Hamburger SV (f)

Das finde ich einen interessanten Punkt der Ambivalenz: Im Männersport “verurteilt” man zurecht solche Konstrukte, die sich auf Grund von finanziellen Mitteln (und natürlich auch fragwürdigen “Vereins”konstruktionen) in die Liga einkaufen. Im Frauenfußball wird das gefeiert, dass die großen Vereine (teilweise in ebenso fragwürdigen Vereinsübernahmen/-symbiosen oder wie auch immer man das bezeichnen möchte) nun sich in die Bundesliga der Frauen einkaufen. Vereine, die jahrzehntelang für die Existenz von Frauenfußball/Profitum bei Frauen (zumindest auf niedrigem Niveau) gesorgt haben, dazu zähle ich auch Sand, werden jetzt aber damit “relativiert”, sie würden ja nicht genügend Geld zahlen, unattraktiv sein etc. Also genau das Gegenteil wie bei den Traditionalisten des Männerfußballs. Der Grund liegt hier in der Betrachtungs- bzw. Herangehensweise: wenn ich auf die vermeintliche (?) (Weiter-)entwicklung des Fußballs an sich schaue, ist mehr Geld im Markt, ergo auch und besonders durch Investoren (als etwas Anderes würde ich die “großen” Vereine, die sich jetzt in die Bundesliga der Frauen “einkaufen”, nicht bezeichnen). Das Niveau steigt und die Lage für die Sportlerinnen wird natürlich besser, ohne Frage. Bei den Männern erzeugen Investoren eigentlich genau dasselbe. Wieder einmal ein Beweis dafür, wie ambig die Betrachtung von 2 sehr vergleichbaren Aspekten sein kann.