Tribünengespräch 132: WM-Panel 2

Wir haben unser zweites Panel und das zum ersten Mal in Vollbesetzung aufgenommen. Diese Gäste sind dabei:

Wie hat euch die Sendung gefallen?

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Fand Tobis Einwand sehr bedenkenswert, dass bei der Nichteinreise des Somaliers (endlich mal) die FIFA sich nicht über nationales Recht hinwegsetzen kann. Den Einzelfall kann ich natürlich nicht beurteilen (und das kann ehrlich gesagt keiner hier aus dem Forum oder aus dem WM-Panel, es besteht auch die theoretische Möglichkeit, dass die US-Einreisebehörde tatsächlich Informationen hatte, die eine Nichteinreise rechtfertigen, wir werden es wohl nicht zeitnah erfahren), aber losgelöst davon empfinde ich eine Machtverschiebung von FIFA zu souveränen Nationalstaaten als eine eigentlich begrüßenswerte Umkehr der Tendenzen der vergangenen Jahrzehnte.

Dieser Nationalstaat hatte dem Somalier allerdings bereits ein Visum ausgestellt. Und wenn eine Person ein Visum erhält, muss sie auch damit rechnen können, einreisen zu dürfen. Alles andere ist Willkür (oder zumindest Schludrigkeit bei der Visumsausstellung).

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Das ist so nicht richtig. Das Visum berechtigt erstmal nur dazu um zur Grenze zu reisen. Die abschließende Entscheidung über eine Einreise trifft immer der Grenzbeamte. Ein ausgestelltes Visum ist niemals eine Garantie oder als solche gedacht. Grundsätzlich hat man allerdings mit einem ausgestellten Visum natürlich eine ganz gute Chance, denn die Aspekte der Überprüfung (Richtigkeit & Gültigkeit des Passes, Ist das beantragte Visum richtig, Passen Person und Pass zusammen, ggf. monetäre Mittel und Rückreise etc.) gleichen sich natürlich. Deswegen wird den meisten Menschen mit einem Visum dann auch die Einreise gestattet.

Hier wurde die Einreise ja auf Grund von Sicherheitsbedenken verwehrt. Diese werden grds. auch im Rahmen des Visums geprüft, allerdings werden dann an der Grenze natürlich nochmal die aktuellen Erkenntnisse abgeglichen. Da zwischen der Visumserteilung und der Einreise einige Zeit vergehen kann, kommt es hier nunmal ggf. dazu das aktuelle Erkenntnisse vorliegen. So war es hier dann ja wohl laut den US Behörden.

„In the case of the referee there, he was talking to some very bad people right as he was coming to the United States," Giuliani said in an interview Sunday. „There’s some classified information we can’t discuss now. At some point, that may be released.“
Pressed for more details on the extent and nature of the alleged communication, Giuliani said he could not discuss who Omar was allegedly contacting. He said the alleged communication occurred "immediately before (Artan) was coming to the United States.
“

Im Übrigen ist es keine Seltenheit das Menschen an Grenzen trotz eines Visums abgewiesen werden. IdR natürlich nicht wegen Sicherheitsbedenken, aber dennoch: es ist keine Seltenheit das man trotz Visums abgewiesen wird und ein Visum ist niemals eine Garantie zur Einreise.

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„Die einzige Erklärung, die ich dafür habe, ist, dass es sich bei der Bewegung um ein unwillkürliches, unterbewusstes Zucken handelte und mir zum dem Zeitpunkt gar nicht bewusst war, dass ich sie ausgeführt hatte. Aufnahmen, die später während des Spiels gemacht wurden, zeigten, dass ich diese Bewegung mehrfach wiederholte, während ich einen Stift zwischen den Fingern hielt.“

Damit ist auch klar warum es mit der Stellungnahme so lange gedauert hat: sie haben Videomaterial gesichtet :face_with_spiral_eyes:

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Ich habe ja über die erste Folge gemeckert, aber die zweite finde ich deutlich besser. Die Folge hat mir viele neue Themen näher gebracht. Ich muss mir jetzt auch noch mal die Folge zu den evangelikalen im Fußball anhören. Mir ist da auch gleich noch eine Aussage von Björn Werner dem ehemaligen deutschen NFL Spieler eingefallen. Der meinte auch, dass oft zu ihm gesagt wurde komm mit zur Biebelstunde (ich bin mir nicht mehr sicher College oder in der NFL war). Er ist aber nie zur Bibelstunde gegangen, weil die Diskrepanz zwischen dem was die Leute die ihn zur Biebestunde schleppen wollten gemacht haben und dem was der christliche Glaube predigt dann doch zu groß war.

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Puh, mal wieder schwere Kost. Unter dem Strich bleibt auch wie bei den ersten WM-Folgen: Böse FIFA, böse USA. Dabei sah es seit einiger Zeit etwas danach aus, dass der Rasenfunk aus seiner woken Phase raus ist. Naja, für den Sommer bin ich erstmal raus als Hörer und Supporter.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass zumindest die Möglichkeit das der Schiedsrichter keine bewusste Handbewegung gemacht hat praktisch keinen Raum bekommen hat - obwohl sie doch eigentlich relativ naheliegend ist. Für mich auf jeden Fall viel naheliegender als das Kinderspiel mit ins Loch schauen.

Ansonsten finde ich es auch fast schwer durchzuhalten. Vielleicht soll dieses Format ja ein Gegenpol zur sonstigen Berichterstattung sein, aber ein bisschen mehr auch positive Nachrichten (gibt es?) wäre auch einfach für die Dramaturgie der Folge wohltuend. Und gar nicht als “false balance” gemeint. Ich finde z.B. Das Tabea Kemme einen tollen Job bei Magenta macht - und würde mich über mehr Hintergründe zur WM der Diaspora und der Bedeutung für die communities in den Austragungsorten freuen. Vielleicht nächstes Mal ohne “unsere Fankultur ist so viel besser als die der Amis” Narativ.

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Ich möchte hier kurz anmerken, dass Breel Embolo im Podcast in einem Atemzug mit Karazor und Partey als eines Sexualdelikts bezichtigt dargestellt wird (ca 1h 28). Er wurde jedoch wegen Drohung verurteilt und einer seiner Begleiter wegen Körperverletzung (meinte ich zumindest).

Auch wenn das genauso wenig zu entschuldigen ist, würde ich diesen Unterschied doch gerne herausgestrichen haben. Ich bin mir bewusst, dass bei einem 2h Podcast sowas vorkommen kann, aber ich möchte es doch gerne klarstellen.

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Ich sehe nicht, wo sich der Rasenfunk in seiner Klarheit verändert haben sollte. Hier ist Max doch klar und es ist doch genau, was den Rasenfunk ausmacht, dass er eben seine Meinung sagen kann und nicht aufgrund von Werbepartnern und co. zurückhalten muss.

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Finde die Begleitung mit diesem WM-Panel richtig gut. Man merkt Euch auch an, dass ihr Spaß bei der Sache und der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Themen habt.

Füllt definitiv eine Lücke, die es bei der ganzen sonstigen Berichterstattung gibt.

Besonders angenehm ist einfach, wie damit auf all die kleinen und größeren Themen, und teilweise den tieferen Hintergründen zu diesen, welche auftreten, ein Raum gegeben wird.

Die Einbettung in das gleichzeitige, subjektive Live-Erleben dieses Events, sowie die musikalische Note zum Schluss runden das ganze schön ab.

Freue mich bereits auf nächsten Montag!

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Ich bin noch nicht durch
Aber 2 Anmerkungen vielleicht bevor ich das vergesse
Zum einen zur Trinkpause: keine Ahnung ob das von der FIFA so mitgedacht wurde, aber es bringt den großen Verbänden(die durch Werbung und Fernsehen ja auch das meiste Geld in die Kassen spülen) einen Vorteil, weil eben durch die TaktikAnpassungen diese einen Vorteil gegenüber kleineren Teams haben
Weil ein Kimmich kann sich durch seine Erfahrung schneller umstellen, als ein Spieler von Curacao, die vielleicht allein nur für dieses Spiel trainiert haben und so verdient die FIFA eben nicht nur an der Werbung beim trinken

Ich fand die Unterbrechung bei Curacao spielentscheidend(ich gehe nicht davon aus, dass sie gewonnen hätten und auch Unentschieden wäre vermutlich schwer gewesen) aber Curacao hatte vor dem Tor und kurz danach irgendwie mal kurz ein bisschen Spielfluss und ich behaupte jetzt einfach Mal ohne die Trinkpause wären es nicht 7 Tore gewesen

Das andere: ich sehe ja die Länge der Folge und werde deswegen den Part über die Ballergötter rückwärts hören
Denke Mal das ist eh alles Chiffre
(Falls es bei anderen Podcasthosts anders angezeigt wird: meine Folge ist 1/3 number of the beast lang)

Gefällt mir bis jetzt ganz gut den Flow den ihr habt und viel Interessantes dabei
Danke für eure wokeness :face_blowing_a_kiss:

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Kleiner Hinweis noch zum Wort Mauscheln, das zum Ende des Podcasts gefallen ist: Das Wort hat einen starken antisemitischen Hintergrund, stammend aus dem 17. JH. Ich unterstelle euch keineswegs Absicht, hatte das Wort auch lange im Sprachgebrauch und bin auch nur durch einen Hinweis auf den problematischen Hintergrund aufmerksam gemacht worden.

Anbei ein paar Quellen zu Nachlesen, für die, die es interessiert:

Historische Erklärung des antisemitischen Begriffs Mauscheln

Antisemitismus in der Sprache - Wenn die Mischpoke schachert

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Danke für die Folge!

Kleine Anmerkung zu den geschenkten Trikots: Ich kann es nachvollziehen, dass man von diesen Marketing-Aktionen genervt ist, aber man sollte nicht vergessen, dass das C24-Trikot schon 2024 einigen Menschen (und damit auch Kindern) ermöglicht hat, ein Deutschland-Trikot zu erhalten, die eben nicht einfach mal so 50+ Euro (oder sogar das doppelte) für ein offizielles Trikot hinblechen können. Und der Unterschied zu irgendeinem random T Shirt ist dann doch, dass es ein sichtbares und oft getragenes Trikot ist. Man kann dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit kritisieren, aber gerade als Kind hätte ich mich darüber gefreut.

Und wenn “alle damit rumlaufen”, theoretisch sogar besser, weil dann der “Kannst du dir kein echtes Trikot leisten?”-Gedanke auch nicht so präsent ist. Auch wenn das nicht das zentrale Motiv hinter dem Trikotverschenken ist, hat das doch einen inklusiven Nebeneffekt und ehrlicherweise hätte ich nichts dagegen, wenn es das für meinen Verein auch geben würde.

Insgesamt war die Folge sehr interessant und angenehm zu hören. Finde die Mischung mit Tobi jetzt optimal!

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Wobei ich das ehrlich gesagt noch als eine eher akzeptable Erklärung dafür sehe, dass es so lange gedauert hat. Wenn es ja eine bewusste Aktion gewesen wäre, dann hätte er sobald irgendeine News dazu rauskam ja gesagt “Das war ein Witz mit meinem kleinen Neffen” oder “Das war ein okay an die Regie”. Wenn er aber nichtmal wusste dass er die Hand so gehalten hat, dann verstehe ich, dass er sich das erstmal anschauen wollte und sich selbst erklären wollte bevor er irgendein Statement macht. Wenn er ja sofort sagt “Ich wusste gar nicht dass ich die Hand so hatte” wird das ja sicherlich auch nicht von allen Seiten positiv bewertet.

Was ich dagegen bisschen eigentartig finde, ist dass er hauptsächlich nur davon spricht, dass die Berichterstattung ihn falsch darstellt und er kein Support für irgendeine Gesinnung zeigen wollte. Viel mehr hätte ich doch an seiner Stelle gesagt, dass ich rechtsextreme Gedanken stark ablehne und für Inklusion stehe (wie die Fifa :grinning_face_with_smiling_eyes: ). Dass das fehlt, gibt mir ein wenig ein ungutes Gefühl.

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Die Sendung hat mir gut gefallen, aber ich hätte schon gedacht, dass durch Tobi jetzt doch vielleicht auch mal ein bisschen Sport das Thema ist. Jürgen hat das gut erkannt! Und jetzt führen wir die Evangelikalen Debatte auch noch hier - bitte nicht.

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Ich fand die zweite Folge des Panels sehr gut und auch noch etwas besser als die erste. Ihr groovt euch gut aufeinander ein. :slight_smile:

Ich persönlich verstehe nicht, was daran zu woke oder zu negativ sein soll. Medien, die ‘den reinen Sport’ hochjubeln, gibt es schon genug. Aber das kann jede/r natürlich legitimerweise anders empfinden als ich. Danke und gerne weiter so!

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Danke für die Quellen! Ich dachte, ich hätte dazu schon einiges gelesen - aber ich habe doch noch was gelernt!

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Im Großteil der großen Medien wird diese Debatte doch überhaupt nicht geführt, sondern Nmecha gefeiert. Daher ist es doch gerade wichtig, dass der Rasenfunk diese Debatten führt und warum es eben nicht nur harmlos betende Menschen sind und auch diese Debatten unter dem größeren Scheinwerferlicht der WM zu führen.

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Das ist doch jetzt mal stark verkürzt bis unwahr. Kleines Medienecho der letzten zwei Tage: Springerpresse und Nius verlinke ich mal nicht, aber auch da wird die Debatte geführt, nur halt in die andere Richtung. (“Christentum - Danke Felix Nmecha” / “„Felix Nmecha lebt seinen Glauben – und das ist gut so!”)

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