FC Schalke 04

Im Sommer hat sich schon wieder einiges getan, ich würde mal ein kurzes Recap schreiben.

Leitendes Personal:

  • Schalke hat mit Baumann einen neuen Sportvorstand verpflichtet und zuletzt auch mit Finanzvorständin Rühl-Hamers verlängert.
  • Im Sommer kam mit Muslic ein neuer Trainer, der auch zwei Co-Trainer - Lattimore und Osmanbasic - aus seinen letzten Stationen mitgebracht hat. Außerdem neu im Staff in Torwarttrainer Ünlü, der zuvor bei der U19 gearbeitet hat.

Wie gut Muslic und Baumann sind, wird sich erst noch zeigen, die ersten Monate sehen aber vielversprechend aus.

Muslic hat man für Ablöse von einem englischen Zweitligaabsteiger geholt, die Verantwortlichen scheinen also echt von ihm überzeugt zu sein. Dass zeigt sich auch darin, dass Schalke für ihn bessere Voraussetzungen als für seine Vorgänger geschaffen hat: Erstmals seit 2019 (Wagner) wurde ein Trainer wieder im Sommer verpflichtet und durfte sein Team (anders als bei Kramer 2022) mitbringen. Muslic kann somit auch von Anfang an beim der Kaderzusammenstellung mitentscheiden und bekommt eine komplette Vorbereitung Zeit vor seinem Debüt. Außerdem wird er nicht mit übertriebenen Ansprüchen belastet, Schalke will “nur” eine ruhige Saison ohne Trainerwechsel.

Neben seiner Startvoraussetzungen erinnert Muslic übrigens darin, dass er ein kommunikativ begabter Trainer zu sein scheint, stark an Wagner.

Transfers:

  • Mit Becker, Katic und Kurucay hat Schalke seine Innenverteidigung komplett erneuert, dazu kommen die Talente Ayhan aus der U19 und Leonard aus Australien.
  • Bei den übrigen Mannschaftsteile wurde nur punktuell zugekauft, mit El-Faouzi kam früh in der Vorbereitung ein Achter, Flügelspieler Porath und Stürmer Gomis kamen erst spät im Transferfenster.
  • Mit Bulut, Murkin und Seguin wurden drei Stammspieler für ordentliche Ablösen verkauft.
  • Für die zuvor verliehenen Tempelmann, Gyamfi und Hoffmann wurden kleinere Ablösen erzielt. Ba wurde ablösefrei abgegeben.
  • Die Verträge mit Langer, Fährmann, Kaminski, Aydin, Mohr, Barkok und Drexler sind ausgelaufen.
  • Noode und Wasinski wurden erneut verliehen, bei Hamache wurde eine Leihe mit Kaufoption vereinbart.

Auch bei den Neuzugängen ist es jetzt noch zu früh sie zu bewerten. Bemerkenswert ist, dass einige Spieler, die bereit letzte Saison im Kader waren, über den Sommer einen deutlichen Schritt gemacht haben: Gantenbein, V. Becker, Sanchez und Remmert sind plötzlich echte Startelfkandidaten und auch gestandene Spieler wie Schallenberg, Antwi-Adjej oder Lasme zeigen in den ersten Spielen deutlich solidere Leistungen.

Zudem hat sich die Torwartfrage bis auf weiteres geklärt, mit Karius wurde im Sommer um zwei Jahre verlängert und dieser scheint seine Verletzung aus der Vorsaison gut bewältigt zu haben. Dahinter kann Schalke in Ruhe an der Zukunft arbeiten, neben Heekeren stehen mit Podlech und Siebeking zwei Keeper aus der Knappenschmiede im Kader, die sich über Spielzeit in der zweiten Mannschaft weiter entwickeln können.

Während mit den Zugänge und internen Lösungen die Schwächen im Kader gut adressiert wurden, sieht die Abgangsseite, wie schon letzte Saison, nicht ganz zufriedenstellend aus. Bei den Ablösen wäre vielleicht mehr drin gewesen, aber viel gravierender ist die Liste der Spieler, die Schalke nicht losgeworden ist (vermutlich Kalas, Matriciani, Cissé, Donkor und Younes).

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