Tribünengespräch 129: Evangelikale im Fußball

Sag mal Doo, warum agierst du hier eigentlich mit zwei Accounts? @Doo-y und @doo-y92

Schonmal vorgesorgt, dass du evtl gesperrt wirst, wegen einem evtl Verstoß gegen die Regeln?

Und nun versuch nicht, uns für dumm zu verkaufen, indem du sagst, die Accounts gehören zwei verschiedenen Personen!

Nach dem ich mir hier gerade die Diskussion durchgelesen habe

Wichtiges Tribünengespräch
Und danke für die klare Haltung

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Wie man jetzt auf diesen Take kommt, finde ich merkwürdig.

Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr im Forum eingeloggt geschweige den jemals sehr aktiv. Die beiden Accounts habe ich vor vielen Jahren mal angelegt und aus Gründen von Passwort vergessen einfach einen 2. erstellt. Aber ich habe jetzt nicht mehrere Accounts um mich abzusichern oder sonst was.

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Und jetzt weißt du plötzlich das Passwort wieder? Ja ne is klar. Verarsch dich selber.

Verstehe gerade nicht was du willst

Welchen Account soll ich denn in deinen Augen nutzen? Was genau denkst du denn jetzt gerade von mir

Ich wäre mir nicht so sicher, ob „Theolog:innen mit Ahnung“ eine sinnvolle Kategorie sein können, wenn selbst Papst Franziskus im Jahr 2024 z.B. dies veröffentlicht:

Über sich selbst verfügen zu wollen, wie es die Gender-Theorie vorschreibt, bedeutet ungeachtet dieser grundlegenden Wahrheit des menschlichen Lebens als Gabe nichts anderes, als der uralten Versuchung des Menschen nachzugeben, sich selbst zu Gott zu machen und in Konkurrenz zu dem wahren Gott der Liebe zu treten, den uns das Evangelium offenbart.

Quelle: Vatikan, 2024: Dichiarazione del Dicastero per la Dottrina della Fede “Dignitas infinita circa la dignità umana”

Auch zu den Themen Homosexualität und Abtreibung findet man in den letzten Jahren ähnliche, nicht mehr ganz zeitgemäße Texte. Auch das von @frau_neher angeprangerte Konzept der Sünde findet weiter Anwendung.

Es ist also problematisch, die Bibel wörtlich zu lesen. Außerdem ist es problematisch, die Ansichten des Vatikans zu teilen. Und trotzdem sind Religionen generell unproblematisch?

Ja, natürlich. Was das für Konsequenzen hat sieht man hier in der Diskussion, da werden queere Personen schnell mal mit Straftätern gleichgesetzt.

Die katholische Kirche und ihre Akteure unkritisch zu sehen ist natürlich ein Problem. Es ist ja kein Widerspruch, Christ*in zu sehen und trotzdem nicht alle Ansichten von irgendeinem Guy zu teilen der halt zum Papst gewählt wurde. Auch nur ein Mensch.

Wer behauptet das denn? Natürlich bringt die Praxis von Massenreligionen Probleme mit sich. Historisch und aktuell sind religiös geprägte Ideologien halt auch für die Unterdrückung von Milliarden von Menschen verantwortlich, wie könnte man da behaupten dass es sich um ein generell unproblematisches Konzept handelt?

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(@frau_neher zitiert hier natürlich!, es ist nicht ihre Meinung)

@Mitmacher Zu beiden Teilen deiner Antwort: Nein.

In der Bibel steht nicht, dass Homosexualität Sünde sei. Sowohl im Alten Testament als auch im Neuen sind die Kontexte wichtig, und diese zu beachten, ist dann eben nicht „ganz viel Theologie“, sondern betrifft die Mühe, die man sich machen muss, um historische Bedingtheiten zu verstehen. Ich kann das hier nur anreißen, aber: Im AT geht es um die Abgrenzung von kanaanitischen Bräuchen, vor allem kultischer Prostitution (mit Frauen wie Männern) (demgegenüber schildert und akzeptiert das AT zB Polygamie); im NT geht es um die Verurteilung von Götzendienst, Exzessen (Zielrichtung beispielsweise die Ausschweifungen, für die Nero berüchtigt war) und auch von Ausbeutung, nicht um die Verurteilung liebevoller Beziehungen. (Weder AT noch NT erwähnen übrigens gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Frauen.) Die 10 Gebote oder die Bergpredigt erwähnen das Thema gar nicht.

Zum Thema „Sex nur, wenn verheiratet“ verhält sich die komplette Bibel in keiner Weise; das ist eindeutig ein Dogma, das die katholische Kirche erfunden hat. Verurteilt werden Ehebruch und Prostitution, aber es gibt keine Aussage, die außereheliche Beziehungen verurteilt für den Fall, dass die Partner unverheiratet sind. Wichtig war in der Frühkirche, dass zB der Gemeindevorsteher nur EINE Frau haben sollte, hier also eine Abweichung von der Erlaubnis der Polygamie, wie noch im AT.

Hier ist generell etwas, was mich schon seit Jahrzehnten an solchen Diskussionen stört: Sowohl sich als „bibelfest“ Gerierende als auch Menschen, die die Bibel und den Glauben ablehnen, hauen sich zu großen Teilen die gleichen vermeintlichen Aussagen der Bibel um die Ohren („so sagt es Gott/Jesus“ - vs. „daran sieht man ja nur, wie völlig lebensfremd das ist“), und dann lebt man 8 Semester mit einem (nicht evangelikalen) Theologiestudenten in einer WG und liest und diskutiert und liest wieder, und siehe da: Nichts von dem steht SO in der Bibel. Nichts.

Die Bibel taugt nicht dafür, das Leben in einfache Regeln zu packen; und sie taugt auch nicht als Abgrenzungsfolie zu dem, was mancher als „modern“ (vs. „altmodisch-biblisch“) auffassen mag - dazu ist sie ein viel zu komplexes Zeugnis aus der Feder vieler Menschen aus mehreren Jahrhunderten. (Dies ausdrücklich auch an @doo-y92 gerichtet.)

Und genau deshalb ist es eine wichtige Folge des Rasenfunks. Das Recht auf freie Meinungsäußerung berechtigt eben nicht dazu, die Würde anderer aufgrund ihrer Identität infrage zu stellen, und schon gar nicht dazu, zB im Bereich der Jugendarbeit (im Fußball: der NLZs) nach Menschen zu fischen.

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Podcasttipp: Da es ja im Tribünengespräch auch um die Bibel geht und nicht jeder Lust hat diese zu lesen, aber sich vielleicht doch für dieses wichtige Buch unserer Geschichte interessiert
„Unter Pfarrerstöchtern“ von der Zeit mit Johanna Haberer und Sabine Rückert(Schwestern und Frau Haberer ist Theologin und Professorin für christliche Publizistik gewesen(hat also ein bisschen Ahnung))
Die beiden sind einmal die komplette Bibel durchgegangen in sehr vielen Folgen
Da wird auch sehr viel eingeordnet, was so in der Bibel steht, warum es da stehen könnte usw.

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Ich habe hier eine Stelle im NT gefunden: Römer 1:26-27

Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; 27 desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen.

In 2.Mose 22,15 finde ich schon einen konkreten Bezug zu dieser Frage:

Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und schläft bei ihr, so soll er den Brautpreis für sie geben und sie zur Frau nehmen.

Ich hoffe, Du achtest ebenso sorgfältig darauf, keine Textilien mit Kunstfaseranteil zu tragen. (Levitikus 19, 19: „Du sollst kein aus zweierlei Fäden gewebtes Kleid anlegen.")

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Wollen wir vlt wieder zum Thema zurück kehren, anstelle uns unsere Lieblingsstellen der Bibel an den Kopf zu werfen. Das hat doch keinerlei Mehrwert und lenkt nur vom eigentlichen Thema ab.

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Diese Stelle ist sehr wahrscheinlich NICHT als Erwähnung homosexueller Praktiken unter Frauen zu verstehen, sondern als Verurteilung von Prostitution („widernatürlich“, da dem eigentlichen Wesen des Zusammenkommens widersprechend > hier verbirgt sich, worum es dem Schreiber des Briefes EIGENTLICH geht - nicht um einen Moralcodex); zumindest wird die „Lust zueinander“ nur bei den Männern erwähnt.

Ein Beispiel dafür, wie der Inhalt einer Stelle durch Herausreißen aus dem Kontext verbogen wird. Der Kontext ist der einer Verführung (also eines Vorgangs, der schon einmal prinzipiell ein Gefälle in sich hat und der mit „Beziehung“ jedenfalls nichts Geleichberechtigtes gemein hat), für die Wiedergutmachung zu leisten ist. Entweder soll der Verführer die Frau heiraten und damit ihre Ehre wiederherstellen (schon der Blick aufs Ganze: Der Übeltäter soll die Ehre der Geschädigten retten; von seiner Ehre keine Rede - mich schüttelt‘s); oder aber eine Abgabe zahlen, falls der Vater der jungen Frau diese nicht freigibt. Das ist also von A-Z ein frauenfeindlicher und -erniedrigender Kontext. Und, ich lege mich fest, kein Gott hat so etwas jemals gesagt. Das sind keine Maßstäbe, die heute noch irgendeine Rolle spielen dürfen.

Dennoch steht da NICHT: Zwei, die sich lieben, dürfen nur miteinander schlafen, wenn sie verheiratet sind.

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Da gebe ich dir (danke für den Wink mit dem Zaunpfahl :wink: ) grundsätzlich recht, doch ist das ja genau das Thema (auch der Sendung): Dass mit herausgerissenen Zitaten „Wahrheiten“ behauptet werden UND MIT DIESEN AUF SCHUTZBEFOHLENE ZUGEGANGEN WIRD. Und wenn dann, wie auch hier, welche mit derlei Zitaten kommen, muss man doch zurückfragen: Hat die-/derjenige die Stelle wirklich verstanden?

Aber OK, dazu schweige ich ab jetzt. Zuviel Troll-ähnliche Beiträge gefüttert heute :see_no_evil_monkey:

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Danke für den Beitrag, den ich als jemand mit zwei theologischen Examen voll unterschreiben kann. Und ja hier machen sowohl “die Evangelikalen”, als auch “missionierende Atheisten” den Fehler, dass sie die Bibel wie ein Sachbuch lesen, einzelne Verse aus dem Kontext nehmen und auf diese einzelnen Verse Argumente stützen.

Homosexualität als Ausprägung der sexuellen Identität eines Individuums kommt in der Bibel selbstverständlich nicht vor. Die (immer gleiche) Handvoll Bibelstellen, die von Vertretern eines “christlichen”/traditionellen Familienbildes zitiert werden, befassen sich wenn überhaupt mit bestimmten Sexualpraktiken, die vor dem Hintergrund einer definitiv patriarchal geprägten Gesellschaft, die in Familiensippen lebt, verurteilt werden. Aus der damaligen (!) Sicht der Verfasser (ich befürchte Gendern nicht nötig) hatte das eine Plausibilität, um das Überleben der Sippe zu sichern. Die Texte wurden aber definitiv nicht geschrieben, um damit Sexualethik oder Familienethik im 21. Jahrhundert in Deutschland zu betreiben. Und sowohl Evangelikale als auch der Papst repräsentieren nicht “das Christentum” oder “die Kirche” (genausowenig wie ich für alle Christ*innen spreche). Und wenn man die Paulustexte liest, muss man zu den Schluss kommen, dass er selbst mit Sexualität insgesamt ein Problem hatte und sie unnötig fand, weil er erwartete, dass Jesus noch zu seinen Lebzeiten wieder kommen würde. Auch er hat seine Briefe sicher nicht geschrieben, um mit wortwörtlichen Formulierungen 2000 Jahre später Gesellschaftspolitik zu machen.

Jede biblische Stelle ist also durch den Zeitgeist während ihrer Entstehung und Überlieferung geprägt und genauso ist die Auslegung der Stellen immer und überall durch die Situation der Auslegenden geprägt und es gibt Kirchen, wo das reflektiert wird und solche, wo das nicht geschieht. Und in allen Kirchen kann es zu Macht-Missbrauch und schädlichem Verhalten durch Vertreter:innen der Institution kommen (so wie überall anders auch, wo es Machtstrukturen und -Gefälle gibt). Auch das Konzept “Sünde” kann solchem Missbrauch dienen und tut es definitiv. Die kirchliche Praxis der Sündenvergebung (individuell oder kollektiv) kommt allerdings historisch aus der Situation, dass Menschen sich selbst (!) also unvollkommen erfahren und von sich aus (!) diesen Gefühl Ausdruck verleihen (“bekennen”) und ihnen dann jemand in einer seelsorgerlichen Situation zuspricht (weil es gut tut es gesagt zu bekommen und es nicht auch selbst nur sagen zu müssen), dass Gott sie liebt. Wenn Leute das Gefühl haben, das nicht zu brauchen, ist es wunderbar. Und wenn andere das Gefühl haben es zu brauchen, dann ist es super, dass Kirchen dieses Angebot machen. Problematisch wird der Umgang mit Sünde, wenn jemand einem Dritten weißmacht, dass dieses und jenes Verhalten des dritten aber “Sünde” sei, insbesondere wenn diese Person sich außerdem noch in einer Machtposition befindet.

Mir war es wichtig, das noch zu schreiben, weil ich befürchte, dass sonst manche der oben geäußerten Meinungen repräsentativ für “das Christentum” wirken und dann würde ich mich definitiv falsch verstanden fühlen.

Und dass im Rasenfunk Forum mal Jesus-Memes gepostet werden, hatte ich auch nicht unbedingt auf der Liste, aber das von @SteffenZidane ist eine es eines meiner beiden Liebsten und war es auf jeden Fall wert :smiling_face:

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Sollte man dann diese „Auslegungen“ nicht besser ganz sein lassen und akzeptieren, dass die Bibel ein Werk ist, das im Kontext einer patriarchalen Gesellschaft entstanden ist und heute kaum als Kompass zu gebrauchen ist?

Ich glaube, viele Leute vermuten in der Bibel Antworten auf Sinnfragen. Und wenn die Leute sowas suchen, sind sie meist in einer Krise. Jemand, der wegen seiner Sexualität kommt, der sucht dann doch auch gezielt diese Stellen. Was ich da oben zitiert habe, konnte ich ohne Mühe über Google finden.

Und dann sagen die Seriösen: „das muss man im Kontext sehen und heute anders verstehen…“.
Und dann kommen diese Evangelikalen und sagen „wenns da doch steht, dann ist das auch so“.
Da kann ich mir schon vorstellen, dass die zweite Variante attraktiver ist. Gerade weil diese Variante die Bibel als ewige Wahrheit aufwertet, was ja besonders bei Sinnfragen wichtig ist. Wenn etwas seit 2000 Jahren „richtig“ ist, dann könnte das ewig gültig sein. Etwas, das heute anders gedacht wird, macht eher den Eindruck, dass es morgen auch wieder falsch sein könnte?

Was “man”sollte, steht mir finde ich nicht zu beurteilen. Es ist aber ja faktisch so, dass Menschen in nennenswerter Zahl Mitglieder von Religionsgemeinschaften sind (das, was ich über die Bibel allgemein geschrieben habe, trifft ja letztlich auf alle religiösen Texte zu) und “Heilige Texte” auf der Suche nach Antworten auf “Sinnfragen” lesen. Und wenn sie sich dann an “Expert:innen” wenden, ist es mir doch lieber, wenn das Leute sind, die mit diesen Texten umgehen können und in Zweifelsfall auch im Umgang damit unterstützen. Letztlich geht es hier ja um den Umgang mit Quellen und Texten, wie man ihn in der Schule lernen sollte und damit zum Kompetenzen, die beim Umgang mit der Bibel nützlich sein können, es auf jeden Fall aber auch im Umgang mit historischen Dokumenten, oder heutigen TikToks sind (Wer sagt was warum und was bedeutet das für mich?). Und, ob die Bibel dann etwas ist, das für einen selbst interessant/relevant ist oder doch eher der Koran, die Bhagavad Gita, Texte einer Philosophin oder ein naturwissenschaftliches Buch, soll “man” dann bitte selbst entscheiden.

Im Tribünengespräch ging es um die Gefahren durch Aktivitäten Evangelikaler Gruppen im Fußball und die Meinung “Wenn niemand mehr in die Bibel schaut, ist die Welt ein besserer Ort” ist natürlich legitim, aber für das Thema nicht wirklich zielführend, oder? Letztlich würde es aus meiner Sicht eher helfen, wenn die jungen Fußballer:innen selbst theologisch gebildeter wären oder ein entsprechendes Netz mit kompetenten Ansprechpartner:innen zur Verfügung hätten, um eben nicht solchen Vereinen wie Ballers in God in die Hände zu fallen und ihren manipulativen Techniken ausgeliefert zu sein. Hier könnten zB die NLZ wenn sie wissen, dass bei den jungen Menschen ein Bedürfnis nach Religion da ist mit seriösen Ortsgemeinden oder zB Studierendengemeinden zusammen arbeiten und Kontakte vermitteln (natürlich immer nur rein freiwillig). Schulpfarrstellen, Studierendengemeinden oder Stadtjugendpfarrämter arbeiten ja auch sonst genau mit Menschen in der gleichen Altersgruppe, in der sich die jungen Fußballer:innen befinden - und gerade die Studierendengemeinden auch oft mit sehr diversen kulturellen Hintergründen, da sie oft auch Anlaufpunkte für internationale Studierenden sind.

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Ich würde noch hinzufügen, dass in der Sendung einige Evangelikale als O-Ton zu Wort kamen. Für mich ist das genau der richtige Umgang mit extremen Positionen und egal wie man zum Glauben steht, die Bibel als Wort für Wort wahr anzusehen ist eine extreme Ansicht.

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Die Quote an Detransitionen beträgt je nach Statistik einen Prozentsatz von unter 10%. Zu glauben, ganz viele Personen würden ihre Geschlechtsangleichung (das ist nämlich der bessere Begriff) bereuen, ist einfach falsch.

Der Grund für die hohe psychische Belastung könnte auf eine transfeindliche Gesellschaft zurückzuführen sein und nicht auf die Transition selbst.

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Das deutet vielleicht auf eine strukturelle Besonderheit dieses Themas:

Die jungen Fußballer, besonders die großen Talente, sind vielleicht eher nicht hinterm Bahnhof zu finden, wo „orientierungslose Jugendliche“ von sozialen Projekten gesucht werden, sondern in ihrem „goldenen Käfig“?

Über ein Netzwerk von Profi-Fußballspielern haben die besprochenen Evangelikalen Gruppen dann aber eine gute Möglichkeit, diese Spieler zu missionieren.

Ich glaube eher nicht, dass eine theologische Bildung da besonders hilft. Ja, hier macht sich jeder über den Papst lustig. Aber der ist doch theologisch sehr gebildet und hat trotzdem auch Ansichten, die hier angeprangert werden.

Ich glaube, die Resistenz gegenüber Menschenfängern aller Art (Religiöse, politische,..) erlangt man vor allem über Kenntnis von Menschenrechten und Demokratie. Wenn man das verinnerlicht hat, erkennt man auch ohne Bibelstudium sehr einfach die Stellen, die man besser nicht als Wort Gottes verstehen sollte.
Allerdings ist meine Betrachtung hier auch sehr nüchtern. Die Betroffenen sind aber wahrscheinlich leicht manipulierbar weil sie emotionale Defizite wie Einsamkeit oder Existenzfragen haben.