Ich habe im Gegensatz zu Ronaldinho nie einen nennenswerten Titel erhalten. Ein paar Mal war ich dicht dran. Ich war auch Nationalspieler. Bei meiner allerersten Liveübertragung im Fernsehen amüsierten sich die Fans meines Vereins darüber, dass der Reporter meinen Namen konsequent falsch aussprach.
Als Werderaner muss ich hier natürlich dringend auf Andrösen tippen. (Ich fürchte allerdings, dass das nicht der Gesuchte ist, da die Namensverunstaltung auf Rolf Töpperwien im Sportstudio zurückgeht, wenn ich mich richtig erinnere, und somit nicht aus einer Liveübertragung stammt.)
Grafitt/Grafitee/Grafitsch kann es auch nicht sein, denn der hat ja mal was gewonnen.
Geht es hier überhaupt um einen Bundesligaspieler, oder sind wir international unterwegs?
Bei „Spezialist im Fast-Titel-Gewinnen“ denkt der Experte natürlich gleich an einen Werksverein aus dem Rheinischen um die Jahrtausendwende. Da gab es einige Spieler, mit deren Namen man einiges anstelllen konnte*, die aber aus verschiedenen Gründen nicht als Lösung in Frage kommen. Und dann fiel mir Carsten Ramelow ein, der mit den „Hertha-Bubis“ schon 1993 im Pokalhalbfinale stand. Natürlich finden sich auch von diesem Spiel Ausschnitte, nämlich hier. Und, was soll ich sagen: Uli Potofski nennt ihn tatsächlich aus unerfindlichen Gründen ständig „Ramela“… (Ich hätte a priori eher auf die Variante „Rameloff“ getippt.)
Ich weiß übrigens sicher, dass ich das Spiel damals gesehen habe, aber dieses reizende Detail war mir bis jetzt entfallen. Hast Du Dir diese kostbare Erinnerung 30 Jahre lang bewahrt, @Zecke-und-Tusche? Oder ist Dir das später mal zu Ohren gekommen?
*Es gab um 2002 herum mal einen ran-Spielbericht, in dem Werner Hansch nacheinander von „Schiffkowitz“ und „Platschente“ sprach, um das Ganze dann mit einem „Clever gemacht von Silvio“ zu krönen, womit möglicherweise Lúcio gemeint war.
Exakt, Carsten Ramelow war es. Und du hast gleich den richtigen Ausschnitt dazu geliefert. „Ramela“ war nicht nur beim legendären Leverkusener Vizetripel dabei, sondern auch im WM-Finale 2002 eine rechtzeitige Auswechslung von Oliver Kahn vom Titel entfernt und auch im DFB-Pokalfinale 1993 musste der alte Ulf Kirsten verhindern, dass Ramelow mit dem Pokal nach Hause geht.
Beim Halbfinale war ich im Stadion, aber in meinem Umfeld hatten mindestens 5 Leute die Live-Übertragung auf Video und wir bekloppten Fans haben das Spiel bestimmt jeder 20-mal in voller Länge gesehen.
P. S. Wenn man mal auf die Kulisse achtet, kann man erahnen wie viel Heimvorteil die Ultras heute verschenken. Das waren „nur“ etwa 54.000 Hertha-Fans im Olympiastadion. Aber gerade in den Schlussminuten konnte man zumindest im Stadion förmlich merken, wie schwer es den Chemnitzern fiel, gegen dieses Pfeifkonzert anzukämpfen, das bei jedem Berliner Befreiungsschlag oder eigenem Fehlpass in tosenden Jubel umschlug. Ähnliches habe ich später noch einmal mit Union erlebt, als der Cottbuser Sanogo vor der Waldseite einen Elfmeter verwandeln sollte und buchstäblich niedergepfiffen wurde.
Oh, wenn ich die Regeln hier richtig verstanden habe, muss ich jetzt wohl eine neue Frage stellen
Weil’s so schön war, spielen wir eine weitere Runde „Wer bin ich?“:
Ich verbinde in rascher Folge die SpVgg Unterhaching, Carl Zeiss Jena, den VfL Osnabrück, Rot Weiss Ahlen (ja, die schreiben sich im Ernst so, ich kann es nicht ändern) und Wacker Burghausen, aber nicht im Guten.
Angenehm, Dirk Richtig!
(Der arme Mann ist mit den genannten Vereinen fünfmal in Folge abgestiegen - und ein paar Jahre vorher noch mit dem FC Gütersloh.)