#29: L'Eta, c'est moi

Wir haben mit diesen Gästen über den Spieltag gesprochen:

Wie hat euch die Sendung gefallen?

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Noch nicht gehört, aber der Titel ist mal wieder :face_blowing_a_kiss:

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Also erstmal, Episodentitel ist wieder mal absolut stark.

Die Analyse von Mainz gegen Freiburg fand ich dagegen nicht so dolle. Ich kann es euch kaum verdenken, weil es natürlich auch nach schon wahrscheinlich 8 Stunden Fußball am Sonntag nicht das Spiel war, was jetzt einen fesselt und wach hält. Aber die Analyse war mir doch ein wenig sehr ergebnisbasiert.
Für mich war das Spiel genau wie erwartet, weil es war im Prinzip genau wie erwartet war und wie Mainz vs Freiburg Spiele immer laufen, abgesehen vom Einfluss roter Karten. Zwei Teams, die solide stehen, die einfachen Dinge richtig machen und deswegen auch nicht dem anderen viel anbieten wollen. Und fast immer entscheiden dann kleine, individuelle Duelle oder eben bessere Abschlüsse.
Freiburg hat deutlich besser begonnen und hatte da die Spielkontrolle ohne aber anständig in gefährliche Situationen zu kommen. Bis zum Tor hatte Freiburg einen mickrigen Abschluss, ein Kopfball von Matanovic in den dritten Stock in der 14. Minute. Denn Mainz kam so ab der 20. deutlich besser rein und war zumindest näher dran, hat aber vor allem defensiv wirklich gar nix zugelassen. Bis dann eben da der Ball bei einem Einwurf dreimal von Freiburg gespielt werden darf, und Höler einen wirklich tollen Kopfball setzt. Aber angedeutet hat sich da mMn gar nichts. Erst um die 60. Minute hatte Freiburg wieder eine Phase von mehreren Standards die gefährlich wurden. Trotzdem, Freiburg hatte aus dem Spiel heraus außer dem erwähnten Kopfball von Matanovic keinen einzigen Abschluss. Das ist für mich kein Zeichen für ein Team, was sich einen Sieg “verdient” hat. Sondern eher wie Urs es sagt, ein Team war etwas cleverer. Vor allem ist es aber auch einfach ein Element Zufall, bei Mainz springt der beste Abschluss eben vom Innenpfosten raus (Man steht bei Alutreffern übrigens auf Platz 2, hinter Leipzig und noch vor dem FC Bayern, obwohl man die zweitwenigsten Torschüsse hat).
Besonders interessant fand ich, wie konsequent Sano von Freiburg zugestellt wurde. Der durfte fast gar nichts machen, und besonders seine Ballgewinne wurden stark vermieden. Freiburg hat komplett vermieden irgendwie durch die Mitte zu spielen und somit eben keine Umschaltsituationen zu erlauben. Das geht dann auf Kosten eigener Chancen, da man maximal eben von der Seite Flanken reinkloppt, aber das ist dann auch einfach ein bisschen das einzige, was Urs Fischer mit einem Kaishu Sano in der Mitte einem erlaubt.
Dazu habe ich zum ersten Mal Mainz unter Fischer in einem anderen System gesehen. Erst das 3-4-3, ähnlich wie unter Henriksen als Sieb reinkam, dann sogar ein 4–4-2 als Weiper hineingeworfen wurde. Und man hat sowohl gemerkt, dass es in dieser Phase durchaus Räume gab (besonders erinnere ich bei der Kopfballchance von Sieb in der 92., dass Amiri für einen Steckpass in den Strafraum ganz offen war), aber eben auch dass das Team sehr uneingespielt war und diese Räume nicht schnell genug erkannt hat. Besonders für die Do-Or-Die Spiele, die man jetzt hat, könnte das nochmal interessant werden.

Zuletzt noch: Vielleicht kam es auch einfach falsch rüber, aber ich fand die Generalkritik von Max an die Mainzer Fans (“Da war auch ne Schärfe von Seiten des Publikums, die fand ich auch bisschen unwürdig, aber das ist in Mainz auch manchmal durchaus der Fall”) etwas eigenartig. Zum einen ist ja das Mainzer Publikum bei weitem nicht als unfair, besonders hart oder böse bekannt. Zum anderen hat da Zwayer mit seiner Spielleitung, die ja auch von den Kommentatoren erwähnt wurde, da seine Aktien drin. In der Szene braucht Freiburg 40 Sekunden zur Ausführung des Eckballs, obwohl Grifo nur vom Strafraumeck hinlaufen muss. Und vor allem ermahnt Zwayer dann nachdem Grifo und Höler nochmal Positionen tauschen an der Eckfahne nochmal irgendwen in der Mitte, als ob da jetzt Freiburg in der 93. den Ball auf Matanovic im 1v5 schlagen würde. Da ist natürlich dann jedes Publikum aufgebracht, und wenn dann 30 Sekunden später sich ein Gegner auf dem Boden wälzt…dann pfeift ehrlich gesagt jedes Stadion ziemlich doll. Dazu kommt dann eben, dass Ginter wieder und wieder behandelt werden durfte, zuletzt sogar nochmal auf dem Feld und einige andere Szenen die in der Bewertung das Publikum unnötig aufgebracht haben. Auch die Szene vor der Halbzeit fand ich da ganz komisch. Das Abpfeifen fand ich gut, da man nicht nach 30s noch einen neuen Ball sich für einen Einwurf holen kann. Aber dann direkt mit gelben Karten um sich zu werfen statt ein wenig Verständnis dafür zu zeigen, dass die Freiburger die Szene nicht ganz so toll finden, kommt irgendwie sehr dünnhäutig rüber.

Anmerkung zu Olise:

Es war bereits seine 7. gelbe Karte, er fehlt also nächste Woche nicht.

Noch nicht zu Ende gehört, aber bisher wie immer sehr angenehme Folge. Danke für eure Arbeit:)

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10 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Football, Girls and Socialism

Hey, ich danke euch schön für die Einordnung der Trainer-Entlassung bei Union. In allen anderen Berichten, die ich gehört und gelesen habe, wurde nur noch auf Marie-Louise Eta eingegangen, und nicht mehr auf Baumgart. Und das ging mir zu schnell, das erschien mir „pietätlos“, das würdigt überhaupt nicht seine Leistungen.

Ich mag Baumgarts unwirsche Art nicht und ich war – wie der Rasenfunk – bei seiner Verpflichtung skeptisch, dass er eine gute Lösung für Union ist (u.a. ein eher offensiv orientierter Trainer für eine auf Defensive eingerichtete Mannschaft).

Dafür hat es nach meinem Eindruck überraschend gut geklappt, und auch wenn die Rückrunde nun bisher nicht gut war, hat die Mannschaft immer gepunktet, wenn es wirklich drauf ankam. Ich war nun überrascht von seiner Entlassung.

Ich musste auch gleich dran denken, dass Dirk Zingler schon öfters Leute entlassen hat, und für mich neigt er schon zur Selbstherrlichkeit. Und ich frage mich auch ein bisschen, ob es auch Kalkül war, dass nun alle über Marie-Louise Eta sprechen und Baumgart und seine Entlassung (nachdem sein Vertrag erst vor drei Monaten verlängert wurde) dadurch schnell vergessen ist.

Magdalenas Worte dazu fand ich auch sehr gut.
Mir wäre auch lieber, wenn es überhaupt kein Thema wäre, weil die Einsicht selbstverständlich sein sollte, dass eine Frau die gleichen Fähigkeiten hat wie ein Mann.
Faktisch ist es nun aber vielleicht tatsächlich ein Schritt gen weiterer Emanzipation.

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Zunächst mal sehr großes Lob an Magdalena. Für mich ein wirklich hervorragender Einstieg und ich hab nach 10 Minuten vergessen dass es wohl ihre erste Folge im Rasenfunk war.

Dann zum Einstieg, kam es mir persönlich so vor, als ob der Anteil der sehr toxischen Kommentare zu Marie-Louise Etas Einstieg sehr stark bewertet wurde. Ich würde mir auch wünschen dass es im Fußball normaler wäre Frauen auch bei Männervereinen in Verantwortungspositionen zu haben, aber zumindest bei dem was ich mitbekommen habe (war jetzt nicht ultra viel) , waren die positiven Bemerkungen und Einstellungen klar überwiegend. Also ich finde es natürlich richtig es anzusprechen, aber mir kam es in der Sendung so vor, als ob es „nur“ negative Kommentare zur Beförderung gegeben hätte, was zumindest in meinem Umfeld überhaupt nicht so war. Sondern dass es halt (mal wieder) eine kleine aber laute Minderheit war die irgendeinen schwachsinn schreit.

Und dann noch was inhaltliches: Weil ich zum ersten Mal die Saison zwei Dortmundspiele hintereinander gesehen habe, fand ich es interessant wie die Leistung bewertet wurde. Für mich war es nämlich, trotz der Niederlage, eine klar bessere Mannschaft als letzte Woche gegen Stuttgart.

Das Spielprinzip gegen Leverkusen ist für mich nachvollziehbar. Eine sehr stabile Defensive und dann einzelne Angriffe um Torchancen zu kreieren (1,3xG laut Fotmob). Letzte Woche war hingegen einfach nur hintenreinstellen und hoffen, dass Stuttgart kein Tor schießt (bis zur 93. Minute 0,15xG). Also für mich sind die Chancen viel höher mal ein Spiel mit der Leistung gegen Leverkusen zu gewinnen, als gegen Stuttgart.

Und zum Abschluss noch, ich hab mich sehr über Saschas Beiträge gefreut, da merke ich sehr, dass ich halt Torhüter nur nach ihren „auffälligenden“ Paraden und vor allem offensichtlichen Fehlern bewerte und das meiste was Sascha dazu sagt mir nie/kaum aufgefallen wäre.

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Ich fand das eigentlich ganz gut, weil ich lebe hier auch in meiner Bubble und ich hatte bis dahin auch nur positives gehört und war deswegen überrascht

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Ich halte die Idee für einen eigenen Thread zu Frauen in der DDR und Auswirkungen bis heute für eine sehr gute, macht das gerne, wenn ihr wollt. Auch weil ich dazu gerade eine Arbeit aus dem Jahr 2011 zur Geschichte des Fußballs der Frauen in der DDR lese (witzigerweise stecken Teile der Positionen von euch beiden drin, @SteffenZidane und @Irrlicht – könnte also wieder so eine Grautöne-Diskussion sein mit Frage nach Fokussetzung).

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Ich habe mal einen eigenen Thread aufgemacht: Football, Women and Socialism @GNetzer kann von mir aus gerne die Beiträge verschieben, damit es hier wieder vor allem um die Spieltagssendung geht.

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Ich fand’s eine gute Folge. Sascha Felter bringt immer so eine komplett neue Perspektive mit rein durch seinen starken Fokus auf Torhüter. Eine echte Bereicherung für jede Spieltagsbesprechung. Und auch Magdalena Schwaigers Debüt war sehr gelungen. Amüsant fand ich, als sie, nachdem sie eine Minute am Stück geredet hat, sich für ihren „langen Monolog“ entschuldigt hat und ich mir nur dachte „Hä? Langer Monolog? Das war doch normale Länge für einen Redebeitrag im Rasenfunk“. Gegen Ende gab’s leider paar Stellen, wo ein relativ starkes Echo zu hören war. Aber das war jetzt nicht super schlimm.

Zu dem Thema Hasskommentare gegen Eta möchte ich KOnsumBauer zustimmen. Ich verstehe, dass man das anspricht und verurteilt. Und ich will auch gar nicht sagen, dass man das nicht mehr machen soll. Aber ich finde diesen Fokus auf die Negativität bei so was nicht konstruktiv. Zum einen hören diese Leute eh nicht den Rasenfunk und selbst wenn sie es tun, bezweifle ich, dass sie durch solche Ansprachen ihre Meinung ändern. Gleichzeitig kann aber durch so ein starkes Betonen dieser Kommentare der Eindruck entstehen, dass diese Leute in der Überzahl sind. Und das sind sie meiner Meinung nach nicht. Ich glaube den allermeisten Menschen ist es vollkommen egal, ob jetzt eine Frau an der Seitenlinie steht (die kommentieren so was gar nicht). Viele werden es gut finden (die kommentieren es ein bisschen). Und ein paar wenige finden das scheiße (und die kommentieren dann sehr viel). Persönlich glaube ich, dass es besser ist bei solchen Themen sich auf die positiven Dinge zu konzentrieren. Und nicht Kraft und Gedanken mit Leuten zu verschwenden, die eh unbelehrbar sind.

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Zur Feedbackschleife:

Bin sehr gespannt, lieber Max, lieber Frank, wie Ihr am Ende mit der WM umgehen und über sie berichten werdet. Ich wüsste selbst nicht, wie ich mich da entscheiden würde.

Ich zumindest weiß aber, dass Ihr alles, was Ihr macht bzw. nicht macht, aus guten Gründen tut. Meine Unterstützung habt Ihr eh.

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und was mir bei solchen Debatten immer noch viel zu wenig berücksichtigt wird: kommt nicht ein großer Teil der Hasskommentare von Bots oder Propagandanetzwerken, deren politischer Auftrag es ist, die Debatte in eine bestimmte Richtung zu lenken und irrelevanten Thesen somit Relevanz zu verleihen?

Also ich fände es erfrischend, das Spielchen nicht mitzumachen und so ein KI-generiertes Stammtischgerülpse einfach zu ignorieren, wie man es im echten Leben ja meist auch macht; aber ich verstehe es natürlich, dass das wsl. nicht geht, wenn man auf den „sozialen Medien“ unterwegs ist und das Verantwortungsbewusstsein hat, dass man sowas auch nicht unkommentiert stehen lassen kann.

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ich find ja überhaupt die Rasenfunk-Tendenz, sich für jede Kleinigkeit ausschweifend zu entschuldigen, deutlich anstrengender, als die Kleinigkeiten an sich. Vor allem (aber nicht nur) was „Monologe“ angeht.

Aber ich sehe die Reflektiertheit natürlich auch als große Stärke des Rasenfunks, insofern kann ich die Selbskasteiungsorgien** auch in Kauf nehmen.

** sorry für diese maßlose Übertreibung, es passt rhythmisch einfach gut in den Satz. :grin:

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Shoutout für den Schlusspfiff am Ende der Folge!

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sehr verdient!

So dürftig wie ich die Schiridurchsagen aus fachlicher Sicht finde, da der Informationsgehalt kein Stück höher ist als bei den alten Einblendungen auf der Stadionleinwand, finde ich, dass einige Schiris die Möglichkeit sehr gut nutzen, etwas Persönlichkeit rein zu bringen und beim Publikum nicht nur als anonymer Entscheidungsroboter herüberzukommen, sondern tatsächlich als Mensch.

Das ist ein Vorteil, den ich bei der Einführung der Durchsagen überhaupt nicht im Blick hatte. Gerade die guten Kommunikatoren wie Stieler, Willenborg etc haben dadurch bei mir nochmal deutlich an Standing gewonnen.

Naja Union findet die Kommentare auf Twitter immerhin so bedenklich, dass sie zumindest was dazu sagen(und so gut ich das finde, dass sie das nicht einfach stehen lassen, warum sind Vereine noch auf dieser Plattform)

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Weil ich es gerade gesehen hab… Und vielleicht sind hier im Forum ja Stadiongänger:innen
Denke Werbung für die DKMS kann man immer machen
Zum registrieren muss man nicht Mal zu dem Spiel

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Beste Sendungen: Wenn ich mit Freude Analysen zu Vereinen höre, die mich vorher gar nicht interessieren. Sprich, ein bisschen meinen Horizont erweitere. Danke dafür!

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Wieder eine sehr gute Sendung danke an alle.

Am Anfang meintest du dass Steffen Baumgart ca. die Hunderste Trainerentlassung in der Geschichte des Rasenfunks war. Ich habe aus Spaß mal durchgezählt. Ohne Interimslösungen, Rücktritte, auslaufende Verträge & “einvernehmliche Trennungen” (Einschätzung durchaus subjektiv) ist Baumgart die 109. Trainerentlassung und Erik ten Haag war die 100.

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