Es ist Zeit, zu diesem Thema was zu machen. Ich weiß, dass mindestens ein anderes Medium schon dran sitzt, hab Kontakt zu denen. Ich glaube, dass wir mit der Macht unserer Community dazu beitragen können. Zunächst mal wäre es glaube ich gut, Social Media-Profile zu scannen und aufzulisten, wer sich offen oder weniger offen zu evangelikalen Gruppen bekennt oder ähnliche Inhalte teilt. Ich würde dafür hier eine geschlossene Kategorie eröffnen, die nur die sehen, die mitmachen wollen. Wer mit dabei sein will, kann mir gerne eine DM schicken. Und dann lasst mal überlegen, wie man das angehen kann. Ob es ein Tribünengespräch wird, weiß ich nicht. Aber definitiv wird das Thema irgendwie im Rasenfunk stattfinden.
Gute Idee, da diese Entwicklung defintiv besorgniserrend ist. Könnte man in die Recherche auch islamistische Fußballer aufnehmen? Dort finden sich die Hauptanliegen der Evangelikalen wieder (Frauen möglichst klein halten, queere Menschen brutalstmöglich ächten und bestrafen), hinzu kommt noch ein unglaublich großer Hass auf Juden und Israel. Dazu gibt es ja sogar in der jüngeren Buli-Geschichte genügend Beispiele. Was in der Ligue 1 vor sich geht, mag ich mir gar nicht vorstellen.
Man könnte auch fragen, warum es so eine Recherche zu Islamismus unter Fußballern bisher noch nicht gab. Das war ja schon virulent, als die Evangelikalen noch längst nicht an die Tür klopften. Vermutlich, weil man nicht in die rechte Ecke gestellt werden wollte.
Fazit: Evangelikale und Islamisten haben mehr gemeinsam, als sie sich gegenseitig eingestehen wollen. Daher muss das zusammen behandelt werden.
Ich bin mir bei all den Herzen sicher, dass ich mich jetzt komplett unbeliebt machen werde, aber ich möchte und muss auf Art. 4 des Grundgesetes hinweisen:
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Dies umfasst neben der Bekenntnisfreiheit auch die Missionsarbeit. Ein Verhalten sollte vor diesem Hintergrund bewertet werden. Ansonsten ist man ganz schnell das Äquivalent zu Nius und Rüdiger mit der vermeintlichen IS-Geste.
Und dann noch was anderes: All die im Tweet genannten Spieler sind BIPOCs. Ich habe kein Instagram, aber die Spieler, die ich auf den Instagramaccounts von „Ballers in God“ und „Fußball mit Vision“ sehen konnte, sind ebenfalls alle oder mindestens weit mehrheitlich BIPOCs.
Ich tue mich schwer damit, die grundgesetzlich geschützte Religionsfreiheit irgendwie gezielt recherchieren zu wollen. Und dann noch die Religionsfreiheit mehrheitlich von BIPOCs. Und wenn es schon diese Offensichtlichkeit gibt, sollte die Recherche zumindest auch umfassen, aus welchen Gründen gerade BIPOCs so gläubig zu sein scheinen und sich auf diese Art und Weise engagieren. Das wäre mal eine sehr interessante Frage. Im Übrigen ist mir bisher nicht bekannt, dass z. B. Selke irgendwo gesagt hat, er würde Homosexuelle im echten Leben anders behandeln oder gar verachten. Und das ist das eigentlich Wichtige: Wie geht man im echten Leben miteinander um. Und wenn es da kein diskriminierendes Verhalten gibt, indem man z. B. nicht die Hand gibt, sehe ich da keine bis nur kleine Probleme.
Ich gehe nicht davon aus, dass es dem Pastorensohn um die Religionen an sich geht, sondern den Einfluss, den Christfluencer auf die Gesellschaft und zum Beispiel die Pressefreiheit haben
Die Beschwerde in dem Artikel von Volkmann hat dazu geführt, dass ein Beitrag gekürzt wurde
Ich verstehe Deinen Kommentar nicht. Beziehst Du Dich auf den verlinkten Artikel? Ich sehe da keinen Zusammenhang. Kannst Du das ein bisschen erklären?
@Chefrocker hatte(zurecht) noch Mal auf die Religionsfreiheit hingewiesen, die Freiheit diese auszuüben und das man ordentlich recherchieren muss, da vermutlich überproportional BIPOC Menschen Christfluencer reposten
Und um Chefrocker ein bisschen die Bedenken zu nehmen, habe ich noch einen Artikel, in dem es um den Einfluss von Christfluencern geht und was das vielleicht auch mit Fussball und Pressefreiheit zu tun hat, gepostet
Und da ich Max(soweit mein Eindruck aus dem Rasenfunk) auch aufgrund seiner Eltern es zutraue, dass es eben nicht um ein religionsbashing geht
Und warum es wichtig sein könnte dazu zu recherchieren
Jetzt versteh ich. Ich weiß nicht, welche Arten Christfluencern es gibt, sicher solche und solche. Den Artikel fand ich, ohne den Inhalt des kritisierten Features und ohne Volkmann zu kennen, nicht alarmierend. Wenn Volkmann Recht damit hat, dass aktive Christen wegen ihres Christentums negativ bewertet werden, nur weil sie zugleich auch ultrakonservative Schlappen sind, dann hat er auch mit seiner Kritik am Sender Recht. Stell Dir mal vor, was hier im Forum los wäre, wenn das mit LGBTQ und LGBTQ Leuten gemacht würde.
Ich habe viel Sympathie für @Chefrockers Bedenken, bin aber selbst gespalten. Religionsfreiheit ist das eine, die Gefahr, die von Sekten ausgeht, das andere. Insofern bin ich bei Dir. Social Media Plattformen nach solchen äußerlichen Merkmalen wie ‚konservativer Evangelikalismus’ zu screenen, hat aber schon was seltsam Rasterfahndungmässiges.
das Grundgesetz regelt, dass der Staat die Religionsausübung seiner Bürger nicht einschränken darf, aber noch lange nicht, dass man für Religionsausübung nicht von Privatpersonen oder Journalisten kritisiert werden darf.
Du meinst vielleicht etwas anderes, aber das, was Du hier geschrieben hast, ist echt hanebüchener Mist.
Edit: Sorry, habe mich sehr aufgeregt und sofort geantwortet. Du meinst sicher was anderes, Religionsausübung als solche kann man nicht angreifen, das wollte ich nur klarstellen, und das denke ich war auch gar nicht Dein Punkt.
Ich muss gestehen, dass ich den Artikel für einen ziemlichen Nicht-Artikel halte. Ich verstehe nicht nur nicht, was mir da gesagt werden soll, ich sehe da auch einfach nur viel Geraune, dass da irgendwie- aus Sicht der Verfasser - schlechter Einfluss auf die Gesellschaft ausgeübt werden soll. Die Beweisführung oder Begründung ist eher schwach. Und ich empfinde nichts von dem, was da dargestellt wird, irgendwie als skandalös. Wie groß soll denn der Einfluss dieser christlichen Influencer im echten Leben sein? Das ist doch was ganz anderes als 3.000 Extremisten in Essen, die nach Geschlechtern getrennt das Kalifat fordern. Evangelikale sind in USA oder Brasilien sicherlich kritisch zu beobachten, weil sie enormen Einfluss auf das politische Geschehen haben, aber das sieht hier doch komplett anders aus. Der wichtigste Einfluss der Evangelikalen, den wir in Europa spüren, ist, dass sich die Katholische Kirche als Wektkirche in vielen Bereichen nicht so ändern kann, wie es sich viele in Europa wünschen, weil die Katholische Kirche ansonsten in Afrika oder Südamerika viele Gläubige zu den konservativen Evangelikalen wechseln würden.
Das Grundgesetz regelt auch, dass es Vereinigungsfreiheit gibt. Nach deiner Argumentation würde es dich auch nicht stören, wenn von der politisch rechtsextremen Seite Social Media nach Mitgliedschaft in rechtlich zulässigen Vereinen und Verbänden gescannt würden, die sie für kritikwürdig halten.
Wir hatten gerade eine Verfassungsrichterinskanidatin, die auf Grund ihrer Position zu Abtreibung eine massive Desinformationskampangne ertragen musste und deswegen von ihrer Kandidatur zurückgetreten ist. Radikale Christen sind auch in Deutschland sehr einflussreich und immer mehr auf dem Vormarsch. Natürlich kann man sagen „ist ja nicht so schlimm wie in den USA“. Aber genau mit dieser Einstellung wird es so schlimm werden wie in der USA.
Es geht nicht um die Kritik
Es geht darum, dass der Beitrag runter genommen wurde und gekürzt wieder hochgeladen
Journalist*innen müssen Kritik aushalten können(solange sachlich)
Und wenn der Beitrag von Christen zerlegt werden würde, weil dieser schlecht recherchiert worden wäre…
das ist dann so und dann gäbe es zurecht Empörung
Aber der Artikel wurde Zensiert und wir können uns eben nicht mit dem Inhalt auseinander setzen
Und wie es sein kann, dass ein Mann mit einer Programmbeschwerde in einen Artikel eingreifen kann, gilt es vielleicht zu ergründen, aber dafür braucht es eben Recherche
Können wir den Podcast vom Rasenfunk/Max nicht erstmal abwarten, bevor wir diskutieren, wie mit gewissen Themen umgegangen wird. Ein Feedback -Thread wird es eh geben, wenn der Podcast dann veröffentlicht wird.
Max hat (aus meiner Sicht) in der Vergangenheit schon häufig bei schwierigen Themen Fingerspitzengefühl gezeigt und sich seiner Verantwortung als Journalist bewusst gewesen. Aus dem Grund würde ich erstmal abwarten, bevor man sich jetzt schon aufregt.
Dem Beitrag wurde doch gar nicht schlechte Recherche vorgeworfen, sondern Diskriminierung. Wenn der Vorwurf stimmen sollte, wäre es doch richtig den Inhalt offline zu nehmen, oder? Wir können das nicht mehr selbst überprüfen, stimmt, aber willst Du jeden diskriminierenden Inhalt online lassen, damit jeder sich ein Bild machen? Der Artikel, ohne weitere Hintergründe, sagt nichts über den Einfluss klerikaler Influencer aus.
Die Kritiker von Brosius-Gersdorf waren zum allergrößten Teil keine radikale Christen, sondern normale, aber schlecht informierte Christen und Nichtchristen, wie es zum Beispiel der Bamberger Bischof für sich selber später kleinlaut zugegeben hat. Die Richterwahl scheiterte nicht an radikalen Christen, sondern an kleinkarierten politischen Grabenkämpfen zwischen den Koalitionspartnern, sowie miserabler Kommunikation der CDU/CSU Fraktionspitze, die nicht rechtzeitig kapiert hatten, dass ihre Leute den Diskussionsbeitrag von Brosius-Gersdorf zur Abtreibung weitgehend missverstanden.
wenn ich richtig informiert bin, dann war es eine Bündnis von Rechten und konservativen Christen, das mit einer Desinformationskampagne ihre (Medien)macht unter Beweis stellen wollte.
Gescheitert ist Brosius-Gersdorf wohl daran, dass einige in der Union im Zweifelsfall immer noch lieber mit den Rechten mitmarschieren, als sich für die Meinungsfreiheit einer Frau einzusetzen, die die Grundsätze der Verfassung ernst nimmt.
Frau Brosius-Gersdorf ist doch in erster Linie an der Unfähigkeit von Spahn gescheitert. Es ist das gute Recht der Unions-Fraktion Kandidatinnen oder Kandidaten für das Bundesverfassungsgericht nicht wählen zu wollen (wie es auch zuletzt die Grünen beim Kandidaten der Union vorher signalisiert haben). Allerdings hätte das vorher klar sein müssen und nicht bereits eine Abstimmung im Wahlausschuss erfolgen dürfen. Dies geht auf die Kappe von Jens Spahn. Und ich kann die Bedenken der Union sogar in einem gewissen Sinne nachvollziehen. Das Bundesverfassungsgericht hat vor vielen Jahren festgestellt, dass die Menschenwürde spätestens mit Nidation beginnt, Frau Brosius-Gersdorf hält dies für umstritten. Ich halte es jetzt nicht für evangelikal, wenn man diese Rechtsprechung gut findet. Das natürlich im Umfeld der Wahl viel Mist passiert ist, steht auf einem anderen Blatt und muss für mich gar nicht diskutiert werden.
hast du den besagten Artikel gelesen?
Man kann den Originalen Artikel lesen
Wäre mein erster Punkt, ob du dann immer noch von Diskriminierung sprechen würdest
Ab wann ist etwas keine Kritik mehr, sondern Diskriminierung? Und ab wann sollte man deswegen einen Beitrag zensieren
es wird sich ja zum Beispiel zu Recht aufgeregt, dass wenn von Fussballfans gesprochen wird in Beiträgen in manchen Fällen der Eindruck entsteht, dass 99,% Männer sind die saufen und sich prügeln
Wie oft werden da Beiträge Zensiert im Nachhinein?
@HakunaMatata hat sehr richtig gesagt, wir können doch erst Mal abwarten, was Max aus dem Thema macht und uns dann auf Max stürzen
Hier wurde in keiner Weise die Meinungsfreiheit einer Frau beschnitten, noch war Brosius-Gersdorf die einzige in dieser Diskussion, die die Verfassung ernstgenommen hatte. Sie hatte komplexe Argumente, die man leicht missverstehen konnte, wenn man nicht in ihre Texte eingetaucht ist.