KOE: Druck vom Kessler nehmen

Wir haben mit Denis K. Lennepe (Podcastet bei Trotzdem hier über den 1. FC Köln, Bluesky Podcast, Bluesky persönlich, Instagram) über die Lage beim 1. FC Köln gesprochen. Feedback zur Sendung gerne hier, allgemeine Diskussionen wenn ihr mögt gerne im Thread zum 1. FC Köln (m).

4 „Gefällt mir“

Ich versuch mal zusammenzufassen, Max: René Wachner is nich jenuch Krawall, äh, Karnevall.

2 „Gefällt mir“

Danke, dass Ihr noch das Unionspiel mit aufgenommen habt und danach aufgenommen habt.

Schande auf mein Haupt, ich hatte vorher noch nie von Emile Heskey ((born 11 January 1978, Stürmer) gehört, dessen Sohn ist Reigan Heskey.

1 „Gefällt mir“

Auch wenn ich nicht mit allen Takes d’accord gehe (Heskey wurde wegen seines Namens gekauft, Moore wird auf der falschen Position eingesetzt (was ist denn seine richtige?), Hübers wird die Abwehr stabilisieren bzw. spielen, wenn er wieder fit ist) doch ein interessantes Gespräch, in dem viele akute Themen zur Sprache kommen.

Ganz viele Kennzahlen unter Wagner lassen halt auf okaye bis ordentliche Leistungen schließen. Expected Goals und points liegen deutlich vor den tatsächlichen Werten, und auch der exemplarische Blick auf die Spiele lässt immer ein „Was wäre wenn..“ zu. Wenn du gegen Stuttgart in den 15 Minuten nach der Halbzeit 1-2 Tore schießt, verlierst du das vielleicht nicht, wenn du gegen Bremen in HZ2 nicht einbrichst, gewinnst du, wenn du gegen den HSV etwas konzentrierter zur Sache gehst, geht es unentschieden aus usw. Eigentlich alle Spiele diese Saison waren leistungstechnisch gar nicht so weit auseinander. Zwar gab es manchmal mehr oder weniger konstante mittelmäßige Leistung (Schalke) oder eben deutliche Differenzen (Stuttgart, Bremen, BMG) innerhalb des Spiels, aber 90 Minuten richtig schlecht war es nie.

Gleichzeitig sehe ich auch das Fehlen eines konsistenten Spielstils bzw. die ausbleibende Entwicklung dahin. Dazu die weichen Faktoren (fehlende Kritik seitens Wagner, wenig Charisma, Gerüchte über zu laxes Training).

Alles in allem fällt mir eine Bewertung daher echt schwer. In FC-Foren wird immer wieder auf den Umstand hingewiesen, dass wir mit Ausnahme Bremen nur gegen Teams hinter uns in der Tabelle gespielt haben, und dass Lev, Bayern, Rasenball, Freiburg und der BVB erst noch kommen. Gerade vor diesem Hintergrund finde ich Max’ Take, dass Wagner nach dem Derby eine Herangehensweise wie ein neuer Trainer gewählt hat, spannend. Bin zwar nicht hundertprozentig überzeugt, aber werde das in Zukunft mal beobachten.

1 „Gefällt mir“

Fand die Folge gut. Gerade der Take von Dennis, was ist Wagners größtes Problem „sein Name“ dagehe ich mit. Und seine sehr ruhige Art. Seine Statistiken sind durch die Bank leicht besser, als die von Kwasniok. Aber er verkauft sich nicht wie Kwasniok und er hatte auch nicht den Namen.

Jedes Spiel war eng und in jedem Spiel war mehr zu holen. Die kölschen Effzeh Fans auf Social Media sind immer sehr kritisch. Aber ich kenne nicht ansatzweise einen Trainer der so schlecht weg kommt. Social Media ist am brennen, es icht fast schon Hass. Ich finde das alles viel zu krass und sehr befremdlich.

Ich hoffe wir machen mit ihm weiter. Ich glaube Wagner ist fachlich und Menschlich gut genug dieser Mannschaft zu helfen, und Konstanz ist viel wichtiger als alle 10 Monate sich grundlegend zu ändern. Aber das muss in Köln immer verkauft werden, und das kann WAgner nicht. Da brüchter er meiner Meinung nach Hilfe von Kessler oder dem Vorstand.

1 „Gefällt mir“

Ich habe ja mit dem FC absolut nichts am Hut, aber ich höre jeden Schwerpunkt, egal über welchen Verein und freue mich über die Einblicke, die ich dabei gewinne! Schön, dass endlich der erste draussen ist, hoffentlich muss man auf die nächsten nicht ganz so lange warten!

1 „Gefällt mir“

Ich weiß nicht, ob Wagners größte Problem sein fehlender Name ist. Klar, es hilft, wenn man sich freitagabends im WDR in den KölnerTreff setzen kann und was zu erzählen hat, sich jede Woche eine kultige Schiebermütze aufsetzt und Sprüche reißt oder sich sonst wie mit Auftritten in der Stadtgesellschaft verankert. Aber die Kritik an Wagner ist ja schon weitgehend inhaltlich. Und das auch zurecht mMn.

Denn die großen Kennzahlen mögen in Ordnung sein, und auch gibt es in jedem Spiel gute Minuten, in jedem Spiel gibt es aber auch verdammt schlechte Phasen, zudem die fehlenden Muster, die Abhängigkeit von El Mala, fragwürdige Aufstellungen und Wechsel etc. Wagner ist jetzt ich glaube 15 Pflichtspiele Cheftrainer, und sehr wenig von dem Angekündigten kann man mMn. auf dem Spielfeld sehen (aktiv Fussball spielen, mutiges Spiel („Den Fans geben, was sie wollen: Attacke“); Ballbesitzphasen einbauen; „der Anspruch ist es die fitteste Mannschaft der Liga zu sein“; jeden Spieler besser machen etc.). Ich mein erkennt irgendwer irgendwas davon was auf dem Spielfeld? Das ist ja gut, dass in jedem Spiel mehr zu holen gewesen wäre, aber irgendwann ist die sample size auch groß genug, dass der Konjunktiv eher zum Negativargument wird.
Stattdessen wechselt er daheim zB. gegen Schalke Moore mit der Begründung aus, er wollte die Schalker „Umschalter“ vermeiden. Schalke, die bislang vier Tore in der Liga geschossen haben (drei davon gegen Union). Das ist für mich deutlich zu viel Ängstlichkeit, so kann man nicht coachen, und wenn ich Wagner in Interviews und Pressekonferenzen höre, dann sehe ich leider auch oft einen überforderten Menschen, der sich in sehr basale Phrasen flüchtet und irgendwie immer alles ok findet, es in Zukunft aber zusammen mit der Mannschaft besser machen möchte.

Köln ist Wagners erste Station als Cheftrainer. Er steigt ohne vorher auf der Position gewesen zu sein in der Bundesliga ein! Ich glaube auch, er kann ein guter Cheftrainer werden, mich würde es nicht wundern, wenn er in drei Jahren in der zweiten Liga bei einem Verein ein bisschen Lärm macht, aber trotz des 5:0 vorgestern jetzt bleibe ich extrem skeptisch was seinen Erfolg in Köln angeht.
Und das sage ich als jemand der Wagner an sich sympathisch findet, ich wünsche ihm jeden Erfolg. Und wenn er mich lügen straft, dann bin ich der erste der sehr gerne zugibt, dass er sich geirrt hat. Aber mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn er noch dieses Jahr noch entlassen wird.

Bzgl. Konstanz: Das ist aber leider eben kein Selbstzweck. Konstanz ist natürlich super, aber es bringt nichts konstant schlecht zu sein. Welchen der folgenden Trainer hat der FC zu spät entlassen? Stöger, Anfang, Beierlorzer, Gisdol, Baumgart, Schultz, Struber, Kwasniok? Und ja, das sind alle extern geholten Trainer seit 2013, von Feuerwehrmann Funkel mal abgesehen. Ich würde argumentieren, von keinem hat man sich zu früh getrennt, im Gegenteil man hat das Pferd eigentlich jedes Mal geritten bis es tot im Graben lag. Gerade an Baumgart, Struber und Kwasniok hat man sehr lange festgehalten, auch das Argument der Konstanz bemüht, weil man es ja jetzt besser machen möchte und diesen Kreislauf durchbrechen muss. Vorbild Freiburg. Und das macht man ja jetzt auch wieder. Wenn man den Finger locker am Abzug hätte, dann wäre Wagner doch schon lange nicht mehr in Köln. Das Festhalten am schlechten ist aber keine Erfolgsformel.

Und ich weiß, das klingt jetzt hart und polemisch, aber woran macht man eigentlich fest das Wagner ein guter Trainer ist? Was genau spricht für ihn? Wieso ist das im Jahr 2026 ein guter Trainer auf Bundesliganiveau und nicht „nur“ ein sehr guter Co-Trainer? Warum soll ich glauben, dass er der Aufgabe hier überhaupt gewachsen ist? Man kann das natürlich glauben und sich einreden, aber Auf- und Abseits des Feldes habe ich das bislang (leider!!) noch nicht gesehen. Und wenn Wagner in Fankreisen so kritisch gesehen wird, dann liegt es eben auch daran, dass er bislang nirgendwo nachgewiesen hat, dass Cheftrainer was für ihn ist. Das gehört halt irgendwo auch zur Wahrheit.

Zwei Aspekte im Gespräch fand ich besonders spannend:

  1. Dass einem die „großen“ Teams besser liegen werden als die kleinen, weil man das Spiel nicht machen muss. Ich fand den restlichen Spielplan bislang sehr beängstigend, aber vielleicht kann man ihn als Chance betrachten. Ist auf jeden Fall etwas, dass man beobachten sollte.
  2. Dass Wagner seit dem Derby pragmatischer spielen lässt. Ich würde da noch hinzufügen, dass man seit der Länderspielpause kein Gegentor nach Standards bekommen hat und die auch im Großen und Ganzen gut verteidigt, da wurde in der Länderspielpause offensichtlich dran gearbeitet. Vielleicht ist das ein Shift, vielleicht hat Wagner da eine Wende eingeleitet, die man in der Rückschau erst wirklich erkennen wird.

Ich bin da wie gesagt skeptisch, aber als These finde ich beides spannend und man sollte die kommenden Spiele durchaus mit dieser Fragestellung hin beobachten und analysieren.