Zuletzt erst erwähnt und nun hat Kayikci ein Interview gegeben, wo sie auch ein paar Punkte anspricht aus den letzten Beiträgen.
Professionalisierung des Scoutings und Zentralisierung des Kadermanagement ohne tiefer darauf einzugehen:
Wir haben in den vergangenen Monaten begonnen, unser Scouting professionell aufzuziehen. Dafür mussten gewisse Strukturen geschaffen und Kommunikationswege definiert werden. Hierbei bin ich stets in engem Austausch mit unserer Bereichsleiterin Birgit Bauer-Schick und unserem Sportlichen Leiter André Malinowski. Wir haben beispielsweise auch damit begonnen, Daten für unser Kadermanagement zu zentralisieren.
Später ging sie nochmal etwas aufs Scouting ein bei der Nachfrage. Aber hier auch gezielt auf den Nachwuchs. Talente werden auch weiter das A und O von Freiburg sein. Finde ich auch weiterhin gut.
Es ist kein Geheimnis, dass wir seit Jahren auf gute Nachwuchsarbeit setzen. Das hat sich nicht geändert und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Für uns ist es wichtig, bereits in der Jugend gut zu arbeiten, Talente zu entdecken und sie professionell zu fördern. Da haben wir in den vergangenen Jahren schon sehr gute Arbeit geleistet und wollen daran auch in Zukunft anknüpfen. Auch jetzt sehe ich wieder einige spannende Nachwuchsspielerinnen. Hier geht es dann vor allem um die Fragen: Wann ist eine Spielerin interessant für die erste Mannschaft? Wann integrieren wir sie ins Training vom Bundesliga-Kader? Und wann ziehen wir sie schlussendlich fix in den Kader hoch? In unserer Kaderplanung spielt unsere Jugend immer eine zentrale Rolle. Wir verstärken uns extern mit jungen Talenten nur, wenn wir genau diese Spielerin nicht in unseren eigenen Reihen haben. Mit unserem Verbindungstrainer Sandrino Braun-Schumacher haben wir jemanden, der einen sehr guten Blick auf genau diese Schnittstelle zwischen Jugend und erster Mannschaft hat.
Zum Stichwort Management sagt sie folgendes und glücklicherweise spricht sie die schnelle Entwicklung des Frauenfußballs und der Bundesliga an. Das wird man also im Auge haben und sich bewusst sein.
In diesem Bereich versuche ich, Birgit und André hinsichtlich strategischen Themen für die Zukunft zu beraten. Als ehemalige Spielerin bringe ich natürlich nochmal eine andere Sichtweise mit, die die bisherigen Prozesse gut ergänzt. Auch hier sind wir in regelmäßigem Austausch, weil sich der Frauenfußball und die deutsche Bundesliga schnell entwickeln.
Was eine Spielerin mitbringen muss, damit diese das Interesse von Kayikci weckt, ist auch das was man sehen möchte. Clever bewegen und ein Spiel lesen können. Das man ein Gleichgewicht von Talenten und erfahrenen Spielerinnen braucht. Das hat sie als Spielerin auch selbst auf beiden Seiten mitbekommen.
Ich bin großer Fan davon, wenn ich Spielerinnen sehe, die sich clever auf dem Feld bewegen und die Partie gut lesen können. Insgesamt geht es aber auch hier in erster Linie um die gesamte Mannschaft: Wir benötigen junge, hungrige Talente, aber auch erfahrene Spielerinnen, die die Liga kennen. Wenn ich eine Spielerin anschaue, interessiert mich vor allem ihr Impact auf das Spiel.
Der Blick in die Zukunft gibt sie auch noch. Da findet sie direkt die Worte, die ich hören will. Nicht auf der Entwicklung ausruhen. Ganz wichtig man muss auch mitziehen. Da hatte ich auch öfter geschrieben. Bleibt man stehen, wird man überholt. Das heißt man wird sich auch bei anderen Themen einfach anpassen müssen, wenn diese dann zu den Basics gehören.
Wir haben in den vergangenen Jahren einen richtig guten Weg eingeschlagen. Mit dem Dreisamstadion und den derzeitigen Umbaumaßnahmen für unsere Jugendteams haben wir einen professionellen Standort. Jetzt geht es darum, diesen Weg auch konsequent weiterzugehen und sich nicht auf dieser Entwicklung auszuruhen. Der Frauenfußball geht derzeit große Schritte. Die wollen und müssen wir mitgehen, um weiterhin eine gute Rolle in der Liga spielen zu können.

