Das Spiel ist halt erst vorbei, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Und das liegt in seinem Ermessensspielraum, wann er das tut. Wenn zum Beispiel in der Nachspielzeit selbst noch ne signifikante Unterbrechung dazu kommt, darf er die Nachspielzeit auch deutlich überziehen. Ich hab sie jetzt nicht komplett gesehen, deswegen keine Ahnung, ob das der Fall war. Aber auch unabhängig davon fand ich schon, dass das immernoch ein laufender Angriff war. Und eigentlich muss sich Freiburg eher fragen, warum Kimmich so frei zum Pass kommt, warum niemand mit Davies mitläuft und warum Karl in der Mitte keinen Gegenspieler hat. Und auch das 2:2 entsteht ja schon aus einer Unaufmerksamkeit, weil man sich lieber über die Ecke beschwert, anstatt die Gegenspieler zu decken. Also die Niederlage hat Freiburg sich schon eher selbst zuzuschreiben. Auch wenn es mich ebenfalls nervt, dass die Bayern wieder in letzter Sekunde das Spiel gewinnen.
Fällt in der Nachspielzeit ein Tor, dann ist es vertretbar nochmal länger spielen zu lassen.
Es nervt halt echt unglaublich, dass jetzt sofort wieder von Bayern Bonus gesprochen wird. Schau dir bitte mal die Spiele alle an, in länger als die angegebene Nachspielzeit gespielt wird. Ich schätze mal, das kommt jedem Spieltag mehrmals vor.
War völlig vertretbar da noch weiterspielen zu lassen, das 2:2 fiel ja in der Nachspielzeit, das hat geschätzt knapp 45 Sekunden gedauert bis wieder angestoßen wurde (man sieht den Anstoß leider in der Aufzeichnung nicht). Auch die 8 Minuten fand ich durchaus angemessen, wir haben da teilweise schon sehr auf Zeit gespielt.
Was mich viel mehr ärgert ist, dass die ersten beiden Gegentore quasi nach dem selben Schema fallen. Beide male lässt man Bischoff komplett frei vom 16er abziehen, weil man viel zu tief steht, und das der ne gute Schusstechnik hat sollte nun wirklich niemanden überraschen.
Beim 2:1 steht da zumindest noch Suzuki, der sich allerdings viel zu leicht ausspielen lässt, aber beim 2:2 fehlen mir komplett die Worte. Die halbe Mannschaft beschwert sich aus unerfindlichen Gründen beim Schiedsrichter, und verliert dabei komplett den Fokus auf die Situation. Olise führt die Ecke zwar recht schnell aus, aber es ist jetzt auch nicht so, dass er zur Eckfahne sprintet, sondern eher gemütlich joggt, da war mehr als genügend Zeit sich in Position zu bringen und zu fokussieren. Dazu Atubolu mal wieder mit den bekannten Problemen bei Flachschüssen, wundert mich nicht, dass er für die NM momentan keine Rolle spielt.
Darüber hinaus so überragend wir offensichtlich auf das Spiel eingestellt waren, so hart war es hintenraus vercoached. Wechsel um des Wechselns willen, aber ohne auf den Spielkontext zu achten. Manzambi war sicher ziemlich platt, aber nach seiner Auswechslung ging (abgesehen von der einen Chance in der Nachspielzeit) jegliche Entlastung verloren. Irié ist defensiv einfach noch lange nicht soweit, das zeigt sich in jedem Spiel auf´s Neue, fahrlässig ihn in der Situation gegen einen solchen Gegner zu bringen. Und Ogbus für Höler war auch Quatsch, weil dadurch völlig die Ordnung verloren ging (wohl auch ein Grund, dass sich beim 2:2 keiner für den Rückraum zuständig fühlte).
Habe eine regeltechnische Spitzfindigkeit beizutragen: beim fast Eigentor von Augsburg lenkt Dahmen den katastrophalen Rückpass mit der Schulter gegen die Latte. Es ist verwunderlich, wie tief bei Profi Torhütern es verankert ist, dass ein Rückpass Lava ist. Wenn er den Rückpass einfach fängt (innerhalb des Strafraums) gibt es nämlich nur einen indirekten Freistoß und keine Karte(!) weil Rückpass im Regelwerk ein rein technisches Vergehen wie bspw ein falscher Einwurf ist, für das explizit keine persönliche Strafe vorgesehen ist, selbst wenn er dadurch ein klares Tor verhindert.
Von einem Profitorhüter erwarte ich in solchen Situationen eine bessere Regelkenntnis und Entscheidungsfindung. Es wäre ganz eindeutig die bessere Wahl, einfach den indirekten Freistoß in Kauf zu nehmen statt das Eigentor zu riskieren.
Ja da braucht man nicht drumherum zu reden. Bei jedem normalen Bundesligisten befindet sich Schiri zum Zeitpunkt des Siegtreffers schon auf der Autobahn. Die 8 Minuten sowie die zusätzliche Verlängerung um eine weitere Minute bekommt in der Bundesliga nur ein Verein.
also kurzer Disclaimer, ich habe Dortmund vor allem Konferenz gesehen bis auf 2:3 Spiele.
Aber meine Fresse, wenn das eine „normale“ Saisonleistung war, dann ist mir nicht erklärlich wie Kovac Trainer bleiben darf. Das Spiel war über 90min eine fußballerische Bankrotterklärung mit 0, wirklich NULL, Spielidee, Kreativität oder Torgefahr. Wie man als zweitgrößter Clubs Deutschlands sich ab Anpfiff einfach nur hinten reinstellen kann und kein Gegentor kassieren will, insbesondere wenn du für nichts mehr spielst außer die Fans, ist mir einfach komplett unerklärlich.
Das war so unsagbar schlecht, ich weiß nicht ob mir Guirassy leid tun sollte, ob er ein Teil des Problems ist, dass er vorne versucht alleine irgendwas zu machen…
Aber auch unabhängig meines persönlichen Empfindens, wie kann ein Verein, der auf Transferplus und Spielerentwicklung angewiesen ist einen Fußball spielen lassen bei dem die potentiell teuren Spieler keine Chance haben irgendwas zu zeigen.
Schlotterbeck und Anton spielen solide bis hervorragend, aber nen Abwehrspieler bekommt man halt schwer für 90Mio+ verkauft. Mit der Spielanlage bekommt man doch niemals wieder einen neuen Haaland/Sancho/Dembele, da will doch keiner spielen wenn er weiß, dass er nach 2 Jahren noch halb so viel Wert sein wird wie aktuell.
Geb Dir in Deiner Analyse grundsätzlich Recht. Nur hat mich als BVB Fan dieses Spiel nicht überrascht. Man hat auch heute wieder gesehen, warum der BVB gegen Top-Teams regelmäßig schlecht aussieht. Und wenige Punkte holt. Aber: man hat auch heute wieder gesehen, warum man so wenige Tore bekommt, warum man bisher in der Bundesliga nur gegen den FCB verloren hat, und warum der VfB deutlich weniger Punkte hat als der BVB und auch in der Euroleague bereits ausgeschieden ist. Wenn man so viele Abschlüsse hat, alles verballert, und alle Flanken in den Strafraum einfach zu verteidigen sind, dann braucht man sich nicht wundern, wenn man die Überlegenheit nicht in zählbares verwandelt. Wobei man m.E. heute auch gespürt hat, dass der BVB im Spiel mit Ball ohne Nmecha & Brandt, sowie einem zusehends frustrierten Guirassy sehr schlecht aussieht.
Weil Fußball ein Ergebnissport ist und Dortmund aktuell punktetechnisch eine der besten Saisons aller Zeit spielt. Nur 10/11 und 15/16 hatte man zum 28. Spieltag mehr Punkte. Sollte der BVB jetzt noch alle Spiele gewinnen (was bei dem Restprogram nicht komplett unrealistisch ist) wäre es sogar die beste Dortmunder Saison aller Zeiten. Und das mit dem schlechtesten Dortmunder Kader seit 15 Jahren. Ich finde die ständigen Diskussionen um Kovac absurd und seien Arbeit wird meiner Meinung nach extrem unterschätzt.
Ja aber ist das Ergebnis dass der BVB braucht/will nicht unterschiedlich vom Spielergebnis? Ich sehe wirklich keinen Spieler in den letzten Monaten die eine signifikante Wertsteigerung im Vergleich zur Verpflichtung haben?
Dass Kovac Fußball erfolgreich ist, ist sein größter Pluspunkt, aber wenn ich als Verein darauf angewiesen bin Transferplus zu erzielen ist das doch nicht mein einziges Kriterium und bei der Wertentwicklung versagt Dortmund aktuell halt komplett mMn
Ja da braucht man nicht drumherum zu reden. Bei jedem normalen Bundesligisten befindet sich Schiri zum Zeitpunkt des Siegtreffers schon auf der Autobahn. Die 8 Minuten sowie die zusätzliche Verlängerung um eine weitere Minute bekommt in der Bundesliga nur ein Verein.
Braucht man nicht drumherum reden, dass das einfach nicht stimmt. Das man einen Angriff noch laufen lässt, wenn 20 Spieler sich im letzten Angriffsdrittel befinden, ist völlig normal. Ich konnte so schnell keine Statistik für die Bundesligasaison finden, aber zu Saisonbeginn der zweiten Liga gab es folgende Statistik:
An den ersten beiden Zweitliga-Spieltagen lag die durchschnittliche Nachspielzeit beider Hälften zusammengerechnet bei 10:35 Minuten, wobei 7:42 im Schnitt auf den zweiten Spielabschnitt entfielen. Zum Vergleich: In der Saison 2024/25 lag die durchschnittliche Nachspielzeit bei 8:52 Minuten (5:27 nach der zweiten Halbzeit). Es ist also bisher ein Anstieg von 1:43 Minuten festzustellen.
Des Weiteren wird in Spielen, in denen der FC Bayern seine Punkte über die Zeit retten möchte, ähnlich lange nachgespielt. Siehe Leverkusen, siehe Frankfurt, um nur die jüngsten Beispiele zu nennen.
Am heutigen Spieltag lag die angezeigte Nachspielzeit (für die zweite Halbzeit) bei: 6, 8, 7, 4, 4, 4, und 5 Minuten. Oft wurde diese sogar noch überzogen.
Hat hier jemand Undavs Aussage nach dem Schlusspfiff verstanden? Die Fans haben der Mannschaft gesagt, dass sie beim Gegentor das Jubeln unterbinden sollen? What? Der BVB hat ganz nirmal gejubelt beim Treffer in der Nachspielzeit.
Die ganze Zeit einen Gegenspieler auszupfeifen und es dann nicht ertragen zu können, wenn der Gegner ein Tor schießt ist schon sehr spezielles level an Dünnhäutigkeit
Nmecha, Bellingham, Ryerson, mit Abstrichen auch Adeyemi und Anton. Selbst Couto könnte man dazuzählen. Galt er doch vor Kovac als Millionengrab so ist er jetzt „nur noch“ ein überteuerter Spieler, der aber seine Qualitäten hat und hier und da auch mal zeigt. Und bei den Spielern, bei denen man Kovac vorgeworfen hat, dass er sie nicht entwickeln würde (Campbell und Duranville) zeigt sich ja gerade bei deren neuen Vereinen, dass die vielleicht auch einfach nie so gut waren, wie man getan hat.
Denkst du das liegt am Trainer oder eher am Kader? Wo sind denn beim BVB die Spieler, die ohne Kovac explodieren?
Es gab bei fast allen Spielern eine Marktwertsteigerung seit er übernommen hat aber ein Beier oder Adeyemi werden niemals 80 Millionen kosten und Spieler wie Nmecha sind eben keine 20 mehr. Trotzdem kam der für 30 und hat jetzt eine AK für 80-70.
Ansonsten kann man die Diskussion immer und immer wieder aufmachen und es ändert sich nichts für die nächste Saison. Er wird den Sommer bekommen, er wird Veränderungen vornehmen müssen und dann schaut man 2027 erneut.
Nmecha stimmt, da war mir schlichtweg nicht bewusst, dass er so hoch bewertet wird.
Bellingham hat den gleichen Marktwert wie zur Verpflichtung
Ryerson hat ne Wertsteigerung von 5 Millionen in den letzten eineinhalb Jahren,
Adeyemi hat ungefähr 10Mio Wertsteigerung in seinen BVB Jahren
Anton 5 Mio Wertverlust im Vergleich zur Ablöse vom VfB
Couto nen Wertverlust von 5Mio
Also nach Transfermarkt.de hast du zwei Spieler die eine signifikante Wertsteigerung in ihren BVB Jahren zeigen konnten. Das ist mMn eindeutig zu wenig .
Die einfache Antwort ist beides . Ich halte Guirassy zum Beispiel nach wie vor für einen der besten Stürmer in der Bundesliga, ich bin mir absolut sicher dass er in einem anderen System/besser eingebunden besser funktionieren würde. Beier könnte in einer offensiveren Ausrichtung mehr zeigen was er kann. Anton und Schlotterbeck können beide (mMn) Spieleröffnungen, zeigen es momentan (unter Kovac) aber nicht.
Also ich mache Kovac sicher nicht allein verantwortlich, aber er hat für mich in jeder Trainerstation gezeigt was er kann/nicht kann. Er lässt stabilen, erfolgreichen Fußball spielen. Unter ihm gibt es ganz sicher kein schönes Offensivspektakel. War bei Bayern nicht so, bei Wolfsburg und bei Dortmund jetzt auch nicht. Das ist dann eine Vereinsentscheidung ob man das so akzeptiert oder nicht, aber ich sehe nicht wie Dortmund seine Transferziele so erreichen kann…
Ich war heute einfach froh, dass ich nicht Dortmundfan bin und das jede Woche sehen müsste, ich fand das wirklich einfach unfassbar ernüchternd. Bis zur 90.+4 hatte Dortmund 0,14xG nach fotmob, das finde ich einfach nicht entschuldbar .