Leverkusen: Angriff auf Bayern?

Wir haben mit Hubi (Leverkusen-Fan, bekannt aus dem Gamechanger- und dem Spieltagssiegerbesieger-Podcast) über Leverkusen gesprochen. Wie hat euch die Folge gefallen?

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Es stimmt, die Leverkusen-Schwerpunkte klingen immer so entspannt optimistisch und erwartungsfroh :joy:

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Disclaimer: aus der Ferne wirkt für mich Fernando Carro sehr unsympathisch und ich mag die Erzählung nicht, dass man für den Erfolg den starken Mann an der Spitze braucht.

Ich kann mir auch vorstellen, dass dieses 10% drüber sein in einigen Situationen helfen kann und es ist tatsächlich nicht die Aufgabe von Fernando Carro objektiv und ausgewogen über Bayer Leverkusen oder 50+1 zu sprechen und ob ich ihn deswegen unsympathisch finde, kann ihn ziemlich egal sein.

Aber ist Fernando Carro wirklich so erfolgreich? Er ist seit 2018 Vorsitzender bei Bayer Leverkusen. Seit dem sind Sie 4., 5., 6., 3. und haben dann in der Abstiegsregion xabi Alonso geholt. Klar, die xabi Alonso Jahre waren sehr erfolgreich und haben die größten Erfolge der Vereinsgeschichte eingebracht, aber ohne Rolfes und Alonso habe ich die Jahre nicht so erfolgreich in Erinnerung.

Und klar, es ist auch eine Fähigkeit die richtigen Menschen zu installieren, aber ich würde dann den Erfolg eben diesen Personen zuordnen und nicht den “starken Mann” an der Spitze. Aber ich gebe auch gerne zu, dass ich weder Carro, noch Hoeneß oder Watzke mag.

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Mich würde noch eine sportliche Einordnung interessieren. Leverkusen hat Spieler aus 8 unterschiedlichen Nationen in diesem Sommer verpflichtet. Für viele talentierte Spieler ist die Bundesliga Neuland und ich frage mich, wer bei Leverkusen der Integrationsmeister ist.

Als Beispiel möchte ich da zB einmal Trapp bei Frankfurt nennen, bei dem man immer wieder gehört hat, dass er mit seinen Sprachkenntnisse und Erfahrung viel Integrationsarbeit geleistet hat. Wer ist das bei Leverkusen? Ist das bei Leverkusen Andrich? Wie gut sind die Fremdsprachen von Andrich? Gibt’s jemand anderes im Kader?

Oder muss dieser Input bei Leverkusen von außen kommen?Dann ist es natürlich wahrlich suboptimal, wenn gerade in dieser Kategorie ten Hag Defizite hat.

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Mir hat die Folge überhaupt nicht gefallen. Das lag aber keines falls am Moderator.

Der Gast war unsagbar unkritisch. Ich habe noch nie so einen unkritischen Gast, der alles, aber auch wirklich alles an Leverkusen gut findet gehört. Ist sicher, dass es sich beim Gast um besagten Hubi handelt, oder war es doch nur von Nocks vom Kicker als Camouflage Auftritt im Rasenfunk :wink: ?

Es war ein super Zeitpunkt für diesen Schwerpunkt. So viele Änderungen, dazu der Trainerwechsel. Da hätte es viel zu diskutieren und zu beleuchten gegeben. Der Moderator hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben. Der Gast wollte aber lediglich seinem Verein zujubeln. So kam von dieser Seite auch sehr wenig Interessantes.

Wenn ich das mit dem letzten Schwerpunkt mit Gladbach vergleiche dann lagen da Welten dazwischen. Ein sehr differenzierter Gast war das, der zwar manchmal ratlos wirkte. aber sehr viele spannende Informationen rund um den Klub zum besten gab. Schade, dass es diese Woche nicht so geklappt hat.

Ich freue mich auf den nächsten Schwerpunkt. Es kann ja interessanter werden.

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Ohne die Zeiten gestoppt zu haben, hatte ich auch das Gefühl, dass Max’ Redeanteil an der Sendung sehr, sehr hoch war im Vergleich zum Leverkusen-Experten (was ich grundsätzlich nicht schlimm finde, ich mag Max Analysen sehr). Long Story short: Ich hatte den Eindruck, dass MAx mehr Ahnung von Leverkusen und allem drum und dran hat als der Experte. Sorry to say.

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Also ich fands auch einen sehr positiven Blick auf Bayer04. Vor allem der Umgang mit der Trainerentlassung finde ich schon… interessant.

Aber insgesamt fand ich den positiven Blick ziemlich gut. Da ich selber extrem viel negativer auf Leverkusen Blicke und für mich der Ten Haag Rauswurf, alle meine Erwartungen überflügelt hat, tut’s mir ganz gut zu hören, dass es auch noch andere Ansichten gibt.

Für mich wurden die positiveren Gefühle auch alle nachvollziehbar begründet, nur sind viele Argumente schwächer als die Gegenseite ( Trainer früh uu entlassen kann mutig sein, kann aber halt auch von einer katastrophalen Fehleinschätzung zeugen z.B.).

Also ich bin weiterhin auf leverkusen gespannt, ich kann mir aber auf Sicht eher ne Saison ohne europa vorstellen, als einen Meisterkandidaten.

Eine grundsätzliche Frage hätte ich noch: es wurde ja über die Beweggründe für Wechsel von (jungen) Spielern geredet. Schauen sich Spieler vor wechseln wirklich mehrere Spiele der Mannschaft an? Ich hatte meistens das Gefühl, dass Spielzeit und Gehalt eine sehr viel größere Rolle spielt als… alles andere? Und bei vielen Wechseln war ich nicht der Meinung, dass die spieler groß irgendwas vom ihrem Zielverein wussten, außer: spielt international/nicht international und „gint jungen Spielern eine chance“ oder eben nicht :man_shrugging:. Kommt mir das nur so vor und in Wahrheit ist das viel komplexer?

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Hi

Ich habe die Leverkusen Sendung mit der Erkenntnis beendet, das Leverkusen als Club schon immer eher ‚glatt‘ ist. In Leverkusen ist nach der Meistersaison alles in Ordnung. Wieso sollte man als Fan mit den letzten zwei Jahren unzufrieden sein? Alles was man beim genauen hinsehen findet, ist doch auch nicht dramatisch. So kann man mit einem Konzern im Rücken auch in den nächsten Jahren immer ein Bayern-Jäger sein. Auch ‚ohne’ eigenen Nachwuchs. Mutig, aber konsequent den Trainer schon nach ersten offenbar negativen Erkenntnissen zu wechseln. Da sind allen Fußballfans wochenlange Diskussionen erspart geblieben.

Ich glaube, der nächste Leverkusen- Schwerpunkt wird länger.

Schöne Sendung

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Erstaunlich, dass Max den Herrn von Nocks noch als Journalisten betrachtet und sich deshalb aus kollegialer Solidarität und/oder Berufsethos zurückhält. Man könnte ihn nämlich auch gerne als vom kicker bezahlten (?) Pressesprecher Leverkusens sehen. :upside_down_face:

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Ein Gedanke hat mich beim Hören dieses und des letzten Leverkusen-Schwerpunkts beschäftigt:

Ich bin Schalke Fan. Und bei vielen Dingen, die Max bei Leverkusen kritisiert/hinterfragt, habe ich spontan gedacht: “Mmh. Das macht Schalke eigentlich richtig gut.”

  • Jugendarbeit und Durchlässigkeit zu den Profis: V. Becker, Ayhan, Bulut, Oudraogo, Gruger, Topp, Aydin, Thiaw…
  • Idetifikation mit dem Verein und daraus resultierend Transfers, die nicht abhängig sind vom sportlichen Erfolg: T. Becker (!!!), Schallenberg, Kolasinac & Huntelaar in der Abstiegssaison
  • Identität/Marke/“Welche Geschichte will der Verein erzählen?”: Malocherfußball, Auf Kohle geboren, GEschmiedet, Stadt der 1000 Feuer, Wir leben dich - Schalke kann sich vor Geschichte und Geschichten kaum retten

Daraus resultiert für mich folgeden Frage (Ich meine die Frage offen, kriege sie gerade aber nur tendenziös formuliert): Sind diese Punkt wirklich so wichtig, wie sie bei Max manchmal klingen? Oder geht es am ende manchmal doch nur darum gute Spieler, Trainer und Verantwortliche zur holen und ihnen ein vernünftiges Arbeitsumfeld zu bieten? (Das hat Schalke lange Zeit nicht hinbekommen)

Ich freue mich, wenn jemand dazu eine Meinung hat.

PS: Mir hat die Folge sehr gut gefalle. Gerade, dass Hubi öfter mal die Gegenthese zu Max vertreten hat, finde ich hat den Austausch sehr bereichert.

PPS: Vielen Dank für die tolle Arbeit Max!

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Spannend wir unterschiedlich man das sehen kann. Ich fande gerade das gut an der Folge. Hubi hat zwar Leverkusen tatsächlich seeehr positiv gesehen, dafür aber öfter mal eine gegenteilige Meinung zu Max vertreten.

Sonst laufen Sendungen überspitzt gesagt machnachmal so: Max stellt seine Kritik am Verein dar- Gast sagt “Ja, find ich auch” - Weiter gehts.

Ich will damit garnicht sagen, wer recht hat, sondern nur, dass es mir gefällt, wenn unterschiedliche und bisweilen gegenteilige Sichteisen auftauchen.

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Das empfand ich ehrlich gesagt auch so. Viele Schwerpunkte standen immer unter der Frage “Quo vadis?” ohne das der eingeladene Gast das beantworten konnte und dann zog sich das Gespräch (aus meiner Sicht) immer ein wenig.
Es muss nicht jeder Schwerpunkt in dieser Form ablaufen, aber zum jetzigen Zeitpunkt war das für mich eine willkommende Abwechslung.

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Zustimmung zu der in den letzten Beiträgen genannten Ansicht, dass das für den Rasenfunk erfrischend anders war als andere Schwerpunkte, die eben häufig einem ähnlichen Muster folgen. Die Folge hat mir persönlich daher mehr gegeben als etwa der Gladbach-Schwerpunkt (der auch für mich nicht schlecht war, aber eben mich weniger zum Denken angeregt hat). Hier hat mich auch nicht jede Antwort des Gastes überzeugt, aber gerade weil viele Antworten für mich überraschend kamen, konnte ich zwischen zwei Argumentationslinien wählen. Hatte auch den Eindruck, das Max da ausreichend dann die Gegenposition entweder schon in der Frage hat anklingen lassen oder dann in der Nachfrage angebracht hat. Danke für die Sendung!

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letztendlich macht den Rasenfunk doch genau das aus, dass Max sich Gäste mit unterschiedlichsten Perspektiven ran holt. Wenn ein Verein pro Saison 2-3x dran kommt, hast du selten einen Gast doppelt, sondern mal einen Journalisten, der den Verein (mehr oder weniger) kritisch begleitet und mal einen Fan/Podcaster, der den Verein eher emotional ohne inhaltliche Distanz begleitet. Die sportlich-nüchterne Perspektive von Max hast du ja sowieso in jeder Sendung.

Ich persönlich gehe sogar noch weiter und sage, dass mich bei den 50+1 Cheatern um Leverkusen weder die sportlich kritische, noch die sportlich unkritische Perspektive interessiert, sondern einzig und allein die sportpolitische Perspektive, wann sie endlich dazu gezwungen werden, sich an die Regeln der DFL zu halten. Sprich, der einzige Leverkusenschwerpunkt, den ich mir anhören würde, wäre mit Chaled Nahar o.Ä. als Gast. Dementsprechend weiß ich dann auch, dass dies keine Sendung für mich ist. Letztendlich kann aber auch nicht jede Sendung für Jeden sein. Max hat einen so großen Output, dass sich jeder seine Lieblingssendungen heraussuchen kann.

Ich mach‘s (hier) kurz, es hat mir sehr gut gefallen, Hubis Fanperspektive hat mich nicht gestört, mir ist sympathisch, wie er das bejaht aber auch aus seiner Sicht untermauert hat.

(Auf YouTube ging’s teilweise ein bisschen kritischer ab, da hab ich mich dann etwas triggern lassen…)

Im Ernst, Folgen, in denen die Perspektiven von Max und Gast sehr nahe beieinander sind, gibts doch genug.

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ich bin ehrlich gesagt hin und hergerissen. Mich hat der Gast mit seiner aalglatten, völlig unkritischen Fanperspektive zeitweise wirklich schwer genervt. Passt aber dann auch irgendwie zum Verein und seiner Rolle.

Andererseits war es auch mal interessant, die kaum gefilterte Konzernsicht auf die Dinge präsentiert zu bekommen.

Hatte ab und zu den Gedanken „ach, ich würd gerne mal so einen unkritischen Fan in einer FC Bayern Sendung haben“ … aber mein nächster Gedanke war dann gleich „obwohl, eigentlich doch nicht“.

Es bleibt irgendwie ein schaler Beigeschmack, so wie nach einem alkoholfreien Bud. Schmeckt nach nix und macht auch nicht prall.

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Manchmal lernt man ja auch beim Genuss eines Podcasts etwas über sich selbst.

Ich hab zum Beispiel gelernt, dass mich Fußballfans, die wirklich jeden Aspekt ihres Vereins komplett unkritisch sehen, sehr nerven.

Zum Inhalt:

Ich finde es etwas schwierig die Rolle von Alonso so herunterzuspielen, während man gleichzeitig Carro so überhöht.

Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass Spieler ausschließlich bei Leverkusen geblieben sind, weil sie weiter unter Alonso spielen konnten. Kaum ist er weg, verschwinden Leistungsträger in alle Himmelsrichtungen.

Ich glaube auch nicht, dass ein einziger Spieler die Meisterschaft mehr will, weil Carro sowas in den Medien behauptet. Da ist der Glaube an den Trainer mMn. entscheidender.

In der causa ten Hag kommen Carro und Rolfes komplett ohne Kritik aus der Nummer raus. Für eine so professionelle Führung erscheint eine derartige Farce doch recht dilettantisch.

Ja, es ist auch interessant mal eine uniforme Meinung zu hören, aber das wirkt auf mich schon recht gezwungen. Ich hab in der Realität halt noch nie einen Fan getroffen, der keinen einzigen Kritikpunkt an seinem Verein findet.

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Ich fand die Sendung kurzweilig und interessant.

Finde es ein wenig amüsant, dass hier manchen Zuhörern etwas fehlt, wenn nicht viel kritisiert wird.

Das Hubi nicht auf die 50+1 Thematik mit Herrn Carro einging, hat mich auch nicht gewundert.

Die Sendung erinnerte mich stark an die Royalfolge zu Freiburg und Union vor zwei (?) Jahren. Da war auch alles super. Was es auch mal sein darf :slight_smile: .

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Ich fand die Sendung sehr gut. Hubi scheint mir eindeutig jemand zu sein, für den das Glas immer halbvoll ist, was wirklich erfrischend optimistisch ist. Manche mögen es schwierig finden, an Leverkusen irgendetwas positives zu sehen, aber man sucht sich als Fan seinen Verein nicht aus und Hubi hatte durchaus Argumente, um seinen Positivismus zu untermauern. Seine Beobachtungen und Haltung zu den ten Hag Entscheidungen (Verpflichtung und Entlassung) kann ich nachvollziehen. Wenn die Innensicht des Vereins sich so entwickelt hatte, wie er es wahrgenommen hat, dann hat er Recht, eher die Korrektur zu loben, als den Fehler, ten Hag überhaupt einzustellen.

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Ich glaube das ist das was viele stört? Wenige hätten was gesagt wenn die Sendung so vor 2 Jahren produziert worden wäre.

Jetzt hast du aber den Großteil deiner Mannschaft verloren, mit Sicherheit die 3 wichtigsten Spieler (Tah, Wirtz, Xhaka) und den Cheftrainer mit dem dein Durchbruch gelang.

Statt, dass „alles gut“ läuft, hast du ganz neutral gesehen: deinen Trainer rausgeworfen, Transfers die noch nicht gezeigt haben, dass sie entstandene Lücken schließen können (was nach 5 Spielen aber auch mehr oder weniger unmöglich ist) und hast das Spielsystem verloren, was dich die letzten 2 Jahre so erfolgreich gemacht hat. Dann hast noch „softe“ Faktoren, dass die… Lethargie, die seit der letzten Rückrunde (dem Spiel gegen Bayern) in der Mannschaft sitzt anscheinend immernoch da ist und deine Mannschaft über Strecken in Spielen komplett abtaucht und sich mit Rückschlägen schwer zu tun scheint.

Das ist ja der Punkt, die Schwerpunktfolge gäbe es nicht zu dem Zeitpunkt wenn in Leverkusen viel gut laufen würde, es läuft vieles halt nicht gut und in der Sendung hatte ich (und wohl auch andere) den Eindruck, dass die Schwächen mit der Hoffnung „aber es kann ja auch alles super werden“ überspielt wurden.

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Erstmal danke für die schöne Folge!

Ich glaube, mir geht es tendenziell ähnlich wie vielen hier, dass mich die sehr optimistische Perspektive von Hubi mindestens überrascht hat. Dazu fallen mir zwei Punkte ein:

Zum einen hoffe ich sehr, dass die Verantwortlichen im Verein sich selbst mehr hinterfragen als Hubi das tut. Mein Eindruck ist, dass Hubi einige Fragen von Max sinngemäß mit dem Argument “Offensichtlich haben sie alles richtig gemacht, sonst wären sie nicht ungeschlagen Meister geworden” etwas unkritisch beantwortet hat. (Das waren dann oft die Momente, in denen Max “fair” geantwortet hat :grinning_face: ). Das ist aber meiner Meinung nach ein Trugschluss. Der Erfolg ging mit Sicherheit mit unzähligen Eigenheiten und “Variablen” einher, das bedeutet aber nicht, dass jede davon auch ursächlich für den Erfolg war. Einfachstes Beispiel: Ich bin mir nicht sicher, ob es unbedingt notwendig war, dass Fernando Carro immer 10% drüber ist (irgendwie so war glaube ich die Formulierung?). Ja, ein bisschen Selbstbewusstsein und Siegeswille haben dem Verein sicherlich nicht geschadet. Aber ich frage mich schon, ob Carro da nicht häufig übertreibt.

Zum anderen ist man vielleicht auch automatisch umso kritischer, je mehr man von den internen Prozessen mitbekommt? Im Umkehrschluss: Wenn Hubi keine anderen Quellen hat als jeder normale Fan auch, ist es auch sein gutes Recht, sich mit Kritik eher zurückzuhalten. Es ist eben doch was anderes, hier im Forum einen auf kritischen Fan zu machen (so wie ich), als in einer Sendung Kritik fundiert und belastbar belegen können zu müssen. Ich fände es für die Zukunft aber spannend, vielleicht in einigen Monaten (oder Jahren) dann doch mal von den Interna rund um die ten Hag Geschichte zu erfahren. Vielleicht ist irgendwann mal jemand gewillt, davon zu erzählen, der das aus nächster Nähe mitbekommen hat. (Wenn man den Hoeneß Vergleich weiterführt: Vielleicht hat Fernando Carro mal das Bedürfnis, Interna auszuplaudern, wenn ihn Journalisten darauf ansprechen :smiley: )

Und eine inhaltliche Anmerkung noch zum Thema Jugendarbeit in Leverkusen: Meines Wissens nach hat es da in jüngerer Vergangenheit einen Philosophiewechsel in Leverkusen gegeben: Man wirbt seit einiger Zeit immer aggressiver deutsche Jugendspieler aus anderen NLZs ab und lockt schon sehr junge Spieler (bzw. besser: Kinder) mit viel Geld nach Leverkusen. Keine Entwicklung, von der ich jetzt mit Stolz erzählen könnte - scheinbar hält man das für notwendig. Zwei Beispiele unter vielen: Ausnahmetalent Malte Bohlen wechselt zu Bayer 04 Leverkusen

https://geissblog.koeln/2025/05/wie-bei-wirtz-riesen-aerger-mit-bayer-leverkusen-wirbt-fc-wunderkind-ab/

Außerdem treibt Leverkusen seit einem Jahr das Projekt “Bayer 04 Future Kids” voran ( „Bayer 04-Future Kids“: Bayer 04 geht innovativen Weg im Kinderfußball | Bayer04.de ), in dem es (verpackt unter pädagogischen Ansätzen und regionaler Verbundenheit) nach meinem Verständnis hauptsächlich darum geht, schon Kinder zwischen der U8 und der U10 bestmöglich an sich zu binden.

Alles keine Entwicklungen, mit denen Leverkusen alleine in der Bundesliga da steht, hätte man aber kurz erwähnen können, als es um die Jugendarbeit ging. Zu dem Thema auch ganz kurz: Bin gespannt, ob sich da in näherer Zukunft auch nochmal was im Hinblick auf eine U23 tut. Durch die vielen Abwerbungen von Jugendspielern stehen Leverkusen voraussichtlich einige Jahrgänge in Folge ins Haus, in denen mehrere Spieler mit Potenzial für die Bundesliga Mannschaft spielen. Die kann man ja schlecht alle nach Bochum verleihen.

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