Schlusskonferenz 388 – #12

Wir haben den 12. Spieltag mit Schwerpunkt SGE besprochen. Gäste waren Alexandra Odenthal (@odoratio) und Nele Hüpper (@HippHuepp). Wie hat euch die Sendung gefallen?

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Wieder eine schöne Sendung. Vielen Dank auch an die tollen Gäste.
Mich würde es einmal interessieren, wie der Schwerpunkt ausgewählt wird. Max sagte ab und zu mal, dass er die Schwerpunkte über, für die Teams interessanten Saisonzeitpunkte verteilt. Ich weiß jetzt nicht ob es einfach nur anekdotische Evidenz ist oder dem Umstand geschuldet ist, dass die EintrachtBubble stark im Podcastumfeld vertreten ist aber gefühlt ist jede Woche Eintrachschwerpunkt.

Haha, nee, war der erste Schwerpunkt der SGE in dieser Saison. Ich schaue auf Tabelle, Umfeld, Spiele, manchmal ist auch die Gästekonstellation entscheidend, da fließt viel Gefühl mit rein, kann das nicht so erklären.

Es gibt aber eine Übersicht für jede Saison, die ich pflege, um im Blick zu halten, wer wann zuletzt dran war.

Aktuelle Saison:

Letzte Saison:

Köln und Mainz zum Beispiel „schleife“ ich schon ewig mit, allerdings hat es ein paarmal mit den Gästen nicht geklappt und dann gab es entscheidende Spiele, bei denen ich dachte, auf die warte ich noch. Wird jetzt vor dem Winter leider nichts mehr, weil in englischen Wochen die Sendungen mit Schwerpunkt nicht so gut funktionieren und ich mir da was anderes überlegen musste, aber dann in der Rückrunde zum Beispiel sollte Köln schnell kommen.

Achso, und ich versuche bei den Teams, die nicht dran gekommen sind, in meinen Parts immer wieder auch Allgemeines einfließen zu lassen. So dass man auf Stand ist ohne die Tiefe zu haben. Deshalb z.B. Monologe zu Gladbach, Hoffenheim, auch Köln neulich.

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Gibts so eine Tabelle auch für die „kleinen“ Schwerpunkte, also welche Vereine durch einen zweiten Schwerpunkt auch länger besprochen wurden? Da ist die SGE etc in meiner Wahrnehmung stark vertreten.
Es ist dann auch oft etwas schade, wenn man da öfters der andere Verein ist, so wie diese Woche der Schalke Gegner Freiburg.
Und, das ist jetzt sicherlich sehr stark von der Fanbrille beeinflusst und fühlen auch viele andere für ihren Verein, aber in meiner Wahrnehmung höre ich sehr oft den Satz von dir: „und im jetzt Freiburg nicht unerwähnt zu lassen ist noch schnell zu sagen…“ was halt dann bedeutet, dass bisher nur über den Gegner geredet wurde.

Ich bezweifle, dass Max so eine Statistik hat - wäre ja auch verdammt viel Aufwand.
Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass sich das in etwas ausgleicht. Allerdings nicht unbedingt über die Saison gesehen, sondern eher über zwei oder drei Saisons.
Mir ging es vor zwei Jahren auch so, dass ich zwischendurch ein bisschen das Gefühl hatte, dass mein Verein (Gladbach) etwas kurz kommt. Diesen Eindruck hatten ja auch andere hier im Forum schon und dann wurden sie halt darauf verwiesen, dass es eben zufällig ist bei wem gerade die Hütte brennt oder wer gerade herausragende Leistungen zeigt und man dann einfach aus Zeitgründen manchmal ein bisschen Pech hat.
Ich habe dann mal ein bisschen darauf geachtet und festgestellt, dass es sich wirklich ausgleicht: Da wird ein Verein dann vier Wochen mal nicht ganz so intensiv besprochen, weil man seit Wochen schlecht spielt und es nichts zu sagen gibt. Dann hat man noch gegen den Verein gespielt, der gerade den Trainer entlassen hat, danach die überragende Mannschaft der Hinrunde und das letzte Spiel wurde als letztes in der SK besprochen und dann war es auch noch sehr durchschnittlich. Danach ist dann aber wieder was bei deinem Verein passiert: Überzeugender Sieg, richtig hohe Niederlage, neuer Trainer, Fanaktion, irgendwas im Umfeld, neuer Spieler und dann können die gegnerischen Fans ‚ärgern‘, dass ja nur die anderen einen „kleinen Schwerpunkt“ kriegen. :wink:
So war zumindest mein Eindruck bisher.

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Also meine Hypothese war, dass recht oft das Eintrachtspiel das zweitlängste Segment im Rasenfunk ist, habe aber nun nicht die Lust gehabt, das statistisch zu überprüfen. Und ob nun die Eintracht im Durchschnitt ne Minute mehr kriegt in der Saison als die anderen auch kein Skandal. Kann auch sein, dass die Eintracht einfach die besten Spiele zum Besprechen zeigt, ist halt immer was los. Klatsche für Leverkusen und Leipzig, Sieg gegen Tabellenführer, Niederlage gegen Bochum und Wolfsburg. Oder halt selbst in zähen Spielen dann halt VAR Ärger

Für mich eine eher schwache Folge. Bei Nele und Alex hatte ich oft das Gefühl, dass sie gar nicht richtig wussten, was sie zu den Spielen sagen sollten. Bezeichnenderweise endeten ihre Analysen dann ja auch mehrmals mit genau dieser Feststellung.

Besonders sauer aufgestoßen ist mir aber die Diskussion um die Elferszene im Frankfurtspiel. Das war nach Max‘ Anmoderation (in der aus meiner Sicht alles gesagt wurde, was es zu der Fehlentscheidung zu sagen gab) leider nur undifferenziertes Rumgepöbel.

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Ich empfand es wieder als sehr unterhaltsam. Mir gefiel die Kombination an Gästinnen.

Erstmal: Finde es sehr schön, wie gut die SGE performt und sie sich immer zu einem spielerisch aufregenden Team entwickelt hat. Und, auch wenn’s vllt immer noch schmerzt, man mal mehr sagen kann außer „Kostic war bester Mann“. Kamadas Entwicklung ist fantastisch und danke, dass Frankfurt Götze zurück in die BL geholt hat.

Zum Spiel: Möchte etwas Öl ins Frankfurt-Frust-Feuer kippen. Meiner Meinung nach hätte Pellegrini nach seinem Zweikampf mit Adeyemi, kurz bevor das 1-0 für den BVB fiel, nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Die Aktion blieb, auch von Adeyemis Seite, recht protestlos, villt auch deswegen, weil man im Gegenzug das Tor schoss. jedenfalls hat ja Pellegrini bereits vorher für seinen Armeinsatz die Gelbe kassiert. Daraufhin erfolgte, zumindest mMn, das gleiche bzw. ähnliche Vergehen.
Aufgrund der anderen, sehr offensichtlichen Fehlentscheidung des Spiels, die zurecht natürlich im Kritikfokus stand, ist diese Aktion unter den Tisch gefallen. Jetzt bin ich eventuell zu kleinlich und alles war nicht so wild, aber nach mehrmaligem Anschauen des Zweikampfs hätte es für mich, da auch eine Wiederholung des selben Vergehens vorlag, Gelb-Rot für Pellegrini geben sollen. Ist noch jemand meiner Meinung oder hab ich das exklusiv? :smiley:

Anmerkung: auch in den Spielzusammenfassungen wurde es kaum erwähnt. Lediglich bei der sportschau-Zusammenfassung meinte Claudia Neumann zu der Szene, das Pelligrini aufpassen müsse, da er bereits verwarnt war. Also sie hat es durchaus auch als etwas drüber angesehen.

Stimme bzgl. der Diskussion um den VAR zu. Mittlerweile wünsche ich mir auch, dass der VAR abgeschafft wird, damit endlich diese intellektuell niveaulosen Diskussionen darum aufhören. Das Problem ist, dass man Sportlern nicht den Umgang mit Computern beibringen?? Wird mein neuer ironischer go-to Anti-VAR-Take.

Sonst fand ich die Folge eigentlich ganz gut, das Gespräch hatte eine angenehme Dynamik.

Bzgl. der Gäste muss ich Dir leider vollumfänglich zustimmen: Eigentlich höre ich mir die Folgen immer komplett an; aber diesmal musste ich weite Teile übergehen, da das gehörte z. T. an Seichtheit kaum zu überbieten war (wobei ich Alexandra m. E. nicht ganz so stark abfiel). Naja: kann damit auch sein, dass ich gerade die guten Passagen verpasst habe…

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Muss mich da leider auch anschließen, fand die Beiträge der Gäste zu den meisten Spielen reichlich dünn und war dann immer ziemlich dankbar, dass Max nochmal ein paar Sachen genauer analysiert hat.

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Hey ihr,

ich wollte an der Stelle mal ein paar Gedanken zu Gästen und Segmentlängen teilen. Ich verstehe eure Sicht darauf, wirklich, aber manchmal habe ich auch das Gefühl, es bräuchte 50-60 eierlegende Wollmilchsäue pro Saison, um es allen Recht zu machen.

Deshalb vielleicht ergänzend mal meine Perspektive:

Im Rasenfunk zu Gast zu sein ist auch für Veteran*innen eine Herausforderung. Du verfolgst die Bundesliga immer so ein bisschen und deinen Verein genau (gilt auch für die Vereinsjournalist*innen) und dann meldet sich manchmal mit nicht mal ein paar Tagen Vorlauf der Max und fragt, ob du über neun Spiele sprechen willst.

Es braucht Selbstbewusstsein und Vertrauen, dafür zuzusagen. Zu beidem gehört, dass ich in den Sendungen nicht nur den Interessen der Hörer*innen gerecht werden möchte, sondern auch denen der Gäste. Ich habe die Verantwortung als Moderator, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Beteiligten wohl und wertgeschätzt fühlen. Gleichzeitig muss ich alles dafür tun, dass sie nach der Sendung mit Lob und nicht mit Kritik überschüttet werden.

Wozu führt das?

Unter anderem dazu, dass ich bei der Reihenfolge darauf achte, dass wir Spiele mit genügend „Diskussionsfleisch“ am Anfang haben, leichte Partien zum warm reden. Dass der Schwerpunkt erst kommt, wenn beide Gäste angekommen sind in der Sendung und es nicht schlimm ist, wenn eine*r von beiden länger schweigen muss. Und es führt dazu, dass ich den Gästen Raum lasse, sie nicht einenge. Wir alle wissen, dass ich immer alle Spiele gesehen habe und dazu alle Spiele der Woche davor und der Woche davor und der Woche davor. Aber ich bin nicht der Gast, ich bin der Moderator.

Wenn also jemand mal etwas weiter ausholt, obwohl wir genau diese Diskussion schon vor zwei Wochen hatten: Egal. Wenn jemand vielleicht etwas wiederholt, das die Fans des jeweiligen Vereins alle schon lange wissen: Ist halt so. Oder wenn jemand einem Gast aus anderen Sendungen unwissentlich widerspricht: Passt doch. Es gehört zum Konzept des Rasenfunks, dass es Redundanzen gibt, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven (Fan, Journalist*in, Kommentator*in, Nerd). Geht es zu sehr in eine Richtung, versuche ich es aufzufangen, dafür bin ich da. Wenn ich das aber nicht mache, dann ist das meine Schuld und nicht die der Gäste. Fehlt euch etwas in einem Segment, liegt die Verantwortung bei mir, nicht bei ihnen.

Zudem bitte ich die Gäste vorher um Transparenz: Ihr müsst keine Meinung haben, ihr dürft zu euren Lücken (nur Highlights gesehen) stehen. Anders als andere Formate will ich nichts faken, verwendet das aber bitte nicht gegen die Gäste. Alle neun Spiele zu sehen, ist allein technisch nicht möglich. Wenn Gäste das getan haben (was oft genug vorkommt), dann nur weil ich ihnen dabei geholfen habe und sie die Zeit hatten, also an diesem Wochenende nicht arbeiten mussten oder private Termine hatten. Es ist jedoch auffällig, dass den Gästen, die ihr Highlightwissen ankündigen, kritischer begegnet wird, als denjenigen, die so tun, als hätten sie mehr gesehen. Das möchte ich euch nur spiegeln, dahinter steckt kein inhaltliches Argument.

Zu dieser Transparenz gehört auch, eigene Vorlieben zu benennen. Darf jede und jeder machen wie sie oder er das will, aber manchmal verwundert mich die Empfindlichkeit. Ja mei, dann mag XY halt den oder den Verein nicht, und vielleicht ist die Beurteilung des Spiels davon geprägt. Aber alle wussten doch, was passiert? Es wird ja sogar gesagt! Wo ist das sonst so, wo über Fußball gesprochen wird?

Zuletzt auch das noch: Das Raum geben für die Gäste führt automatisch dazu, dass manche Vereine kürzer besprochen werden als andere. Das Vorwissen über Frankfurt ist höher als das über Hoffenheim. Es ist aber zu hundert Prozent richtig, was hier geschrieben wurde: Sowas verändert sich in Wellenbewegungen über fast alle Vereine hinweg. Man nimmt es nur kaum wahr, weil das wie bei Kontinentalplattenverschiebungen zwar passiert, aber graduell. Gleichzeitig gibt es kaum ein Mittel dagegen: Es ist schwierig genug, für jede Sendung Gäste zu finden. Oft sind die Vereinspodcaster*innen, die oft zum Vergleich herangezogen werden bei Lücken im Wissen zu Verein XY, diejenigen, die am wenigsten zu 17 anderen Vereinen zu sagen hätten. Lüde ich z.B. außerhalb von Schwerpunkten jemand ein, der das zu kurz gekommene Augsburg besser kennt, dann habe ich eine Lücke bei Mainz, Wolfsburg oder Leipzig. Gleichzeitig finde ich es total interessant, was die Gäste wissen über Vereine, denn das reflektiert oft die nationale Berichterstattung.

Es ist schier unmöglich, sich bei 18 Vereinen perfekt auszukennen. Glaubt mir, ich jage diesem Ideal doch seit vielen Jahren hinterher und verzweifle auch daran. Plus: nicht jeder Verein ist immer interessant. Zuletzt habe ich mit jemandem geschrieben, der frustriert darüber war, dass beim SC Freiburg oft gesagt wird: „So etwas wirklich Neues gibt es nicht“ und die Segmente nicht so tief wären wie andere. Aber, nun ja, das ist halt so. Freiburg tut Freiburg-Dinge. Freiburg tut Freiburg-Dinge sehr gut. Aber ich kann doch nicht in jeder Sendung nochmal über Kompaktheit gegen den Ball, Umschaltspiel, die neue Qualität im eins gegen eins sprechen. Wenn ich das bei jedem Verein mache, landen wir bei vier Stunden Sendungslänge und das geht nicht (auch für die Gäste). Auch das bildet sich im Rasenfunk ab.

Enden möchte ich mit der Frage: Worüber reden wir hier eigentlich? Jede Woche wird in rund drei Stunden über 17 Vereine kürzer und einen Verein länger gesprochen. Mit wechselndem Personal und Schwerpunkten. Mal kommt Bayern in Minute 13, mal in Minute 147 dran. Es gibt Kapitelmarken, mit denen man auch mal skippen kann. Und wenn ich Feedback gebe, liest es der Macher immer, auch wenn er nicht immer reagiert (diese 20k Zeichen zeigen vielleicht, warum das auch ganz gut ist manchmal). Der Rasenfunk ist seltsamerweise immer noch einzigartig in seiner strukturellen Ausrichtung. Das soll keine Kritik niederbügeln, aber bitte verliert das nicht aus den Augen, wenn ihr mit Gästen unzufrieden seid. Mir gegenüber ist es wurscht, ich muss das aushalten. Aber an den Gästen wird mir manchmal einen Tick zu schnell herumgenörgelt, weil einem die sieben Minuten zum eigenen Verein nicht gefallen haben in einem Produkt, das aber 180 Minuten hat und in seiner Erstellung weit über 1000 Minuten verbrauchen kann.

Edit: Das Kursive kommt offenbar davon, dass ein Gendersternchen vor einem i steht. Das muss ich Discourse mal melden, nervt ja.

Re-Edit: Jetzt passt das mit den Sternchen. Sonst nichts verändert.

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Es gibt sichere stärkere und nicht ganz so starke Folgen vom Rasenfunk und viel liegt sicher an den Gästen. Persönlich höre ich dem ein oder anderen Gast auch lieber zu, manchmal gibt es eine bessere Chemie und manchmal regt mich sogar was auf.

Ich gebe dir aber absolut Recht, dass wir hier als Konsumenten den Gästen, die sicherlich viel Arbeit und Zeit in die Vorbereitung für ihre Sendung stecken, sehr schnell unrecht tun können.

Da ich die Diskussion bereits gesehen hatte, mich trotz meiner Meinung zu dieser Sendung nicht geäußert habe, hatte ich dennoch einen Gedanken dazu.
Ist es denn wirklich notwendig, dass jemand mit einem Schwerpunkt sich auch den anderen Programmteilen des Rasenfunks widmen muss?
Als super positives Beispiel, wie es auch gehen kann erinnere ich an die Schlußkonferenz 387 (?) als der Schwerpunkt separat besprochen wurde und dann von dir, Max, und von Karo der restliche Spieltag.
Das Feedback darauf war ja wirklich positiv.
Und vielleicht gibt es ja auch wirklich Spezialisten für einen Schwerpunkt, die sich nicht den restlichen Spieltag antun können oder mögen. Auf die würdest du dann ja unweigerlich verzichten müssen. Oder vielleicht sind sie Experten in einem Bereich (z.B. Finanzen?) aber tun sich schwer Taktik, den Spielverlauf, etc. zu analysieren.
Macht da eine Trennung, ähnlich wie du es ja auch bei den Frauenspieltagen mit dem Interview machst, vielleicht Sinn?

Nur ein Gedanke…

Da liegt vermutlich genau das Problem, bei dem die einzelnen Rasenfunk-Folgen frei im Raum stehend bewertet werden. Die Schlusskonferenz ist (meinem Verständnis nach) über die Saison gesehen eine große Veröffentlichung, welche die Bundesliga mitverfolgt und verschiedene Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Bei einem Live-Ticker beschwert sich auch keiner, dass jeder einzelne Tick(?) nicht das komplette Spiel erklärt.
Das Schöne dabei ist dann die Abwechselung. Manchmal komplett verkopfte Sendungen mit Taktiknerds, manchmal auch laid-back Folgen oder welche bei denen in die Fanseele geschaut wird. Jeden Tag Pizza ist auch langweilig.

Hat weniger mit dem Thema zu tun, aber unsere Gesellschaft hat ein ernsthaftes Problem mit den Konzepten Wahrheit, Meinung, Hypothesen, Theorien, Diskurs usw. Habe Angst wohin das noch führen wird, aber zum Glück ist dieses Forum in der Hinsicht ein sehr zivilisierter Ort :wink:

PS: @GNetzer Expert\*innen → Expert*innen

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Hallo @TFK , @GNetzer,
ich würde mich nicht als Konsument des Rasenfunk bezeichnen. M.E. ist es ja beim Rasenfunk eher nicht so, dass wir alle für ein Produkt bezahlen. Und die, die bezahlen, sehen sich wahrscheinlich auch eher als Idealist*innen, die eine Idee unterstützen möchten (so wie ich).

Wären wir klassische Konsumenten, könnten wir berechtigterweise sagen: dieser Topflappen gefällt mir nicht. Die Aufhänglasche ist viel zu dünn und reißt immer. Und dann darf man sagen, auch wenn die Herstellung dieses Topflappens aufwändig war: Bitte anders machen.

Ich sehe mich genau nicht als Konsument. Auch ich hatte schon einen längeren Text zur Folge geschrieben, ihn dann aber nicht abgeschickt, denn: was möchte ich damit bewirken? Möchte ich, dass diese*r oder jene*r nicht mehr in die Sendung kommt? Möchte ich, dass diese*r oder jene*r beim nächsten Mal ganz unentspannt ist? Ich hatte mir die Fragen mit: Nein und nein beantwortet.
Meine irrelevanten 2 Cent dazu.

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Ich meinte mit Konsument nicht, dass wir zahlende Kunden sind sondern dass wir als Hörer uns einfach zurücklehnen, das Produkt/die Sendung konsumieren und dann ganz gescheit darüber urteilen können ohne uns Gedanken machen zu müssen was dabei für ein Aufwand, ggf. Überwirdung, etc. steckt. Ich wollte damit die Bequemlichkeit ausdrücken :wink:

Danke Max für das ausführliche Statement.
Ich habe mich ehrlich gesagt gewundert, als ich die Rückmeldungen zu dieser Sendung gelesen habe. Dass, was du Max jetzt oben geschrieben hast, hast du hier auch schon oft erklärt/gesagt. Wer schon länger dabei ist, weiß das eigentlich. Aber natürlich gibt es hier hoffentlich! auch neue Leute von daher vielleicht nochmal wichtig das darzulegen. Das schöne an der Schlusskonferenz ist doch, dass man vorher nie genau weiß, wie es wird, weil eben unterschiedliche Gäste da sind und nicht die gleichen Menschen immer wieder.
Ich persönlich brauche diese Abwechselung und genieße das!

Ich halte erstmal jede Kritik oder jedes Rumnörgeln für zulässig, solange es in einem Rahmen bleibt, der nicht persönlich verletzend ist oder anderweitig unter der Gürtellinie liegt. Widerspruch und Einwände dazu kommen hier im Forum ja meist recht zuverlässig.
Was @zaunpfahl bereits anmerkte, dass die SKs zusammen ja eine gesamte Saison abbilden, stimmt und sollten deshalb, aufgrund der - glücklicherweise - sehr diversen Blickwinkel, Meinungen etc. geschätzt werden. Sich zu einer einzelnen Folge nun negativ oder kritisch zu äußern ist einerseits okay, spiegelt ja nun aber nicht das „Gesamtkunstwerk“ SK wider. Sorry für den Vergleich: Bei der 1.215 Folge GZSZ sag ich ja auch nicht, „oh, die war aber schwach“, wenn der Rest gleichbleibend gut ist. Jede Woche flattern 2,5h-4h SK in den Podcatcher - in den unterschiedlichsten Facetten.
Als jemand, der seit 6 Jahren jede fucking Minute gehört hat, gestehe ich, dass ich auch ab und zu mal mit den Augen gerollt habe, wenn wieder über Unions lange Bälle auf Andersson in der ersten BL-Saison oder Kostics und Sosas Flanken referiert wurde. Aber muss ich dann so pillepalle, der mich mal für 2 Sek stört was Kritisches schreiben? Nö. Oder wenn ein Fan-Gast zu fast jedem Spiel oder einer anderen Mannschaft einen Bezug zum eigene Team herstellt? Ne, ist halt so, weil es seine oder ihre Perspektive auf den Fußball ist. Man kann sich doch beim RF zu 100 % sicher sein, dass die nächste Folge komplett anders wird.

Mein Kommentar ist sicherlich aus der Fanboy-Brille geschrieben. Vielleicht vergesse ich auch, dass andere Hörer/*innen ein anderes Hörverhalten haben und nur ab und zu mal einschalten.

Da wir „wissen“, wie sehr du deinen Gästen verbunden und vor allem dankbar bist, tut natürlich Kritik an einzelnen Folgen / Personen etwas mehr weh, als wenn man sich nur professionell begegnet. 95 % aller Supporter schätzen das sehr! Vermute mal, dass es Florian König / Thomas Helmer relativ wumpe ist, wenn einer der Gäste nach dem Doppelpass auf die Mütze bekommt :smiley:

Man kann es nicht genug betonen: Es ist einfach schön, dass der Rasenfunk, der nicht in einer eigenen, geschützten Vereinssuppe schwimmt, dennoch so ein warmer Fußball-Ort ist.

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Was mich halt immer nervt, ist, wenn jemand lange redet, obwohl eigentlich nach den ersten Sätzen klar ist, dass er oder sie gar nicht wirklich etwas zu sagen hat. Ich finde es okay, wenn Gäste von einigen Spielen nur die Highlights gesehen haben, das sagen und ihre Ausführungen dann entsprechend kurz halten. Ich kann auch verstehen, dass es anstrengend ist, sich vorzubereiten. Andererseits wird ja, soweit ich weiß, niemand gezwungen, als Gast im Rasenfunk aufzutreten.

Wenn ich hier Kritik äußere, dann erwarte ich auch keine Rechtfertigung von den Beteiligten, geschweige denn, dass sofort alles umgeworfen wird. Ich will nur meine Sicht der Dinge darlegen, und wenn ich damit allein auf weiter Flur stehe, dann habe ich eben Pech :wink:

Noch ein Zusatz: Ich höre jede Folge komplett, finde den Rasenfunk im Gesamten absolut überragend und zahle daher auch einen, wie ich finde, relativ hohen Betrag jeden Monat. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich meine Meinung als wichtiger erachte, sondern nur verdeutlichen, dass ich nicht nur einmal im Quartal reinhöre und anschließend hierher meckern komme.

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Wäre ich jetzt gemein, wenn ich fragen würde, warum es letzte Saison ausgerechnet Leipzig, Hoffenheim, Wolfsburg, Augsburg und Fürth waren, die - unerwähnt - nur einen Schwerpunkt abgekriegt haben…? :wink:
Mir fiel das jetzt nur so auf, aber ich sehe es eigentlich auch so, dass es sich mit den Jahren ausgleicht und dass da keine Absicht im Spiel ist.

Ich hab mir den Eintracht-Teil gerade nochmals angehört und finde diese Bewertung zu scharf. Es ist für mich kein „Gepöbel“ und es nimmt für mich im Segment auch keinen dominierenden Teil ein.
Mir hat die Folge insgesamt wieder gut gefallen, gewohnt gutes Niveau.

Es gab einst mal ein sehr gutes, ewig-langes Tribünengespräch zum Thema „RaBa“ Leipzig: Tribünengespräch - Raba Ich hatte mir seinerzeit überlegt, was passieren würde, wenn Mateschitz stirbt und ob sich das ggf. auf das Engagement des Konzerns im Sport (und besonders auch im Fußball) auswirkt. Würde mich freuen, wenn ihr darauf - als Schwerpunkt oder in anderer Form - mal eingehen könntet.

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