Ich sehe hier eher Argumente für eine Unterscheidung zwischen Strafstoß und direktem Freistoß im Strafraum. Dann würde die Anzahl der Strafstöße sinken und sich auf relevante Situationen beschränken und andere Fouls würden trotzdem passend bestraft.
Gegen die Abschaffung des Strafstoßes führe ich als Extrembeispiel Luis Suarez’ Handspiel gegen Ghana an.
Mir ist bewusst geworden, dass wenn man bei jeder Unterbrechung die Uhr anhalten würde, würde die Nettospielzeit massiv steigen.
Von derzeit durchschnittlich 55-65 Minuten zu 90 Minuten. Das würde eine größere physische Belastung bringen.
Und das ganze würde für mich NUR mit fliegenden Wechseln sinn machen.
Es gäbe doch bestimmt irgendwelche Turniere, wo man das testen könnte.
Ich finde die Idee mit dem Stoppen der Zeit grds. gut, denn es nervt schon kolossal, wenn VAR und/oder Behandlungspausen mehr Zeit gebraucht haben als die angezeigte Nachspielzeit (+Auswechslungen und Tore). Aber gleichzeitig ist die Nachspielzeit spezifisch für den Fußball. Und Dramen in der Nachspielzeit haben wir alle in Erinnerung. Das möchte ich nicht missen. Es muss daher für mich eine sinnvolle Mischung aus beiden Formen geben.
- Bei allem Respekt, aber das ist ein Argument für mich nach dem Motto" das haben wir schon immer so gemacht".
- Wie stellst du dir das konkret vor? Uhr nur anhalten, wenn der ball im aus ist?
Bei allem Respekt. Aber das verkennt die Besonderheit und die Faszination des Fußballs. Fußball lebt auch - aber nicht nur - über die Tradition. Die Tore in der Nachspielzeit haben den Fußball geprägt. Und das nicht nur bei den Bayern gegen Manchester.
Ich habe schon häufig vorgeschlagen, dass die medizinische Abteilung auch im laufenden Spiel aufs Spielfeld darf. Ansonsten könnte man auch nur bei VAR und längeren Verletzungspausen die Zeit stoppen.
Ich glaube ein Stoppen der Spielzeit würde teilweise zu absurd langen Spielen führen. Schon aus diesem Grund würden die ganzen Streaminganbieter auf die Barrikaden gehen, schließlich muss das Produkt ja planbar sein.
Man könnte über eine Einwurf-Regel in Anlehnung an die 6 Sekunden Torwart Regel nachdenken. Der Ball muss in 10 Sekunden im Spiel sein, sonst bekommt der Gegner den Ball. Teilweise gehen dabei ja schon immer 20 bis 30 Sekunden drauf.
Verstehe ich nicht. In meinem Modell würde die Nettospielzeit genau 90 Minuten betragen. und die Spielunterbrechungen gäbe es so oder so.
Mir geht halt das Zeitspiel enorm auf den Sack. Und ich fände es halt zumindest mal ausprobierenswert das mit der Nettospielzeit.
Beim Grundproblem bin ich total bei dir. Wenn wir die Uhr aber jedesmal stoppen, wird die Gesamtzeit wirklich lang.
Nur mal grob überschlagen:
30 Einwürfe a 10 Sekunden = 5 Minuten
6 Wechselslots a 30 - 45 Sekunden = 3 - 4,5 Minuten
2-3 Verletzungsunterbrechungen = im Schnitt ca 4 Minuten insgesamt.
1 VAR Check = 2 - 5 Minuten
Das macht in der Summe ca. 10 + X Minuten pro Spiel. Freistöße und Ecken sind dabei nicht mal berücksichtigt.
Ich habe halt die Befürchtung, dass man dann im schlimmsten Fall von einer Gesamtspielzeit von fast 2 Stunden ausgehen kann.
Dem Sport wäre aber sicherlich damit geholfen, wenn man konsequenter gegen Zeitspiel vorgehen würde.
Jede Diskussion über das Thema geht eigentlich immer mit einer Reduzierung der Spielzeit ein damit die Belastung und Dauer nicht explodiert.
Selbst mit fliegenden Wechseln spielst du am Ende einfach 50% mehr Fußball über ein Spiel und folglich eine ganze Saison. D. h. dein Vorschlag ist grob vergleichbar damit, die Zeit für jedes Spiel auf 135 (!) Minuten anzuheben.
Das wäre wahrscheinlich zusammen mit irgendwelchen Gegenmaßnahmen für die Fitness der größte Einschnitt im Fußball überhaupt.
Klar es müsste kombiniert dazu viel weniger Spiele geben. Das fordere ich ja auch im ersten Post.
Was meinst Du damit?
Oder man schafft „gleiche Höhe“ ab? Stürmer muss zwei Gegner zwischen sich und Linie haben.
Und inwiefern ändert das was daran, dass es weiter centimeter-Entscheidungen gibt?
Warum?
Beim Hockey gab es früher Abseits. Heute wird ohne Abseits gespielt. Das ist mal ne radikale Änderung. Und es ist nun nicht so, dass im Hockey ein Stürmer oder eine Stürmerin die gesamte Zeit einfach vorm Tor stehen würden. Das ist mannschaftstaktisch überhaupt nicht möglich.
Sie stehen aber, was ich gesehen habe, schon wesentlich höher als beim Fußball und binden die Innenverteidiger, die weniger am Aufbau teilnehmen. Abschaffung der Abseitsregel bevorzugt mMn die Angriffsbemühungen der technisch und taktisch schlechteren Mannschaften. Ballbesitzfussball und Gegenpressing müssten schwieriger umsetzbar werden.
Und das würde ich genau umgekehrt sehen. Ich glaube, dass die Abschaffung des Abseits’ neue taktische Herangehensweisen erfordern würde. Und dies würde innovative und technisch beschlagene Mannschaften bevorzugen.
1.Es geht ab ungefähr Minute 20 los. Es soll jetzt eh viel mehr Nachspielzeit geben. Vielleicht könnte es auf mein Nettospielzeitmeodell aufsselbe rauskommen.
2. Ich schließ mich der Meinung von Köster an. Der VAR soll gelb-rote Karten überprüfen dürfen. Und NEIN, dann müsste die erste gelbe Karte NICHT überprüft werden müssen, da es kein grober Eingriff ins Spiel wäre. Eine Spielerherausstelung schon.
Edit: @Helmi Wieso kann ich meinen ersten Beitrag nicht mehr ändern? Ich wollte das mit dem gelb-rote Karten durch den VAR überprüfen hinzufügen.
Auf das Gejammere habe ich schon jetzt keine Lust, wenn ein Spieler herausgestellt wird, weil seine erste gelbe Karte Unsinn und seine zweite eine korrekte war, aber der andere Spieler darf drin bleiben, nur weil es umgekehrt war. Das macht die gelbrote Karte zu einer echten VAR Lotterie. Dann kommen sofort die Forderungen, die ersten gelben Karten auch zu überprüfen. Wegen jedem Scheiss VAR. Du müsstest dann auch, genau wie bei glatt Rot, die nicht gegebenen gelben Karten überprüfen, denn das Gejammere, dass einer keine gelbe für das gleiche Verhalten bekommen hat, gibt es ja schon heute, und wenn der VAR zuständig für gelb ist, dann bitte auch für sowas. Nee danke. Vielleicht können wir mal mit der Härte leben, dass nicht alles im Spiel im Sinne einer höheren Gerechtigkeit mittels VAR nachbearbeitet wird. Der unterbricht das Spiel schon jetzt zu oft zu lange.
Ich hab bei der Diskussion mittlerweile kaum noch Verständnis dafür, dass nicht einfach ein Challengesystem ausprobiert wird, wie es schon in anderen Sportarten hervorragend funktioniert. Einfach 2-3 Challenges pro Spiel für Platzverweise (egal ob Rot oder Gelb-Rot), Elfmeter und Tätlichkeiten. Und wenn die Erfolg hat, bekommt man seine Challange zurück. Abseits wird weiterhin immer geprüft, weil’s ne objektive Entscheidung ist. Das würde so viele Probleme von VAR lösen.
Ja. Challengrecht fordere ich ja auch im allerersten Post.