Alles zum Frauenfußball

RFEF und CTA führen in Spaniens Liga F zur neuen Saison als erster Verband den FVS (oder auch nur VS) ein, war schon im März gemeldet worden.

Review Request
Zweimal kann ein Coach auf Antrag Entscheidungen überprüfen lassen
Las cuatro situaciones susceptibles de revisión son:
-Gol / No gol
-Penalti / No penalti
-Tarjeta roja directa
-La confusión de identidad

Die FIFA betont: FVS ist nicht als Ersatz des VAR gedacht oder geplant.
Der DFB lehnt das System ab. Korrekt, er sollte erstmal den Professionalisierungsgrad der spanischen Schiedsrichterinnen erreichen.

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Katastrophale Entscheidung von ihr.

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Eine abschließende Meinung würde ich mir erst nach Veröffentlichungen von Gehältern relativ zu bisherigen Karriereeinnahmen erlauben. Ich könnte mir vorstellen, dass wir hier über Summen/Verhältnisse sprechen, welche diese Entscheidung verständlicher macht, auch wenn sportswashing natürlich verwerflich bleibt.

Dzseni wird vermutlich das Doppelte ihres Lyon-Gehalts beziehen, das ist in etwa 2% dessen was die männlichen Stars bekommen.

Wer an einer differenzierteren Betrachtung des saudischen Frauenfußballs jenseits der Schablonen, und der Leidenschaft saudischer Frauen für Fußball interessiert ist:

Das Sportstudio hatte 2021 einen Beitrag über Monika Staab
Diese Deutsche revolutioniert den Frauenfußball in Saudi-Arabien
Die Deutsche Welle hatte schon 2012 einen Beitrag über eine Fußballerin
Saudi-Arabien - Fußballspielen mit Kopftuch
Die Clubs in der SWPL (seit 2022) sind vom Staff absolut professionell aufgestellt. Frauen spielen auch mit offenen Haaren. Nationalmannschaften erhalten unabhängig vom Geschlecht gleiche Konditionen. Vergangenes Jahr war die Frauenmannschaft in Österreich im Trainingslager.

„Manchmal kann ich es gar nicht glauben, was in meinem Land gerade passiert“, sagt Saja Kamal. „Dann muss ich mich kneifen und mir sagen: Das passiert gerade wirklich. Frauen sind im Fernsehen und spielen Fußball. Alles offiziell.“ (Weltspiegel 2024)

Ach wie gut, dass in Deutschland Frauen niemals vom Fußball ausgeschlossen waren.
Und dass nie ein Tribünengespräch ‚Frauenfeindliche Strukturen’ nötig erschien. (Ironie)

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Und es ist auch kein luftleerer Raum. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen Frauen EM und Club WM. Das ist keine „Naja, die einen trinken halt lieber bier statt cola“ Entscheidung. Es ist politisch

Es ist politisch (‚Bier oder Cola‘ übrigens auch), aber warum sollte das eine bestimmte Berichterstattung erzwingen?

Muss es nicht. Aber die Entscheidung für das eine oder das andere lässt schon Rückschlüsse zu, finde ich.

Da Max in einer Sendung anmerkte in der Schweiz würden mehr Mädchen und Frauen spielen, habe ich mir die Zahlen der UEFA einmal herausgesucht.

Die Skandinavierinnen und Niederlanderinnen haben deutlich höhere Prozentsätze an fußballspielenden Frauen. Eine höhere Akzeptanz für Mädchen und Frauen als gleichgestellte Sportlerinnen im Fussball scheint sich abzubilden.
Die Niederlande hat 4x soviel Spielerinnen und tatsächlich die Schweiz fast doppelt soviel im Vergleich zu Deutschland.

Ein zweites Diagramm zu absoluten Zahlen ist auch interessant

Auffällig dass Deutschland vergleichsweise wenig junge Spielerinnen hat, eigentlich der relativ schlechteste Wert.
Der hohe Anteil Spielerinnen über 18 resultiert wohl noch aus der Boomzeit bis 2010, als viele Mädchen anfingen. Seitdem hat sich die Anzahl der Mädchenmannschaften ja rapide verringert.

In einer aktuellen Studie der Uni Würzburg mit dem BFV sagt Prof. Heinz Reinders:.
„In Bayern zeigt sich dabei ein durchaus besorgniserregender Trend. Im Jahr 2010 wa-
ren noch 1.305 Mädchenteams bis zu den U17-Juniorinnen gemeldet. Diese Zahl sank
bis 2023 auf 653 Teams, was einem Rückgang von 49,9 Prozent entspricht.“
„Kritisch bleibt die Situation indes im Mädchenfußball: Trotz wachsender Anerkennung bleibt die strukturelle Förderung aktuell weit hinter den Erwartungen zurück. Hier braucht es dringend verbesserte Rahmenbedingungen und gezielte Förderinitiativen, um das Potenzial des Mädchenfußballs in Bayern umfassend zu entfalten“.
Es gibt inzwischen ja einige Projekte der Landesverbände, auch in Bayern.

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Das ist eine durchaus mögliche Interpretation. Man könnte aber auch interpretieren, dass die hohen Prozentzahlen in Ländern mit verhältnismäßig niedrigen absoluten Bevölkerungszahlen (im Gegensatz zu D, F, I und UK) sich dadurch erklären, dass in den Ballungsgebieten der großen Länder einfach Ganz allgemein weniger Fussballangebote pro Kopf bestehen. Dazu müsste man mal in die Statistik für Männer reinschauen, ob es da ein ähnliches Gefälle gibt, oder nicht.

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Whoa. Die Altersverteilung im Vergleich straft echt alles Lügen, was die Verbände so an Gute Laune Förderungs PR und Konzepten produzieren. Das müssen doch bei allen Verbandstrainer*innen die Alarmglocken schrillen.

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Das verstehe ich nicht. Nach offizieller Mitgliederstatistik des DFB waren in Bayern im Jahr 2010 insgesamt 69.287 Mädchen bis 16 Jahren gemeldet. Jetzt, im Jahr 2025, sind es 78.651 Mädchen. Wie kann sich bei einer Zunahme von mehr als 9.000 angemeldeten Mädchen die Zahl der Manschaften in Bayern halbieren?

Edit: die Antwort kann nicht in falschen Zahlen liegen, denn laut DFB ist die Zahl der Mannschaften tatsächlich auf 653 in 2023 gesunken. Inzwischen sind es wieder 876, aber immer noch klar weniger, als in 2010.

Die Zahlen aus Bayern sind etwas seltsam. Innerhalb 2 Jahre zwar 223 Mädchenteams mehr, dafür aber 155 Frauenteams weniger?


Das Zitat aus der Studie Prof Reinders ist von Mai 2025, er schrieb auch:
„Der nach der Frauen-Europameisterschaft 2022 zu verzeichnende Boom im weiblichen Fußball lässt sich aktuell nicht ganz halten.“
Das passt zwar nicht zu den Zahlen des BFV, er wird dies aber bewußt so formuliert haben.

Prof. Reinders ist wissenschaftlicher Leiter des Nachwuchsförderzentrums für Juniorinnen an der Uni Würzburg, europaweit einzige Forschungsakademie für die Talentförderung im Juniorinnen- und Frauenfußball.

Oh, ich wollte nicht den Professor anzweifeln. Ich finde die Zahlen nur bemerkenswert. Ich glaube (rate) inzwischen aber, dass die Anzahl der Mannschaften aussagekräftiger ist, als die Anzahl der angemeldeten Spieler. Nur als Beispiel: teilst Du die Anzahl der U16-Spielerinnen im Jahr 2025 (78.651) durch die Zahl der Mädchen-Mannschaften (876), dann sind das fast genau 90 Spielerinnen pro Mannschaft. Das kann niemals die Realität sein. Ich glaube: angemeldete Mannschaften müssen zum Spielbetrieb antreten, sind also echte statistische Größen. Angemeldete Spielerinnen dagegen können Training und Spiel schwänzen. Also geht der Boom der wirklich aktiven Spielerinnen tatsächlich runter, wie man aber allein an den angemeldeten Mannschaften ablesen kann. Insofern hat der Prof. also vollkommen Recht, auf die Mannschaften abzustellen und die Spielerinnen nicht zu erwähnen. So sieht es zumindest aus.

Edit: „ging“ der Boom zurück, muss es heißen. Seit 2 Jahren scheint es ja aufwärts zu gehen (allein im Süden 400 Mädchenmannschaften mehr) und ich denke de EM wird ihre positiven Auswirkungen haben.

Ich möchte euch die berührende Serie “Frauen, Fußball, Freiheit” aus der ZDF-Mediathek ans Herz legen.

Es handelt um mutige Mädchen und Frauen (und teilweise ihnen helfenden Männern) in Paris, Iran, Afghanistan, China und Ukraine, die einfach nur Fußball spielen wollen.

Besonders die Afghanistan-Folge fand ich krass. Es wurde gezeigt, wie ein Mädchen (so um die 10) sich einen Kurzhaarschnitt macht, um als Junge durchzugehen, um Fußball zu spielen und um später arbeiten zu dürfen.

Dazu haben die noch eine 17 Jährige Lehrerin gezeigt, die Mädchen und Jungs heimlich English Unterricht gibt, weil diese Kinder nur noch das Land verlassen wollen.

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Gibt es diese Saison wieder ein Tippspiel?

Denke schon, aber hängt davon ab, ob ich das noch eröffnen kann. Viel zu tun grad mit Saisonvorschau

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