RaBa: Millionenwette aufgegangen!

Ich habe mit Ulli Kroemer (Freier Sportjournalist, u.a. für die MZ, RBlive, Volleyball-Magazin sowie Buchautor, Twitter) über Leipzig gesprochen. Wie hat euch die Folge gefallen?

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Vom Moderator wurden (wieder) die 100Mio Umwandlung von Darlehen in Eigenkapital im Jahr 2019 als Beispiel für die unfaire Sonderstellung von RB Leipzig benannt. Dazu folgende Bemerkungen: Diese Umwandlungen sind bei englischen Fußballvereinen nicht unüblich (z.B. Leicester). 2. Diese Umwandlungen stehen oft im Zusammenhang mit Investitionen (Stadion) 3. Red Bull hat das Leipziger Zentralstadion gekauft und modernisiert. 4. Und jetzt wird es spannend: Freiburg hat auch ein neues Stadion - es wurde mit Millionenbeiträgen aus öffentlicher Förderung mitfinanziert; ist ein Vergleich mit Leipzig zulässig und wenn nicht, wäre es Doppelmoral? Viele Grüße

Die Umwandlung eines Darlehens in Eigenkapital ist wirtschaftlich natürlich eine Finanzspritze. Der Verein muss das Geld nicht mehr zurückzahlen, die Schulden verschwinden aus der Bilanz und die Eigenkapitalquote verbessert sich massiv. Genau dadurch entsteht zusätzlicher finanzieller Spielraum. Dass das auch andere Vereine machen, ändert daran nichts.

Beim Freiburg-Vergleich ist der Unterschied eher, dass dort öffentliche Infrastruktur gefördert wurde und bei RB direkt die Kapitalbasis des Vereins gestärkt wurde. Ganz unähnlich ist es aber trotzdem nicht, wirtschaftliche Vorteile entstehen in beiden Fällen.

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So sehr ich den Frust über das Dosenkonstrukt auch verstehe, wird dieser leider zum wiederholten Male allzu deutlich in Max‘ Kommunikation. Speziell RaBa löst offenkundig ein dauerhaftes Stirnrunzeln aus, mehr noch als WOB oder TSG weshalb ich mich frage, ob es nicht besser wäre, diese Sonderfolgen, sei es im Royal oder im Schwerpunkt, auszusparen? Ernsthaft, weil ich den Mehrwert nicht sehe und stattdessen Frust über die Wettbewerbsverzerrung und letztlich den Kapitalismus wahrnehme. Wäre letztlich auch konsequent und gut zu argumentieren. So macht es leider nur wenig Freude zuzuhören, anders als in den vielen anderen Folgen. Deshalb die Frage oder auch Anregung, diese Teams dann auszulassen. Oder widerspricht das deiner Chronistenpflicht?

Beste Grüße

An dem Punkt möchte ich entschieden widersprechen.
Ich bin dieses Jahr nicht die all zu aktiv feldbackend Hörerin. Aber gerade bei so Teams wie RaBa oder Leverkusen fand ich den Saisorückblick aus neutraler Sicht interessant zu hören.
Eben gerade weil ich mich sonst nicht so für die News und Infos um diese Teams interessiere oder gar dafür begeistere.
Der Mehrwert des Rasenfunks ist doch, dass er nochmal auf viele verschiedene Aspekte der Saison dieser Teams schaut. So bekomme ich einen Einblick, was ist bei RaBa diese Saison geschehen.

Ich schätze es so auch die Geschichten um Trainer und Spieler zu hören, die halt „zum falschen Verein“ gewechselt sind.
Und ich sehe nicht, wieso ein ungelöster und deshalb halt wiederkehrender Kritikpunkt der Grund sein sollte darauf zu verzichten. Vom nicht hinschauen oder schweigen dazu werden Dinge auch nicht besser.

Wenn dann geht es wohl eher darum zu lernen in Diskussionen besser damit um zu gehen.

Und zu diesem „Vergleich“ der Investitionen zwischen Freiburg und Leipzig möchte ich noch eines anfügen.
Für mich bleibt halt der entscheidende Unterschied, dass es beim einen die Investition und Entscheidung eines einzelnen Unternehmens und privat Person ist. Während es im Fall von Freiburg die Entscheidung eines Vereins ist bzw. bei der öffentlichen Förderung eine politische Entscheidung und dem entsprechend ebenso auf demokratischen Strukturen basierend. (etwas schwammig formuliert, weil ich die entscheidenden Ebenen nicht genau kenne)

Und klar, da kann man nur auf’s Geld gucken, aber für mich ist das ein Unterschied, weil es beim einen eben um die Interessen einer Mehrheit geht und beim anderen um die - finanziellen oder „Liebhaber“-Interessen von einzelnen. Letztere empfinde ich als gesellschaftlich sehr unzuverlässig bis sogar negativ, während Mehrheitsentscheidungen eine eingeübte Legitimation haben.

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Ja, das Stirnrunzeln bei so manchen anderen Bundeligateilnehmern ist bei jedem da, aber vielleicht sollte jeder vor seiner eigenen Tür kehren, bevor er andere canceln will. Mir ging es um eine Tatsache und deren Interpretation. Viele Grüße

Ich finde beim hören gerade spannend, dass der Eindruck entsteht, im Falle von Clubs wie Leipzig funktioniert das Financial Fairplay ganz gut, oder irre ich?

Wenn ja würde das auch hier ein klares Unterscheidungdmerkmal zu den vielen anderen oft angesprochenen MCO bedeuten: Wo viele Investoren versuchen vorhandene Marken zu übernehmen, weil es dort einfacher ist viel Umsatz abseits von Transfererlösen zu erzielen, versucht Red Bull konsequent die eigene Marke zu platzieren und verzichtet damit auf die vorgenannten Möglichkeiten.

Diesen Unterschied zu bewerten fällt mir gerade schwer.

7 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Royal 25/26 – it’s a wrap (wahrscheinlich)

Bei Rasenball war man anscheinend mit der Saison nicht zufrieden. Man hat dem Vernehmen nach Werner vor die Tür gesetzt und verpflichten Demichelis als neuen Trainer.

Ganz so deutlich liest sich das in den Medien aber nicht, u. a.

https://www.kicker.de/nach-erfolgreicher-saison-werners-zukunft-ueberraschend-offen-1227307/artikel

Wäre aus meiner Sicht schon eine Überraschung, wenn Werner gehen muss.

Dass sie Werner entlassen kann ich mir vorstellen. Aber warum sollten sie Demichelis als Nachfolger holen?

Edit: Anscheinend wird Demichelis von der gleichen Agentur beraten wie Jürgen Klopp…

Und großer Name