#24 – Euer Input für Schlusskonferenz 304

Am Sonntag Abend nehme ich mit Martin Rafelt und Jannik Sorgatz eine neue Sendung auf. Schwerpunkt wird Gladbach. Freue mich auf euren Input!

Könnt Ihr im Gladbach-Schwerpunkt mal genau darlegen, warum unser zukünftiger Ex-Trainer so ganz und gar nicht nach Dortmund passt und wie das da alles komplett schiefgehen wird mit ihm im der nächsten Saison, inklusive Abstiegskampf und totalem wirtschaftlichem Niedergang? Nein? Auch nicht wenn ich Euch ganz lieb darum bitte?

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Vorschau
Hertha BSC gegen FC Augsburg
Bei Hertha stimmt Trainer Dardai eine Mannschaft ein, die in jeder Pressekonferenz gelobt wird. Jedes Mal gibt es einen Fortschritt zu beschreiben. Neun Partien in Serie ohne Sieg, die letzten vier Spiele im Olympiastadion verloren, Platz 17 in der Rückrundentabelle. Hertha hat die längste Serie ohne Sieg aller Bundesliga-Klubs. Das ist auch die Berliner Realität.
Offensiv fehlen mit Matheus Cunha und Nemanja Radonjić Tempo und Kreativität. Dazu fällt mit Sami Khedira eine Führungsfigur im Mittelfeld aus, die so gerade angekommen schien.
Augsburg hat durch einen Sieg in Mainz andere Sorgen. 8 Punkte Vorsprung auf Hertha lassen sportliche Sorgen zurücktreten. Nach dem Sieg in Mainz postet der FCA ein Bild, auf dem sich zwölf Spieler freuen – ohne Abstand, ohne Maske.

Gladbach
Wie wichtig wäre denn eine Teilnehmer am europäischen Wettbewerb für Gladbach, wenn das nur die komische neue Euro-Dingsleague-cup-whatever ist?
Würde man besser dastehen, wenn der Spielplan ein bisschen günstiger wäre?
Die Belastung der letzten Wochen war schon enorm und obwohl die Mannschaft gar nicht mal völlig verunsichert oder defätistisch wirkte, hatte ich immer das Gefühl, dass man die (ungewohnte) Belastung irgendwann stark merkt und die (geistige) Blokade dann weiter verstärkt wird.
Oder anders: Wie schätzt ihr die Chancen ein, dass Gladbach sich nach den Horrorwochen (also nach dem Rückspiel gegen City) fängt und die Saison versöhnlich beenden kann? Denn obwohl die Krise durch alle Mikrofone trieft, habe ich bisher das Gefühl, dass die Fohlenelf als Mannschaft immer noch zusammensteht.
Wann hören eigentlich die Nachfragen durch die Presse auf, ob man Rose nicht jetzt doch endlich entlässt? (Mit welcher Alternative eigentlich? Dann sind alle Co-Trainer auch gleich weg und der Trainer für die neue Saison ganz sicher noch nicht da)

Dortmund?
Das Spiel ist in diesem Moment noch nicht vorbei, ich kann’s nicht sehen, aber ich weiß nicht, ob ich für einen Dortmund-Sieg sein soll, weil es die Meisterschaft spannend macht oder für einen Bayern-Sieg, weil es gegen Dortmund geht. Dortmund gefällt mir schon länger nicht mehr vom medialen Auftreten her was die Führung und die Führungsspieler angeht - terzic gefällt mir dagegen sehr gut. Aber auch ein wenig von der Art wie sich die Spieler auf dem Platz verhalten: Weder gegen Gladbach noch gegen Sevilla fand ich die Siege so souverän wie sie hinterher beschrieben wurden und gerade gegen Gladbach war da einiges an Theatralik im Spiel. Wenn das Spielglück nicht auf ihrer Seite ist, dann verlieren sie bei beiden Spielen noch den Sieg, nicht weil Terzic ein schlechter Trainer wäre oder weil gar keine Qualität da wäre, sondern weil die Frustrationstoleranz bei einigen Spielern (Hummels, Reus, Haaland, Dahoud) momentan nicht sehr überzeugend wirkt.
Dortmund hat momentan das Glück, dass sie das Spielglück auch in den schweren Spielen haben und deshalb werden sie gerade medial sehr positiv (zu positiv?) gesehen. Bei Gladbach ist es genau andersrum und da wird alles negativ gesehen.
Der einzige, der mir da ein bisschen leid tut, ist Terzic, der gerade aufgrund seiner (tatsächlichen guten, sachlichen) Arbeit gelobt wird, aber schon in zwei Wochen wieder der Buhmann sein kann, obwohl die aktuelle Dortmunder Mannschaft in meinen Augen gar nicht die Qualität hat, die die Verantwortlichen gerne in ihr sähen (und die ihr medial zugeschrieben wird). (Probleme in der Abwehr, Hummels und Reus gefallen mir als Führungsspieler nicht, Haaland kann sich verletzen und scheint (noch) nicht gut mit schlechten Spielen umzugehen, die Torwartfrage, keine Ahnung was Brandt da macht, Witsel und Delaney sind okay, aber nicht überragend)

PS: Warum spielt Bensebaini eigentlich so gut? An ihm liegt es jedenfalls in meinen Augen nicht, dass die Fohlen sich gerade in Richtung Stuttgart und nicht in Richtung Frankfurt orientieren müssen.

Die Spieler sind doch sowieso ohne Maske auf dem Feld, ohne Maske im Kabinengang, jubeln ohne Maske eng umschlungen auf dem Platz. Die trainieren auch nicht mit Maske soweit ich weiß. Halten die in der Dusche alle immer Mindestabstand bzw. sind die Kabinen überall immer ausreichend belüftet? Würde ich doch stark bezweifeln. Und getestet werden die Beteiligten auch ständig.
Nahc kurzer Recherche meinerseits (ich hatte das mit dem Bild nicht mitbekommen) geht’s wohl um ein Bild auf der Reservebank, also auch noch draußen. Naja da ist die Aufregung von DFB/DFL doch nur heuchlerisch. Vorbild in Sachen Corona ist der Fußball sowieso nicht, das Hygienekonzept sowieso vorwiegend Fassade und die Situation scheint wohl kaum ein höheres Infektionsrisiko zu bieten als der Fußballzirkus es auf dem Platz oder auf dem Weg zum Auswärtsspiel mit sich bringt. Also die Fußballverantwortlichen in Liga und Verband kann es freuen, weil sie sich als Pandemiebekämpfer inszenieren können. Das lenkt so schön davon ab, dass ihr Tagesgeschäft Infektionsketten innerhalb und zwischen den Vereinen (und damit auch außerhalb) befördert.

Resümee von Bayern vs. BVB:
Überschrift: Agierende Bayern gegen Passiven BVB.

Nach dem Ausnutzen der Unsicherheit in der Bayern-Defensive führt Dortmund früh mit 2:0. Das entscheidende Mittel dafür ist eine Kopie der alten Bayern-Taktik: Verlagerungen: Vor dem 1:0 wird der Ball auf den hoch stehenden Meunier auf rechts verlagert und das Resultat ist (mit Glück) ein Tor. Vor dem 2:0 schlägt Dahoud den Ball auf links (Schulz) und der leitet den Treffer ein.
Dahoud spielt insgesamt im Spiel eine sehr zentrale Rolle. Während Delany ihm oft die Räume zum agieren freiläuft, ordnet sich Bellingham später nicht so sehr unter, weswegen Dahoud später schwächer wurde. Bayern verzichtet darauf Dahoud zuzustellen, sondern nimmt ihm im Laufe des Spiels die Anspielstationen.
Nach dem 2:0 für den BVB wird das Team von Terzic spätestens ab der 20. Minute sehr passiv. Teilweise läuft Haaland erst 30 Meter vor dem eigenen Tor den Gegner an. Bayern bleibt trotz Rückstand aktiv und geduldig. Dem 1:2 geht ein Fehler vom hüftsteifen Schulz voraus. Lewandowski orientiert sich von Zagadou weg, wird nicht von Hummels übernommen und steht dann zwischen Hummels und Can. Im Strafraum ist der BVB (nach Plan) zwar klar in Überzahl, aber Can macht den notwendigen Schritt nach vorne nicht.
Dann bleibt Bayern im Anschluss dominant. Dortmund schiebt minimal nach vorne (Anlaufen an der Mittellinie). Der Grund für die Passivität von Dortmund ist vermutlich die Angst vor dem Umschaltspiel, da die Außen ganz klar langsamer sind, als die der Bayern.
Vor dem 2:2 schiebt der BVB zwar höher, kommt aber nicht mehr in die Zweikämpfe und ist weiter nur zum reagieren gezwungen.

In der 2. Halbzeit versucht Dortmund wieder schnell zu Beginnen. Aber das gute Stilmittel aus der Phase zu Spielbeginn (die Verlagerungen) kommen erst in der 58. Minute mit einem Ball von Reus auf Meunier, der denn Ball nicht verarbeiten kann.
Die BVB Außenverteidiger verlieren im Spiel fast jedes 1:1, nicht unbedingt wegen mangelndem Tempo - denn für Tempo der Bayern steht der BVB zu tief -, sondern weil Coman und Sane deutlich handlungsschneller sind als Meunier und Schulz. Besser wird es später mit dem sehr agilen Morey, der als Reaktion auf Gnabrys Einwechslung kommt (btw. hier hätte man uahc gerne Meunier und nicht den sehr starken Zagadou raus nehmen können).
In der Offensive stoppt das Spiel des BVB mit der Auswechslung von Haalend. 1. weil Tigges selbst wie ein Fremdkörper wirkt (fast ängstlich). Und 2., weil auch die Kollegen ihm kaum vertrauen, er bekommt nur Hohe Bälle, die er nicht festmachen kann und wrd fast nie tief geschickt - hier wird dem zentralen Passgeber Dahoud auch oft die Passmöglichkeit zugestellt. Die Situation um Tigges fällt nochmal mehr ins Gewicht, weil der BVB im Prinzip nur mit Reus, Haaland und Hazard als Speerspitze angreift, der Rest des Teams - bis auf Dahoud als Scharnier - ist eher auf defensive ausgerichtet.
Dem 3:2 geht zwar ein „Foul“ von Sane an Can voraus (das der Schiedsrichter, seiner Linie folgend, gerne pfeifen darf) aber eine Entschuldigung ist das nicht. Das 4:2 ist dann das erste und Einzige Bayerntor nach einer Umschaltsituation.

Zusammenfassend kann man analysieren, dass der BVB mit einem 5-2-3-1 zu ängstlich in das Spiel ging. Ziel war es, und das gelang auch, das Zentrum dicht zu halten und besonders im Strafraum immer eine Überzahl zu haben und zudem das schnelle Umschaltspiel der Bayern zu verhindern. Das ging aber mit nur 3,5 offensiv ausgerichteten Spielern zur Last des eigene Spiels. Daher war das 2:0 die perfekte Situation für den BVB, aber auch Gift, denn danach waren sie nicht mehr zum eigenen Handeln gezwungen und Bayern konnte sie leichter einschnüren. Nach der langen Bayern-Dominanz wollte Terzic das Angriffsspiel zu Beginn der 2. Halbzeit wieder aktivieren, doch das gelang kaum noch. Entscheidend waren auch der Ausfall von Sancho und die nach wie vor existierende Schwäche bei den Außenverteidigern.
Die Bayern haben am Anfang unsortiert gestanden und konnten nach einer Umstellung (nicht von der Formation her) die breite des BVB Angriffs besser kontrollieren (Davies, Alaba und Süle sind Reus und Hazard deutlich enger angelaufen). Am Ende haben sie trotz den Drucks von den individuellen Fehlern des BVB profitieren können (besonders beim 1:2 und 2:2).
Die größte Angst hatten die Bayern aber vor der Flankenstatistik im Rasenfunk, deswegen haben besonders Süle und Kimmich konsequent nur aus dem Halbfeld geflankt.

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Mir kommen die Gladbachfans in der Diskussion zu schlecht weg. Ihnen wird Undankbarkeit vorgeworfen, man sollte doch Stolz darauf sein dass der eigene Trainer zu einem solchen Großen Verein wie der BVB geht.

Niemand (zumindest so mein Eindruck auf Twitter) fragt sich warum wir Fans so enttäuscht sind. Warum wir uns vor den Kopf gestoßen fühlen.

Vielleicht könntet Ihr das nochmal aufgreifen. Jannik kann da sicher auch was zu erzählen.

BVB ist eine Katastrophe, irgendwie wird nie thematisiert wo die stehen würden ohne Haaland. Die Ausrede mit Favre zieht auch schon lange nicht mehr. Wäre mal spannend dem Thema etwas auf den Grund zu gehen.

Jannik Sorgatz, sehr gut. Danke Max, dass du einen Borussia-Schwerpunkt machst.

Fehlt wirklich nur ein gewonnenes Spiel „für den Kopf“ um in den nächsten Spielen die fehlenden Lösungen im letzten Drittel zu finden? Was unterscheidet den Februar 2021 vom Januar 2021? Was unterscheidet diese Saison von der letzten?

Ich möchte die sportliche Situation nicht einzelnen Spielern auflasten. Aber neben all den formschwachen jungen Spielern in der aktuellen Phase: Wie kommt es, dass Alassane Plea seiner Torquote in der Bundesliga so weit hinterherläuft. Was unterscheidet ihn von treffsicheren Stürmern wie Weghorst und Silva, die ich vor der Saison durchaus mit Plea in einen Topf geworfen hätte? Ja, Plea war verletzt und krank. Aber reicht das als Begründung? Auch Thuram oder Embolo können die Lücke diese Saison nicht füllen. Lediglich Stindl im offensiven Mittelfeld trifft zuverlässig (allerdings auch 6/10 direkte Standards). Dagegen leben doch so viele Bundesliga Top-Teams von ihren treffsicheren Stürmern, die ihnen praktisch Punkte garantieren. Wie groß ist der Torjäger-Faktor in Gladbach?

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Vier Eben und deren Zusammenspiel sind meiner Meinung nach ausschlaggebend für Borussias Situation.

Sportlich: Die Entwicklung der Mannschaft ist rückläufig. Der Offensiv-Plan, hoch zu pressen ist längst durchschaut. Roses Plan B ist nicht häufig im Spiel zu erkennen. Aber aus einer Viererkette über die AV aufzubauen, oder mit einem Sechser zwischen den IVs ist nicht zu Ende gedacht. Und zu Ende heißt Torabschluss. Da hakt es seit Wochen. Dazu ist der Kader nicht stark genug. Borussias erste 11 hat CL-Format, keine Frage. Dann können Embolo oder einer aus der Reihe Kramer, Neuhaus und Zakaria zusätzliche Optionen sein. Ansonsten hießen die Optionen für Rotation oder Einwechslung über lange Phasen der Saison Wendt, Jantschke, Herrmann, Traore oder Lang. Bis auf Jantschke hat das kein hohes Niveau. Offensiv fehlen da definitiv Optionen. Hannes Wolf braucht noch Zeit, die Jonas Hofmann auch brauchte. Nur hat er bald nicht mehr Rose als offensichtlichen Unterstützer zur Seite. Herausnehmen muss man hier Bensebaini, der sich Woche für Woche reinhaut und vollkommen unbeeindruckt von dem Ganzen scheint.

Fans: Den Fans fehlt jegliches Ventil. Frust auf Twitter schaukelt sich nur gegenseitig hoch oder außenstehende urteilen darüber, wie unreif sich doch die Gladbachfans verhalten würden. Eher ferne Medien wie DAZN reden nach wie vor vom Projekt Rose und wie stark die Mannschaft doch sei, ohne dass die aktuelle Entwicklung rund um Borussia wahrgenommen wird. Auch vom Verein wird wenig darüber gesprochen und PKs sind Woche für Woche Perlen vor die Säue, weil der Trainer mit seiner lustlosen Art auf Fragen zu reagieren keine Zeichen von Motivation erkennen lässt. Das Stadion als Feedback für den Verein fehlt.

** Trainer**: Der Trainer hat Borussia im vergangenen Jahr weiterentwickelt. Doch die Umstände haben dazu geführt, dass die Mannschaft verunsichert wirkt. Und nach den Aussagen von Hannes Wolf ist sie das wohl auch. Die Impulse von außen nehme ich meist mit verschränkten Armen wahr. Auch die Wahrnehmung, spielerisch wären die Auftritte zuletzt in Ordnung gewesen, hat Rose exklusiv. Denn wenn man das Spielglück gegen Leipzig außer acht lässt, strahlt Borussia zuletzt keine Torgefahr aus. Man zweifelt halt einfach daran, ob Rose nochmal die Mannschaft neu oder anders denken will und kann. Andere Ansätze könnten sicher gut tun. Auch die Tatsache, dass Rose Wolf einsetzt ohne dass seine Leistungen das rechtfertigt haben. Und dadurch die Kaufpflicht für 9-11 Mio. greift. Für seinen Wunschspieler, den er nur wenige Wochen danach mit der eigenen Entscheidung zurücklässt.

Verein: Marco Rose mit Beginn seiner Arbeit bei Borussia als Marke etablieren zu wollen, ist dem Verein spätestens jetzt auf die Füße gefallen. Schaut man sich die social media Präsenz von Rose auf Borussias Kanälen an, ist die von Rose gleich 0 seit seiner Entscheidung — nur logisch. Die Entscheidung, mit Rose weiterzumachen war für mich die falsche aber ich konnte Eberl verstehen. Die 98-Prozent-Aussage war allerdings unglücklich und den Unmut darüber sollte man auch verstehen. Dass die Mannschaft davon nicht beeinflusst wird, kaufe ich dennoch niemandem ab. Mannschaftliche Geschlossenheit ist sicher wichtig und die sollte man auch nach außen zeigen. Dennoch bleibt mir der Verein zu unbeeindruckt oder zu unberührt was die Sorgen die sich rund um Borussia breit machen betrifft.

Ich weiß nicht, ob das alle noch so sehen, dass Dortmund unbedingt „der nächste Schritt“ ist. Medial ist das schon ein bisschen angezweifelt worden und von der Mannschaft ja durchaus auch (durch Kramer z.B.).
Ehrlich gesagt fühle ich mich von Rose + Trainerteam auch nicht vor den Kopf gestoßen. Es bleibt halt so, dass Dortmund wahrscheinlich besser zahlt und noch ein besseres Aushängeschild ist, wenn man mal ins große Ausland will.
Rose hat sich halt dafür entschieden diesen Weg zu gehen und schätzt das Risiko anscheinend nicht so hoch ein, dass das bei Dortmund evtl. nicht so läuft. Eberl sprach bei Roses Vorstellung von einem neuen (längerfristigen) Projekt, wenn ich mich richtig erinnere. Das für Rose dieses längere Engangement 2 Jahre bedeutet, klang mal anders und ehrlich gesagt wirkte es auch so, dass Eberl das anders geplant hat. Insofern kann ich verstehen, wenn man Rose jetzt nicht mehr so geil findet.
Wie der Medienzirkus seit Dezember gelaufen ist, ist halt auch mitnichten angenehm gewesen für Borussenfans und ehrlich gesagt scheinen die Gerüchte nicht aus Gladbach durchgestochen worden zu sein. Dass das eher aus Westfalen kam - und das in dieser Saisonphase - ist nicht so verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Gelb-Schwarzen in den letzten Jahren ab und zu mal über das Münchner Gebahren heulen, aber sich natürlich im Zweifelsfall genauso benehmen (ob bei Spielern oder Trainern). Als Fan sollte man sich da aber vielleicht mal daran erinnern, dass das eben alles Unternehmen sind und der Große nunmal beim Kleinen wildert.

Ich verstehe nicht, warum einige Fans glauben, dass Roses Ablösung jetzt machbar wäre:

  1. Geht dann der ganze Trainerstab.
  2. Bräuchte man einen guten Interimstrainer, da der neue Cheftrainer wohl kaum von heute auf morgen dasteht.
  3. Ist das bis zum City-Spiel die schlechteste Phase um das zu machen.
  4. Ist fraglich, ob man dann Europa erreichen würde.

Was ich in diesem Zusammenhang nicht so ganz nachvollziehen kann, ist, dass Teile der Fans in Krisensituationen anscheinend immer das Vertrauen in Eberl verlieren.
Der ist verantwortlich dafür, dass „meine“ Borussia wieder fest in der Bundesliga etabliert ist und sich langsam aber stetig nach oben orientieren kann/konnte. Gerade weil er immer wieder maßvolle und weitsichtige Lösungen präsentiert und umgesetzt hat. Also sitze ich da und denke: Lasst Eberl mal machen. Vlt. entlässt er Rose auch vor den Länderspielen (das wäre ein idealer Zeitpunkt), vlt. entlässt er ihn auch gar nicht. So oder so trifft er ziemlich sicher die mittelfristig beste Entscheidung, auch wenn die kurzfristig vlt. nicht ideal ist. Die nächste Saison ist mir wichtiger als diese. Alleine schon weil ich die aktuelle wegen all der Begleitumstände schon (halb) abgeschrieben habe.
Bock auf Abstiegskampf in drei Jahren habe ich auch nicht.

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Glaube das große Problem ist, das Rose bei seiner AntrittsPK von einem großen Club und einen langfristigen Projekt gesprochen hat. Jetzt ist er nach 1,5 Jahren wieder weg und seine Worte zum Antritt klingen wie Heuchelei. Glaube deswegen sind die Fans so sauer und enttäuscht. Kann mir das selbe bei der Mannschaft vorstellen. Das alle das, wie bei der Mainz PK behauptet, professionell aufgenommen haben, glaube ich nicht. Sonst hätten Spieler wie Ginter uns Kramer nicht gesagt sie glauben das Rose bleibt. Wie will man so einen Trainer jetzt noch glauben, wenn er BMG von vornherein nur als Sprungbrett für weitere „größere“ Aufgaben benutzt hat?

Glaube diese Wut und Enttäuschung kommt auch daher, das Corona extrem zeigt wie abgehoben und weit weg der Profifussball von den Fans ist. (Nicht von den Eventkonsumenten) Und so wie Rose sich verhält und spricht ist Gladbach für ihn nix besonderes. Mindestens gefühlt auf jeden Fall.
Bei seiner AntrittsPK klang das anders. Es zeigt das es für ihn nur ein Businessstep während seiner Karriere ist. Für Fussball/Gladbachfans ist das unerträglich.

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zu Freiburg - Leipzig aus Leipziger Sicht:
wie Bayern keine Sommerpause bzw kurze Vorbereitung und trotz aktueller 3Fachbelastung kommt man sehr gut durch die Saison.

Da kämpft man sich gegen BMG zurück und gewinnt, hat am Mittwoch gegen Wolfsburg ein schweres Pokalspiel und doch schaffte man es gegen ein starkes Freiburg wieder ein ungefährteten Sieg einzufahren. Diesmal lag die Herangehensweise erstmal die Defensive zu stärken, nachdem Orban (Handbruch) und Angelino + Halstenberg (Muskel) ausgefallen sind und Konate noch nicht bei 100% ist, spielten 3 von 4 Spielern in der IV auf ungewohnten Positionen (Klostermann LV, Mukiele LIV und Adams RV)

Da war es erstmal sehr wichtig defensiv gegen gute Freiburger zu stehen und Feingeister wie Nkunku und Olmo waren sich nicht zu Schade da auszuhelfen.
Nach ca. 30 Minuten dann immer mehr Pressingfallen und Aktionen nach vorne und am Ende der ersten Halbzeit versucht Freiburg durch die Mitte aufzubauen, was gegen RBL mutig ist und manchmal bestraft wird wie in diesen Fall durch Kampl mit anschliesenden Tor.

2.Hz. dann gute 15 Minuten gebraucht um reinzukommen, aber dann tappt Freiburg (Höfler) wieder in die Pressingfalle und versucht ein Dribbling durch die Mitte, wie gesagt mutig, aber eben riskant und Kampl fängt zum 2. Mal einen Ball ab und über Nkunku schiebt Sörloth ein.

Das 3:0 ist zum Einrahmen, ja als Leipzigfan darf ich das schreiben, aber ein gewisser Pep G. würde anerkannt nicken.
Es gibt leider keine Bildaufnahmen davon, aber 20 direkte Ballkontakt vom eigenen Strafraum bis zum Tor auf der linken Seite:

https://twitter.com/LEZwenn/status/1368320413122592774

In unseren Podcast #4Fans (vor dem Spiel gegen BMG) haben wir mit Constantin Eckner gesprochen, wie es Leipzig schaffen könnte, tatsächlich den Bayern Paroli zu geben. Einig waren wir, das die Defensive top ist, Mittelfeld hat man sehr gut angepasst (vor allen mit Olmo als Hilfe für Kampl und Nebenmann), nur der Sturm macht Sorgen und siehe da, auf einmal treffen nur Stürmer vor allen ist Sörloth nun voll angekommen. Das muss nix heißen, weil Bayern immer noch den Besten Stürmer der Welt hat, aber wenn nun auch Leipziger Stürmer Tore erzielen, wird es noch unberechenbarer.

So nebenbei, am Samstagabend nach dem Topspiel hat unserer (Ex) rotebrauseblogger ein Tweet abgesetzt, der viral ging und von vielen nicht verstanden wurde.

„Punkte RB Leipzig seit dem Bundesligaaufstieg: 305.
Punkte BVB seitdem: 303.
Geld schießt eben doch nicht immer Tore.“
https://twitter.com/rotebrauseblog/status/1368289859102707712

Viel Erfolg bei der Aufnahme, bin sehr auf den Gladbachteil gespannt.

Sollte Rose wirklich mit Terzic arbeiten?

Eines vorweg, die Schiedsrichterleistung gestern war unter aller Sau.
Warum das peinliche Gebaren und Gekreische von Kimmich wirklich NIE mit Gelb bestraft wird ist mir ein Rätsel, klar er ist der Golden Boy des deutschen Fußballs, aber dieses spätpubertierende Verhalten ist kein Ehrgeiz sondern ein ausgewachsenes Egoproblem. Ein Thomas Müller jammert auch gerne mal über einen Pfiff, aber sein Verhalten bewegt sich in geordnete Bahnen.
Das fiese Foul von Boateng an Haaland war auch kein Gelb, da kam das Karma aber schleunigst zurück. Das Tor zum 3:2 war auch nicht regulär, da wurde nichtmal ansatzweise versucht etwas Anderes als Can zu checken.

Aber genug Schirigebashe, das eigentlich Erschreckende war die Trainerleistung von Terzic. Mittlerweile hat er noch immer kein Defensivkonzept bei Führung was eigentlich das „Einfachste“ ist im Profifußball.
Abgesehen seltsamer Personalentscheidungen (Morey und Bellingham draußen) verstehe ich nicht wieso er seiner Mannschaft kein ordentliches 4-5-1 im Defensivverhalten beibringen kann. Mittlerweile kennt man doch seit der Robberyzeit das Offensivmuster der Bayern bei Rückstand, nämlich konsequentes Spiel über die Flügel. Und trotzdem waren Sane und Coman in der ersten Halbzeit laufend im 1 gegen 1 Duell gegen Schulz oder Meunier. Wieso greift Terzic nicht ein? Hazard und Reus MÜSSEN da doppeln, beide hätten nach 25 Minuten rausgehört, so inferior haben die Beiden in der Defensive agiert, zusätzlich muss einer der 3 zentralen MF dann rausrücken um immer ein 3 gegen 2 zu haben gegen den AV und Flügelangreifer der Bayern. Die Bayern bauen nur ganz selten über die Mitte auf, da kann ich mal ein 1 gegen 1 riskieren aus Dortmunder Sicht, Kimmich und Goretzka sind keine Dribbelkönige sondern erkennen freie Räume, das wird aber wiederum unterbunden wenn der Flügelangriff nicht durchbrechen kann. Terzic hat mit weitem Abstand den zweitbesten Kader in Deutschland und es kommt nichts Zählbares raus in der Liga. Entgültig sah man die taktische Unfähigkeit bei Terzic an als Haaland raus musste. Anstatt den Spielstil zu ändern brachte der die Viertligakopie von Haaland rein. Ein guter Trainer bringt Qualität und passt das offensive System an, ein schlechter Trainer bleibt bei Plan A und wechselt mangelnde Qualität ein.
Und da ist der Punkt erreicht wo ich mich frag was Rose/Zickler/Maric mit Terzic wollen? Zickler hat die Offensive im Griff, Maric die Taktik und Rose das Gesamte über. Da wäre Platz für einen ausgewiesenen Fachmann in der Defensive, das war zu Salzburgzeiten auch die einzige Schwäche der Mannschaft, wenn das Pressing körperlich nicht mehr machbar war, hat man gegen Topklubs schlecht verteidigt im letzten Drittel des Spielfeldes. Und genau das selbe Problem hat doch Terzic auch, sobald seine Pressingtaktik nicht mehr aufgeht hat er keinerlei Kompetenz in der Defensivarbeit. Dortmund kann im Gegensatz zu den restlichen Viertelfinalteams der CL (sofern keine Überraschungen in den Rückspielen passieren) keine Führung konsequent verwalten. Und genau daran scheitert Dortmund regelmäßig, sie werden gar nicht laufend ausgekontert, sie verteidigen auch einfach schlecht als Mannschaft im eigenen Drittel unter Terzic.

SGE-VfB

Erste Halbzeit erstmals mit Doppelspitze Silva/Jovic im 3-4-1-2. Bisher ersetzte Jovic immer Kamada auf der Doppel 10 im 3-4-2-1. Änderung bot sich auf Grund Kamadas Verletzung an.
Problem:

  • Erneut Schwierigkeiten sich aus gegnerischen Druckphasen hin zu dem zuletzt starken, ruhigeren Ballbesitzspiel über das Zentrum zu befreien, da die SGE mMn ohne Doppel 10 im Umschaltspiel zu sehr zum Kontern über Kostic tendiert.
  • Eventuell auch psychologisch: a) Erwartungshaltung b)Selbstbewusstsein
    Es gab viele leichte Ballverluste aus Fehlpässen oder fehlenden Anspielmöglichkeiten. Zuletzt sah man viele Pässe in den Raum bei denen die SGE mit hohem Risiko gezockt hat. Einerseits hat man in den letzten beiden Partien auf eine andere Raumaufteilung zurückgreifen müssen, ergo könnten deshalb verschiedene Automatismen nicht mehr passen, andererseits könnte es auch daran liegen, dass man aus oben genannten Gründen einen Moment zu lange nachdenkt, für manche Risikoentscheidungen vielleicht etwas zu lange.

Erste Halbzeit eher von zwei starken Defensiven geprägt.
Die gelben Karten für N´Dicka und Hinteregger eher ärgerlich, insbesondere Hintis, da unnötige Härte bei noch ungefährlichen Situationen. Bei der dünnen Personaldecke hat man zuletzt ja gesehen, wie negativ sich eine Gelbsperre in der Stammelf auswirken kann. Dass sie ohne gelbe Karten auskommen können, zeigten sie im restlichen Spiel, es gab keine weiteren kritischen Situationen mehr.

Zweite Halbzeit mit Umstellung bei der SGE.
Kostic wurde aus der auf seiner Seite ohnehin etwas asymmetrischen 5er Kette gänzlich vorgeschoben, sodass man eher Richtung 4-3-3 tendierte, wobei die SGE ja sowieso relativ flexibel in der Raumaufteilung ist.
Ich weiß nicht, ob dies nun so entscheidend war, auf jeden Fall wurde das Spiel nun aus meiner Sicht offensiver.
Für die SGE wurde es in der Defensive etwas schwieriger die Stuttgarter Außenbahnspieler zu kontrollieren, da die Außenverteidiger nun ihre Duelle näher am Strafraum führen mussten. Letzten Endes war das Führungstor aber Folge einer hohe Hereingabe aus zentraler Position, welche Kalajdzic nur gerade so erreichen konnte und der Ball so glücklich über Hintereggers Hand in Richtung Tor gelenkt wurde.
Nach dem direkten Ausgleich drückte die SGE die letzten 15 Minuten auf ein Siegtor, es fehlte jedoch, wie bei Jovics herrlichen Seitfallzieher, das Glück.

Wenig Glück für die SGE auch bei den Schiedsrichterentscheidungen. Ein Abseitstor war eine Zentimeter und Framefrage, es gab ein Stuttgarter Handspiel ungeahndet an Strafraumgrenze und später wurde noch Silva, aus meiner voreingenommenen Sicht, notgestoppt, da er ansonsten frei aufs Tor hätte ziehen können.

Lob an die unauffällige Leistung Ilsankers. Sein Einsatz für den verletzten Tuta wurde im Fanlager durchaus mit etwas Sorge erwartet.

Köln Bremen

Dem Effzeh tut die Rückbesinnung auf ein simples 4-4-2 gut. Wirken auf mich strukturierter im Ballvortrag. Jedoch fehlt am 16er die Lösungsmöglichkeiten und leider viele ineffektive Distanzschüße.

Bremen hat oft sehr tief auf den Effzeh gewartet und so viele Standards provoziert. Aus meiner Sicht gefährlich, weil aus meiner Sicht der Effzeh hauptsächlich bei Standards Torgefahr ausstrahlt.
Bremer Konter wirken auf mich eher uninspiriert. Mit einem klar durchchoreografierten Angriffszug wie gegen Frankfurt sah das besser aus. Ein bisschen ironisch, dass Bremen dann das Tor aus einem Standard herausholt.

Auch etwas Glück für Bremen, dass Sargent keinen Elfmeter verursacht hat, als er sich den Ball auf die Hand köpfte.

Wenn Köln hätte sich einen Punkt verdient, wird aber in den nächsten 10 Minuten wohl kein Tor machen…

Dieser Beitrag ist schlecht gealtert :partying_face:
Aber es sind ja auch noch ein paar Minuten…

Ich kann auch verstehen, daß die Gladbacher Fans enttäuscht über Roses Abgang sind. Einfach weil sich bei der Verpflichtung von Rose (so ist es aber auch oft bei anderen Trainern) genau der Fussball-Romantik bedient wird, für die die Fans dann naiv genannt werden. Das finde ich dann immer sehr ungerecht. Da wird doch am Anfang auch immer gesagt: toller Verein, hier will ich was aufbauen und bleiben, etwas entwickeln, investieren, tolle Fans etc…da wird mit Fussball-Romantik Marketing gemacht und sich dann gewundert, wenn Fans das wirklich geglaubt haben. Bisschen überspitzt formuliert…
Aber ich kann mich, obwohl ich Gladbach nicht nahe stehe noch gut dran erinnern als Rose kam und was da so gesagt wurde und ehrlich gesagt habe ich das den Beteiligten auch abgenommen und gedacht, dass der auf jeden Fall länger bleibt als 1,5 Jahre. Und wenn das schon bei Außenstehenden so war…
Naja und den Zeitpunkt finde ich für Gladbach schon sehr doof, das wäre doch echt besser nach der Saison gewesen. Ich glaube schon, dass das Einfluss auf die derzeitige Leistung hat.
Grüße und viel Spaß bei der Aufnahme!

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Da würde ich widersprechen. Leipzigs Kader ist besser. Der Dortmunder Kader passt nur so bedingt in einander, finde ich.
Reus und Hummels wirken ein bisschen über ihren Zenith hinaus (mMn), wenn es mit Haaland nicht klappt (oder er nicht spielen kann), dann fällt ihnen wenig ein.
Meunier und Schulz sind gute Bundesligaspieler, aber keine sehr guten.
Für Delaney und Witsel (auch wenn er gerade verletzt ist) gilt das gleiche.
Dazu kommen eine Reihe sehr junger, guter bis sehr guter Spieler, die aber aufgrund ihres Alters naturgemäß nicht immer stabil sind.
Wie bereits gesagt: Keine Ahnung was Brandt eigentlich macht.
Can gefällt mir gut. Hazard kommt jetzt erst wieder und Sancho gefällt mir wieder besser.

Hinzu kommt, dass Terzic das gleiche Problem wie Favre zu haben scheint: Bestimmte Spieler müssen mehr spielen als sinnvoll wäre, weil der Druck von außen und von oben da ist sie spielen zu lassen (Reus, Haaland, Brandt(?)).
Ich würde nicht behaupten, dass Terzic gerade alles richtig macht, aber angesichts der Kaderzusammenstellung holt er eigentlich relativ viel aus der Mannschaft heraus, finde ich.

Edit:

Ich glaube Terzic ist da um zu lernen, damit der BVB in 2 Jahren eine interne Lösung hat, wenn das Team Rose weiterzieht.

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Gladbach:
7 Spiele, 6 Niederlagen, 1 Unentschieden. Das ist schon ne heftige Bilanz. Liege ich damit richtig, dass diese „Serie“ begann als sich die Gerüchte verdichteten, dass Rose zum BVB wechselt? Falls ja, hat dieser Umstand also doch einen deutlich größeren Einfluss als man es nach außen darstellt?

Beim Pokalspiel diese Woche hörte ich in einem Nebensatz, dass Rose 6 Wechsel vorgenommen hat. Das hat mich aufhorchen lassen und ich habe mir das für die 7 Spiele mal genauer angeschaut.
Betrachtet man nur die 5 Ligaspiele (Köln, Wolfsburg, Mainz, RaBa, B04) und nimmt das Spiel gegen Union als Vergleich zum Kölnspiel, dann hat Rose nur gg Mainz die selbe Startelf aufgestellt wie im Spiel davor. Ansonsten gab es 2x 6 Wechsel, 1x 5 Wechsel und 1x 3 Wechsel in der Startelf.
Nimmt man alle Spiele Wettbewerbsübergreifend, dann haben wir 3x 6 Wechsel, je 1x 5 Wechsel, 4 Wechsel, 3 Wechsel und 1 Wechsel.
Das sind jetzt nur die Zahlen ohne ggf. Verletzte zu berücksichtigen, trotz allem finde ich das schon recht viel Rotation. Und ihr so?

Wie hier schon von anderen geschrieben kann ich die Entäuschung der Fohlen-Fans schon verstehen. Wenn ein Trainer antritt mit den Worten etwas aufzubauen und dann nach 1,5 Saison schon wieder geht. Dazu dann noch zu einem Verein, der sportlich zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht besser dastand als Gladbach. Denkt man dann noch an den BVB Schwerpunkt bezüglich der Finanzen und dass Hr Watzke, wenn schon nicht sportlich, dann doch in Punkto unsympathische/abgehobene Geschäftsführung mit den Bayern mithalten will, kann es ja in erster Linie wieder mal nur im Kohle gehen. Womit man dann davon ausgehen muss dass er Rose bei seinem Amtsantritt in Gladbach nur sagte was „andere“ hören wollten. Bzw. man muss sich wohl so langsam damit anfreunden, dass Trainer Vereine ganz gezielt als Sprungbrett sehen. Auf der anderen Seite, wenn man in den letzten Jahren gesehen hat wie häufig inzwischn in einer laufenden Saison Trainer gefeuert werden, darf man sich eigentlich auch nicht beschweren.

BVB:
Ich verstehe auch nicht warum in diversen Formaten/Sendungen Terzic teilweise so gut weg kommt. Schaut man sich die Bilanz von ihm und Favre an so hat Favre diese Saison 18 Spiele gehabt mit einer Bilanz von 11/2/5 (S/U/N). Terzic hatte 17 Spiele mit einer Bilanz von 10/2/5.
Wenn man sich noch die Tabellenkonstellation vom 11. Spieltag (letzter von Favre) und dem 24. ansieht, dann steht der BVB schlechter als unter Favre da. Sowohl was Platzierung als auch Punkteabstand zu den Teams um sich herum angeht. Gilt auch für den 22 Spieltag an dem Terzic dann genauso viele Ligaspiele hatte wie Favre.

Für mich aus der Ferne betrachtet hat der Trainerwechsel rein von den Zahlen her kaum etwas gebracht und auch vom spielerischen. Das wurde ja auch in den Schlusskonferenzen schon angesprochen.
Vielleicht könnt ihr diesen Aspekt in Bezug auf das Spiel gestern nochmal beleuchten. Habe es nicht gesehen. War der BVB, trotzt der schon standardmäßigen Niederlage gegen den FCB, denn unter Terzic besser als die Trainer davor?

Schalke - Mainz:
Ich habe nur die ersten 20 Minuten gesehen und fand das Spiel sehr hektisch. Meine Frage ist auch kein Input für die Sendung sondern eher hier an die Runde. Ich fand die „Kulisse“, also das was man von Spielern, Trainer, etc. gehört hat unglaublich laut. Ging euch das auch so? Ist das auf Schalke immer so; also lags am Stadion? Oder an Mikrofon/Abmischung und somit an DAZN? Oder war das tatsächlich soviel lautes und permanentes Gerufe?

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