FC Köln, ich finde es beeindruckend wie sehr Marina Hegering den FC verbessert hat im Vergleich zur letzten Saison. Sie hat immer die Übersicht über das ganze Spiel und ist quasi immer als letzte Sicherung abspielbar. „Wenn man nicht mehr weiter weiß, spielt man zu Marina“
Bremer kommt langsam an, nicht nur wegen des Tors, am TV wahrscheinlich besser zu sehen aber meinem Eindruck nach schafft sie langsam auch Räume für die anderen Mitspielerinnen.
Köln wird oder wurde zurecht schlechter geredet als sie sind wegen der letzten Jahre. Aber jetzt hat man eine Trainerin die ein klares System und Spielidee hat.Zudem starke Neuzugänge.Hegering top,Jessen auch gut eingeschlagen und wenn Bremer fit ist gehört sie zu den besseren Stürmerinnen der Liga. Stolze kommt immer besser in Schwung und wenn Ziemer noch zurückkommt hat man eine starke Offensive. Agrez blüht neben Hegering auf.Und Vogt,Donhauser oder Imping haben noch einen Schritt nach vorne gemacht.
Ich sage sogar das der Kader wenn alle fit sind nicht schlechter ist als der von Hoffenheim,Werder oder Freiburg. Und damit durchaus Top 6 erreichen kann.Spannend
Stimme zu, dass beim FC mittlerweile auch eine andere Struktur im Spiel sichtbar wird, die sich in den Ergebnissen niederschlägt. Martina Hegerings Rolle ist wirklich beeindruckend. Sicherlich war gerade zum Anfang der Saison die Verwertung von Chancen ein Problem, aber die Rückkehr nach Verletzung und das Einspielen von Jessen, Bremer und auch Stolze, die die letzten Spiele gut war, bringt hier eine neue Dimension.
Andererseits kann ich die gewisse Skepsis zu Saisonbeginn auch nachvollziehen, denn auch in den letzten Jahren gab es, gerade offensiv, spannende Kandidatinnen, denen man Tore zugetraut hätte, die aber auch Verletzungsprobleme hatten. Es hat aus verschiedenen Gründen nicht langfristig funktioniert. Jetzt scheint es aktuell gut zusammen zu passen.
„Union Berlin ist kein klassischer Aufsteiger“ hier jetzt mal exemplarisch von Fritzy Kromp, aber ich würde den Satz gerne als Phrase zur Diskusion stellen.
Imo ist Union Berlin prototyisch für eine Art von Aufsteiger die wir in den nächsten Jahren häufig sehen werden, wenn es nicht sogar der typische Aufsteiger wird: Frauenteams von Fußballunternehmen die eins aus dem hochklassigen Herrenbereich kennt, die viel* investieren und auf „Dem Weg“ in die erste Liga sind: Dortmund, Stuttgart, Mainz, etc. Arguably gehören Leipzig und der HSV da genau so mit dazu. Und Victoria Berlin definiert sich vom Marketing her als Gegenentwurf, davon abgesehen deckt sich aber vieles.
Das charakeristische Merkmal ist für mich der, mehr oder weniger verklausuliert formulierte Anspruch: aufsteigen, erstklassig bleiben, oben mitspielen. Der wird, genau wie Infrastruktur, Organisation, quasi mit der Marke übernommen und mitgenutzt. Wir sind schließlich wer.
Heh. Top 6 im Sinne von Platz 6. Maaaaybe Platz 5. Bayern, Wolfsburg, Leverkusen, und Frankfurt machen die Top 3 unter sich aus. Hoffenheim hat Cerci und Kössler, da kann der FC beim besten Willen nicht mithalten. Und dann ist Kader eben nicht alles. Organisation, Struktur, Infrastruktur, Stabilität. Sagen wir so, wenn Werder es auf Platz 5 oder 6 schafft wäre ich aus dem Häuschen. Wenn der FC es da hin schafft wäre ich ebenso baff erstaunt.
Das macht keinen Spaß mehr. Korina Janez hat sich anscheinend jetzt die nächste schwere Verletzung zugezogen, nachdem sie m Rasen hängen geblieben ist. Das linke Knie. Das nächste Kreuzband?
Andere Teams aus der Bundesliga wie Hoffenheim, Leverkusen, Freiburg, Leipzig, Nürnberg und Essen waren hingegen zuletzt unter den Top 10 jüngsten Teams/Kader in den Top-5 Ligen Europas bei Soccerdonna-IG. Das fand ich doch auch schon überraschend, dass sich da sechs Bundesligisten befinden.
Von daher aus Sicht von Freiburg, denen in der Saisonvorschau auch eher das untere Mittelfeld zugetraut wurde (wegen Abgängen, jungen Spielern, Trainer ohne Erfahrung), würde ich generell sehen, dass Köln mit Erfahrung eine Nase vorn haben sollte. Das ist halt immer die Frage was nimmt in seine Bewertung, wie gewichtet man das, die Erfahrung, das Talent, welche Zahlen aus dem Statistik-Schränkchen.
Mit der ersten Aktion war dieses Spiel gefühlt schon entschieden. Lina Hausicke hat es so gut gegen Tomke Schneider gemacht. Schneider will den Ball ins Aus trudeln lassen, aber Hausicke legt ihn im Fallen perfekt zurück, sodass Maja Sternad das Tor machen kann. Dieses frühe Nachgehen und Pressingverhalten hat den Unterschied gemacht. Aus Stadionperspektive gab es danach relativ viel Leerlauf, ohne wirkliche Torraumszenen auf beiden Seiten. Die wenigen Torraumszenen, die es gab, wurden von Werder Bremen erarbeitet. Und wenn sich eine Chance ergeben hat, haben sie die effektiv genutzt. Sie gehen als verdiente Siegerinnen vom Platz.
Den Eisernen Ladies kann ich insgesamt gar keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft und wenig zugelassen. Ich erinnere mich an einen Torschuss von Tomke Schneider aus der 2. Reihe. Weitere Akzente nach vorne gab es m.E. nicht.
Wir waren von zwei Dingen etwas überrascht:
1. Das Mittelfeld: Celine Frank und Korina Janez haben ihr Startelfdebüt gegeben. Dass neben Köster und Pawollek auch Moraitou und Hipp fehlen, hatten wir so nicht auf dem Schirm. Janez (Knie-)Verletzung wurde noch nicht weiter kommuniziert, aber ich vermute, sie fällt länger aus, sodass jetzt noch Heiseler und Frank als designierte Mittelfeldspielerinnen* verbleiben.
2. Die Reservebank: Ailien Poese hatte 6 Spielerinnen auf der Reservebank, davon Melanie Wagner als Ersatztorfrau und mit Dina Orschmann und Judith Steinert zwei Spielerinnen, die schon zum Saisonbeginn einen Profivertrag hatten. Die übrigen drei waren aus unserem Nachwuchs: Leona Seifert (*Mittelfeld, yay!), Mariann Noack (Verteidigung) und Carla Okoro (Angriff). Leona Seifert war m.E. bis dato noch nicht im Kader. Sie spielt eigentlich für die U17 (!) und war nach der Verletzung von Korina Janez ab der 55. Minute im Einsatz.
Stadionerlebnis: Ein Stadion mit Baustellencharme. Durch die Tartanbahn war man gefühlt relativ weit weg vom Gesehen. Das war aber mich Sicherheit auch unserer Positionierung bei der Eckfahne geschuldet. Das erste Tor war so früh, dass wir es bereits vergessen hatten, als wir die anderen zwei aufgrund der Entfernung kaum sehen konnten (na gut: wollten). Werder hat gute Stimmung gemacht. Der unfreiwillige Wechselgesang “Werder - Union” hat mir besonders gut gefallen. Auch ein Plus: Besseres veganes Angebot als das StadAF. Vegane Frittierwurst und Pommes - was will man mehr?
Verletzungen (allgemein): Diese schiere Anzahl an (Knie-)Verletzungen lässt mich etwas ratlos zurück und nimmt mir zunehmend den Spaß am Spiel. Ich frage mich, ob sich das Athletikteam nicht mal beraten lassen kann von anderen Sportarten, beispielsweise (Frauen-)Tennis. Die Belastung auf den Knieen ist ebenfalls enorm groß und trotzdem fällt mir aktuell “nur” Sabine Lisickie mit einem Kreuzbandriss ein. Aktuell sind Barbora Krejcikova und Jennifer Brady mit Knieverletzungen nicht spielfähig. Trotzdem: Was machen die Sportlerinnen anders?
Sport ist halt nicht gleich Sport. Das wird ja schon offensichtlich wenn eins die beiden Schuhe nebeneinander stellt. Mir wird auch mit jeder Meldung mulmiger. Ganz großer Scheiß, der immer noch viel zu larifari angegangen wird.
In einer idealen Welt holt der HSV mindestens eine IV mit etwas Endgeschwindgkeit in der WINterpause. Bei Rückstand ist man leider häufig in der Zwickmühle, hinten höher stehen zu müssen, um vorne früher anzulaufen. Stimmt dann aufgrund der fortgeschrittenen Spielzeit die Intensität nicht mehr, kommt man einen Schritt zu spät und die Bälle könne fast ohne Druck hinter die letzte Kette gespielt werden. Dort fehlt dann so sehr das Tempo, dass selbst eine Laura Freigang davon laufen kann.
Anonsten muss man eine wirklich gute 1. HZ loben, die Kulisse von 6000 bei denkbar ungünstiger Anstoßzeit und sich langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass Lotta Wrede im Sommer weg ist. Wurde heute relativ deutlich, dass sie von allen auf dem Platz die Talentierteste ist, Frankfurterinnen mit inbegriffen.
Lotta Wrede kann jede auf dem Bierdeckel ausspielen. Nur am finalem Output im letzten Drittel hapert es noch, aber oftmals auch, weil unsere anderen Offensivspielerinnen nicht talentiert genug sind etwas draus zu machen.
Und im Tor muss man mal nachfragen, was da los ist. Das sind ja jede Woche unerklärliche Fehler, egal wer da spielt. Haidner kann man keinen Ball zuspielen ohne Herzinfarkt und sie macht jetzt auch einfache Fehler, Schuldt hat ebenfalls am Fuß viele Fehler und null Strafraumbeherrschung…
Jo, das passt nicht so richtig in die Reihe, stimmt. Hauptsächlich weil das Unternehmen durch den Abstieg der Herren und der langen Zweitligazeit finanziell am anderen Ende der Liga spielt als BVB, Leipzig, Victoria, Stuttgart, und, mit einem geringeren Delta, Union.
Da ist der HSV glaube ich eher im Gleichklang mit Werder. Der Kraft der Marke und Historie begründete Anspruch natürlich ein Erstligaclub zu sein, der ist schon vorhanden. Vorallem bei den Fans der Herren. Die wirtschaftliche Realität gibt das halt nur sehr bendingt her, deshalb wird das von den Offiziellen mit mehr oder weniger Fingerspitzengefühl gemanaget, statt mit breiter Brust projeziert.
Und wird dann auch nicht auf die Frauen übertragen. Weder von den Funktionsträger*innen, noch den Fans.
Ich verstehe nicht was die SC-Frauen da machen. Das ist doch recht übersichtlich was man vorn zusammenspielt. Da muss gleich mehr Feuer rein. Ein klein wenig enttäuschend. Zu den Gegentoren sag ich mal lieber nichts.
Edit: Defensiv ganz schwach von Freiburg. Wenn du dir so die Tore zu hause fängst, musst du dir auch keine Gedanken über Anschlusstreffer machen.