20. Spieltag - Euer Input für Schlusskonferenz 159


#1

Ein Gast steht schon fest, Schwerpunkt auch: VfB Stuttgart.

Aufzeichnung Montag Vormittag. Freu mich über Input zu allen Spielen!


#2

Evtl. gibt es noch einen zweiten Schwerpunkt zum FCA, das hat mit dem Hochkaräter zu tun, der vermutlich zweiter Gast sein wird.


#3

Wie schaffe ich es ohne schlechtes Gewissen, Fan einer neuen Mannschaft zu werden? Die Entlassungen von Jan Schindelmeiser und Hannes Wolf wirken so falsch.


#4

Als VfB Fan freut mich der Schwerpunkt.
Heute gibt es ja noch zusätzlichen Stoff zum Gespräch.
Wenn ein Fokus auf die Transferpolitik gesetzt werde könnte (Stichwort: Reschke vs. Schindy und viele nicht erfüllte Erwartungen von Jungspielern), wäre ich Mega happy.
Ich habe seit Jahren das Gefühl, dass dem VfB der Übergang von der Jugend in den Profibereich nicht mehr so gut gelingt wie einst und auch das Scouting schlechter wurde.
Freue mich auf die Folge!


#5

Dortmund mit Stöger: Fan Kritik von Bürki und Bürki Kritik von Zorc… Ist es etwas strukturelles?

Warum war die Herta eigentlich bei allen Buchmachern Favorit für das Spiel gestern?


#6

Lagen die aktuellen Leistungen wirklich an Wolf? Oder gibt es da deutlich tieferliegende Probleme?
Was muss der Nachfolger anders machen?


#7

Zum VfB Stuttgart

Nun ist die Situation also doch eingetreten, vor der ich mich als Fan vom VfB, aber auch im Speziellen von unserem Trainer Hannes Wolf, am meisten fürchte. Spiele gehen reihenweise (zurecht) verloren, in Folge rutscht man der Tabelle ab und steckt mitten im Abstiegskampf. Die Stimmung im Umfeld beginnt zu kippen bzw. ist seit dem Spiel gegen Schalke bei vielen Fans gekippt. Und wenn ich die Stimmen so vor dem Spiel und nach dem Spiel höre, dann richtet sich der Unmut vieler Fans (leider) auch gegen den Trainer. Bei den Namen, welche da bereits als potentielle Nachfolger von Hannes Wolf gehandelt, wird mir entweder Angst und Bange (Labbadia, Keller, Gisdol, ….) oder aber ich weiß, dass mein Gegenüber „nur“ ein Fantast ist (Tuchel).
Während der Unmut sich nach dem Spiel gegen Schalke im Stadion nur laut gegen Spieler und Mannschaft äußert (aber nicht gegen den Trainer), sind in den Gesprächen auf dem Heimweg die mögliche Trainerentlassung und dessen Nachfolger fast immer das Hauptthema.

Zum Spiel gegen Schalke selber. Mir ist im Vergleich zu den vorherigen Spielen vom VfB aufgefallen, dass sich nun auch Angst und Unsicherheit in Teilen der Mannschaft breit macht und das schon sehr früh im Spiel. Die erste Hälfte war seitens VfB furchtbar bis grausam, die zweite Hälfte war dann besser, aber leider nicht gut. Gegen Schalke war es auf jeden Fall zu wenig, die ihrerseits die Sache ganz ordentlich gemacht haben, ohne dass mich ihre Spielweise aber beeindruckt hätte. Das relativ frühe 0:1 aus dem Freistoß (ok, der hat mich dann doch beeindruckt :wink:) und dann kurz darauf der (berechtigte) Strafstoß, bei dem man als VfB’ler auch froh sein musste, dass es keine weiteren Konsequenzen hatte (rotwürdig?), haben das Spiel früh entschieden. Schaffte es man noch in der 2. Liga solche Spiele teilweise zu drehen, ist das aktuell in der 1. Liga nicht möglich. In der zweiten Hälfte muss sogar (mindestens) das 0:3 für Schalke fallen. Warum der Spieler in der 65 Minuten nicht das leere Tor trifft, ist mir immer noch ein Rätsel.

Allgemein zum Spiel vom VfB Stuttgart.
War die Offensive in der Vergangenheit oft noch die Stärke des VfB, ist seit Beginn der neuen Saison wenig bis nichts davon zu sehen. Meiner Meinung nach hat das weniger etwas mit unseren Stürmern, sondern mehr mit unserem Spiel ab der Mittellinie zu tun. Dazu zwei Meinungen meinerseits.
Selbst mir als Fußballlaie war zum Zeitpunkt des Wechsels von Simon Terrode nach Köln und Mario Gomez zum VfB klar, dass man mit diesen Maßnahmen nichts, aber auch rein gar nichts verbessert hat. Nicht die Stürmer waren/sind das Problem, sondern deren Versorgung mit Bällen. Viel zu schlecht bzw. nicht wirklich wahrnehmbar ist deren Versorgung mit brauchbaren Anspielen. Bemerkung dazu noch. Hat Herr Reschke wirklich geglaubt, dass man alleine mit dem Austausch eines Stürmers eine wirkliche Verbesserung herbeiführt? Und, seiner Meinung nach ist der Kader ja stark genug für die Liga. Man darf gespannt sein, was bzw. ob es auch für Herr Reschke Konsequenzen hat, wem dem nicht so ist.

Ich war nach dem Heimspiel gegen Hertha BSC schon drauf und dran eine Frage zur Vorbereitung der Spielkonferenz einzustellen. Bei diesem Spiel ist mir häufig aufgefallen, dass unsere Spieler bis zur Mittelinie ganz ordentlich spielen und verteidigen, aber sobald man in der gegnerischen Hälfte ist, schaltet sich zu sehr der Kopf ein. Für mich sieht das so aus, dass einer intuitiven Spielweise zu wenig Raum gelassen wird, weil Spieler dann zu denken anfangen und wertvolle Zeit verschenkt um einen schnellen und überraschenden Spielzug einzuleiten. Ob das mit zusammenhängt, dass man auf Strategie und Matchplan einen sehr hohen Stellenwert legt und damit in Kauf nimmt, dass Fußball „aus dem Bauch“ heraus gespielt unten runter fällt. Oder liegt es daran, dass man nicht den richtigen Kader nicht für diese Art von Fußball hat. Oder liegt es doch am Trainerteam bzw. Hannes Wolf, dass er es nicht den Spielern vermitteln kann.

Mein Alptraum.
Hannes Wolf wird vorzeitig entlassen und trotzdem steigen wir ab. Mit Herr Dietrich haben wir einen Vereinspräsidenten, der mindestens umstritten ist (nur 57% Zustimmung bei seiner Wahl). Genau dieser Vereinspräsident hat den von vielen hochgeschätzten Sportmanager Jan Schindelmeiser entlassen und kurzerhand Herr Reschke eingestellt. Die Ausgliederung war nur möglich, weil sich Herr Schindelmeiser aus persönlicher Überzeugung dazu so ins Zeug gelegt hat. Das Vertrauen, und somit die Basis der Abstimmung zur Ausgliederung, galt Herr Schindelmeiser und nicht Herrn Dietrich. Mir wird angst und bange, dass sich dann der VfB zum HSV des Südens entwickelt hat. Eigentlich sehe ich mich als Optimisten. Wenn ich meinen eigenen Text lesen, weiß ich, dass das aktuell für meinen Verein nicht mehr zutrifft.

PS
Gerade habe ich im kicker-online gelesen, dass Trainer Hannes Wolf entlassen worden ist :disappointed_relieved::rage:. Mein Befürchtungen scheinen sich leider zu erfüllen……


#8

@GNetzer,
hast du hellseherische Kräfte? Oder gute Kontakte nach Stuttgart? Ein Schwerpunkt zum VfB am Wochenende wo der Trainer entlassen wird…

Als eine Person die sich fast 0% beim VfB Stuttgart auskennt, würde ich gerne einmal die Hintergründe für diese Entlassung wissen. In der Tabelle sieht es noch gut aus für Stuttgart oder haben die Verantwortlichen mit einer Europapokalplatzierung gerechnet (Falsche Erwahrtungshaltung). Natürlich ist die Auswärtsschwäche extrem (Platz 18), aber dafür liefern die Heimspiele Punkte (Platz 5). Das Ziel kann doch nur der Klassenerhalt gewesen sein, zu Saisonbeginn und auch nach der Hinrunde.

Gruß
Maik


#9

Als Außenstehender ist die Trainerentlassung beim VFB nicht nachvollziehbar. Man steht im unteren Drittel der Tabelle und spielt gegen den Abstieg. Es ist also genau das eingetreten, was man von einem Aufsteiger Leistungsmässig erwarten würde.
War man beim VFB von der 2.Ligameisterschaft (die allerdings auch alles andere als souverän war) und der Euphorie rund um den Verein (Zuschauerrekord in Liga 2 und RekordAnstieg der Mitglieder) so geblendet, dass man sich insgeheim wieder als Europapokalteilnehmer sah und eigentlich immer noch als „natürlichen“ Europapokalteilnehmer sieht?
Hat man also durch den Abstieg gar nichts gelernt?


#10

Bin tiefenfrustriert. Der VfB steht wieder genauso da wie 2016. Mit einer Mannschaft, die ein riesengroßes Mentalitätsproblem hat, wie man schon in Mainz beobachten konnte. Mit einer Mannschaft, die jetzt wieder ein Alibi für ihre unterirdischen Leistungen bekommen hat.

Natürlich haben die Ergebnisse nicht gestimmt. Und natürlich hat Hannes Wolf nicht fehlerfrei gearbeitet. Aber wenn man für den Abstiegskampf extra nochmal auf erfahrene Spieler wie Beck, Aogo oder Gomez holt, dann kann ich von der Mannschaft erwarten, dass sie mit der richtigen Einstellung an den Abstiegskampf geht.

Der VfB war im Sommer 2017 auf dem besten Weg, sich von der unbefriedigenden jüngeren Vergangenheit zu lösen. Jetzt wiederholt man einfach wieder die alten Fehler. Es ist zum Kotzen.


#11

Sorry, aber das ist völliger Blödsinn. Niemand in Stuttgart hat in diesem Jahr auf Europa geschielt. Nicht mal insgeheim. Es ging einzig und allein um den Klassenerhalt, auch bei den Verantwortlichen. Wahnsinn, wie sich dieses Gerücht der “überzogenen Erwartungshaltung” bezüglich des VfB immer wieder reproduziert.


#12

Wenn ich bedenke, wie sich Reschke gestern noch zu Wolf geäussert hat, kann das nur von Dietrich kommen. Und dann frag ich mich, warum holt man sich einen Sportfachmann, wenn man eh nicht auf ihn hört. Das ist ja irgendwie so typisch HSV. Und ich weiß, wovon ich spreche. Rafael van der Vaart wurde damals auch an Frank Arnesen vorbei verpflichtet. Das Ergebnis ist bekannt


#13

Kann mich irren, aber war nicht irgendein Gast dazu vor kurzem mal in der Schlusskonferenz und hat genau diese Ansprüche auf längere Sicht gestellt? Also bin mir echt nicht mehr sicher, aber ich meine, dass da die Erwartung (nicht für diese Saison vielleicht) eben die war: wieder unter die oberen Tabellenplätze zu kommen. Das hatte mich nämlich etwas verwundert. Könnt mich aber auch korrigieren, wenn ich da was falsch erinnere.


#14

Ich denke einige Fans deuten solchen Aussagen als “Ziel Europapokal”.


#15

Erst zum Jahresende hat der Präsident Dietrich in einem Interview sein Ziel, mittelfristig mit dem VfB ein Platz unter den Top 6 zu erreichen, erneuert. So etwas weckt natürlich Erwartungshaltungen, da i.d.R. “mittelfristig” bei vielen Fans ausgeblendet wird. Es hilft ja auch nichts, im Abstiegskampf solche Ziele in Interviews zu äußern. Im Gegenteil.


#16

Der VfB wird immer mehr zum HSV. Nur dass wir im Gegensatz zu Euch abgestiegen sind. Also der HSV in schlecht?


#17

Das ist eine gute Einschätzung die ich gerne besprochen haben möchte.


#18

Ja. Wolfgang Dietrich hat uns vorgegaukelt, die Rechtsform e.V. sei ein Hemmschuh und dass wer für die AG stimmt, auch “Ja zum Erfolg” sagt. Dann ließ er sich, unfähig wie er ist, dazu hinreißen, als Präsident eines Aufsteigers einen Fünf-Jahres-Plan mit Ziel Champions League heraus zu posaunen. Dietrich hat es gerne groß, schon allein des Ego willens. Aus dem gleichen Grund (Ego) hat er auch Schindelmeiser entlassen.

Aber niemand in Stuttgart hatte dieses Jahr eine andere Erwartungshaltung als den Klassenerhalt. Die Folge mit Désirée in der Hinrunde kam direkt nach dem überraschenden Sieg gegen Dortmund. Da hat man scherzhaft über die Champions League gesprochen, bezugnehmend auf Dietrichs Tagträume.

Tut mir einen Gefallen und setzt unseren “Vollidioten”-Präsident (Zitat Reschke im anderen Kontext :wink: ) nicht mit uns Fans gleich. Vielleicht gibt es ja wirklich ein paar Verblendete bei uns. Aber die überwiegende Masse der VfB-Fans weiß die Situation sehr realistisch einzuschätzen. Deswegen wurde gestern nach dem Spiel auch dien Mannschaft kritisiert und nicht der Kopf des Trainers gefordert.


#19

Umso weniger nachvollziehbar wird die Trainerentlassung. Wenn es doch sowieso „nur“ um den Klassenerhalt ging. Wieso feuert man dann den Trainer (mit dem man von Start an um den Klassenerhalt spielen wollte), wenn der VFB am 20.Spieltag genau da steht wo die „Verantwortlichen“ es angeblich erwartet haben?


#20

Weil unsere Verantwortlichen Deppen sind.