Eintracht Frankfurt (f)

Was ihr zu den Frauen der Eintracht aus Frankfurt besprechen wollt, hat hier seinen Platz.

Meine Gedanken zu den Spielen in der CL-Quali:

  • Defensiv die meiste Zeit gut verschoben
  • Wolter ist ein toller Neuzugang. Durfte ja bei Wolfsburg die letzten Jahre kaum spielen, aber jetzt bei Frankfurt direkt voll eingeschlagen mMn. Und Riesen war auch ordentlich nach ihren Einwechslungen. Also defensiv auch personell gut aufgestellt trotz des Abgangs von Nüsken, der natürlich weh tut.
  • Gegenpressing gefällt mir sehr, hat man auch gegen Juve einige hohe Ballgewinne erzielen können
  • MMn war man offensiv hauptsächlich gefährlich in 3 Situationen: Hoher Ballgewinn durch Gegenpressing; Gegner steht hoch bei Ballverlust und Frankfurt kann kontern; Außenverteidigerinnen rücken hoch auf und spielen über die Flügel rein
  • Bedeutet gleichzeitig, v.a. gegen Team die tief stehen und/oder lang rausspielen sehe ich offensiv Schwierigkeiten. Das Kombinationsspiel gerade im letzten Drittel war in meinen Augen weder besonders präzise noch besonders dynamisch. Ich habe nur wenige Chancen gesehen die im geordneten Spiel durch die Mitte erarbeitet wurden.

Was ich mir sehr gut vorstellen könnte daher ist, dass man wie in der letzten Saison Bayern und Wolfsburg ärgern kann, aber gegen Teams wie Hoffenheim, Freiburg oder Leverkusen stolpert.

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Eintracht - Barca immer gut.

Rosengård in der Damallsvenskan ein paar Spieltage vor Schluss auf Platz 7 und haben im letzten Jahr in der selben Gruppe (-SGE +Bayern) schon stabile 0 Punkte eingefahren. Wenn da nicht was komplett schief geht, werden das zwei recht entspannte Spiele und eine Städtereise nach Malmö im Winter. :cold_face:

Barça ist halt Barça. Gruppensieg dürfte relativ sicher sein und jeder Punkt, ach Quatsch jedes Tor das man schießt, ach Quatsch jeden Angriff den man ausspielen kann ist eine eigene Party wert. Gehe nicht davon aus, dass wir ins Camp Nou gelassen werden – einerseits weil da dem Verein die Schweißperlen von der Stirn runterrinnen würden, andererseits weil wir ein sportlich nicht wirklich ebenbürtiger Gegner in der Gruppenphase sind. Aber lasse mich gerne überraschen.

Mit Benfica sehe ich uns relativ auf Augenhöhe. Die spielen einen interessanten Fußball und konnten letztes Jahr auch schon die Bayern vor Probleme stellen, haben aber trotzdem zweimal verloren. Einmal durch das Wahnsinnstor von Stanway, aber eben verloren. Das ist eine Spielklasse, in der ich uns auch verorten würde. Die beiden Spiele dürften auf jeden Fall interessant werden, und dann letztendlich ja auch entscheidend für einen eventuellen Viertelfinaleinzug.

Insgesamt eine machbare Gruppe, was in der ersten UWCL-Saison seit langem schon ein ziemliches Glück ist. Ajax hat es da deutlich schlimmer getroffen und auch Paris FC hat mit Real Madrid und Chelsea zwei harte Gegner vor der Brust.

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Hallöchen, ich möchte mal eine Frage stellen: ich verstehe den Hype (im Rasenfunk) um Anyomi irgendwie nicht so ganz?

Sie ist zwar verdammt schnell und steht öfters bis meistens an der richtigen Stelle, aber Entscheidungsfindung und Abschluss ist echt nicht berauschend. Was sich auch in ihrer Statistik widerspiegelt: in der Saison 22/23 stand sie 1214min auf dem Platz und hat dabei 8 Tore und 5 Vorlagen gemacht - wovon aber 4 Tore und 1 Vorlage erst in den letzten 4 Spielen kamen. Zum Vergleich hat die reine Einwechselspielerin Shekiera Martinez bei 488min bereits 5 Tore erzielt.
Klar waren die Gegner bei Martinez Spielzeiten bereits müde, aber sie hat ihre Chancen eben für Tore genutzt - Anyomi nicht.
Geschwindigkeit ist nicht alles, genauso reicht es auch nicht an der richtigen Stelle zu stehen - wenn daraus kein Torerfolg oder Chance für Mitspielerinnen entsteht ist das nur verlorene Spielzeit. Fußball ist ergebnisorientiert, potentiell gute Szenen reichen da nicht aus.

Anyomi ist jetzt 23 und spielt Stammelf, da sollte eigentlich der nächste Entwicklungsschritt folgen.
Auch dass sie aktuell in den bisherigen Spielen der neuen Saison mehr oder weniger die Zielspielerin ist, da Freigang und auch Prašnikar sehr viel im Mittelfeld & um den 16er mitspielen um Chancen zu kreieren, ist meiner Meinung nach kein Pluspunkt für sie. Sie wirkt (oder ist) eindimensional in ihrem Spiel. Klar, ist sie in jedem Spiel in tollen Situationen und kommt zu Chancen - es stehen ja auch bereits … 0 Tore und 3 Vorlagen zu buche (alle 3 im Spiel gegen Duisburg). Das ist eindeutig viel zu wenig auf diesem Niveau. Meiner Meinung nach ist die Leistung von Anyomi das mindeste was man von einer durchschnittlichen Stürmerin erwarten kann, aber eben nicht mehr. Von zB einer Innenverteidigerin erwartet man ja auch, dass sie pro Spiel ein paar Chancen verhindert - und lobpreist sie dann nicht überschwänglich dafür.

Deshalb finde ich sollte mal darüber gesprochen werden ob Anyomi in ihrem aktuellen Entwicklungsstand nicht einer anderen den Platz wegnimmt, einer Martinez oder Wamser zB. Auch Reuteler ist eigentlich Stürmerin und dann wäre zB Platz für Gräwe im Mittelfeld.
Ihre Erfolge in der Nationalmannschaft und Pokalwettbewerben beschränken sich leider ebenfalls auf „schnell rennen können und meistens nichts aus ihren Situationen machen“. Das ist doch einfach zu wenig!
Keine Mannschaft kann sich im deutlich weiterentwickelten Frauenfußball noch leisten eine Spielerin auf dem Platz zu haben die den Spielerfolg nur vielleicht und ab und zu mal erhöht.

Sie ist immernoch ein riesiges Talent, aber ihr fehlt eindeutig aktuell noch zu viel um einen Stammplatz und so viel Lob zu bekommen/verdienen. Ihre Entscheidungen und ihr Abschluss sind aktuell einfach nicht gut genug.
Was sehen du, @GNetzer, und deine Gäste im Rasenfunk anders, dass ihr auf eure überaus positive Meinung zu Anyomi kommt? Und sehen das hier noch weitere wie ich oder übersehe ich etwas grundlegendes?
Würd mich sehr über eine Antwort mit eurer Analyse oder Begründung freuen🙂
Grüße Martin

Hey Martin!

Danke für deine Frage und dass du sie hier gepostet hast, ich denke es haben sicher auch noch andere Gedanken dazu. Ich finde, du triffst mit deiner Frage einen richtigen Punkt: Anyomi ist schon länger eher ein Versprechen als eine Leistungsgarantin. Dennoch gibt es etwas, das sie besonders macht und auch rechtfertigt, dass sie bei der SGE oder dem Nationalteam in der Startaufstellung steht: Ihr Profil als Spielerin.

Sie ist schnell, sie ist körperlich, sie attackiert eigentlich immer die Tiefe und sie hat einen guten Schuss. Mir fallen neben Klara Bühl kaum andere deutsche Spielerinnen ein (und sie auch mit Abstrichen, weil Bühl oft lange für die Entscheidung zum Passen oder Schießen braucht), die das ebenso erfüllen. Ich finde allerdings auch, dass sie in den letzten Spielen oft hinter dem zurückgeblieben ist, was sie eigentlich könnte. Bei beiden Teams (SGE und Nationalteam) liegt das aber meiner Meinung nach vor allem an einer Schwäche in der Reihe hinter ihr. Frankfurt hat diese läppschen Phasen und das Nationalteam steckt in noch größeren Problemen.

Aber dennoch hast du meiner Meinung nach Recht: Wir haben sie vielleicht zuletzt zu positiv bewertet. Oder wie sehen die anderen das?

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Danke für deine Antwort und Offenheit deine Meinung zu ändern :slight_smile:

Genau darauf möchte ich hinaus: Anyomis Profil als Spielerin ist sehr gut, aber dieses Profil bringt der Mannschaft nichts wenn sie erfolglos bleibt. Wenn aus ihren Tiefenläufen keine Torabschlüsse entstehen ist das nur verschenkte Kraft und man könnte stattdessen genauso gut hintenrum den Ball quer schieben - das Ergebnis wäre das gleiche. Ja, gegnerische Teams müssen sich auf sie einstellen und in der Theorie öffnet das anderswo Räume, nur das sehe ich leider auch nicht (zugegeben, ich bin kein Profianalyst).

Aus Sicht von Eintracht Frankfurt könnte man auch eine Spielerin mit diesem Profil einkaufen, Möglichkeiten gäbe es da mit Sicherheit.
Aber auch Martinez und Wamser wären eine Option die man echt mal durchdenken sollte. Sie sind vllt nicht ganz so schnell und physisch aber beide haben einen starken Zug zum Tor und könnten somit sicherlich auch die Tiefe attackieren. Natürlich nicht auf dem Niveau wie das Potenzial von Anyomi ist - aber das macht Anyomi selbst ja auch nicht. Beide sind noch ein paar Jahre jünger aber vielversprechende Talente die bei mehr Spielzeit den nächsten Schritt machen könnten. Das ist mein nächster Punkt: blockiert Anyomi damit die Spielzeit für eine andere Spielerin die dadurch in ihrer Entwicklung gebremst wird - und dann wären es schon 2 Spielerinnen die aktuell von Anyomis schlechter Phase negativ beeinflusst werden.

Ich will damit nicht darauf hinaus, dass Anyomi verkauft oder aus dem Kader müsste aber vllt sollte man ihr mal den Stammplatz wegnehmen um ihr darüber einen anspornenden Tritt zu verpassen.
Sobald sie den nächsten Entwicklungsschritt gemacht hat kann sie wieder eine der Besten sein, ganz klar.

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Die Nutria Bande hat sich in einem Statement auf Instagram zu den Highlightspielen im Waldstadion geäußert. Hatte ich gerade schon im allgemeinen Frauenfußball-Thread geschrieben, aber ich glaube hier passt es besser hin. Hier der Wortlaut:

UNSERE HINTERGRÜNDE

Die Nutria Bande gründete sich 2018 als Fangruppe des 1. FFC Frankfurt. Unsere Heimspiele fanden immer im Stadion am Brentanobad in Rödelheim statt. Obwohl viele von uns schon damals Fans der Eintracht waren und bis heute Dauerkarten in der Nordwestkurve besitzen, schätzten wir die Atmosphäre und Kultur am Brentanobad sehr, welche sich von der beim Männerfußball stark unterscheidet. 2020 wurde unser Verein dann, ohne nach der Meinung der Fans zu fragen, mit der SGE fusioniert. Die Nutria Bande traf damals die Entscheidung, das Team trotz des „Vereinswechsels“ weiter zu supporten. Seitdem unterstützen wir das Frauenteam der SGE bei jedem Spiel, Zuhause und Auswärts, in ganz Deutschland und Europa. Dabei tragen wir die Farben unseres FFC weiter und mischen sie mit dem rot, schwarz, weiß der Eintracht.

DIE „HIGHLIGHTSPIELE“

Die Eintracht entscheidet sich seit letzter Saison dazu, regelmäßig Spiele im Waldstadion stattfinden zu lassen und erhofft sich damit einen zuwachs der SGE-Fans, die sich auch mal ab und zu die SPiele der Frauen anschauen wollen. Man freut sich über Zuschauerrekorde wie gegen die Bayern und Barcelona, aber was bringt das wirklich? Das Stadion am Brentanobad hat eine Kapazität von 5.560, aber meistens kommen etwa 2.000. Ausverkauft war es in den letzten Jahren nie! Auch die Highlightspiele haben daran nichts geändert und werden das auch in Zukunft nicht. Wir halten nichts davon, Rekorden hinterherzujagen und finden organisches Wachstum viel wichtiger. Das Stadion ist für eine ordentliche Stimmung in unserer Liga viel zu groß: Wenn 3.000 Leute zum Brentanobad kommen, ist es ein Hexenkessel. Wenn 6.000 Leute ins Waldstadion kommen, ist es ein gefühltes Geisterspiel. Warum nicht einfach erstmal versuchen, das Stadion am Brentanobad vollzumachen? Bei den internationalen Spielen im Waldstadion kamen durchschnittlich nur 10.000 Menschen, dementsprechend war auch die Stimmung. Ein CL-Spiel im ausverkauften Brenti würde sehr viel mehr Spaß machen. Die Eintracht möchte ntülich möglichst viele zahlende Kund*innen und kümmert sich nicht um Stimmung oder Fußballkultur.

DIE UNTERSCHIEDLICHE FUßBLLKULTUR [sic]

Wie gesagt, stehen einige von uns auch regelmäßig bei Spielen der Eintracht-Männer in der NWK und fahren auswärts mit. Wir haben viel Respekt für die Kurve.

Aber in unserer Liga ist eine völlig andere Stimmung. unsere Fußballkultur ist geprägt von Unterstützung statt Auspfeifen, Respekt statt Beleidigung, Gelassenheit statt Gewalt. In diese Art von Fußball haben wir uns vor vielen Jahren verliebt. Und wir merken, wie sie uns durch das Streben nach Rekorden von der Vereinsführung weggenommen wird.

Unsere Erfahrungen zeigen: Mit diesen Spielen im Waldstadion bringt man nicht unsere Kultur ins Waldstadion, sondern die MÄnnerkultur zu unseren Spielen. Sexistische Beleidigungen geen Spielerinnen sind bei diesen Spielen absurderweise normal. Wir wollen dieses Verhalten nicht bei unseren Spilen und stellen uns klar dagegen. Als einzelne Gruppe können und wollen wir die Menge an Leuten aber nicht regelmentieren. Das unnatürliche Wachstum der Zuschauer*innenzahlen macht das einfach unmöglich.

PROBLEME UND LÖSUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT

Zugegeben, in der fortgeschrittenen Professionalisierung der Liga ist die Infrastruktur unseres Stadions am Brentanobad nicht mehr zeitgemäß´. Vor allem den Spielerinnen wünschen wir eine Verbesserung von Ausrüstung, Umkleiden und Lagerräumen. In die Überlegungen des Vorstands haben wir leider wenig Einblick. Möglichkeiten wie der Ausbau der Infrastruktur am Brentanobad, Bau eines eigenen kleinen Stadions, ein Umzug zum Bornheimer Hand, oder andere Stadien stehen im Raum, scheinen aber (momentan) alle zu scheitern.

Wir wünschen uns einen Ausbau der Infrastruktur am Stadion am Brentanobad, um den Spielbetrieb dort auch lanfristig attraktiv zu machen. Uns ist klar, dass wir keinen echten Einfluss auf die Entscheidungen des Vereins haben. Die Profesisonalisierung der Liga ist im kapitalistischen System untrennbar mit der Überkommerzialisierung verknüpft, wqorunter unsere wunderbare Fankultur leiden muss.

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Verständliches Statement. Wäre da auch zwiegespalten. Habe die Stimmung am Brentanobad schon miterlebt und das ist wirklich eine schicke Sache im Bereich des Frauenfussball Umfeldes. Räumliche Entfernungen machen häufige Besuche bei mir nicht wirklich möglich. Das ist sicher etwas bewahrenswertes.

Auf der anderen Seite kann ich den Verein verstehen, der möglichst vielen Fans Zugang zum Frauenfussball bieten möchte. Und jeder abgelehnte Ticketwunsch aufgrund der Kapazität ist da natürlich blöd. Je mehr Leute ich begeistern kann umso eher kann ich Einnahmen wieder in professionelle Strukturen, eine angemessene Bezahlung und größere Betreuung stecken. Die Eintracht zahlt drauf und so wie ich es mitbekomme macht sie das gern. Aber es ist Profisport, daher eben leider auch ein Geschäft.

Ich glaube aber auch, dass es für die Mannschaft ein Zeichen ist wenn sie ins große Stadion kann. Eine Art Wertschätzung. Nicht nur der „Anhang“ zu sein, sondern man eben die gleichen Möglichkeiten bekommt wie die Männermannschaft. Und zumindest in den Übertragungen fand ich die Stimmung so schlecht nicht, auch wenn natürlich 10000 Leute im Waldstadion recht wenig aussehen.
Und den Punkt der Fussballkultur, da ist eher die Frage wie die Fangruppen das lösen können. Warum soll es nicht möglich sein eine positivere Kultur auch für Spiele im großen Stadion zu bekommen. Nur dauerhaft im „kleinen elitären“ Kreis die Spiele abzuhalten halte ich auch nicht für geeignet. Verstehe aber dass das Publikum gerade aus Richtung NWK nicht unbedingt in den Kosmos Frauenfussball passt. Und das sage ich als Eintracht-Fan der diese Art von Support auch eher kritisch gegenüber steht.

Was will man? Wachsen? In der Nische bleiben? Die Frage müsste sich dann der Frauenfussball generell stellen.

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Es werden keine Ticketwünsche wegen der Kapazität abgelehnt. Wie in dem Statement auch schon steht: Das Brentanobad war seit Jahren nicht mehr ausverkauft.

Was ein Problem ist, ist die Menge an Sitzplätzen. Um die 1000 Leute passen auf die Tribüne, es könnten bestimmt auch doppelt so viele Sitzplätze verkauft werden. Man sieht ja eben bei den Highlightspielen, wie gering die Nachfrage in der NWK ist, während die Tribünen und auch die Familienblöcke in der Ostkurve eher mal gefüllt werden können. Spannend zu beobachten wird in dem Kontext, wie voll das Brentanobad gegen Bayern wird.

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Gegen Wolfsburg waren knapp 13.500 Leute da, gegen Barcelona knapp 16.000 und gegen Lissabon immerhin noch 10.000. Letztes Jahr gegen Wolfsburg fast 18000, Bayern 23000. Die „normalen“ Heimspiele meinte ich damit nicht. Das waren sicher aber nicht alles die Sorte Fans die der Nutria Bande (und auch mir) sauer aufstößt. Eine Menge Familien die man dann auch nach und nach ins kleine Stadion ziehen kann. Je mehr Leute sich aber zu so Spielen einfinden umso mehr „Deppen“ sind nun eben auch dabei, die meinen dass man sexistische oder rassistische Gedanken einfach frei äußern kann.

Daher meine Frage: Was will man? Weiter im kleinen Kreis bleiben? Dann wächst die Sportart nicht, das muss man sich dann eben auch bewusst machen wenn man die Unterschiede im Männer und Frauenfussball anprangert. Ein Stadion im Stile des Bornheimer Hangs, vielleicht etwas kleiner, das man dann in „großen Spielen“ voll bekommt wäre sicher nicht schlecht, würde aber eben auch bei den üblichen 2000-3000 Fans etwas zu groß wirken. Vielleicht bekommt man aber mit etwas mehr Stadionfeeling aber noch den ein oder anderen dauerhaft zu den Heimspielen, sodass man so 4000 vielleicht 5000 im Schnitt erreichen kann.

Nicht dass wir uns falsch verstehen: Das sind alles logische und wichtige Punkte die dort geschildert und angemahnt werden, aber mir fehlt der Glaube das man am dortigen Standort eine gewünschte Lösung hinbekommt, was zum einen die Kosten und aufgrund der Lage die Machbarkeit betrifft. Und folgt einem Glauben dass man diese ungewünschten Strömungen aus dem Stadion bekommt wenn das Wachstum nur etwas langsamer erfolgt. Klappt in der NWK auch seit Jahren nicht.

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Ich danke den Nutrias für dieses Statement und sehe mich in den Befürchtungen von vor ca. 3 Jahren bestätigt, auch wenn ich mit den Vereinen so gar nix am Hut habe, außer das ich in Frankfurt geboren und aufgewachsen bin und im Speckgürtel weiterhin lebe.

Ich habe es auch bei den Highlight-Spielen von Freiburg beispielsweise ebenso bemerkt. Die Fan-Oberen der Männer verdrängt dann die Frauen-Szenen und sehen sich dann in dem Moment als das natürliche Stimmungsorgan und beanspruchen die Hohheit im Ring für sich.

Ich würde gerne als Gast-Fan mit meiner Fan-Montur am Brentanobad zu Auswärtsspielen gehen. In den DeutscheBankPark tue ich mir das aber nicht mehr an, das Spießrutenlaufen und schlimmeres mag ich einfach nicht durchleben, wenn es doch eigentlich nur um Sport geht und das tragen seiner Farben.

Das halte ich für vollkommen unrealistisch. Ich glaube es wird nicht zu lösen sein, am Ende wird es entweder zwei Welten bleiben oder aber die Männer-Szene wird die FFC/SGP-Szene komplett verdrängen.

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Es wäre durchaus möglich, die familiäre Fankultur auch beim aktuellen Wachstum / in den Highlightspielen zu bewahren - die aktuell noch größere Masse an friedlichen Fans wie Nutria müssen im Sinne der Zivilcourage gegen jede Pöbelei vorgehen. Und damit meine ich einen abwertenden Blick von 10 Leuten oder eine Ansage im Sinne von „sowas macht man hier nicht“ dürfte in den meisten Fällen reichen (stark in der Gruppe - kleinlaut als Einzelner). Oder sind die um die 8.000 Leute mehr im Waldstadion alles rein nur pöbelnde Männergruppen? Ich denke eher doch auch (wie zB beim DFB Pokalfinale) einige hundert Familien und gemischte Gruppen mehr und da sollte man mit den Pöblern auf den Rängen klar kommen. Ich war im letzten Pokalfinale im Stadion und habe da keine negative Stimmung mitbekommen - es scheint also möglich zu sein ein großes Männerstadion vollzubekommen ohne die friedliche Stimmung zu verlieren.
Dafür müsste man aber eben selbst aktiv werden, aufstehen. Ich kenne Nutria und andere Fangruppen der Eintracht Frauen nicht, deshalb kann ich zu deren Verhalten nichts sagen.

Die Infrastruktur ist Aufgabe des Vereins aber die Stimmung und Rufe aus den Rängen sind zuerst einmal Aufgabe der Fans, denn SIE stehen in den Rängen neben den Pöblern und nicht die Funktionäre vom Verein. Außer anhand von Zeugenaussagen Stadionverbote erteilen können die erst mal gar nix machen.
Und damit man familiär&freundlich bleibt einfach „klein“ und abgeschottet bleiben ist garantiert der falsche Weg. Die Spiele im Waldstadion sind eine Eingangstür für neue Fans und die sollte man nutzen - ganz zu schweigen vom symbolischen und praktischen Wert (Einrichtungen, Infrastruktur) für die Mannschaft.

Das Brentanobad bietet soweit ich mitbekommen habe kaum noch Chance zur Erweiterung - die für eine Verbesserung der Betreuung/des Trainings aber notwendig wäre. Deshalb nutzen die Frauen ja auch inzwischen die Einrichtungen bei den Männern und bekommen dort neue, eigene Räume. Das Brentanobad scheint somit nur als Spielstätte erhalten zu werden. Wenn überhaupt.