Also bei Klopp hatte man Geduld, bei Favre auch und Terzic sowieso. Aber bei Sahin halt nicht, obwohl es vorher klar das Ziel war, etwas zu entwickeln und auch mal Rückschläge in Kauf zu nehmen, dafür aber in 1-2 Jahren besser dazustehen als heute. Nun hat man aktuell Rückschläge hingenommen aber keinen Meter in Richtung Besserung gemacht. Am Ende ist Sahin eben gescheitert, weil man 1. einen absolut schlechten Kader aufgestellt hat, und 2. man ihn kommunikativ nicht unterstützt hat, er war ja sichtlich in Widersprüchen gefangen und leicht überfordert mit der Rolle. Aber nichts wo man sagen muss, es war alternativlos, dass man so in den Januar und Februar startet, wenn das Management besser weiß, was das Projekt ist, was es dazu braucht, und wann man die ersten Erfolge erwarten kann und das auch glaubhaft nach außen kommuniziert. Und wenn man es ihnen abkaufen würde, dass der BVB auch finanziell ohne CL auskommt, aber die Dringlichkeit der Entlassung zeigt ja schon, dass es nicht egal ist ob man sie erreicht, sondern es wieder wichtiger ist den Trainer zu wechseln statt mal ein Fundament zu bauen, dass kurzfristig ohne auskäme. Aber dazu zahlt man halt zuviele feste Gehälter. Und auf der Co-Trainer-Position hatte man nun auch wieder niemand, der ihn unterstützen könnte, weil man ja lieber Reutershahn aus dem Verein haben wollte, um andere Legenden auf der Bank zu haben. Ein starkes Trainer-Duo hätte sicher auch vieles abfangen können, weil eben es gerade schwer ist, alles alleine zu machen, wenn es darum geht, einer Mannschaft eine komplett neue Spielphilsophie einzupflegen, während die Co-Trainer nicht einmal wissen, was genau deine Idee ist und was für Spielformen man dafür braucht und nebenher wird man noch von den Medien angegriffen, ohne dass sich jemand glaubhaft hinter dich stellt.
Oder wie Sahin sagte: "Wenn ihr denkt, dass der Trainerwechsel das Problem in und um den Verein löst, dann gehe ich gerne.