Das jetzt hätte wohl eher in den Input gehört, aber ich hab das Spiel S04 - FCB halt erst jetzt gesehen (den Re-Live, und nur in Teilen, wie ich zugeben muss, in Summe ca. 30-40 Minuten). Und schon vor einigen Tagen FCB - VfB, erst live und später ausführliche Abschnitte des Re-Live.
Täusch ich mich oder sollte man die „Neue deutsche Manndeckung“ vielleicht doch mal thematisieren? Tobi Escher hat es ja seinerzeit im Royal nach der Saison 24/25 als damals neuen Trend der Bundesliga aufgemacht. Seither wird das kaum kontrovers diskutiert, als ob man sagen würde, Is halt so. Wenn ich aber keinen katastrophalen Knick in der Optik habe, hat Schalke das 0:0 nicht zuletzt einem sehr disziplinierten Strukturverhalten (also prinzipiell einer Raumdeckung) zu verdanken, während der VfB nun gerade gegen Bayern nun schon zum 3. oder 4. Mal per Manndeckung letzten Endes selbst die Lücken gerissen hat, in die die Bayern dann gestoßen sind.
Mir ist bewusst, dass der Hl. Vincent - nein, sorry, das klingt viel spöttischer als ich es meine und zielt eher in Richtung der Rezipienten als auf ihn - die Manndeckung höchstselbst dekretiert hat. Ich extrapoliere mal die Idee und sage, wenn beide Mannschaften Manndeckung spielen, addieren sich die individuellen Unterschiede in der fußballerischen Klasse eher so, dass das schlechtere Team dann auch schlechter wegkommt. Deswegen scheint der Vorsprung der Bayern seit Kompanys Amtsantritt noch größer, wohingegen sie auf europäischer Ebene an ihre Grenzen gestoßen sind. Auch weil zB Tah in mehreren Situationen durch Manndecker-typisches Verhalten Probleme heraufbeschwor. (Nicht nur er, aber weil ich im Vorfeld der WM nicht nur hier über die Innenverteidiger diskutierte, haben sich bei mir da mehrere Szenen eingeprägt.)
Frage also: ist die „NDM“ nicht doch einfach ein Irrweg?