#7 Euer Input für eine mögliche Sendung zum 7. Spieltag

Aus privaten Gründen (nichts Schlimmes) ist nicht ganz sicher, ob und wann ich eine Sendung zum 7. Spieltag aufnehmen kann. Sicher ist: Aufzeichnung ginge erst am Montag und sehr wahrscheinlich nur sehr spontan und eventuell zu einer unchristlichen Zeit.

Deshalb haben wir für diese Woche keine Gäste eingeladen, denen ist diese Ungewissheit nicht zuzumuten, denn es gibt ein Szenario, in dem ich am Montag gar nicht aufzeichnen kann.

Das bringt uns zu dieser Situation:

  • Sollte es eine Sendung geben, wird die im Monolog von mir aufgenommen. In diesem Fall wäre euer Input wichtiger denn je, ihr wärt quasi die Augenpaare, die sonst die Gäste darstellen.
  • Sollte es keine Sendung geben, wäre euer Input aber nur aufs Forum beschränkt gewesen und hätte keinen Eingang in eine Sendung gefunden.

Entscheidet gerne ihr, ob ihr dennoch hier posten wollte. Ich werde mein Bestes geben, das wisst ihr ja, aber es geht leider in dieser Woche nicht anders.

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Werde meine Stadioneindrücke posten. Falls es keine Sendung gibt sicher für den Rest interessant und wenn doch, dann evtl. für dich. :slight_smile:

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Ob Hinten oder Vorne in den ersten 45 Minuten muss man einfach sagen, dass der SC beim 12 Uhr Spiel wohl noch schläft. Die Gegentore schwach verteidigt und in der Offensive halt auch wenig Bewegung und Ideen. Nürnberg macht das sicherlich auch nicht schlecht, da muss man halt durchkommen. Aber Freiburg macht es auch zu einfach. Das 0:2 muss da so eben nicht passieren. Hoffentlich rütteln sie sich wach in der Halbzeitpause.

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Ich habe die ersten 30 Minunten nicht gesehen, daher habe ich vielleicht nicht das komplette Bild zu SCN - SCF.

Das war für Freiburg hoffentlich lehrreich. Sie hätten heute das Spiel machen müssen, ihr Ballbesitz war erdrückend groß. Aber am Ende war das meiner Ansicht nach vor allem zu unkreativ in der Offensive. Gegen tendenziell stärkere Gegner wie Frankfurt kann man mit diesen Flanken durchaus Tore erzielen weil die nicht so tief stehen. Nürnberg konnte sich wunderbar auf die Flanken (vor allem von Szenk/Egli) einstellen, die mehrheitlich die Offensivaktionen waren. Die Auswechslung von Nachtigall gegen Csillag zur Halbzeit habe ich nicht verstanden - die Spielerinnen sind doch sehr unterschiedlich und ich denke man hätte eher Nachtigalls Fähigkeiten gebraucht ein Spiel kreativ zu gestalten als Csillags Fähigkeiten im 16er, besonders da im Zentrum kaum etwas funktioniert hat.

Egli war heute richtig stark, MVP.

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Nachtigall hatte in der ersten Hälfte auch mehr schwächere Aktionen als gute Aktionen, inklusive beim 0:2. Wahrscheinlich sollte eher Selina Vobian diese kreative Rolle übernehmen, die in der ersten Hälfte auch eher auf verlorenen Posten stand (u. a. auch Ballverlust, der das 0:1 einleitete). Csillag kam links für Kolb rein und Egli ging dann wie immer auf rechts. Bienz kam für Schneider rein. Kreativ und von den Ideen her ging aber weder in der 1. Halbzeit noch in der 2. Halbzeit etwas. Gerade diese langen Bälle verpufften. Immer wenn Stegemann den Ball hatte, konnte man mit diesem Ball rechnen. Weil auch einfach zu wenig Action und Bewegung von dem Rest war. Wenn man es mal anders gespielt hatte, kam in Richtung Strafraum/Tor. Auch wenn die Abschlüsse auch zu Wünschen übrig ließen. Es tut auch ein wenig weh, dass eine Fölmli immer noch verletzt ist. Denn das wäre auch nochmal eine Option im Offensivspiel.

Erschreckend schwach waren wir heute aber auch bei den Gegentoren und einigen weiteren Szenen von Nürnberg. Das 0:1 startet in der gegnerischen Hälfte als Vobian den Ball verliert (zu wenig für Foul) und endet hinten als Stierli im Strafraum zu passiv ist. Beim 0:2 bekommt man den Ball nicht weg, Nachtigall sieht auch nicht so gut aus und Nürnberg schießt das Weitschuss-Traumtor. Nach der Halbzeit hätte es fast schon geklingelt nach dem Kopfball. Dann beim 1:3 sieht erst Szenk und dann Stegemann auch nicht gut aus, unglücklicherweise macht Felde den Ball selbst rein. Dieses Tor sollte nicht fallen, wenn man gerade den Anschluss gemacht hat. Defensiv hat man aktuell auch nicht mehr Möglichkeiten, nach dem auch offiziell bekannt gegeben wurde das Gudorf auf unbestimmte Zeit ausfällt.

Edit: Ich muss mich korrigieren. Vobian muss neben Birkholz gestartet sein. Nachtiall war die ganze links unterwegs und Schneider in der Mitte. Wobei Nachtigall auch dort immer zu finden war. Kolb auf jeden Fall auf ihrer rechten Seite. Csillag dann nach der Halbzeit neben Birkholz.

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Was für ein großartiges Tor von Aneta Polášková! Mit dem Rücken zum Tor, aus der Drehung, mit der Flugkurve in den Winkel. Traumhaft. Moment des Spieltags

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gar nicht mal unverdienter Punkt fuer Jena. Zwar sprechen die Anzahl der Torschuesse und der Alutreffer fuer einen HSV Sieg aber bei den wenigen Offensivaktionen die Jena hatte, waren sie deutlich zielstrebiger unterwegs. Beim HSV dagegen reihenweise alberne Abschluesse aus der erstbesten Position, egal ob mit dem guten oder schwachen Fuss, egal ob der Winkel und die Entfernung vielversprechend waren, egal ob es eine besserpositionierte Mitspielerin gab. Im Ergebnis hatte der HSV dann doppelt so viele Torschuesse wie Jena (25:13) aber auch drei mal so viele neben das Tor (14:5), so dass die Schuesse aufs Tor fast ausgeglichen waren (7:6) und der HSV sogar weniger Grosschancen hatte (0:1).

Interessant waere der Erklaerungsansatz. Fehlen die offensiven Automatismen, fehlt die individuelle Klasse die Situationen richtig zu erkennen oder fehlt das Vertrauen in die Mitspielerinnen und man versucht es deshalb immer selber? Oder war es die taktische Anweisung, aus jeder Lage zu schiessen? Irgendwie alles keine Antworten, die auf schnelle Besserung hoffen lassen.

Bei Jena hat dagegen genau das recht gut funktioniert: Paesse werden auf Verdacht in den offenen Raum gespielt weil man darauf vertraut, dass die Mitspielerin den logischen Laufweg macht. Freistossvarianten wurden variabel ausgespielt. Das war schon eine solide Mischung aus einstudierten Ablaeufen und individueller Klasse/Gewitztheit. Man sieht, warum Jena bisher in jedem Spiel ausser gegen Bayern getroffen hat. In dem Team ist mehr drin, als die Punktzahl vermuten laesst.

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Da sehe ich eher Natassja Lein. Wurde von den Freiburgerinnen kaum in Griff bekommen (v.a. in der ersten Halbzeit), hat zwar kein eigenes Tor erzielt, aber zwei Tore vorbereitet und war auch sonst immer gefährlich, vor allem bei den Kontern der Clubfrauen.

HSV vs Jena

Rahmenbedingungen: Paralleler Anpfiff zum HSV Spiel der Männer in Leipzig. Trotzdem ca. 5300 Zuschauende und damit noch mal 500 mehr als gegen Hoffenheim. Für ein normal am Wochenende terminiertes Spiel sollten also 6-7k Zuschauer Standard sein beim HSV. Das ist schon vollkommen ok.

Lotta Wrede begann leider auf der Bank, für sie spielte Hillebrand auf der 8, Schwalm im Sturm mit dem Startelfdebüt.

Die ersten 15 Minuten waren ein seichter Einstieg. Abtasten auf beiden Seiten. Keine vernünftigen Ballbesitzphasen auf beiden Seiten. Es gab einen Schuss von Brunnthaler aus 40-50m, wo man meiner Meinung nach einfach die Überzahl nach Ballbesitz hätte ausspielen sollen und nicht versuchen ein Tor des Monats zu erzielen.

Danach kam es dann zu ersten Chancen für den HSV, sowohl aus dem Spiel als auch 2x nach Ecke von Nina Räcke. Ich habe mir in der 23. Minute notiert, dass der Ball langsam rein muss. In der Phase sammelte Jena auch drei gelbe Karten, man war also vollumfänglich überlegen. In der Phase hab ich mir auch aufgeschrieben, dass die starre Fünferkette aufgelöst wurde. Erst Stoldt und Hirche im Wechsel, später dann nur Stoldt rückten konsequent ins DM vor und konnten so Überzahlen schaffen. Da Jena auch kaum gefährlich wurde, brauchte es auch nicht starr die Fünferkette. Oft blieben Hirche, Räcke und Böhler alleine in letzter Linie weil Stoldt und Eggert mit aufrückten.

Ab der 35. flachte es dann etwas ab, Jena blieb vor allem dank Abseitsstellungen im Gedächtnis, hatte aber eine gute Chance in der 39. sowie in der 43. Minute, insgeamt hatte der HSV aber 3x so viele und auch klarere Chancen. Auffällig vor allem Brunnthaler, so den Ball enorm abschirmen kann und auch viele tolle Ablagen mit Bauch/Brust spielt.

1,2xG zu 0,4xG zur Pause und die klare Überlegenheit auf dem Platz, es fehlte nur das Tor.

In der Pause dann Interview mit Laura Sieger, die ansprach, dass es ihr 3(?) Kreuzer ist schon. Wusste ich gar nicht und macht mich sehr traurig.

Schon vor der Pause war klar, dass L.Wrede zur Pause kommt, da sie sich intensiv aufwärmte. Die Frage war nur für Hillebrand oder Schwalm, wurde dann Hillebrand. Und auch wenn sie nicht überragend gespielt hat, und 1-2 Fehler mehr als sonst machte, ist es einfach nur eine Naturgewalt sie live in der ersten Reihe im Stadion spielen zu sehen. Sie macht so viele kleine Dinge mit dem Ball besser als jede andere Spielerin auf dem Platz und man hat auf der Tribüne mittlerweile das Gefühl, dass sie gar keinen Ball verlieren kann, egal wie viele Gegnerinnen in der Nähe sind. Sie wurde im letzten Rasenfunk gegen Bremen nicht mal erwähnt und war dort eine der Besten, deswegen gehe ich davon aus, dass sie dieses Mal auch nicht erwähnt wird, aber das ist wirklich krass was für einen Unterschied es zwischen ihr und dem Rest in Sachen Ballbehandlung etc, gibt.

Nach der Pause war das Spiel auf jeden Fall weniger ansehlich und zerfahrener. Unsere Passquote war wie die ganze Saison schwach und gerade in entscheidenden Momenten fehlte die Präzision. Hier viel mir zwischen 45 und 60. Minuten Mikolajova auf, die eine sehr genervte Körpersprache zeigte, wenn mal wieder ein Pass nicht kam oder jemand zu früh in die Spitze startete.

  1. und 75. dann jeweils ein Doppelwechsel, aber alles Positionsgetreu und erst mal ohne großen Impact. Wobei Büchele einizige gute Szene im Umschalten hatte und später Cristin Meyer dann auch sehr aktiv war. Nach dem zweiten Doppelwechsel gabs auch die ersten Chancen und die wurden nicht perfekt ausgespielt, und man wurde dann auch mit einem Tor belohnt, wobei die gegnerische Torhüterin sehr schlecht aussah. Aber die Geschenke haben wir ja auch jedes zweite Spiel bisher verteilt, von daher hat man sich das evtl. auch mal verdient.

Jena ist dann gar nicht so wirklich auf den Ausgleich gedrückt und wir hatten einige Gelegenheiten auf das 2-0, aber leider fehlte am Ende die Präzision oder der Schusswinkel war schlecht. Man hatte Brunnthaler, die fast den Elfer bekommt, man hatte MEyer mit dem Kopfball an den Pfosten nach Ecke und man hatte den indirekten Freistoß aus dem Strafraum nach Ballsperren, der hauchzart rüberging.

Vielleicht war man auch zu offensiv, denn im Rücken ließ man Lücken und kassierte so doch noch das 1-1. Im Anschluss hätte man sogar noch verlieren können, da ein sehr wildes hin und her entstand, aber für mich definitiv zwei verschenkte Punkte, da man komplett überlegen war und dann kurz vor Schluss den Ausgleich fraß. Muss man vielleicht als Neuling in der Liga akzeptieren und gehört zur Lernkurve, wäre für die Tabelle aber natürlich mega gewesen den Abstand auf 13 und 14 so richtig auszubauen…

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Ich hab nicht viel von unseren Frauen gesehen, weshalb ich mich hier eigentlich sehr zurück halte, aber mir ist desöfteren aufgefallen, dass die Gegnerinnen zielstrebiger agieren, als wir es tun. Wenigstens mein Eindruck aus den Momenten, die ich in dieser Saison gesehen hab.

Ob es beabsichtigt ist, oder nicht, kann ich nicht sagen.

Mal kurz was zu Bayern - Köln:

Vorneweg:

Bayerns Verletzungsflut geht weiter.

Erst muss Oberdorf in der 22. Minute verletzt raus, sah nach Knie (Kreuzband oder Innenband) aus.

Dann in der Nachspielzeit knickt dann Hansen um und Bayern beendet das Spiel zu Zehnt.

Zwischenzeitlich verletzt sich Eriksson noch bei nem Kopfballduell und muss dann mit Turban weitermachen.

Zum Spiel:

Köln beginnt brutal aggressiv mit hohem Pressing und stellt immer eine zusätzliche Spielerin ab auf Bühl, zu Beginn Hegering.

Mit dem hohen Pressing kommt bayern nicht klar und Köln setzt erste Akzente. In dem Zuge gibt es eine Ecke, die von Köln auf Jessen auf den kurzen Pfosten geschlagen wird.

Stanway pennt und auch Grohs reagiert zu langsam und so steht es 1:0.

Weiterhin gelingt es Bayern nur schwer sich zu befreien, bis es dann bei einem Zweikampf im Mittelfeld zu besagter Oberdorf Verletzung kommt. Für sie kommt Tanikawa ins Spiel und Bayern wird darufhin drückender aber ohne zwingend zu werden.

Weil sich Agrez zwischenzeitlich auch noch verletzt und behandelt werden muss, gibt es 8 Minuten Nachspielzeit. In dieser Nachdpielzeit misslingt Hegering ein Klärungsversuch und der Ball landet bei Tanikawa vor den Füßen. Diese nimmt ihn an und schlenz ihn in das rechte obere Eck.

Dann ist erstmal Halbzeit und Bayern kommt wie verwandelt aus der Kabine.

Bayern spielt sich Angriff um Angriff raus, und Köln kann nicht mehr dagegen halten. Eriksson trifft nach einer Ecke.

Ballisager wird im Anschluss an eine Ecke/Freistoß komplett freigelassen und kann einköpfen.

Dann macht Köln auf, und Bühl kann sich links durchtanken auf Höhe des Mittelfelds, schickt Schüller steil und diese geht zur Grundlinie und kann frei entscheiden auf wen sie abgibt. Sie findet Stanway und diese versenkt ihn entspannt im langen Eck.

Zu guter letzt kommt Hegering zu spät gegen Harder, die von ihr leicht getroffen wird. Der Schiedsrichterin reicht der Kontakt und Harder verwandelt selbst.

Durch die zweite Hälfte geht das Ergebnis auch in der Höhe in Ordnung.

MVP war in meinen Augen Tanikawa, denn mit ihrer Hereinnahme kippte das Spiel immer mehr Richtung Bayern, sie erzielt den Ausgleich selbst und hat durch sehr schöne weite Bälle Angriffe eingeleitet.
Allgemein stand ihr die Verhältnismäßig tiefe Rolle sehr gut.
Sie hat das Spiel gut aufgebaut auch einige gute Dribblings dabei.
Für mich fehlt nur noch ein bisschen Physis und sie kann im Falle eines Stanway Abgangs die Rolle übernehmen.

Anmerkung das 3:1 und 4:1 war andersrum in der Reihenfolge

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3x rot (und erfreulicherweise alle drei berechtigt!) gegen Leverkusen, ist das Rekord in der FBL?

kurios, dass Lutz bei der Dritten schon die gelbe Karte in der Hand hatte aber dann (wahrscheinlich durch Ueberzeugungsarbeit der Assistentin) noch zurecht auf rot geupgraded hat.

Die zweite ging an wen? Staff? Bank?

Bei der Sportschau steht nur 43. Minute Rote Karte. Beim Kicker nicht mal das…

  1. rote Karte ging an Turanyi für ihr Foul an Svenja Huth, die anschließend länger behandelt werden musste, war in der 52. Minute.

meinte die Dritte, sorry

  1. rote Karte Notbremse Voll
  2. rote Karte fuer jemanden aus dem Staff beim Protest nach dem 0:2
  3. rote Karte hartes Foulspiel von Turyani gegen Huth

Danke. Ich hatte dich auch so verstanden :wink: Es gab/gibt nur keine Infos zu der in der 43.

Aber jetzt ja :wink:

LEV - WOB:

Die dritte rote Karte hat auch beim Magenta-Kommentator für Verwirrung gesorgt, der offensichtlich nicht im Stadion war, daher kein Vorwurf an ihn. In der 51. Minute wurde das kameraseitig überhaupt nicht mitgeschnitten und auch nicht aufgelöst, erst in der 65. Minute kam die Wiederholung und dem Kommentator ist aufgegangen, dass Leverkusen seit 15 Minuten nur noch zu neunt ist. Sehr kuriose Situation.

FCU - RaBaL

Schönes Spiel. Schöne Stadionatmosphäre. In den ersten 15 Minuten sollte wieder geschwiegen werden. Keine Wertung dazu, aber es war dann doch sehr schön, dass die Eisernen Ladies so gut ins Spiel gekommen sind, dass das ein lautes, emotionales Schweigen war.

Das Ergebnis gibt den Spielverlauf nur teilweise wider. Gerade in der zweiten Hälfte hat Leipzig druckvoll gespielt und sich durchaus einige Chancen erarbeitet. Bis zum 3:0 hätte es auch kippen können.

MVP: Tomke Schneider kann man immer besingen und auch heute hat sie wieder ein großartiges Spiel gemacht. Trotzdem ist für mich “das Team” MVP. Nach der Niederlage letzte Woche hat man heute überhaupt keine Unsicherheit gemerkt: klare Spielidee, Ballsicherheit, defensive Sicherheit und ab Hälfte 2 dann clever auf Konter gegangen. Auch nach den Wechseln hat man keinen Qualitätsverlust gemerkt. Es war heute alles rund.

Unsung Heroine ist Cara Bösl. In den letzten Spielen konnte sie nicht viel ausrichten und sich nach ihrem Schnitzer gegen Leverkusen nicht wirklich auszeichnen. Heute hat sie uns aber den Sieg festgehalten. Nach dem 1:0 und bis zum 3:0 hätte das Spiel durchaus kippen können. Bösl hat von Anfang an geglänzt.

Moment des Spiels: Katja Orschmann trommelt nach dem Spiel alle Leute zusammen um sich vor der Anzeigetafel (5:0, weiß auf rot) fotografieren zu lassen. Danach werden alle besungen mit :musical_notes: 1:0 Union, 2:0 Union, 3:0, 4:0, 5:0 Union :musical_notes:

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Ich gebe dir Recht mit dem Team als MVP, möchte aber doch Eileen Campbell noch gesondert erwähnen: sie war an 4 Toren direkt beteiligt, eins geschossen und zwei offizielle Vorlagen, bei Ida Heikkinens 5:0 war noch die Leipziger Torhüterin Elvira Herzog zwischendurch dran.
Darüber hinaus hat sie eben genau so konzentriert, energisch und unermüdlich gespielt und gearbeitet wie ihre Mitspielerinnen.

P.S.: Tomke Schneider kann man natürlich immer besingen, beispielhaft hier die Vorbereitung zum 3:0, als sie zuerst hinten das Kopfballduell gewinnt, um wenig später vorne links aufzutauchen, um den Ball überlegt direkt in Campbells Fuß zu spielen.

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Jonas Stephan sagte nach dem Spiel folgendes: „Wir haben zuletzt viel das Wort Emotion genutzt. Fußball ist nicht immer nur Taktik und Fitness, sondern es geht auch darum, in bestimmten Momenten das Tor machen zu vollen, sich in Eins-gegen-Eins-Situationen durchsetzen zu wollen, den Pass an die Frau bringen zu vollen. Meine Mädels laufen viel und arbeiten viel, aber wenn es darum geht, das Tor zu erzwingen, dann hat uns Union diesmal vorgemacht, wie es geht. Mir fehlt da nachhaltig weiterhin die Überzeugung.“

Darüberhinaus sagt er zur Leistung seines Teams: "„Ich finde, dass wir mit dem Ball in ein paar gefährliche Räume stoßen konnten. Wir waren aber nicht konsequent genug in Richtung Tor und haben es verpasst, mehr Flanken zu spielen. Entscheidender Faktor war aber, dass wir Kompaktheit haben vermissen lassen. Wir haben Union zu viel Raum zwischen den Ketten gegeben, gerade in Umschaltmomenten. Und die Tore fallen quasi alle aus Umschaltmomenten heraus. …”

Kein Wort über eine Adaption des Spielsystems an das Leistungsvermögen seiner Spielerinnen bzw. an die Gegnerinnen. An diesem hält er beharrlich fest.

Hier anzuhören: Ein Reel auf Youtube. Für Mariann Noack war es die Heimspielpremiere nach ihrer Einwechslung in der 84. Minute. Das freut mich sehr. In den zehn Minuten auf dem Platz hat sie ihre Sache sehr überzeugend gemacht.

Ungemein gefreut hat mich der Auftritt von Lisa Heiseler. Vielleicht hatte sie in den bisherigen Spielen noch zu viel Respekt vor der Bundesliga? Gestern jedenfalls war sie wieder die alte Instinktfußballerin und hat gezeigt, warum sie die Torschützenkönigin der 2. Liga wurde.

Tanja Pawollek läuft unterdessen mit einer Orthese am linken Fuß herum. Ich finde es insgesamt schon sehr bedrückend wieviele Spielerinnen sich schwerer verletzen, ligaübergreifend.
(Gute Besserung an Merle Frohms nach Madrid. Und bei Lena Oberdorf kann man nur die Daumen drücken.)

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Danke, dass du Eileen Campbell nochmal so hervorhebst. Mir ist erst hinterher aufgegangen, dass ich sie so gar nicht erwähne. Ihr Freudenschrei nach dem 3:0 kam, glaube ich, ganz tief aus ihrem Inneren. Da muss gestern eine kleine Anspannung von ihr abgefallen sein.

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