Tribünengespräch 29 – Thomas Broich über seine Karriere


#1

Ich durfte mit Thomas Broich über seine Karriere sprechen. Ist ein interessantes Gespräch geworden, wie ich finde. Aber mein Feedback ist hier unwichtig, deshalb bin ich gespannt auf eure Meinungen!


#2

Seit du Thomas Broich in eurem Kurzpass-Gespräch zur A-League implizit zu einem Tribünengespräch eingeladen hast, habe ich darauf gewartet. Wunderbar, dass es nun geklappt hat. Ich bin mal so frei, hier auf mein Interview mit Thomas zu verweisen, in dem er mir seine persönliche Traumelf aus seinen früheren Mitspielern vorstellt und dabei auf seine Karriere zurückblickt. Das ist eine schöne Ergänzung zu eurem Gespräch. Beste Grüße, Lukas


#3

Ich habe erst die Hälfte durch, bin aber schon absolut begeistert. Sehr inspirierendes Gespräch mit einem selbstkritischen Gesprächsgast.

Ich habe allerdings eine Frage zu einem Nebensatz, der fiel: An einer Stelle wird erwähnt, dass die Verweildauer eines Profis in der A-League bei 2-3 Jahren liegt. Und deshalb die Spieler bereits vorher und während ihrer Karriere fleißig an ihrem weiteren Berufsweg schrauben müssen. Beziehen sich die 2-3 Jahre auf alle A-League-Spieler oder nur auf die ausländischen Profis? Warum ist die Verweildauer so gering? Vielleicht wurde es sogar erklärt und ich hab’s einfach nicht gerafft.


#4

Super-Typ, hab ihn in seiner letzten Saison bei “Brisbane Raw” noch spielen sehen. Habe selbst auch etwas “Leben in AUS” Erfahrung, und kann viele seiner Schilderungen sehr gut nachvollziehen.
Die lockere, etwas distanzierte und selbstkritische Betrachtung auf seine Karriere, den Fußball allgemein und das Leben an sich ist echt sehr wohltuend. (Ebenso wie übrigens das Erlebnis Stadion down under)
Vielen Dank für dieses Tribünengespräch mit einem tollen Gast!
Das wird schwer zu toppen sein… :slight_smile:


#5

Bezieht sich so wie ich’s verstanden hab, auf alle.
Nähers erklärt wird’s nicht, die Bemerkung fällt aber in dem Umfeld “salary cap / Karriere in der A-League heißt nicht finanziell ausgesorgt”.
Ich vermute daher, dass viele dann halt jung wieder aufhören, und sich um den weiteren Berufsweg kümmern…


#6

Wunderbares Gespräch. Man lernt immer wieder für sich selbst wie wichtig Selbstreflektion ist.

2 kleine Anmerkungen: Grün ist tatsächlich Teil der Gladbacher Farben :smile:

Ich glaube dass ich es etwas besser gefunden hätte wenn das Gespräch chronologisch gewesen wäre. So hatte ich zu Beginn erstmal ein großes Kramen in Erinnerungen (was war denn damals nochmal alles wovon er diese Narben hat), was man dann später in sehr schöner Ausführlichkeit bekommen hat. So kam diese Thematik mit dem Livecoach auch gefühlt doppelt vor. Auch stilistisch ist der ganze Australien-Teil ein einziger,großartiger Feel-good-Moment der wunderbar ans Ende gepasst hätte.

Umgekehrt kommt dadurch aber wahrscheinlich der fußballerisch-taktische Aspekt etwas besser zur Geltung.


#7

Ehrlich gesagt fand ich den Ansatz mit der Australien-Zeit zu starten, um anschließend auf die Bundesliga-Zeit zu blicken, richtig klasse. Es birgt viel mehr Spannung, erst die “glorreiche” Helden-Episoden zu hören, um anschließend in die etwas dunkleren Momente vorzudringen. Zudem schließt das Gespräch ja mit der Frage “Wie schätzt du deine Zeit als Fußballer insgesamt ein?” Und Broich sagt “War 'ne geile Zeit”. Ich hatte tatsächlich mit einem anderen, differenzierten Fazit gerechnet. Differenziert war er natürlich während seiner Ausführungen. Doch das Fazit war ja sehr deutlich.


#8

Sehr schönes Gespräch mit einem sympathischen Gast, der einen interessanten Blickwinkel hat.
Diese Gespräche über die Karriere dürfte tatsächlich die Art von Tribünengespräch sein, die ich am liebsten höre.

Um den Punkt der Vorredner aufzugreifen:
Ich fand es gut, dass es nicht chronologisch war, das lockert auf und wirkt weniger wie ein “Abklappern” der Karriere.


#9

Habe es durch und bin sehr begeistert.

Ich hatte seine Karriere nicht so doll verfolgt (außer die großen Sachen). Alleine deshalb hat es sich gelohnt. Besonders beeindruckend fand ich wie reflektiert sich Thomas Broich gegeben hat.

btw. zum Thema Life Coach:
Roman Bürki hat bei Sky (glaube ich) ein interessantes Interview gegeben, in denen er darstellt, wie ihm ein Mentaltrainer weiterhilft.


#10

Ich höre gerade noch das verlinkte Gespräch “Eins zu Eins” vom BR.
Wiederholt sich logischerweise viel, aber auch sehr hörenswert…
Mir kommt das Thema gerade auch deswegen super gelegen, weil ich auch einen “Bruch in meiner Karriere fertigbastle”.
Was in der Tat etwas nervig und leider nicht abzustellen ist, ist das deutsche Schubladen-Denken, und das “Nicht sein Ding machen” - was in USA und v.a. Australien absolut anders betrachtet wird.
(Dazu hätte der @GNetzer wahrscheinlich auch trefflich erzählen können…)
Daher nochmals vielen Dank für dieses Gespräch, TOP!!!


#11

Ich habe mir das Gespräch nun auch direkt am Stück angehört. Vielen Dank für dieses fast 3,5 stündige Tribünengespräch. Ausgezeichnet. Thomas Broich fand ich seit der Pause-Doku schon sehr interessant,aber er entwickelt sich (logischerweise) weiter. Ich finde, dass er einfach von Jahr zu Jahr reflektierter und selbstkritscher auf seine Bundesligakarriere zurückblickt.

Ein gelungenes Gespräch. Die viele Arbeit, die in die Gesprächsvorbereitung gesteckt worden ist, hat sich gelohnt. Nachdem ich mich nun im Rasenfunkforum registriert habe, um so auf einem Weg danke zu sagen, muss ich unbedingt mal nach Brisbane.


#12

Weltklassetennis! Geiler, weil ehrlicher, Gesprächspartner! Sehr gerne mehr davon! Typen mit Brüchen in der Geschichte bieten einfach sehr viele interessante Aspekte. Who’s next?


#13

Tolles Gespräch. Das mir neben den reinen, interessanten Informationen auf der Meta-Ebene mehr bedeutet hat, als ich jemals öffentlich zu teilen bereit bin. Eine persönliche Bemerkung an Thomas Broich (keine Ahnung, ob er das hier liest): Alles in diesem Gespräch in der Richtung “keine Ahnung, was mich früher geritten hat bzw. ich musste einfach mal ganz von vorne anfangen” hat bei mich sehr berührt. Großen Dank, dass Du dies mit uns, mit mir teilst.

Und ich teile die Einschätzung des hiesigen Hausherrn, dass dieses Gespräch nach Vertiefung schreit. Ich kann da wegen der schieren Fülle gar keine einzelne Nachfrage formulieren. Neben dem erwähnten “was passiert bei Dir eigentlich jetzt?” kann man sich aus meiner Sicht aus dieser Sendung völlig wahllos einzelne zehn Minuten raus schneiden und jeweils einfach nur tiefer nachfragen. Es würde eine interessante weitere Sendung ergeben. Thomas, bevor ich mich missverständlich ausdrücke: Die Reaktionen “ich hab mir schon etwas dabei gedacht, wie weit ich Euch Einblick erlaube” und “Leute, ich hab auch noch andere Dinge zu tun” wären natürlich völlig okay. Nur für den Fall, dass Deine Reaktion ist: “Ach? Ich wusste nicht, dass Euch dass so intensiv interessiert?” - ich kann nur für mich sprechen. Aber mich interessiert das.

@ Chryshie

Ich habe allerdings eine Frage zu einem Nebensatz, der fiel: An einer Stelle wird erwähnt, dass die Verweildauer eines Profis in der A-League bei 2-3 Jahren liegt. Und deshalb die Spieler bereits vorher und während ihrer Karriere fleißig an ihrem weiteren Berufsweg schrauben müssen. Beziehen sich die 2-3 Jahre auf alle A-League-Spieler oder nur auf die ausländischen Profis? Warum ist die Verweildauer so gering?

Da bin ich auch drüber gestolpert. Und ich bin natürlich zu faul, die Tatsachenbehauptung selber zu überprüfen. Hier muss es doch Leute geben, die diese Frage beantworten können? Bitte?


#14

…eine ganz kleine Ergänzung: Beim Thema (Podcast-) Live-Coach würde ich mir im Falle einer Vertiefung vielleicht eine dritte Stimme wünschen, die ein wenig Widerworte und/oder Einordnung bietet. Für diese Sendung ist dies aber bitte nicht als Kritik zu verstehen.


#15

Das Gespräch ist sehr gelungen. Denn es ist persönlicher und “echter” als alles andere, was man sonst so im Radio oder TV findet.
Es hört sich nicht wie ein Interview an, sondern wirkt wie ein Gespräch bei mir zu Hause auf dem Sofa. Nur inhaltlich viel interessanter.


#16

Gerade auch deswegen, weil ich ihn aus seiner Zeit beim Club nicht allzu gut in Erinnerung behalten habe (was nicht gegen ihn als Menschen gerichtet war), ein unheimlich guter Einblick in seine ungewöhnliche Karriere. Über ein nochmaliges Gespräch würde ich mich wirklich freuen.


#17

Danke für dieses Tribünengespräch, an Thomas und an Max. Einfach sehr, sehr gut.


#18

Ich kann wirklich nur lobende Worte für das Gespräch mit Thomas Broich finden. Es ist sehr fördernd, dass du gut vorbereitet warst und sich ein Gespräch auf Augenhöhe entwickelt hat.
Konnte aus Zeitgründen bisher noch nicht Alles hören, freue mich aber darauf, heute Abend weiter zu lauschen!
Ich glaube, dass auch die kleinen Ligen dieser Welt unglaublich interessant sein können. Geschichten wie die von Thomas Broich sind das beste Beispiel dafür!


#19

Ich mochte Thomas Broich schon, als er noch für Burghausen gespielt hat. Und ich war enttäuscht, daß es nicht für die ganz große Karriere gereicht hat. Ich mochte auch seine etwas arrogante Art (ohne anderen dabei wehzutun) und noch besser gefällt mir die selbstkritische Art, die er jetzt zeigt.

Danke für das Tribünengespräch!


#20

Klugscheissmodus an\ Grün ist im Grunde die einzige Gladbacher Farbe, weil weiß und schwarz genaugenommen keine Farben sind \Klugscheissmodus aus :slight_smile: