Natürlich wird das vor Gericht gehen. Aber hat der Verein noch viel zu verlieren?
Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr kreisen die Fragezeichen um meinen Kopf:
- Dann wäre nur die ausgelagerte Kapitalgesellschaft insolvent, der e. V. aber nicht?!?
- Woher kommt in Zukunft das Geld für einen regionalligatauglichen Kader?
- Wie steht es um die Jobs innerhalb des e. V. (Geschäftsstelle etc.), also um das vielfache kleine Geld, sprich möglicherweise Familieneinkommen von Angestellten?
- Bisher lese ich nur Zitate aus dem Kooperationsvertrag i. S. von „solange die Kooperation besteht“, aber keine Textstelle, mit der geregelt wäre, unter welchen Voraussetzungen und vor allem schlicht WIE diese Kooperation überhaupt beendet werden kann - geht das wirklich einseitig oder bedarf es beiderseitiger Erklärung und Zustimmung; welche Art von Verstößen durch eine Seite könnten eine einseitige Aufkündigung durch die andere Seite begründen usw.
Also ich kann mir schwerlich vorstellen, dass da nichts mehr kommt.
Dadurch, dass Ismaik den Kredit kurzfristig gekündigt hat, sieht der Verein sich berechtigt, den Vertrag zu kündigen. ![]()
Habe ich mir inzwischen auch gedacht, sehe das aber noch nirgends so formuliert. Ob allein dieser Verstoß Ismaiks - wenn es denn wirklich einer ist - begründet, dass die andere Seite aus allen Pflichten raus ist, wage ich nicht zu wetten.
Interessant wird‘s, wenn Ismaik dagegen klagt und dann ein paar Wochen oder auch Monate unklar ist, wer eigentlich nun das Spielrecht hat - die KGaA oder der e. V. (der anscheinend eine eigene Spielbetriebsgesellschaft plant…![]()
).
Gibt es denn jemanden hier, der mor das alles verständlich und kurz erklären kann?
Bedeutet das Ende des Kooperationsvertrages einfach den Verlust der Anteile HAMs an der KgAa, also sind die einfach weg, oder ist die kgaa wertlos weil das Spielrecht beim eV zurück ist?
Also ich verstehe offensichtlich nich weniger von dem Konstrukt als ich dachte
Deine Fragen sind genau die bislang völlig offenen…also vlt. kann es jemand kurz und verständlich erklären. Leider nicht ich, aber ich hab bis jetzt noch nichts gelesen, wo ich denke, Ahaaaa…![]()
Die KGaA verliert an Wert, weil sie das Spielrecht verliert. Aber, was ist mit dem Merchandising? Mit den Markenrechten und und und?
Das geht alles aus den Berichten nicht hervor.
Das Schlimme ist meiner Ansicht nach, dass Ismaik das Geld gedanklich schon abgeschrieben hat und lieber alles gegen die Wand fährt, als eine vernünftige Lösung zu finden. Er handelt schon lange nicht mehr rational, sondern wie ein Trump für Arme.
Aktualisierung:
Über eine Insolvenz wird es wohl auch ohne Ismaiks Kooperation gehen…
Aber dann muss der Verein wohl wieder ziemlich weit unten oder ganz unten beginnen. Da kennen sich andere sicher besser aus.
ganz unten (Liga 12) wäre es sicher nicht geworden. Die dritte Mannschaft von 1860 gehört zum e.V. und spielt momentan Kreisliga (Liga 8). Tiefer als das geht also nicht.
Es gibt aber wohl schon eine zusage des BFV, dass der e.V. das Spielrecht der GmbH übernehmen darf:
“Da der BFV dem TSV 1860 München e.V. bereits schriftlich mitgeteilt hat, dass er das Spielrecht in der Regionalliga Bayern dem e.V. zugeteilt hat, wird also in der Saison 26/27 eine Mannschaft des e.V. und nicht der KGaA an den Start gehen.”
Hier nochmal eine kurzweilige Aufarbeitung der aktuellen Situation.
Wichtige Fragen auf einer Riesenliste.
Die vielen Fragen hier wird aktuell keiner solide beantworten können.
Der kicker-Artikel (paywall) von heute 18:30 Uhr hat auch keine Antworten.
Es kommen nahezu stündlich Artikel mit Einschätzungen usw. raus. Auch Bierofka und andere sprechen jetzt in die Mikros.
Von daher rufe ich mir Max’s Haltung zum Transferfenster in den Sinn.
Jede Geschichte hat zwei Seiten. Und nach lesen von Interviews und Artikeln finde ich den Vergleich nicht passend, möchte dem Invester aber auch keinen
aufsetzen.
Hier auch mal eine Aufarbeitung der Situation und Ismaiks wirre Kommunikationsstrategie mit den Medien an dem Tag.
Ich hab hier aus meinem Bürostuhl gut reden, aber nach den Informationen, die mir vorliegen (auch nur medienberichte) habe ich den starken Verdacht, dass Hasan Ismaik
dumm und/oder schlecht beraten und/oder pleite bzw. illiquide ist (z.B.: Hauptteil des Vermögens in vschwer verkaufbaren Unternehmensanteilen und Immobilien)
Dem Vernehmen nach hat der schweizer Investor Ismaik 20 Millionen€ für seine Anteile geboten. Jetzt würde Ismaik wenn er Glück hat noch 1 Millionen bekommen, bei einer drohenden Insolvenz noch weniger (manche Löwenfans überlegen das Geld für die Dauerkarte zurückzufordern, da sie in der 4ten Liga nicht mehr gültig sei, um eine Insolvenz zu erzwingen und so Ismaik loszuwerden.)
Es gab in den letzen Jahren ab und zu Berichte (hab gerade keine zeit zum recherchieren), dass es bei Ismaik geschäftlich nicht mehr ganz so gut läuft und laut Berichten wollte er versuchen ein Darlehen für 1860 zu organsieren, um die Deckungslücke zu schließen. Das ist nicht unbedingt ein Signal für Solvenz.
Das sollten alle machen, denn sie haben für etwas gezahlt, das er nicht mehr liefern kann
Moin, es wurde im Transfermarkt Vereinsthread dieser Beitrag gepostet und ich wollte hier mal nachfragen ob jemand von euch der tiefer im Thema drin steckt als ich das Behauptete über die Quellen (SZ, Vereinshomepage) hinaus validieren oder ergänzen kann:
“Das Urübel
Im Juni 2025 wurde im Aufsichtsrat eine Budgeterhöhung für die gerade zurückliegende Saison 2025/26 beschlossen. Diese Budgeterhöhung wurde auf Initiative der Vertreter Hasan Ismaiks beschlossen. Die e.V.-Vertreter haben geschlossen dagegen gestimmt, wurden aber durch das doppelte Stimmrecht des Aufsichtsratsvorsitzenden überstimmt. Die zusätzlichen Ausgaben waren nicht durch eigene Einnahmen gedeckt, allerdings wurde durch die Ismaikvertreter zugesichert, dass Darlehen der HAM (Beteiligungsgesellschaft Ismaiks) diese Lücke schließen würden.
https://www.sueddeutsche.de/sport/tsv-1860-muenchen-etat-kader-seeboeck-ismaik-li.3276441
Warum hat der e.V. diese Budgeterhöhung nicht per 50+1 verhindert?
Der e.V. wäre prinzipiell dazu berechtigt gewesen, der Geschäftsführung zu verbieten, das vom Aufsichtsrat genehmigte Budget auszuschöpfen. Allerdings hätte dann das Risiko bestanden, von der Ismaik-Seite (auch rechtlich) belangt zu werden, dass man gegen das beste Interesse der KGaA (also der Spielbetriebsgesellschaft, von der Ismaik 60 Prozent besitzt) handelt.
Warum kam die Liquiditätslücke so überraschend?
Noch Mitte Februar wurde schriftlich (!) von Ismaiks Aufsichtsrat Biel Ballester Relat erklärt, er könne „als Vertreter von HAM bestätigen, dass wir unseren Verpflichtungen als Darlehensgläubiger wie bisher auch weiterhin nachkommen werden. Tatsächlich kam allerdings am 21.Mai, also genau 13 (!) Tage vor Ablauf der Frist zur Abgabe der Lizensierungsunterlagen die Kündigung ebendieses Darlehens über 2,7 Millionen Euro, was Ursache des Zwangsabstiegs ist. Angeführt wurden vermeintliche Verfehlungen bezüglich der Rechnungslegung gegenüber ihm als Mitgesellschafter. Diese Vorwürfe entbehren bisher jeglicher Substanz, insbesondere vor dem Hintergrund, dass er seit seinem Einstieg die Mehrheit des Aufsichtsrats (!) besetzt.
Warum kam man nicht zu einer Einigung über einen neuen Darlehensvertrag?
Im Zuge der Darlehenskündigung wurden von Ismaik sieben Forderungen gestellt:
- ordnungsgemäße Finanzberichterstattung und Aufbau eines Compliance- und Finanzberichterstattungssystems bis zum 30. September 2026“
- „Beauftragung eines neutralen externen Finanzexperten bis zum 30. Juni 2026“
- „Ausgabebeschränkungen zur Gewährleistung einer strikten Zweckbindung neuer Mittel“; „strikte Einhaltung des genehmigten Budgets“
- „Verzicht auf Herabwürdigung“
- „Umstrukturierung der KGaA bis zum 31. Oktober 2026 auf der Grundlage eines vereinbarten Umstrukturierungsplans, der bis zum 30. Juni 2026 fertiggestellt werden soll.“
- „Verzicht auf Vorkaufsrecht des e.V.“ (wurde recht schnell wieder einkassiert)
Einige dieser Punkte sind tatsächlich Standard im Kontext von Unternehmen und hätten bereits in den zurückliegenden Jahren jederzeit von den Vertretern Ismaiks eingefordert werden können, falls sie tatsächlich nicht eingehalten worden waren, andere sind entweder nicht umsetzbar („Verzicht auf Herabwürdigungen“ → es gibt Gerichtsurteile, dass die dadurch implizierten Herabwürdigungen, bspw. die Fahne mit Ismaiks durchgestrichenem Gesicht von der Meinungsfreiheit gedeckt sind) oder stehen eindeutig im Widerspruch zur 50+1 Regel. Insbesondere die „Beauftragung eines Finanzexperten“ wurde so interpretiert, dass ein zusätzlicher Geschäftsführer mit Vetorecht eingesetzt werden sollte. Somit wäre die Weisungsbefugnis des e.V. gegenüber der Geschäftsführung hinfällig gewesen. Eine zentrale Bedingung von 50+1
https://www.sueddeutsche.de/sport/1860-muenchen-lizenz-3-liga-ismaik-forderungen-darlehen-li.3489813
https://sechzger.de/live-ticker-tsv-1860-muenchen-e-v-vs-ham-international-ltd/
https://www.tsv1860.de/de/news/artikel/fragen-und-antworten-zur-entwicklung-in-der-tsv-muenchen-von-1860-gmbh-co-kgaa
Wie liefen die Verhandlungen ab?
Bereits seit der Kündigung des Darlehensvertrag wurde nach Angaben aller Beteiligten intensiv verhandelt (daher bspw. auch der Wegfall der Forderung über das Vorkaufsrecht des e.V.). Nach Aussage der Beteiligten gab es grundsätzlich zwei Vertragsentwürfe. Der aktuelle Stand ist am ehesten dem heutigen SZ-Artikel zu entnehmen:
„Am Dienstagvormittag hatten die e.V.-Vertreter eine Vertragsversion ausgearbeitet, in der sie Ismaiks Forderungen akzeptierten, sofern sie verbandsrechtlich zulässig seien.“
Darauf die Anwälte Ismaiks: „Leider sind die Unterlagen für HAM (Ismaiks Firma; d. Red.) nicht akzeptabel und müssen überarbeitet werden. Insbesondere können wir den Vorbehalt ,soweit verbandsrechtlich zulässig’ nicht akzeptieren. Wir brauchen eine klare Zusage aller Beteiligten, dass wir diese Lösung ohne Schlupflöcher wollen, damit es keine Ausreden gibt, nicht mitzuspielen, nachdem die Gelder gezahlt wurden." Das sei „zumindest die klare Vorgabe, die wir von HAM erhalten haben. Entweder stimmen alle diesem Rettungsplan zu, oder wir können den Verein nicht retten.“ Das Schreiben schließt mit der Aufforderung: „Können Sie bestätigen, dass der e.V. den Verein nicht in die vierte Liga absteigen lässt, weil er auf diesem Vorbehalt besteht? Wir benötigen kurzfristig eine Bestätigung.“
Das heißt konkret und wurde laut SZ auch von e.V.-Seite kommuniziert, dass Ismaik dem Mitgesellschafter e.V. die Wahl ließ, ob die Lizenz aufgrund einer Liquiditätslücke verweigert wird, oder ob sie aufgrund eines klaren Verstoßes (alle Punkte wurden auch im Vorfeld mit dem DFB abgestimmt) gegen die 50+1-Regel verweigert wird. Dazu auch nochmals in der SZ: „Dass eine Schuld ausschließlich HAM und nicht die KGaA oder gar den Stammverein beträfe, war nach SZ-Informationen auch das Ergebnis von eingehender insolvenzrechtlicher Beratung.“
https://www.sueddeutsche.de/sport/1860-muenchen-lizenz-3-liga-entscheidung-ismaik-li.3493346
Zusammengefasst:
Ismaik hat mit seinen Stellvertretern gegen den Willen des e.V. eine Budgeterhöhung veranlasst. Das zur Deckung dieser Lücke fällige Darlehen hat er mit 13 Tagen Vorlauf unter Anführung fadenscheiniger und/oder nicht erfüllbarer Bedingungen gekündigt. Erwiesenermaßen war der e.V. explizit dazu bereit, alle Forderungen zu erfüllen, die mit den lizenzrechtlichen Anforderungen im Rahmen der deutschen 50+1-Regel und damit einer Lizenz für die 3. Liga vereinbar waren. Einzig und allein Hasan Ismaik ist verantwortlich für das Ausbleiben einer Einigung, da seine Forderungen in jedem Fall dazu geführt hätten, dass keine Lizenz erteilt worden wäre. Stand jetzt bleibt er auch in der Regionalliga weiterhin Mitgesellschafter, wird sich allerdings rechtlichen Konsequenzen stellen müssen, da er mit der einseitigen Kündigung des Darlehensvertrags vertragsbrüchig geworden ist
Warum hat Ismaik das gemacht?
Gibt es einen Gott? Hat das Leben einen Sinn? Diese Fragen sind vermutlich leichter zu beantworten. Stand jetzt gibt es ausschließlich Verlierer dieser Aktion, die einzige Hoffnung bleibt, dass es vllt. doch noch (evtl. auch aufgrund der Vertragsbrüchigkeit Ismaiks) irgendeine Möglichkeit gibt, sich irgendwie zu lösen. Oder er gibt sich doch noch einen Ruck und verkauft seine Anteile endlich, auch wenn er gerade quasi jeden Wert vernichtet hat.”
LG und ein schönes Wochenende ![]()
Edit: Der Beitrag des Transfermarkt Nutzers wurde meines Wissens verfasst bevor der e.V. bekanntgab vom BFV eine Lizenz für die Regionalliga erhalten zu haben.
Das Spielrecht liegt nicht auf Seiten der KGaA, sondern auf Seiten des e.V. Das gilt laut Berichterstattung ausdrücklich auch im Falle einer Insolvenz der KGaA. Dem TSV 1860 München e.V. liegt bereits die Zulassung des Bayerischen Fußballverbandes für die Regionalliga Bayern vor.
Die KGaA hält alle Spieler- und Ausbildungsverträge mit den Spielern der ihr bisher zugeordneten Mannschaften. Das sind die Profis, U21 und U19. Außerdem laufen noch weitere Verträge auf die KGaA, darunter der Mietvertrag mit der Stadt München für das Grünwalder Stadion. Außerdem liegen die Markenrechte wichtiger Marken von 1860 noch bei der KGaA. Ebenso ist die Zukunft der Merchandising GmbH, die komplett Hasan Ismaik gehört, komplett unklar.
Die KGaA hat keine Mannschaft, die sie einsetzen kann, aber sie sitzt auf dem Spielerkader, dem Stadionvertrag und zentralen Markenrechten.
Wahrscheinlich kann Ismaik den Löwen (also dem e.V.) sogar verbieten, das Logo, “Sechzig” und ähnliches zu benutzen.
In dem Bereich liegt eines der nicht wenigen Probleme…
Ich denke, jetzt kommt es auf die Gerichte drauf an.
Hat die KGaA schon Insolvenz angemeldet? Wenn das nicht bald passiert, kommt noch Insolvenzverschleppung dazu.
Mit der Gefahr, dass 1860 bei einer Insolvenz komplett abstürzt und in der Kreisliga anfangen muss? Tja dann könnte man „Liebe kennt keine Liga beweisen“
Keine Ahnung von Insolvenzrecht und Sportrecht, ob das überhaupt möglich.
Ich weiß nicht, ob das nicht mal wieder eine Idee nach dem Motto „gut gemeint ist das Gegenteil von gut“ ist.
Die Insolvenz der KGaA hat ja nichts mit der Spielberechtigung des eV zu tun, der ja in Besitz der Spielberechtigung ist.