensiven Arbeit noch immer nicht fertig.
Andersherum konnte man nach vorne auch sehen, dass man stark an der Defensive gearbeitet hat: Es gab gute Situationen nach vorne, aber man hat sie oft schlecht ausgespielt (Entscheidungsfindung habe ich das Problem schonmal genannt) oder Bayern hat sie dann gut verteidigt. Die Laufleistung und „Intensität“ waren besser bei Gladbach, aber auch da will Hütter sicher noch mehr.
Ansonsten hatte man Glück und Sommer.
Hervorheben will ich noch Netz: Viel gearbeitet, insgesamt gut auf der Kimmich Seite agiert und vor allem sehr gute Ecken getreten.

Klar, Gladbach hat auch das Glück, dass Bayern gerade aus einem einzigen Lazarett besteht, aber angesichts der ersten Elf muss man auch das erst mal nutzen (vor allem, wenn es vorher besch…eiden lief). Aus Bayern-Sicht erinnert mich das Spiel an das Frankfurt-Spiel: Man ist überlegen, aber es gelingt nicht 100% die Chancen zu nutzen und der Gegner spielt das am Ende ziemlich clever. So wie bei anderen knappen Bayern-Niederlagen auch, wäre auch heute ein Unentschieden gerechter gewesen, aber so ist Fußball (ich werfe 5 Euro ins imaginäre Phrasenschwein^^).

Für Gladbach ist die spannende Frage, ob man die Verbesserungen in die nächsten Wochen mitnehmen kann und sich weiter steigern kann. Denn diese Leistung war gut, aber ich glaube nicht, dass das reicht um gegen viele Gegner zu gewinnen (gerade nach vorne).
Für Bayern bleibt nur zu hoffen, dass man nicht noch mehr Corona-Fälle dazu bekommt und die Ausfälle bald und in gutem physischen und mentalen Zustand zurückkehren (gilt bei Gladbach allerdings auch).

PS: Gladbach ist jetzt die einzige Bundesliga-Mannschaft mit einer positiven Bilanz gegen Bayern in den letzten zehn Jahren. Angesichts des Tabellenstandes muss man sich als Gladbach-Fan ja an irgendwas erfreuen. :smiley:
PPS: Corona. Watzke hat Recht (beim Vergleich mit anderen Veranstaltungen), zieht aber die falschen Schlüsse. Verständlich angesichts seiner finanziellen Interessen, aber eben mal wieder sehr vorbildlich, wie der Fußball halt so ist.
Mich würde aber mehr interessieren, was eigentlich passiert, sollte es in den nächsten 4-8 Wochen zu größeren Spielausfällen kommen, die den Bundesliga-Zeitplan nach hinten verschieben. Angesichts der Winter-WM hat man zwar eine Sommerpause, aber trotzdem Termindruck, damit die Winter-WM reinpasst. Durch Omikron wäre das ja durchaus ein realistisches Szenario.

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Der BVB

1.Taktik, Daten und Statistiken
Dortmund versucht vorallem über die Rechte-Seite zu agieren (gegen Hertha waren es 43%), bei einer Gegneranalyse spricht der Gegner natürlich sowas an und man versucht den BVB auf dieser Seite zu stören, vielleicht liegt dies auch daran das Malen noch nicht in Dortmund angekommen ist wie man es sich vorgestellt hat. Die Höhe der inviduellen Fehler ist auch hoch, oft hat man unnötige Ballverluste und macht es dem Gegner so einfach. Marco Reus hat in dieser Saison 12 (!) Großchancen vergeben, ist er noch der Schlüsselspieler, der er noch vor ein paar Jahren war? Ich frage mich zudem was der BVB macht wenn Haaland mal verletzt ist oder nicht spielbereit ist, schließlich kommen rund 64% aller Schüsse aus der Mitte und dort ist eben Haaland. Ein Steffen Tigges kommt leider nicht an Haaland ran und Malen ist noch nicht in Topform. Zusammengefasst ist mir die Borussia zu einfach ausrechenbar und man ist zu abhängig von Erling Haaland (aber welche Mannschaft wäre dies nicht?). Anhand der Daten habe ich auch erkannt, daß der BVB sehr oft Fouls zieht, gegen Hertha waren es 19 Fouls währenddessen Berlin nur 4 hatte. Bei Schüssen außerhalb des Strafraums steht man auf Platz 5 in Europa, aber bei Fernschüsse gehört immer ein Quäntchen Glück dazu, wenn dieses Momentum fehlt, gehen solche Schüsse nicht rein.

1.2.Kaderplanung
Ich habe auch in letzter Zeit über die Kader-Planung nachgedacht, ich finde die Mannschaft ist viel zu wenig ausgeglichen, man hat Spieler in seinen Reihen die Potenzial zur Weltklasse haben, aber auch Spieler bei denen ich wenig Entwicklung erkennen kann. Ich freue mich aber über die Entwicklung von Gregor Kobel, er ist ein Torwart der genau zu diesem Verein passt, er spielt mit und er hatte wichtige Paraden in bedeutenden Momenten.

(Ich hoffe, ich habe euch mit diesen Beitrag nicht mit diesen vielen Statistiken überfordert oder gelangweilt, ich habe einfach zusammengefasst was ich interessant finde. Ich habe meine Daten von whoscored und SofaScore.)

Augsburg

2.Kann Pepi Augsburg einen Flair verleihen?

Die Nachricht schlug natürlich ein, Augsburg sticht Real Madrid und die Bayern aus. Aus der grauen Maus wird aber auch ein neuer Kommerzclub, zumindest in den Sozialen Medien. Ich bin aufjedefall gespannt auf den Jungen, man sollte ihm aber Zeit lassen, schließlich ist er jetzt in einer neuen Nation und er ist erst 18 Jahre alt.

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Kein direkter Spielbezug aber ich fand es gestern sehr erstaunlich, dass ich auf beiden Baenken kaum/keine Masken gesehen habe. Wenn alle Mannschaften gerade mit Coronaausbruechen zukaempfen haben sollte man doch eigentlich annehmen, dass es oberstes Ziel ist in den „stationaeren“ Zeiten (also nicht aufwaermen/trainieren/spielen) das Infektionsrisiko zwischen den Spielern/Betreuern zu minimieren.

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Wird Marco Rose auch in drei Jahren Trainer in Dortmund sein? Es fühlt sich für mich so an, als würde in Dortmund zu kurzfristig gedacht werden. Klopp wurde im dritten und vierten Jahr erst Deutscher Meister, auch aus dem Grund, dass er Zeit bekommen hat, eine Mannschaft nach seiner Idee zusammenzustellen. So auch in Liverpool, wo er auch nicht nach einem Jahr alles gewonnen hat.

Warum nehmen sich die Dortmunder nicht die Zeit dafür?

Du sprichst da ein gutes Thema an.
Haben die Trainer in der ersten Bundesliga Zeit, etwas zu entwickeln? Zur Not sogar über mehrere Saisons?
Ich glaube, Streich und Fischer sind länger im Amt als 3 Jahre. Reis und Leitl noch über zwei Jahre.
Alle anderen Trainer weniger. Ich habe die Statistik nicht zur Hand, aber gefühlt ist jeder Trainer der 1,5 Saisons übersteht, ein Ausreisser nach oben.

Ob sich allerdings bei Dortmund wirklich mit mehr Zeit, mehr Erfolg einstellt? Als Aktiengesellschaft musste man doch in die Finanzen mehr Einblick nehmen können, was ich nicht getan habe.
Oder ist Haaland,Bellingham oder/und Guerreiro dann an zahlungskräftigere Premier League Teams verkauft?
Und es folgt " Same procedure as every year"?

SCF - Arminia

Als die Aufstellungen heraus kamen und damit bekannt wurde, welche drei Freiburger corona-positiv getestet wurden, habe ich mir gedacht, naja, wenn schon die beiden herausragenden Defensiven ausfallen müssen, dann am besten in einem Heimspiel gegen Arminia. Die sind vorne schwach, es kommt eher darauf an, nach vorne gut zu spielen. Hinten wirds schon gut gehen. even ist nicht so schnell wie Nico, aber das wird reichen.

Und genauso sah es die ersten 60 Minuten aus: tolle Chancen, hinten akzeptabel sicher, 442 passt, deutlich besser als letzte Saison gegen vermeintlich unterlegene Gegner. Nach dem schwach verteidigten / glücklich sonntagsgeschossenen / katastrophal torwartverschätzen Anschlusstreffer war dann aber komplett der Stecker gezogen. Der SC fand vorne, in der Mitte (Eggestein !) und hinten keinen Zugriff mehr, die Präzision war weg, und es war wirklich nur eine Frage der Zeit, bis das 2:2 fällt. Das dies dann wieder ein dicker Torwartfehler war, ist schade für Uphoff, aber leider dann auch bezeichnend dafür, wie sehr Flekken und Nico gefehlt haben.
Keven sehr unsicher, ein gigantischer Abspielfehler, schwache lange Diagonalbälle (ausser vor dem 2:0). Schade nach seiner Einwechslung überhaupt kein Faktor. Verpasste Chance.

Ich hatte den Eindruck die Bayern haben sie durch eine relativ passive und zögerliche Defensive aber auch eingeladen. To be fair, glaube man war sich in den Abläufen ob der durchgewürfelten Verteidigung eher unsicher. Da ist man statt anzulaufen lieber in der Ordnung geblieben. Ging ja auch viel über die Sabitzer Seite. Dazu dann ein Zentrum, welches auch nicht die Routine hatte. Meine Musiala in der kritischen Phase auch defensiv schwach.
Glaube nach ersten Unsicherheiten waren die Bayern ein guter Aufbaugegner.

Was? Du sitzt nicht in Hype-Train?

Hinter Bayern und Real sollte halt auch in Klammern immer Bank oder 2. Mannschaft stehen. Klar ist es immer ein Hinweis auf viel Talent, aber vermutlich schlägt oft keiner der Großen zu, weil der Spieler eben doch noch nicht so weit ist. Heute hat Frankfurt den spanischen Hype Train aus dem Sommer nach nur einem halben Jahr an die Reserve von Barca verkauft. Gleiches Thema: Schaut her gegen wen wir uns durchgesetzt haben. Dann stellt man fest, kann zwar viel gut, aber nichts schon so gut, dass er es in die 1. Mannschaft schaffen kann. War bei der Sge jetzt finanziell halb so schlimm und Pepi ist älter und weiter in der Entwicklung, aber er wird, mit einem enormen Rucksack an Erwartungen, sich erst auf dem Niveau beweisen müssen. Und wenn der FCA ca 50 Mio Eigenkapital hat, dann riskiert man davon fast die Hälfte und muss realistisch aber auch immer noch einen Abstieg mit einkalkulieren.
Ja, vielleicht ist genau jetzt die Situation in der es sich auszahlen kann, sein Eigenkapital gegen andere Vereine auf Sparkurs in die Waagschale zu werfen, aber vielleicht fährt man mit dem Hype Train auch einfach alles was man über Jahre aufgebaut hat gegen die Wand, wie jemand der im Casino einfach unvernünftig hohe Einsätze macht.

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Ah nein, es war nicht meine Meinung sondern wie es in den Nachrichten dargestellt wurde.

Man hat Sabitzer angemerkt, dass er aus einer Verletzung kommt und die Position nicht seine Idealrolle ist. Gladbach scheint ihn auch als Schwachstelle ausgemacht zu haben.
Ansonsten fand ich die Abwehrleistung der Bayern gar nicht so zögerlich, aber vielleicht täuschen mich da auch einfach die sehr schlecht ausgespielten Angriffe von Gladbach besonders in der zweiten Hälfte. Die Zuordnung bei Bayern hat nicht immer gepasst, wenn es mal zu Strafraumsituationen kam. Alleine, dass Lainer das 1:2 machen kann, spricht Bände. Dieses Kopfballungeheuer ist 1,75m groß.^^ Allerdings haben die Bayern diese Saison ab und zu Probleme in der defensiven Zuordnung gehabt, egal wer auf dem Platz stand. Da hat die Besetzung der Viererkette gestern sicher nicht geholfen.
Für Musiala will ich einen Stab brechen: Defensiv war er für mich unauffällig (was bei der Position nicht ideal ist), aber nach vorne war er gerade in der zweiten Hälfte der wichtigste Antreiber in meinen Augen.

Aber ja, dieses Bayern-Spiel mit diesen Bayern kam für Gladbach u.U. genau zum richtigen Zeitpunkt und gibt Gladbach zumindest die Gelegenheit zum Durchatmen. Bei einer höhen Niederlage hätte man mit einem sehr schlechten Torverhältnis nächste Woche auf Platz 17 abrutschen können.

Das liegt allerdings auch ein bisschen an beiden Seiten. Nagelsmann, Hütter oder Rose wollten ja auch weg und ein Trainer, der nicht das abliefert, was man sich erwartet, teilt eben das Schicksal eines Fehleinkaufes auf dem Feld (van Bommel).
Aber die Vertragslaufzeiten, die gegeben werden, sind in der Regel eher bei 3 Jahren, oder? D.h. zumindest die Vorstellung der Verantwortlichen geht in Richtung von mindestens mittelfristigen Projekten. Die Umstände führen dann regelmäßig zu einer vorzeitigen Beendigung.
Wenn ich an Schwarz in Mainz denke, dann frage ich mich auch: Hätte der Verein ihm wirklich noch mehr Zeit geben sollen? Dardai bei Hertha: Kann Bobic wirklich noch bis zum Saisonende einen lustlosen und den Manager untergrabenden Trainer behalten? Hätte Schalke Tedesco halten sollen, weil die Mannschaft ihn gut fand, aber nichts lief?
Will sagen: Die Entlassungen haben meist valide Gründe.
Wenn Union nächste Saison unter Fischer gegen den Abstieg spielen müsste, bleibt er dann? Aus der Union-Erfahrung der letzten 20 Jahre würde ich sehr sicher nein sagen. Wenn Freiburg nächste Saison mit Streich beinahe abgeschlagen unter dem Strich steht, bleibt Streich dann wirklich Trainer beim SCF? Ich weiß, sie sind mit ihm schon einmal in die 2. Liga gegangen, aber Streich und der Verein haben sich weiterentwickelt und ich will auch keine Kaffeesatzleserei betreiben.
Vielleicht zeigen Fischer und Streich auch, was es braucht, um die Zeit zu bekommen: Der Trainer muss die Erwartungen ein ganz kleines bisschen übererfüllen. Klopp hat das in Dortmund und Liverpool gemacht, Streich und Fischer tun es aktuell.
Heynckes und Flick haben es auch getan und die Bayern hätten sie gerne länger gehalten.
Ich hätte allerdings noch eine Frage an die Mitforenten: War die Verweildauer früher wirklich länger? Ich bin zu jung, um Lattek oder selbst Rehhagel wirklich als Vereinstrainer miterlebt zu haben. Mein erster prägender (Gladbach-)Trainer ist Hans Meyer gewesen. Der hatte vier Jahre. Zu der Zeit gab es auch noch Hitzfeld, der lange bei Bayern war, und den ewigen Schaaf in Bremen. Aber wie viele Trainer hatte Kaiserslautern, Stuttgart, Dortmund oder der HSV? Haben die alle länger als 1,5 Jahre durchgehalten?

Ja. Wollte ich so auch ausgedrückt haben.

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Denke wir sind da gar nicht so weit auseinander. Da mein Tipp pro Bayern war, hatte ich mich jeweils schon in der Entstehung geärgert, dass man da so passiv den Raum hergegeben hatte und keinen Druck auf die Gladbacher aufgebaut hat. Daher vielleicht eher mein Fokus.
Musiala hat das sicher gut gemacht, auch Roca. Aber das bayrische Zentrum funktioniert mit einem Kimmich einfach anders. Von daher Klagen auf hohem Niveau, weil er ein, zwei Mal den Ball nicht festmachen konnte, in denen wahrscheinlich auch ein anderer nicht besser ausgesehen hätte. War also mehr mein situatives Ärgern :wink:

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Wie hilfreich ist es strategisch für Dortmunds Titelambitionen, dass sie sich im Weltfussball zunehmend als der Verein, der in Karrieren vorm Schritt zu den Top5 steht, einnischen? Klar, sie werden gezwungen sich in diese Richtung Richtung zu orientieren, aber dadurch manifestieren sie ja auch ein Stück weit den Platz hinter den besten Clubs. Auch das ist nicht schlecht, aber schwierig um Titel zu gewinnen, wenn ein Top5 Club in der eigenen Liga spielt.

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Der BVB muss sich halt auch mal Fragen was man eigentlich will? Aktuell ist dass nichts halbes und nichts ganzes, immer nur die Champions League als Ziel auszurufen, ist doch auch nicht diese kämpferische Art. Man hat als Neutraler immer das Gefühl, die beim BVB trauen sich nichts zu oder haben wenig bis keinen Kampfgeist. Heute hat man zwar Moral bewiesen, aber bei der nächsten Niederlage ist diese wieder verflogen. Man ist auf einem guten Weg, aber man muss jetzt endlich die richtige Richtung zum Ziel finden.

Spoiler: Hier ist viel Meinung dabei und auch noch ein paar Emotionen vom Spiel, also nicht zu hoch bewerten.

Ist das nicht einfach die realistische Position? Sevilla erreicht seit Jahren mindestens die CL und ist die Nummer 4 in Spanien. Der finanzielle Abstand zu den großen drei ist aber immer noch enorm. Natürlich können die die Meisterschaft zum Ziel erklären, aber das birgt eben auch die Gefahr sich selbst zu stark unter Druck zu setzen und ein hohes Risiko einzugehen. So ähnlich ist es bei Dortmund auch und Dortmund wird, sollten die Bayern mal eine Saison erwischen, wie jetzt Barca, wahrscheinlich dann auch die Meisterschaft anpeilen. Viel mehr ist nicht drin, denke ich.

Man darf aber auch erwähnen, wer es eigentlich über weite Strecken gut bis herausragend gemacht hat.
Vor allem in der ersten HZ fand ich etwa Höfler sehr präsent gegen den Ball, hat im Mittelfeld zusammen mit einem guten Haberer vieles im Griff gehabt.
Sallai wieder deutlich Formverbessert, hätte eigentlich eine Bude machen müssen.
Und Jeong mit einer herausragenden Leistung, gespickt mit einigen unsauberen Pässen, aber fantastischen Dribblings und starkem Stellungsspiel. Als der Bielefelder ausrutscht und der Ball bei ihm landet, muss er schon sein erstes Tor erzielen. Dass er es dann mit dem Kopf erzielt ist eigentlich erwartbar. Denn Funfact: Mit 3 Kopfballtreffern teilt er sich den zweiten Platz hinter Modenste in dieser Statistik. Und völlig Freiburg-untypisch alle aus dem Spiel heraus.
Aber ansonsten teile ich in großen Teilen deine Einschätzung, insbesondere, dass man das Fehlen von Nico S. und Flekken gemerkt hat. Uphoff mit zwei heftigen Böcken. Das Ergebnis geht schon auf ihn. Flekken hält beide, davon gehe ich aus, aber der Vergleich mit ihm, dem vielleicht besten Keeper der Hinrunde, ist auch nicht ganz fair. Mundabputzen.

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