#30: Vincent will mehr

Wir haben mit diesen Gästen über den Spieltag gesprochen:

Wie hat euch die Sendung gefallen?

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Zum Folgentitel - „Vincent vill veiter“, Leute, der liegt doch schon auf der Torlinie, wie kann man den nicht machen :wink:

“Vincent will mehr” erinnert an einen Filmtitel eines sehr berührenden Films.

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und “in good Kompany” hat man sich so nochmal aufgehoben

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Da dachte ich tatsächlich, dass man ihn nicht kennt. Heißt auf deutsch „Reine Chefsache“.

Erstmal danke für die schöne Folge und vor allem für die Einordnung der Debatte rund um Marie-Louise Eta. Du hast mal wieder das gesagt, was ich nicht geschafft habe im Forum zu formulieren.

Zum FCA: ich glaube es war im letzten Royal oder in der Saisonvorschau, als du die Frage gestellt hast, warum der FCA immer nur die Trainer wechselt, wenn er seinen Spielstil ändern will, aber nicht am Kader schraubt. Das geht wohl mindestens bis zu Enrico Maaßen zurück. Mit Jess Thorup haben sie ja sogar einen Offensivtrainer entlassen, der aus Kadergründen zum pragmatischen FCA Stil zurückgekehrt ist, nur um ihn durch den Offensivtrainer Sandro Wagner zu ersetzen, der mit diesem Kader grandios gescheitert ist. Das war für mich der :elephant: in eurem Debattenraum rund um eine mögliche Weiterarbeit von Manuel :deciduous_tree: und die Ambitionen des FCA.

Was die Rote Karte gegen den HSV angeht, treibt mich spätestens seit dem Palhinha-Rot gg. Bochum eine (für mich) krasse Argumentationslücke um: der DFB argumentiert immer damit, man müsse die Spieler schützen und deswegen auch bei völlig eindeutig unabsichtlichen und nicht fahrlässigen Fouls Rot zeigen, wenn sie verletzungsgefährdend sind.

Aber man schützt die Spieler damit ja gar nicht, denn weder kann man sie im Nachhinein schützen vor etwas, was schon passiert ist, noch kann man sie in Zukunft schützen vor etwas, was weder beabsichtigt noch fahrlässig herbeigeführt ist, sondern einfach nur unglücklich.

Beide Fälle haben für mich gemeinsam, dass die gefährliche Aktion weniger durch den foulenden (und auch bestraften) Spieler entsteht, sondern mindestens zu gleichen Teilen durch das fahrlässige Hineinrutschen des „Opfers“, das damit seine eigene Verletzung in Kauf nimmt.

Denn der „Täter“ ist ja schon in der Bewegung, muss seinen Fuß irgendwo abstellen und kann den Kontakt dann schon gar nicht mehr verhindern.

Und noch was regeltechnisches: Daniels Plädoyer für die Abschaffung des Elfmeters unterstütze ich teilweise: ich finde, man sollte den indirekten Freistoß ausweiten, sowohl bei Handspielen, als auch bei Fouls, wenn die nicht in torgefährlichen Situationen passieren.

Bei der Süle-Situation sehe ich allerdings keinen Spielraum. Und ich bin mir auch gar nicht sicher, dass das keine Absicht war; überlagert da nicht das (gerechtfertigte) Mitleid mit Niklas Süle die Beurteilung der Situation?

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Das hab ich natürlich verpasst, vor allem, weil ich den Film gar nicht kenne :face_with_peeking_eye:

Na, da habt Ihr aber einen liegen lassen: Bayern verliert immer gegen die A-Teams!

Also wird Atletico Champions League Sieger und schuld ist Max

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Was mir bei den Kompany Bayern auffällt ist, dass er es schafft, die Mannschaft komplett aufs Fußballspielen zu fokussieren. Da ist der Fußball nicht Mittel zum Zweck der Selbstdarstellung und Selbstvermarktung, da gehts nicht um Stardom, Glamour und galaktische Eitelkeiten, und zwar nicht innerhalb der Mannschaft, und auch nicht im Verein.

Diesen Fokus merkt man nicht nur daran, dass die bestverdienenden Fußballspieler Deutschlands rennen wie die Ackergäule, sondern auch an den Antworten der Spieler bei Interviews.

Und das ist wahrscheinlich das, was auch die positive Wahrnehmung rundum ausmacht. Kein Trara, kein Blingbling, geht’s einfach raus und spielt’s Fußball.

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Ich würde mal eine Gegenthese zum Meister der Herzen formulieren(ich werde bewusst übertreiben)*: haben wir diesen Saison nicht endlich mal ein Bayern gesehen, dass seinen finanziellen Mitteln entspricht in der Bundesliga?
Hätten wir diese Leistung (Punkte und Tore) nicht auch schon unter Tuchel erwarten müssen?
Bayern hat viel mehr Geld, selbst als Leipzig, Leverkusen und der BVB und im Vergleich zu den anderen Mannschaften sowieso. Da kann ich ja wohl diese Leistung erwarten.
Desweiteren hat dieses Jahr kein anderes Team in der Bundesliga einen Spieler, der die Bayern besser machen würde(für wen würdet ihr Schlotterbeck oder Undav denn spielen lassen?).
Wir haben uns also die gesamte Saison einen Schwergewichtsboxer angeschaut, der Kinder in verschiedenen Altersklassen vermöbelt. Sowas schließ ich doch nicht ins Herz.(Wie gesagt bewusste Übertreibung)

*Das war eine überragende Leistung bis hierher der Bayern und es ist wirklich krass, was Kompany aus den Bayern rausgeholt hat.(Und wie gut die Verpflichtung von Diaz ist, dem alten Mann)

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Habe jetzt endlich die komplette Sendung gehört. Super Debut von Carina, gerne öfter! Meister der Herzen werden die Bayern bei mir definitiv auch nicht, der einzige, der da eine Chance hätte wäre Vincent Kompany, wenn er nicht ausgerechnet die Bayern trainieren würde. Ich finde diese Dominanz einfach immer ätzender, kann mir nicht helfen. Und dass das Business halt so ist und die Bayern nichts dafür können, stimmt ja auch nicht. Sie sind die ersten, die immer gegen strukturelle Änderungen für mehr Wettbewerb angehen.

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das stimmt so nicht, sie würden sich zum Beispiel nicht gegen die Abschaffung von 50+1 wehren.

Und gegen andere Änderungen wehren sich Clubs wie der BVB genauso, weil die sind ja vom Rest genauso weit weg wie die Bayern von ihnen.

Eine Abschaffung von 50+1 hätte aber auch nicht mehr Wettbewerb zur Folge. Sie würde die Unterschiede nur auf ein höheres (Verschuldungs-, Abhängigkeits-, Risiko-, Ausgaben-) Niveau heben.

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Falls ihr das diskutieren wollt, geht gerne in den 50+1-Thread, glaube der aktuellste ist dieser hier: Hannover96 und das Ende von 50+1?

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Das zu der PK von Polanski habe ich fast 1 zu 1 so meinem Bruder geschrieben. Wahnsinn, wie hart Polanski da auf die Schiene “Ohne den Elfmeter war alles toll” raus wollte. Der war ja fast beleidigt wenn ein Journalist auch nur im entferntesten eine Kritik am Spiel angedeutet hat. Da habe ich mich echt gefragt ob ich ein anderes Spiel als Polanski gesehen habe. Ehrlich gesagt hat das aber bei vielen Mainzern Flashbacks an die Zeit unter Schröder gegeben, da waren fast immer Trainer, die so die Pks gemacht haben. Besonders Achim Beierlorzer war dafür bekannt, dass doch wenn man halt vorne die zwei Chancen gemacht hätte und hinten sich in zwei Situationen nicht doof verhalten hätte (während es 20 Schüsse vom Gegner inklusive 5 Großchancen gab), dann wäre doch alles gut.
Habe bei dem Track Record von Schröder leider echt wenig Hoffnung, dass die nächste Trainerentscheidung hinhaut. Der kann echt toll Talente finden, aber bei den Verantwortlichen liegt der echt so oft daneben. Hätte sehr gerne den mit Heidel gesehen, der genau für das andere bekannt ist. Aber das hat sein Ego leider nicht zugelassen.

Zum Spiel selbst war das schon echt erschreckend wie wenig Gladbach angeboten hat. 28% Ballbesitz in einer Halbzeit könnten ein Negativrekord gegen Urs Fischer in der BuLi sein. Die wenigen Konterchancen wurden ziemlich dürftig ausgespielt, und dann nimmt man am Ende noch den einzigen Stürmer raus um einen extra IV zu bringen. Was soll das Team da anderes verstehen, als Bus parken? In der ersten Hälfte gabs zumindest ja noch ein wenig Entlastung. Wirklich grauslig und ich hoffe, dass das nächste Woche gegen Wolfsburg besser ist.

Genau.

Generell ist es auch völlig wurscht wie man die Bayern und deren Fußball findet. Kompany finde sogar ich sympatisch. Und? Die Meisterschaft ist trotzdem eine Lachnummer - die einzige Mannschaft die gewinnt interessiert sich selbst nicht mehr so richtig dafür (gewinnt man halt, weil sich’s so gehört, und weil’s ein bisschen peinlich wäre, sie nicht zu gewinnen) und stattdessen für einen Wettbewerb, der für den Rest der Liga komplett außer Reichweite ist.
Und nein, Leverkusen vor zwei Jahren und Dortmund im CL-Finale sind keine Gegenargumente, das sind nur Ausnahmen die die Regel bestätigen, noch dazu durch zwei von den drei „Clubs“ die jetzt auch schon seit langem dem Rest der Liga finanziell entfleucht sind.
Und es ist nicht die Aufgabe von Bayern, den ganzen Dreck zu ändern. Wer veranstaltet denn die Meisterschaft? Wie tief müssen die DFB- und DFL-Verantwortlichen ihre Riechorgane in den Enddarm der FCB-Chefs stecken? Und nebenbei: Wieso erlaubt man RB, mit einem de facto gar nicht vorhandenen Verein die Liga zu vera*schen? Wieso dauert es Jahrzehnte, bevor die 50+1-Ausnahmen für Leverkusen und Wolfsburg abgeschafft sind (wobei Wolfsburg ja immerhin meistens fairerweise schon selbst auf spektakuläre Weise vermeidet, irgendeinen Vorteil daraus zu ziehen…)?

Sorry für den Rant, aber ich hab mich am Wochenende daran erinnert, dass es eine Zeit gab, in der die Meisterschaftsentscheidung auch für Fans von Vereinen, die damit nichts zu tun hatten, interessant war - tatsächlich immer eine Art Highlight im Sportjahr. Und jetzt - komplett wumpe. Hab mich tatsächlich erstmal gewundert warum die Rasenfunk-Folge mit so was banalem anfängt (bis mir eingefallen ist dass das ja bei einem Bundesliga-Format doch irgendwie naheliegend ist).

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Ich verstehe ja den Frust angesichts der Dauerbayernmeisterschaften, es nervt auch mich und meine Bayernfanfreunde seit Jahren (heuer ausnahmsweise allerdings nicht, weil Kompany). Ich finde es allerdings auch nicht notwendig, deswegen verbal Aggression, Häme und Verachtung zu verbreiten.

Damit meine ich übrigens auch den zynisch-hämischen „Meister der Herzen“-Running-„Gag“ im Podcast. Zumindest in solchen Momenten möchte man sich dann doch auch mal freuen dürfen, ich hab nämlich schon den Eindruck, dass Mannschaft und Umfeld ganz schön was investiert haben und sich den Titel auch verdient haben.

PS: Vincent Kompany wäre sicher auch zum BVB gegangen, wenn der angefragt hätte.

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Ich bin etwas enttäuscht. Ich hatte mir ein paar mehr Antworten zum HSV erhofft. :woozy_face:

Und es wird nicht besser. Ob Sambi-Lokonga am Wochenende spielen kann ist unklar, Otele ist für 2 Spiele gesperrt, Muheim spielt diese Saison nicht mehr. :pensive_face:

Zum Thema Köln möchte ich noch anmerken: El Mala, Ache und Kaminski. Mit den drei Leuten da vorne muss offensiv deutlich mehr laufen.

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