#33 – Euer Input für Schlusskonferenz 312

Am Montag Vormittag nehme ich die nächste Folge auf. Gäste werden Sebastian Fiebrig (@saumselig) und Solveig Haas (@solveighaas) sein. Schwerpunkt wird der 1. FC Union, in einer Zuschaltung werden wir auch Laurenz Schreiner (@laurenzpm) dabei haben, d.h. auch dessen Recherche bei Buzzfeed Deutschland kommt zur Sprache. Freue mich über euren Input für die Sendung!

Ohne dir extra was aufhalsen zu wollen - werdet ihr auch das Pokalfinale kurz ansprechen?

Zu Union interessiert mich, wie die Fanbasis und beobachtenden Journalisten Unions Bestrebungen bezüglich der Zulassung von Stadionbesuchern mit negativen Tests einordnen und bewerten. Sie waren dadurch diese Saison ja immer medial sehr präsent und heiß umstritten. Die Diskussion würde ich spannend finden, da Union als recht junger Verein in Liga 1 diesbezüglich den Ton angibt.

Ich traue Union ebenso zu, das Vakuum zu füllen, das Mannschaften wie Werder, Schalke, Hamburg und Stuttgart hinterlassen haben: attraktiver Standort, besonnene Vereinsführung, große Fanbasis. Was gibt der Geldbeutel her? Und wie könnte zukünftig die Transferpolitik aussehen?

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Es kann sein, dass der Beitrag inhaltlich besser im Royale-Segment aufgehoben wäre, das kann ich nicht beurteilen; da @Chryshie aber Gedanken angesprochen hat, die mich gleichermaßen interessieren (und weil Copy-Paste keine Lösung ist), habe ich jetzt hier geantwortet. Und ich möchte mich vorab dafür entschuldigen, dass der Beitrag gefühlt Romanlänge erreicht hat; Twitter-eske Beiträge sind nicht meine Stärke, aber ich gelobe Besserung.

Meine ursprüngliche Frage, die mich zu diesem Beitrag motiviert hat, schließt sich an die Gedanken von @Chryshie an. Ich finde es jedoch schon einmal interessant, festzuhalten, dass er und ich unabhängig voneinander als Außenstehende (so wie du deinen Beitrag formuliert hast, vermute ich, dass du kein Union-Fan bist) auf die gleichen Themen gekommen sind. Das kann womöglich auch seine Ursache darin haben, dass man als Nicht-Fan größtenteils über selektiven Konsum von Medienberichten, Statistiken und ggfs. über Bekannte, die Fans des Klubs sind, seine Meinung und Gedanken zu einem Verein bildet. Von daher hat sich für mich beim Verfassen dieses Beitrags eine Zusatzfrage ergeben, die ich hier vorne weg stellen möchte: Wie bewertet die Fanbasis die Berichterstattung über und Außenwahrnehmung auf den Verein seit dem Bundesligaaufstieg? Fühlt man sich in seiner Haltung und seinen Werten medial korrekt wiedergegeben?

Für diejenigen, die der Beitrag tl;dr ist, steht ganz unten die Frage in fett; ich möchte vorher erklären, warum ich dieser Frage eine Relevanz unterstelle bzw. warum ich eine Entwicklung meine zu erkennen, aus der sich die Frage ergibt.

Ich hab zwischen 2008 und 2014 aus persönlichen Gründen sehr viele Zweitligaspiele live geschaut. Danach nicht mehr, das heißt, dass ich die Entwicklung Unions in den letzten Jahren wirklich nur sehr selektiv wahrgenommen habe. Daher bin ich auch sehr offen dafür, mich von Union-Fans eines Besseren belehren zu lassen, sollte sich meine Meinung als inhaltlich unbegründet herausstellen.

In den ersten Jahren nach dem souveränen Aufstieg aus der 3. in die 2. Liga waren die Schlagworte, mit denen Beobachter die Eisernen mMn assoziiert haben: „Mattuschka“, „Stadionbauer“, „Roter Helm“, für eine kurze Zeit vor RBL, Dynamo, Energie usw. auch „stärkster Ost-Klub“. Das wirkte auf mich, obwohl ich die Faszination nie geteilt habe, grundsympathisch; fußballromantische Bilder wie z.B. Fans, die ihr eigenes Stadion bauen, „One-Club-Players“ (ja, Mattuschka kommt aus Cottbus, aber 9 gute Jahre sollten aus meiner Sicht zum Kultstatus reichen [und ich wette, dass einem echten Union-Fan noch ganz andere Namen zum Thema Kultspieler einfallen würden]) gepaart mit sportlichem Erfolg gaben einem das Gefühl, dass das alles märchenhaft schön in Köpenick sein müsste.

Zwischen 2014 und 2017 habe ich weder von Union noch von der 2. Liga viel mitbekommen und ehrlicherweise kam das Thema für mich erst wieder so richtig auf, als man Jens Keller im Winter auf Platz 4 stehend entließ und ich den Verantwortlichen bei Union in dieser Causa zumindest mal Probleme in der inneren und äußeren Kommunikation unterstelle. Dieser Fall ist sicherlich längst auserzählt und muss auch nicht im Rahmen des Podcasts aufgewärmt werden; es markierte in meiner ganz eigenen Wahrnehmung aber einen Wendepunkt in der Betrachtung auf den Verein und seine handelnden Akteure; zumindest in der Hinsicht, dass sich dieser Artikel, den ich in meinen Lesezeichen fand (https://www.stern.de/sport/fussball/bundesliga/union-berlin--die-letzten-romantiker-des-deutschen-fussballs-7442062.html) und der ein halbes Jahr vor der Entlassung verfasst wurde, als - prophetisch wäre zu viel des Lobes, aber irgendwas vergleichbares meine ich - entpuppen sollte. Hervorheben möchte ich die Zitate: „Leidenschaftliche, freundliche Fans, eine besondere Stimmung, urige Anekdoten - besteht nicht die Gefahr, dass Union zur Lifestyle-Marke wird? Dass die Natürlichkeit irgendwann nicht mehr echt ist?“ (Autor) und „Ich sehe [die Gefahr] im Moment noch nicht – ich weiß, dass sich die handelnden Personen da sehr sensibel mit auseinandersetzen. Ob das langfristig gelingt, weiß ich nicht, denn am Ende wird alles vermarktet. Ein Profiverein kann gar nicht leben, wenn keine Vermarktung stattfindet.“ (Schulte, seinerzeit Sportdirektor) - ohne zu große Vorwürfe machen zu wollen, da es ja gut sein kann, dass Keller für die Fans oder Chefs trotz Platz 4 ein katastrophaler Repräsentant Unions war; mit dieser Entscheidung hat sich Union in meiner Welt ein Stück weniger romantisch und ein Stück mehr beliebig gemacht und gleichzeitig auch nach außen ein Signal übermittelt, das man verstehen könnte als: „Die Zweite Liga ist zu klein für uns geworden“. Das ist an sich nicht verwerflich, hat aber wie gesagt meine Meinung zu dieser Romantisierung Unions relativiert.

Bitte versteht mich nicht falsch: Es geht mir nicht darum, eine Chronik meiner Meinung zu Union zu verfassen, sondern auf einen Wandel in der Außenbetrachtung und Außendarstellung dieses Vereins im Zeitraum von 10-15 Jahren hinzuweisen. Das merke ich auch im Freundeskreis: In der Aufstiegssaison ging es, sobald es um Union ging, viel um Trimmel, Andersson, Fischer, den Hexenkessel, Zweikampfhärte; dass „die Tugenden eines Aufsteigers“ perfekt umgesetzt würden und die American-Dream-artige Erfolgsgeschichte „schön sei in einer Zeit, in der die Hälfte der Liga aus farblosen Retortenklubs besteht“ - um grob die Meinungen meiner Freunde und Bekannten zusammenzufassen. Ohne diesen Aspekt überbewerten zu wollen, würde ich die Außensicht auf Union in 19/20 als wohlwollend und romantisierend zusammenfassen.

In dieser Saison sind die Gesprächsthemen tatsächlich andere: Es ging (in der Hinrunde) zwar auch immer noch um Akteure wie Trimmel, Fischer, Kruse, Andrich; neu ist aber, dass man über ein Gefühl spricht, dass dies kein normaler Aufsteiger wie Fürth oder Bielefeld sei (aufgrund der Transferpolitik, aber auch aufgrund der Gelder, die z.B. das Sponsoring generiert); dass man (einzelne) Union-Fans in der Corona-Zeit dafür kritisiert, dass sie sich am Spieltag vor dem Stadion aufhalten; dass man plötzlich weiß, wer Dirk Zingler ist (was ich damit meine, ist, dass man als Otto-Normal-Fan im Regelfall bei verhältnismäßig bescheidenen, ruhig arbeitenden Klubs wie Freiburg oder Gladbach gar nicht weiß, wie Präsident/Finanzchef/Aufsichtsräte heißen; bei Klubs wie Köln oder Hannover weiß man gefühlt alles über Funktionäre, von denen man als Fan vielleicht lieber gar nichts hören will), wie dessen Ansichten zu den Corona-Auflagen sind und dass handelnde Akteure öffentlich gegen andere handelnde Akteure zetern (nur ein Beispiel: https://www.berliner-kurier.de/union/union-boss-dirk-zinglers-grosser-rundumschlag-gegen-loew-bierhoff-und-auch-ruhnert-li.151916 ; Der Artikel beginnt schon zynisch mit „Dirk Zingler hat mal wieder laut gedacht“). In meiner Bubble sind in Bezug auf Union die sportlichen Themen in den Hintergrund und politische Themen in den Vordergrund gerückt. Natürlich verstärkt durch Corona, aber auch bedingt allein durch Corona? Da bin ich mir nicht so sicher.

Um selber noch etwas zum Thema Sport beizutragen, bevor ich zum Fazit komme: Bei allem sportlichen Erfolg, den ich Union nicht absprechen möchte (ich möchte eh keinem ans Bein pinkeln), muss man festhalten, dass die Eisernen in 3 von 4 Halbserien jeweils ca. 20 Punkte geholt haben (werden), was zu nicht mehr und nicht weniger als dem sicheren Klassenerhalt berechtigt und sie in einer Halbserie höchstwahrscheinlich überperformt haben. Das kann man nicht als „Glück“ abtun; man hat in zwei Jahren Bundesliga konstant mit seinen eigenen Mitteln genug Punkte gesammelt und phasenweise attraktiven Umschaltfußball spielen können. Was aber mit Glück zu tun hat, ist der Umstand, dass in dieser Saison ganze sieben Mannschaften gespielt haben, die Umschaltfußball spielen wollten, aber es entweder die ganze Saison gar nicht (erfolgreich) konnten oder zu selten konnten. Sechs dieser Teams haben ein Torverhältnis von ca. 1:1,6-2 pro Spiel oder schlechter, was ich in dieser Quantität an schwachen Teams für auffällig und bedenklich halte. In der Rückrundentabelle sind gerade einmal sechs Teams zu finden, die punktetechnisch besser als unterer Durchschnitt sind. Das schreibe ich, um zu unterstützen, dass Union zwar sportlich vieles richtig gemacht hat; speziell in dieser Saison aber auch von einer sehr schwachen Konkurrenz profitiert und es bleibt abzuwarten, ob Union dieses Jahr nicht aufgrund der Schwäche der Konkurrenz nach oben gespült wurde, eher als aufgrund seiner eigenen Stärken.


tl;dr: Viel zu langer Rede, kurzer Sinn, hier meine Fragen: Wie nimmt die Fanbasis von Union die Rolle von Union innerhalb der Bundesliga wahr, vielleicht auch mittelfristig gedacht? Wie nehmen Unions Funktionäre Unions Rolle in der Bundesliga wahr? Ist man da auf einer Linie, und wo verläuft sie? Und wieviel von dem kultigen Ambiente verschwindet mit jeder weiteren Bundesligasaison, wenn überhaupt?

Mein Eindruck ist, dass Union zwar einerseits das Potenzial hat, ein Vakuum zu besetzen, das durch den Abschied von VfB, HSV, S04, H96 aus der oberen Ligahälfte entstanden ist und bisher nur von der SGE und BMG regelmäßig besetzt wurde (ich nenne das mal: Topklub mit überregionalem Fanpotenzial); gleichzeitig sehe ich auch ein negatives Potenzial, nämlich dass man gerade im Vorstand vielleicht nach dieser sportlich äußerst erfolgreichen Saison das Gefühl gewinnen könnte, dass man jetzt ja bereits (so gut wie) etablierter Bundesligist sei und ein Zwischenschritt, wie ihn Freiburg, Augsburg, Mainz - die von den meisten Fans im selben Atemzug genannt werden, weil diese Klubs eben eine beschauliche Durchschnittlichkeit verbindet - gemacht haben, gar nicht nötig sei; dass man vielleicht doch davon träumen könnte, mit diesen Fans, mit diesem Standort, mit diesem Merch-Potenzial etwas besseres zu sein als eine graue Maus und am besten schon in einem als in drei Jahren. Und das wäre mMn schwierig; es gab mit 1860 und Hertha in den 00er-Jahren schon mal zwei Großstadtklubs, die es auch vor dem Einstieg eines Investors verstanden haben, ihr Potenzial zu überschätzen und darauf basierend falsche Entscheidungen zu treffen.

Wie gesagt, ich will hier gar nicht Union in die 2. Liga reden oder „Zingler raus“ rufen oder irgendwen belehren, was zu tun und was zu lassen ist - ich sehe einfach von außen, dass man anders über den Verein redet als vor ein paar Jahren, dass der Verein anders redet als noch vor ein paar Jahren und ich bin einfach gespannt auf die weitere Entwicklung dieses Vereins und auch auf die Antwort der Union-Fans, mit welchen Ambitionen man in die nahe Zukunft geht. LG schönes Wochenende :heart:

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Könnt ihr etwas zu dieser Aussage von Bobic sagen?

SGE

Rode hat nach dem Spiel bestätigt: Man hat versucht es sich auszureden, aber wenn der Trainer geht, macht das was mit der Mannschaft.

Zum Spiel: Schalke macht ausgerechnet gegen die letzte Chance den Bvb aus der CL zu kegeln alles richtig.
Kompakt, ohne gravierende Fehler, nutzt die Konter.
Doppelt unglückliche Verletzung von Sow. Im Moment der Verletzung fällt ein Tor, weil er gegen Hoppe(?) fehlt und noch bevor ein Ersatz eingewechselt werden kann, kassiert man das nächste Tor in Unterzahl.

Theoretisch war es kein Katastrophen-Fußball. Es war irgendwie logisch, dass es so kommt. Praktisch verstehe ich jeden der von Schande spricht.

Hoffnung: Eine neue Perspektive wird der Mannschaft gut tun.

Wie sehr wird man den Generator am Schwarzwald Stadion vermissen?

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Hattest DU mir nicht das Bild vom Generator am neuen Stadion hier mal ins Forum gepostet?

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Das müsste der besagt berücksichtigte Generator sein oder? Zu sehen in min 1:35 des FB Videos: https://fb.watch/5vQN-4Oe-G/

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Finde ich klasse, dass ihr die Recherche von Buzzfeed aufgreift. Kam mir in der sonstigen Presselandschaft dann doch sehr zu kurz.
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht was ich mit Union anfangen soll. Sie spielen erfolgreich Fußball, das will ich ihnen gar nicht absprechen. Dennoch ist es zumindest in meiner Bubble so, dass man vermehrt negativ über Union spricht. Gerade das Verhalten während der Coronakrise hat es dann doch mit einigen verscherzt und man bezeichnet sie mit einem sehr abschätzigen „kultig“. Das versteht man dann eher so, als würden sich die Unioner, falls man so von einer inhomogenen Gruppe reden kann, als was Besonderes sehen und sich nicht an Regeln halten müssen, die für andere gelten.

Was mir als Außenstehender auch nicht wirklich klar ist, wie Union die Spieler, die für sie spielen finanziert. Für eine Mannschaft, die im zweiten Jahr in der Bundesliga spielt, haben sie einige Spieler verpflichtet (z.B. Kruse oder Karius), bei denen man doch ein sehr hohes Gehalt erwarten würde. Haben Sie so viel bessere Sponsoren als viele andere Bundesligisten?

Ansonsten noch ein paar Sätze zum Gladbach-VfB Spiel:
Ehrlich gesagt bin ich sehr erstaunt darüber, wie schwer sich Gladbach gegen Stuttgart angestellt hat. Trotz der vielen Ausfälle konnte Gladbach nur sehr wenig zählbares herausspielen. In der ersten Hälfte waren sie zwar dennoch die feldüberlegene Mannschaft, aber ich hatte oftmals das Gefühl, das in der vorderen Reihe die Abstimmung zwischen Hoffmann, Plea und Thuram nicht passt. Insbesondere Thuram war für mich wenig in die Mannschaft integriert und war mehr ein guter Einzelspieler als ein wichtiges Glied im Mannschaftsgefüge.
Ab Mitte der zweiten Halbzeit (unter anderem auch wegen der Einwechslung von Castro, der dem Stuttgarter Spiel deutlich gut getan hat) hatte der VfB mehr Offensivaktionen, auch schon vor dem Tor. Das Tor von Endo war natürlich erste Sahne (schafft er wahrscheinlich auch nicht so schnell wieder), Sommer sieht in dem Moment jedoch auch nicht sonderlich gut aus.
Beim zweiten Tor ist mir aufgefallen, dass der Rückraum nach der Ecke von Gladbach komplett ungedeckt geblieben ist. Stenzel hatte bei der Ballannahme überhaupt kein Gegendruck. War das gewollt (bzw. ist das immer so bei der Gladbacher Eckenverteidigung) und wenn ja wurde das so diese Saison schon häufiger bestraft? Kalajdzic hat dann wieder den Riecher, den ihn dieses Jahr so auszeichnet. (Bin hier gespannt, ob er das so auch in die nächste Saison hinüberretten kann, oder ob er zur Zeit stark überperformed.).
Vielleicht könntest du noch einen Satz verlieren, was denn die Stärken der „B-Elf“ des VfBs sind mit der er zur Zeit antreten muss. (Das kann aber natürlich auch in den Rasenfunk-Royal. Werde schauen, dass ich im zugehörigen Thread zum VfB noch ein paar Gedanken dazu aufschreiben werde.)

Ich will keinen Hass schüren oder der gleichen aber die Vorwürfe gegen Union finde ich unpassend.
In einem NLZ herrschen Leitungskriterien vor den allen unterworfen sind!
Die Frage ist natürlich wie werden diese umgesetzt und mich welchen Folgen.
Die Recherchen gehen mir auch nicht genug in die Tiefe um die Frage zu lösen…
Es sind auch viel Vorwürfe die geanauso an jedes andere NLZ in Deutschland gehen könnten🤨

Aber die Gäste sind gut ausgesucht und werden Licht ins Dunkel bringen☺️

SCF - FCB
Ich ärgere mich sehr, dass der SC grandios gegen die Bayern gespielt hat, zweimal nach Rückstand zurück gekommen ist, gut und gerne auch hätte in Führung gehen können - und die Berichterstattung dreht sich nur um Lewandowski. Zwar ist das irgendwie Schicksal eines kleinen Vereins (auch im Rasenfunk wird halt deutlich länger über die „Grossen“ gesprochen), aber immer wieder schade.
Flekken im erst zweiten Spiel der Saison mit überragenden Paraden, ordentlich Glück, aber vor allem einer unwahrscheinlichen Ruhe und hervorragender Präzision bei seinen Pässen und Würfen. Die Viererkette, trotz einiger Wackler von Kübler zu Beginn, sehr aufmerksam und präsent. Grifo vorne mit überragenden Pässen, wie alle anderen auch exzellent in der Arbeit nach hinten. Naja, und das 2:2 wäre ein eigenes Segment im Rasenfunk wert - wobei nach genau diesem Schema (Günter startet kurz vor dem eigenen Sechzehner, Doppelpass mit Grifo) schon einige Male in dieser Saison gespielt wurde.
Alles in allem: der Sportclub kann mit seinem wohl letzten Heimspiel im Dreisamstadion mehr als zufrieden sein.

Hertha gegen Köln
Das war nicht das schönste Spiel der Saison. Dardai hatte zehn verletzte Spieler zu ersetzen und brachte, wen er hatte. Das waren hauptsächlich Innenverteiger.
Drei Innenverteidiger bildeten die Viererkette. Davor räumten Ascacibar und Dardai auf. Auf den Aussen doppelte Hertha und drängte den Gegner in die Mitte.
Nach vorne ging nichts.
Die einzige Szene während der Spielzeit zum Jubeln gab es durch Khedira, aber Rani vom FCA.
Nach dem Spiel sichtlich unschlüssig verriet Niklas Stark, daß er vielleicht einen Sekt trinken wird.
Noch auf dem Platz überreichte Cunha dem Erfolgstrainer zur Belohnung einen silbernen Koffer voller Zigarren.
Dardai:„Das ist gut, im Hotel habe ich sowieso nichts anderes zu tun, als Zigarren zu rauchen.“ Dardai ist in Berlin sicherlich beliebter als ale anderen Herthaner zusammen.
Die Ergebnisse stimmen zunächst. Spielerisch ist die Hertha in den letzten zwei Jahren nicht weitergekommen. Ob es in diesem Spiel einen Torschuss der Hertha gab, müßte man auf einer Statistikseite gucken.
Sollte Dardai nicht weitermachen und erneut aufgrund mangelnder Schönheit im Spiel ins zweite Glied rücken, startet der neue Trainer sicher mit der Hypothek, nicht Dardai zu sein.

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Schaaf für Kohfeldt - Bremen gefangen in der Vergangenheit und in der eigenen Suppe.

Das ist so unglaublich schlecht, was die da machen. Puh! Das kann doch echt nix bringen und zeigt eben auch, dass die sportliche Führung nicht gut ist. Bei aller Kritik oder auch Fragen finde ich das doch ein ziemlich unwürdig Ende für Kohfeldt und das tut mir leid.
Fände es tatsächlich spannend, ob er woanders oder mit anderem/besseren Kader auch besser wird.
Und jetzt droht wirklich der Abstieg. Ich glaube das wird die Mannschaft eher verunsichert alsceinen Impuls setzen.
Sehr depremierend Werderfan zu sein im Moment. :roll_eyes: :cry:

Jetzt mal unabhängig davon ob ein Wechsel zu diesem Zeitpunkt Sinn macht oder nicht, ist Schaaf recht naheliegend. Er ist im Verein tätig, ist nah am Team, das Team kennt ihn, er hat mehr als genug Erfahrung usw.

Persönlich tut es mir eher leid für ihn, dass er da jetzt einspringt und ggf mit dem Abstieg verbunden wird. Der Zeitpunkt ist max. albern, wäre er aber auch vor drei Wochen gewesen…

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Vielleicht denkt man ja, dass man jetzt auch einen Erfolg wie in Hamburg mit Hrubesch einfährt und gewinnt… Nur dass man am anderen Ende der Tabelle steht. Vor allem wie wird sich das wohl darstellen, wenn nich zwei Relegationsspiele kommen (im schlimmsten Fall gegen Hamburg).

Fällt mir schwer… Liegt aber auch daran, dass ich nicht an den Trainerwechsel-Effekt während der Saison bzw. Rückrunde glaube. Dazu gab es ja auch schon Studien.

Die Relegation ist bei den Überlegungen zu Thomas Schaaf aber sicher mit eingerechnet.

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So eine Reflexhandlung gibt es in keinem anderen Berufsfeld. Niemand käme im Traum auf die Idee, eine/einen Lehrerin/Lehrer in der letzten Woche des Schuljahres zu entlassen, und es mit einer*m neuen zu versuchen! Beliebige Beispiele sind ergänzbar…