Bremen ist ein schönes Beispiel dafür, dass Fußball am Ende doch nicht komplett kalkulierbar ist. Im Sommer war sich ganz Fußballdeutschland (außer Karo) einig, dass mit dem krassen Aderlass auf dem Transfermarkt, dem Verletzungspech im zentralen Mittelfeld, den fehlenden/späten Neuzugängen und dem aus der Vorsaison angeschlagenen Trainer (Punkteschnitt weit unter 1) von der Vereinsführung mit Ansage ein Abstieg riskiert wurde. Stattdessen hat Thioune die beiden starken 8-Punkte-Saisonstarts von Werner egalisiert und dabei sogar die Hälfte der Punkte gegen CL-Teilnehmer geholt.
Da würde mich interessieren, ob das eurer Meinung nach entweder doch ein stärkerer Kader ist, als vor der Saison alle Experten (außer Karo) vermutet haben. Oder ob das eher eine Wagenburg-Kabinendynamik ist: „alle wollen uns scheitern sehen, jetzt zeigen wir es ihnen“, so dass wir aktuell eine extrem eingeschworene Truppe sehen, die nahe am Optimum performt.
In der zweiten Liga drängt sich da Hertha als Parallele auf, wo die Kaderplanung in der öffentlichen Wahrnehmung nochmal eine Stufe härter als in Bremen in den Sand gesetzt wurde und man nun im Oktober immer noch von 102 Punkten träumen darf
Für mich fühlt sich das eher nach letzterem an. Wagenburg plus es ist bei den Neuverpflichtungen alles aufgegangen. Und zwar deutlich besser als erwartet. In etwa so wie du versuchst mit 2 7 offsuit zu bluffen, wirst in den Pot gezogen und findest auf turn und river ein Full House.
zu recht hat ganz Fußball Deutschland damit gerechnet das werder absteigen wird,
der Höhenflug ist auch nur eine Momentaufnahme , wie man mich im werder Thread daran erinnert hat, hatte werder auch letzte Saison ein paar Spiele hintereinander wo sie punkte gesammelt haben, wäre das nicht passiert würden wir hier nicht über werder Bremen reden
also abwarten, den Moment genießen und hoffen das werder tatsächlich so stabil ist, wie es momentan aussieht.
der Unterschied zur letzten Saison ist allerdings das man als zu Zuschauer das Gefühl bekommt , das diese Saison die Spieler eine geschlossene Mannschaft bilden, das war letzte Saison nur ganz selten der Fall. Hoffen wir das es so bleibt
Die Leistung von Bremen ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, wer alles aktuell noch verletzungsbedingt fehlt, allen voran ein Jens Stage. Und der Füllkrug-Transfer ist ja wohl voll aufgegangen. Aber ich möchte auch anmerken, dass 10 Gegentore nach 5 Spielen schon eine ziemlich miese Quote ist. Und das auch nur solange weiter gut gehen wird, wie man vorne selbst genug Tore schießt.
Außerdem finde ich es schon echt irre, wie jetzt nach dem 2:2 wieder so hart auf Dortmund und Kovac insbesondere eingeprügelt wird. Es war ein Spiel in dem man in allen relevanten Offensivstatistiken überlegen war und in den meisten Fällen gewinnt Dortmund das auch. Zumal mit Reyerson und Karetsas zwei Spieler, die meiner Meinung nach extrem wichtig sind für Dortmund, auf Grund von Verletzung bzw. Krankheit nicht oder nur wenig mitspielen konnten. Und dennoch lese ich so Quatsch wie „Verdient wenn man Kovac-Ball spielen lässt“. „Kovac-Ball“ ist für mich übrigens ein richtiges Unwort geworden. Wenn jemand so was schreibt, ist das für mich mittlerweile ein sehr starker Indikator dafür, dass die Person keine Ahnung von Fußball hat. Und ich finde das so faszinierend, weil das in so einem krassen Kontrast mit den Bayern steht. Bei denen hat ja niemand nach dem 0:0 gegen Schalke eine Fundamentalkritik an Kompany abgegeben. Wenn die Bayern heute gewinnen, ist man Punktgleich. Aber die Stimmung ist meiner Wahrnehmung nach vollkommen anders.
Vor allem liegt es für mich daran, dass echter Fußball mehr als FIFA und FM ist und eine abgestimmte Einheit, gar ein in sich selbst potenzierender Organismus viel kompensieren kann.
Und abgesehen davon helfen Momentum und xG-Overperformance aktuell sehr gut mit. Zehn Gegentore in fünf Spielen sind dazu eigentlich überhaupt nicht gut. Teil der Wahrheit ist natürlich, dass bereits paar CL-Teams + Freiburg dabei waren, aber als Underdog spielt es sich generell anders. Paderborn nächste Woche ist für mich der wahre Test.
naja, Werder hat gegen Freiburg, Leipzig und Dortmund gespielt, das relativiert die Gegentorquote doch ein bissl. Und adelt die Punkteausbeute. Aber natürlich müssen sie trotzdem den Großteil ihrer Punkte gegen Teams auf Augenhöhe oder darunter holen. Ich bin gespannt und würde mich freuen, wenn sich der Trend verfestigt.
Ich hoffe wir fangen jetzt eine Kompany-Diskussion an. Immerhin war das schon der zweite Punktverlust gegen schwächere Gegner in 5 BuLi-Spielen und wie wir alle durch Tobi Escher wissen, verliert man die Meisterschaft nicht in den Duellen gegen Dortmund, sondern in den Spielen gegen die ‚Kleinen‘.
Deshalb möchte ich ganz ernsthaft und überhaupt nicht boulevardesk fragen:
Hat Bayern heute die Meisterschaft verspielt?
Aber ernsthaft: Die Kritik an Kovac ignoriert einfach völlig, wie sich die Bundesliga entwickelt hat, dass Punktverluste zu dem Sport dazugehören und dass Kovac Dortmund wieder erfolgreich als sichere Nr. 2 etabliert hat und sich sein Fußball auch beständig weiterentwickelt.
Gibt es (außerhalb einer Verletzung) ein Szenario, in dem Kompany Urbig schon während der Saison zur Nummer 1 macht, oder wäre das ein zu großes Politikum? Inzwischen ist es doch einigermaßen offensichtlich, dass Urbig der deutlich bessere Torhüter ist.
Ich hoffe wirklich für die medizinische Abteilung des HSV, dass die Remberg Verletzung sich nicht dadurch verschlimmert hat, ihn wieder auf den Platz gelassen zu haben. Sah nämlich so aus. Fand es auch ziemlich schwach von Jonas Friedrich, dass nicht kommentiert zu haben.
Anonsten natürlich ein toller Sieg mit dem D-Kader. Als Hoffenheim würde ich mir anfangen Gedanken zu machen.
Unter Topmüller war die Eintracht-Abwehr auch schlecht, aber war sie jemals so schlecht? Im Nachhinein zeigt sich immer mehr, dass das Problem bei Frankfurt nicht auf der Trainerbank sahs.
Ich hatte überlegt, ein paar Wort-„Puns“ für den Folgentitel vorzuschlagen. Natürlich furchtbar unangenehme
Hoffenheim Conté nicht mehr zulegen
Augsburg hat nicht lange ge"brackelt"(-Mann) und ein Unentschieden ergaunert
Mainz hat die Führung eincaciert, aber hat am Ende nicht gereicht
Seimen-Says „Zu Null“ - aber nicht überzeugend
Aber das ganze hat mich dann doch nicht und ich wollte mir nicht den U"nkunku"t des Forums zuziehen
In Summe bis jetzt wilde Spiele mit Ergebnissen, die wahrscheinlich anders hätten ausgehen können oder eher sollen (VfB in Paderborn eher glücklich gewonnen, Leverkusen Mainz kann auch gut und gerne unentschieden ausgehen, Augsburg erkämpt sich den Punkt aber wäre eigentlich anhand der Spielanteile eher nicht verdient. Aber in allen Fällen kann man sich ja nichts dafür kaufen wie es lief und „it is as it is“). Am besten gefällt mir ja die Tatsache, dass die Tabellenspitze wenigstens noch eng ist.
was ich an Manuel Baums Augsburg mag, ist das extrem pragmatische Coaching. Also schauen: was macht der Gegner, und was können wir dagegen tun. Zumindest hatte ich nach 8,5 Sekunden den Eindruck, dass er es so macht.
Was ich aber nicht verstehe ist, warum Diaz‘ Ausgleich zum 1:1 nicht zählt. Die Augsburger spielen den Ball kontrolliert, das ist doch die Definition einer neuen Spielsituation. Warum der VAR hier eingreift und so entscheiden darf, ist mir ein Rätsel.