Schlusskonferenz 183 – Deutschland vs. Südkorea

Habe gehofft, hier mal 'ne Ausgabe ohne weibliche Beteiligung zu haben – schade.

“I was here.”

Und warum das? Jolle hat sehr viel Fachwissen, also wo ist das Problem?

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Im Rasenfunk wird anders als in mancher Fußballmannachaft nach Leistung und Kompetenz aufgestellt!

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Frauen können nich parken und verstehen nix von Fußball, weil die Erde eine Scheibe ist :wink:

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Mag sein, will hier auch nicht pöbeln und persönlich ist das auch nicht gemeint. Es fällt mir aber schwer, hohen Stimmen über einen längeren Zeitraum aufmerksam zuzuhören. Hier habe ich die Stimme ja quasi in meinem Kopf.

Verweise in diesem Zusammenhang gerne auf diesen Artikel:

So ein Quatsch. Das hat hier gar nichts verloren. Männer und Frauen sind gemacht, um zusammen leben (und sich zu vermehren), zusammen zu leiden und zu feiern. Wenn Du wirklich dieser Meinung bist, dass Männerhirne länger Zeit nicht Frauen zu hören können, rate ich Dir schnell Hilfe zu holen.

So so, augenscheinlich ein Experte auf diesem Gebiet… Sehr sachlich argumentiert Mo1Schoßhündchen.

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Ey! Bleibt mal bei der Sache oder muss ich mir hier auch noch diesen Blödsinn geben?

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Kinners, muß das hier persönlich werden? Lasst uns hier doch anständig diskutieren

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Bin da ganz bei dir.

Ich meine, die Hörerschaft ist nun mal mannigfaltig, möchte niemanden persönlich angehen.

Klar, ich bin potentieller Hörer, habe aber im Gegensatz zu anderen hier (noch) nie gespendet, habe also per se weniger Einfluss auf das Gesamtkonzept, meiner Ansicht nach.

Letztendlich ist es die Entscheidung von Max, wie er das Projekt Rasenfunk (Oha, wird hier als falsch unterstrichen) gestaltet.

An dieser Stelle habe ich einfach mal mein generelles Desinteresse an Ausgaben mit weiblicher Beteiligung geäußert. Aber im Zweifelsfall hat Rasenfunk bei den entsprechenden Ausgaben einfach einen Download und ich einen kompetenten Fußballpodcast zu hören, weniger.

Legitim, wenn du deine Ansicht äußerst.

Vermutlich werden es aber 99% der Hörer so sehen wie auch ich, dass das Geschlecht keine Sau interessiert, solange Kompetenz vorhanden ist. Jedenfalls hoffe ich, dass es so ist.
Frauen, die da sind, “damit auch mal ne Frau…”, sind genau so schlimm, wie Männer, die da sind, “damit keine Frau da ist”.
Dass es ganz allgemein immer wieder mal Stimmen gibt, denen man einfach nicht so gut zuhören kann, kenne ich selbst. Davon, dabei zu Pauschalisieren, halte ich aber nichts.

Zur Schlusskonferenz selbst:
Ich fand die Folge am Ende etwas zu nett. Etwas mehr Ärger wäre durchaus angebracht gewesen.

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Bei dieser Aussage darf man aber getrost unterschiedlicher Meinung sein. In dieser (und diverser anderer) Schlußkonferenzen hat sie maximal den Preis fürs beste Phrasen-ABC gewonnen. Wo sie in den 3 Spielen die guten Aktionen der Mannschaft immer wieder gesehen hat, bleibt ihr Geheimnis. In keinem (!) der 3 Spiele waren wir einem Gegner auch nur ansatzweise überlegen oder wenigstens anhand von Torchancen im Vorteil. Taktisch, kämpferisch wie spielerisch war es ein absolutes Armutszeugnis und wird von ihr mit dem abschließenden Satz begleitet “wir können halt nicht immer gewinnen”.

Ist zwar sehr off topic, aber ich glaube die Sache mit dem Finale '99 ist schon so speziell, dass man das nachvollziehen kann. Frag mal bei den Meistern der Herzen nach, die sind das Verlieren durchaus gewohnt und wollen darüber auch eher ungern sprechen!

Zu kurz gedacht ist aber, dass diese elf Menschen nur Millionäre sein können, weil die anderen alle so bekloppt sind all das zu tun, was du aufzählst!

Also, Folgendes:

  1. Den Verweis auf eine Studie mit 12 Teilnehmern finde ich gelinde gesagt: dünn.

  2. Wenn wir uns auf einer wissenschaftlichen Ebene treffen wollen, dann kannst du dir innerhalb von 30 Sekunden Studien zusammengoogeln, die Folgendes zeigen:

  • die Bindung an weibliche Stimmen beginnt beim Menschen schon im Mutterleib. Sprechen Frauen, hören wir hin. Kleinstkinder haben eine Bindung zur Mutter, die sich über die Stimme gebildet hat
  • wechselnde Sprecherstimmen sind elementar für Aufmerksamkeit. Hier ist das Geschlecht wichtigster Aufmerksamkeitstreiber. Es ist kein Zufall, dass weibliche Stimmen in der Werbung, v.a. im Radio häufig eingesetzt werden. Einfaches Experiment, das auch im Rasenfunk erlebbar ist: Beobachtet euch mal am Ende der Sendung, nachdem ihr meine Verabschiedung gehört habt - in der Sekunde, in der Julia in unserem Outro spricht, hört ihr nochmal hin. Auch deshalb wollte ich eine weibliche Stimme im Intro, denn ich weiß ja um die Probleme, weibliche Gäste zu finden
  1. Jetzt aber mal weg von dieser analytischen Ebene, denn es ärgert mich im Grunde, dass ich überhaupt auf dieser Grundlage mit dir diskutieren soll. Wenn du bei Frauen nicht zuhören und deshalb den Rasenfunk mit weiblichen Stimmen skippst, dann tut mir das leid. Aber nicht für mich oder den Rasenfunk, sondern für dich. Das spricht für eine verzerrte Wahrnehmung dieser Welt, die Frauen in deiner Umgebung bekommen auch etwas von meinem Mitleid ab.

  2. Stimme ist eh nicht gleich Stimme. Es gibt maskuline Frauenstimmen und weibliche Männerstimmen. Da ich für jeden Sprecher versuche in der Postproduktion das Beste rauszuholen, sehe ich die Unterschiede bei jeder einzelnen Folge. Ich schiebe den Equalizer für jeden Gast anders hoch und runter auf den Frequenzbändern.

  3. Wenn es dir selbst schwer fällt, einer weiblichen Stimme zu folgen, die immer wieder mal innerhalb einer Stunde etwas sagt, dann wolltest du schlicht nicht zuhören. Es gibt no fucking way, dass du bei Jolles Aussagen in dieser Folge nichts Interessantes gehört hast. Die Frau dropt interessante Infos fast schon zu beiläufig, weil ihr Wissen über den Sport so groß ist.

  4. Ich finde es unglaublich, im Jahr 2018 eine solche Steinzeitdiskussion führen zu müssen.

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Danke :clap:t3:

Ich hab dich bisher als interessierten Zuhörer und Inputgeber erlebt, aber diese pauschale Abkanzelung ist unglaublich. Jolle hat ein taktisches und analytisches Auge für den Fußball, das sieben Achteln meiner Gäste abgeht. Und mir übrigens auch. Das hat sie auch in dieser Folge bewiesen, sie hat hervorragend analysiert, bis wohin die deutsche Mannschaft gut war.

Wenn du wirklich in allen drei Spielen keine guten Ansätze und Überlegenheiten gesehen hast (zweite Halbzeit Mexiko, erste 20 Minuten Schweden, erste Viertelstunde nach der Pause gegen Südkorea), dann würde ich mir die Spiele nochmal anschauen. Es war bei Weitem nicht alles toll, aber definitiv auch nicht alles schlecht. Draufhauen ist einfach als Differenzieren. Ich werde immer daran arbeiten, dass im Rasenfunk Letzteres getan wird.

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Jolle war großartig, und hat es geschafft das Spiel so nüchtern zu beschreiben, wie ich, und auch die beiden in München ansäßigen Gesprächspartner, das direkt nach dem Spiel nicht so hingekriegt hätten (haben). Daraus hat sich dann eine durchaus unterhaltsame Schlußkonferenz ergeben, weil es eben auch mal kontrovers wurde, aber nie unsachlich - sprachlich spielt sie sowieso Champions League.

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Hallo Max,
die Kurzbeschreibung hört sich tatsächlich ziemlich grob an, daher möchte ich sie auch etwas begründen.

Du kennst (im Gegensatz zu mir) Jolle und wirst sie daher auch beruflich besser einschätzen können, aber auf mich wirkt sie immer (wieder) wie ein interessierter Fan und nicht wie ein Journalist, der sich täglich mit dem Thema Fussball beschäftigt. Daraus ergeben sich dann die Punkte, bei denen ich anderer Meinung bin. Vielleicht habe ich die taktischen Erklärungen tatsächlich überhört, aber die Zusammenfassung des Spiels erinnerte mich frappierend an die, welche ich schon im Mexico-Spiel ansprach. Sie haben gekämpft und sich bemüht, aber es fehlte ein wenig das Glück. (Klar, das ist jetzt sehr, sehr grob zusammengefasst.) Das alles brachte sie (analog zu dir) auf eine sehr nette und humorvolle Art ein. Natürlich zählen Beschimpfungen nicht zu den von mir präferierten Gesprächen/ Gesprächsinhalten. Wie man aber aber durchaus fundiert und kritischer das ganze beurteilen kann, konnte man sowohl bei Peter Ahrens (siehe Spiegel.de) oder auch der kürzeren Zusammenfassung bei Sportradio360 sich anschauen/anhören. Das Grundproblem liegt wohl darin, dass wir einen unterschiedlichen Erwartungshorizont (denke mal an deinen Vorschaupodcast) haben. Während Jolle schon zufrieden war, dass Jogis Truppe nicht kopflos spielte (siehe ihre Einleitung), war ich vom vollkommen harmlosen Offensivspiel gegen eine (im Weltmaßstab) drittklassige Truppe schlicht entsetzt. Unser bester Offensivspieler war (geht man von den Chancen aus) Hummels, was Bände spricht. Wirkliche Torchancen konnte man an einer Hand abzählen (geblockte Schüsse zählen für mich nicht dazu) und das war ein Manko aller Spiele. Hinzu kamen noch erbärmlich schlechte Flanken (bis auf die eine von Kimmich), nicht existente (weil meist nur kurz ausgeführte) Ecken und das (bereits von euch angesprochene) bewegungslose Spiel. Wir haben in 3 Spielen (und weder Mexico, noch Schweden sind wirklich erstklassige Gegner) genau 1 Tor aus dem Spiel heraus erzielt und hatten je Spiel max. 4-5 halbwegs gute Chancen. Ich muss von einer deutschen Mannschaft einfach deutlich mehr erwarten, als einfach nur halbwegs gute 15 Minuten nach der Pause gegen Südkorea. Wie schon gesagt, wir haben da deutlich unterschiedliche Erwartungen. Positives kann ich aus keinem Spiel wirklich herausnehmen, sieht man vom gesunden Fuß des Manuel N. und den guten Aktionen (in den ersten beiden Spielen) Brandts ab. Ansonsten war es durchweg einfach enttäuschend.

P.S. Inzwischen habe ich mir den Podcast ein zweites Mal angehört und muss mich tatsächlich revidieren. Jolle war taktisch wesentlich ausführlicher, als ich es ursprünglich wahrgenommen habe. Diesbezüglich kann ich nur Mea Culpa äußern, da ich ihr Unrecht getan habe. Vermutlich stört(e) mich, wie unemotional und nett ihr es besprochen habt. (ich bin da eher der Typus Sammer…) Das allerdings ist natürlich kein Wertungskriterium…

In diesem Sinne dir (und den beiden anderen) Dank auch für den Podcast. Schon deshalb werde ich meine Monatsspende erhöhen…:wink:

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Die Studie kommt mir doch etwas suspekt vor. Angefangen mit der geringen Anzahl der Probanden. Ich könnte deine Argumentation irgendwo nachvollziehen, wenn sie eine “Heidi-Klum-Stimme” hätte. Hat sie aber nicht, es ist eher eine tendenziell tiefere Stimme.

Demnach müsstest du bei einer Podcastfolge, in der Marvin vom Eintrachtpodcast zu Gast ist, sofort wegschalten. Ich gehe mal davon aus, das tust du nicht, weil er ist ein Mann.