Ich sehe, dass mein Vorschlag Schwächen hat. Aber als Kompromissvorschlag könnte man sagen VAR bei gelb-rot dürfte nur eingreifen bei:
Ein Challengesystem, genannt ‚Football Video Support’ (FVS), wurde im vergangenen Jahr bei der U20 WM getestet, lt Meldung von März übernimmt es die Liga F in der neuen Saison
Das einzige, wofür der VAR eingesetzt werden sollte ist die Erkennung von Toren (oder Alternativ Torlinientechnik) oder ob der Ball im Seiten-/Toraus über der Linie ist. Das ist Objektiv klar bestimmbar (solange der Ball die Linie noch berührt = im Feld), da es nur sehr wenige grenzfälle geben wird.
Mit der Abseitlinie könnt ich auch noch leben.
Alles andere liegt in der Entscheidung der Schiris. Der VAR ist eine einzige Willkür, wo ähnliche Situationen unterschiedllich bwertet werden. Und vor allem würde ich die Entscheidung bezüglich Handspiele allein in die Entscheidungsgewalt der Schiris geben, kein VAR, selbst wenn es dann zu Fehlentscheidungen kommt. Die ganze Hand im Strafraum Thematik geht mir eh seit Jahren auf den Kecks.
Das ist aber kein VAR Problem, sondern ein generelles Problem der Schiedsrichter. Das geht ohne VAR nicht weg.
Bei solchen Aussagen frage ich mich, ob man wirklich die Zeit vor dem VAR vergessen hat, wo wir jede Woche Schwalben und Tätlichkeiten am Spieltag hatten. Die sind mittlerweile nahezu komplett verschwunden. Und vor dem VAR gab es doch ständig die Rufe nach einem Videobeweis. Weil man jede Woche unfassbare Fehlentscheidungen hatte, die jeder am Fernsehbildschirm sehen konnte. Fußball ist so viel schneller geworden. Ich finde es absurd von den Schiedsrichtern zu verlangen, weiterhin alles zu sehen und innerhalb von Sekunden korrekt zu bewerten.
Das stimmt, aber wenn Schiedsrichter fehler machen, ist es eben so, sind ja auch nur Menschen und keine Roboter. Da bin ich entspannter als früher.
Der VAR gibt aber einen das falsche Versprechen, dass es Fairer ist und gerechter. Nein, einfach nein. Es Potenziert sogar noch die Unfairness. Dem Schiriteam auf dem Feld kann subjektiv was durchgehen, im kölner Keller weiß man doch gar nicht, da dort von Spiel zu Spiel gefühlt Willkürlich entschieden wird, obwohl es dort doch Objektiv gesehen besser werden sollte.
Doch. Einfach doch. Der VAR hat statistisch nachweisbar mehr Fehlentscheidungen verhindert als produziert.
Gibt es da eine genaue Aufschlüsselung nach den Arten der Fehlentscheidungen? Das würde mich mal interessieren. Ich tippe mal das Abseitentscheidungen einen sehr großen Teil ausmachen und die Abseitslinie kann ja meiner Meinung nach bleiben. Bei Fouls im Mittelfeld ist die Bewertung ja auch Subjektiv. Am Ende wird wahrscheinlich der DFB entscheiden, was dort eine Fehlentscheidung war oder nicht.
Es gab mal einen Twitter-Account, der jede VAR-Entscheidung aufgeschlüsselt hat. Und es waren nicht nur Abseitsentscheidungen. Das Problem ist, dass man die korrekten Entscheidungen vom VAR einfach nur wieder schnell vergisst, weil man es ja erwartet, dass es so funktioniert. Hängen bleiben nur die die aufregen.
E: dazu kommt, dass dem VAR viel angelastet wird, wofür er gar nichts kann. Wenn er ein Handspiel reklamiert, was aus Fansicht keinen Elfmeter rechtfertigen sollte, dann ist nicht der VAR das Problem, sondern die Handspielregel.
Das große Problem ist, dass die Transparenz fehlt. Wir wissen einfach nicht, was da besprochen wird. Wir wissen auch nicht, ob da was besprochen wird. Daher das große Problem mit der Willkür. Und ich verstehe nicht, wieso im Fußball da nicht reagiert wird.
Challenge passt halt leider nicht zum Fußball. Der Sport ist zu dynamisch, anders als Football oder Eishockey, wo es regelmäßig Spielunterbrechungen gibt. Mir fällt ansonsten Hockey ein. Der Vorteil beim Hockey ist das Regelwerk. Da ist Fuß Fuß. Die Frage nach Absicht etc. stellt sich nicht. Daher ist das Risiko, die Challenge zu verlieren, auch geringer.
Ich denke, dass man versuchen sollte, die Regeln zu konkretisieren. Die Handspielregel ist das Musterbeispiel einer Katastrophe.
Mir fehlen für solche Meinungen halt der Gegenbeweis, den ich erst hätte, wenn man es wenigstens ausprobiert hätte.
Das ist doch gar nicht so dramatisch relevant. Schon jetzt geht der VAR rein ins Spiel und unterbricht, wenn er glaubt, der Schiri hat einen Elfmeter oder eine Tätlichkeit übersehen. Die Challenge schafft ja keine zusätzlichen Unterbrechungen, sondern reduziert die bereits etablierte Zahl von Unterbrechungen.
Außerdem kann man über die Art der erlaubten Challenges das ganze noch steuern. Z.B.: man darf nur Karten, Elfmeter und Tore gegen die eigene Mannschaft challengen. In diesen Situation gibt es immer eine Unterbrechung. Und dann noch Foul und Handspiel des Gegners in seinem eigenen Strafraum (hier gäbe es Unterbrechungen, aber wie schon heute, nix neues also). Aktives Abseits beim Tor macht der VAR automatisch bald in Echtzeit.
Man darf aber ansonsten keine Fouls im Feld challengen und keine Karten für den Gegner per Challenge fordern. Und der Rest (aus oder nicht aus, Ecke oder nicht, falscher Einwurf oder nicht, etc., etc.) ist zu klein, um den VAR zu beschäftigen. Habe ich was wichtiges vergessen? Das ginge schon, finde ich.
Es gab in der Wissenschaftssendung von NDR Info vor 2,5 Jahren dazu ne News
Da ging es nur um Fouls
9 von 10 Eingriffen waren korrekt (also wo der die Ref auf dem Feld „einen Fehler“ gemacht hat)
Das Problem waren die 10%, weil dort eben krasse Fehlentscheidungen dabei waren
Aber im großen und ganzen hat der VAR den Fussball(von den Zahlen und nach dieser Studie) fairer gemacht
Ich bitte um Verzeihung, dass ich die spezifische Sendung nicht raussuche, aber zu der Zeit kam die Sendung noch 5 Mal die Woche und die News sind in der podinfo meist nur als News angegeben
Im Gegensatz zum Football oder Eishockey, wo es eine Challenge durch den Coach gibt, ist für mich die Umsetzung im Fußball durch den Coach kaum möglich. Wenn unmittelbar vor einem Ball ins Aus eine Situation passiert, die durch eine Challenge zu klären wäre, die andere Mannschaft aber schnell weiterspielen möchte, wäre die Kommunikation im Team, ob eine Challenge genommen werden soll, nicht mehr möglich. Wenn man aber die Gelegenheit zur Challenge geben möchte, müsste man jede Spielunterbrechung verlängern, damit der Coach die Chance hat, sich abzusprechen. Und das verlangsamt das Spielnoch mehr. Daher wäre für mich die einzige Option, dass die Spielerinnen und Spieler selbst die Challenge auf dem Platz nehmen. Aber dafür ist das Regelwerk nicht eindeutig genug. Der Elfmeter, den Bielefeld letzte Woche gegen Düsseldorf bekommen hat, werden andere Mannschaften nicht bekommen. Und deswegen soll die Challenge weg sein, weil die Regelauslegung durch verschiedene Refs hanebüchen und nicht einheitlich ist?
Das würde das Spiel wieder unfairer machen, weil so das Risiko besteht, dass Situationen in einem Spiel unterschiedlich bewertet werden, wenn man nicht auf Rot challengen dürfte.
Nö, müsste man nicht. Dafür haben wir ja Kapitäne. Und es ist ja auch eine Art von Skill, tatsächlich einschätzen zu können, ob eine Challange Erfolg hat.
Die Vorschläge, die ich zur Challenge gehört habe, beziehen sich immer auf den Football. Und dort challangt der Coach. Der steht aber natürlich mit Analysten in Kontakt, die blitzschnell schauen, ob sich die Challenge lohnt. Das ist eine eigene Infrastruktur, die man erstmal aufbauen muss, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Und dann hat der Coach den Vorteil, dass das Spiel zwischen zwei Snaps eh länger ruht als bei schnell ausgeführten Einwürfen/Freistößen/Ecken. Vor dem Hintergrund verstehe ich nicht, wie die Challenge durch den Coach praktikabel sein soll. Dann muss man die Option den Spielern überlassen.
Kapier ich nicht. Weder bei einer Challenge wie vorgeschlagen, noch bei der jetzigen VAR Realität ist das ein Problem. Wie gesagt, die Challenge fügt keine neuen Situationen hinzu, sondern reduziert die bisherigen VAR Checks auf die Situationen, die die Coaches checken wollen. Entweder ist eh eine Unterbrechung da, oder das Spiel wird zurückgepfiffen. Letzteres passiert bei nicht geahndeten Strafraumszenen praktisch jeden Spieltag.
Der Schiedsrichter entscheidet innerhalb einer Sekunde und der Coach muss eine Konferenz einberufen? Seh ich nicht, ehrlich. Jedes Team hat Beobachter am Schirm, alleine schon für die taktische Ad-Hoc-Analyse. Die Bänke kriegen laufend Bildmaterial von der Tribüne eingespielt, und zwar selektiert und kommentiert. Dann schaut halt einer mehr hin, der die Challenge der Bank kommuniziert. Wenn die Challenge nicht innerhalb von 8 Sekunden kommt (woher habe ich diese Zeit bloß noch mal
) ist sie verwirkt.
Rote Karte für den Gegner fordern war mal ein Grund für eine gelbe Karte für den, der sie fordert. Leider nur kurz.
Daher wäre für mich die einzige Option, dass die Spielerinnen und Spieler selbst die Challenge auf dem Platz nehmen.
Das fände ich eine gute Idee, die Spieler sind eh am nächsten dran. Der Kapitän checkt das kurz mit den anderen und challengt. Das wertet das Amt auf, fördert die Selbstverantwortung der Mannschaft.
Kapier ich nicht. Weder bei einer Challenge wie vorgeschlagen, noch bei der jetzigen VAR Realität ist das ein Problem.
Es ist jetzt kein Problem, weil der Schiri der Spielleiter ist. Der Schiri hat jederzeit das Recht, das Spiel zu unterbrechen. Auch um sich im Keller nochmal in Ruhe eine knifflige Situation anzusehen und dem Ref dann zu sagen, dass alles in Ordnung war. Es wird aber zum Problem, wenn der Ball ins Aus geht, die einwerfende Mannschaft den Ball sofort - und zwar vor acht Sekunden - wieder ins Spiel bringt und die Spielunterbrechung damit gar nicht da ist. Wann soll da noch die Challenge genommen werden, wenn der Ball wieder rollt? Das ist eben der Unterschied zum Football oder zum Eishockey, wo sich erstmal in Ruhe aufgestellt und vielleicht sogar noch Spieler gewechselt werden. Da ist regelmäßig - nicht immer - ausreichend Zeit. Oder möchtest du, dass erstmal vom Trainer eine Vorprüfung angezeigt wird, die noch keine Challenge ist, um eine Szene in Ruhe prüfen und entscheiden zu können, ob tatsächlich eine Challenge erfolgen soll. Dann hätten wir eine Spielunterbrechung. Wenn aus der Prüfung keine Challenge erfolgt und diese Vorprüfung keine weiteren Konsequenzen hat, gebe ich dir jetzt schon Brief und Siegel, dass dies ein taktisches Mittel wird, um das Momentum zu stoppen.
[q"McQuab, post:77, topic:7188"]
Der Schiedsrichter entscheidet innerhalb einer Sekunde und der Coach muss eine Konferenz einberufen? Seh ich nicht, ehrlich. Jedes Team hat Beobachter am Schirm, alleine schon für die taktische Ad-Hoc-Analyse. Die Bänke kriegen laufend Bildmaterial von der Tribüne eingespielt, und zwar selektiert und kommentiert. Dann schaut halt einer mehr hin, der die Challenge der Bank kommuniziert. Wenn die Challenge nicht innerhalb von 8 Sekunden kommt (woher habe ich diese Zeit bloß noch mal
) ist sie verwirkt.
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Und die taktische Analyse funktioniert doch komplett anders als die Bewerbung, ob ein Foulspiel oder Handspiel vorliegt. Das sieht man doch regelmäßig, wenn sich Schiris Szenen aus verschiedenen Winkeln angucken, um sie bewerten zu können. Und das soll innerhalb von acht Sekunden bewertet werden? Inklusive der Unsicherheit, dass die Qualität der Schiedsrichterei nicht immer den höchsten Ansprüchen entspricht und Szenen in dem einen Spiel so bewertet werden, in einem anderen aber ganz anders. Und deswegen soll dann die Challenge und weitere Chancen auf Gerechtigkeit verloren sein?
Rote Karte für den Gegner fordern war mal ein Grund für eine gelbe Karte für den, der sie fordert. Leider nur kurz.
Wenn der Schiri Tätlichkeiten oder grobe Foulspiele übersehen würde, nehme ich das gerne in Kauf.
Es wird aber zum Problem, wenn der Ball ins Aus geht,
Ich glaube, da liegst Du wirklich falsch. Erstens - was ist der Unterschied zwischen einem VAR der sich meldet und einem Coach der challengt. Wenn das Spiel läuft, wird es in beiden Fällen unterbrochen. Zweitens - die Challenges sollen ja wirklich nur bei den entscheidenden Situationen genommen werden: Tor, Karte, Elfmeter - ja oder nein. Bei Tor und Karte gibt es immer eine Unterbrechung und bei nicht gegebenen Elfmetern ist es jetzt schon Usus, dass der Ball meinetwegen 3 mal im Aus war und trotzdem VAR-gecheckt wird. Ich erinnere ich, dass schon Mannschaften aus der Kabine zurückgerufen wurden, um einen nachträglich gegebenen Elfmeter zu schießen. Was macht die Challenge also schlechter als die jetzige Situation? Wirklich nichts.
Und die taktische Analyse funktioniert doch komplett anders als die Bewerbung, ob ein Foulspiel oder Handspiel vorliegt. Das sieht man doch regelmäßig, wenn sich Schiris Szenen aus verschiedenen Winkeln angucken, um sie bewerten zu können. Und das soll innerhalb von acht Sekunden bewertet werden?
Da hast Du einen Punkt, die Analyse funktioniert anders, aber wenn eine Bank (oder ein Kapitän) nicht innerhalb von 8 Sekunden klarkommt mit der Frage, ob da eine schreiende Ungerechtigkeit vorlag oder nicht, dann war es eben keine schreiende Ungerechtigkeit und es wird weitergespielt.
Das nervt doch am VAR, dass sich ein Schiri 3 Minuten in Videobilder vertieft um dann zu sagen, ‚war doch offensichtlich ein Foul‘ (oder keins). Das Problem ist, zu glauben, alles und jedes muss zu seinem gerechten Ende geführt werde, obwohl es ein gerechtes Ende nur selten gibt, weil Blickwinkel und Wertung nun mal verschiedenste Auslegungen zulassen. Der VAR wurde mal eingeführt, weil es Tore gab, wo der Spieler 5 Meter im Abseits stand (Manchester United gegen Leverkusen, glaube ich) oder die Hand Gottes jedem, nur nicht dem Schiri erschien. Das zu erkennen, kriegt man in 8 Sekunden hin. Alles andere ist die Anbetung von Nanotechnologie. Wie die Entdeckung der Haare auf einer dänischen Hand, die den Ball gestreichelt hatten. Zeitlupe, Vergrößerung und 5 Wiederholungen und das Tor wurde nicht gegeben. Aber kein Deutscher hatte protestiert. Es hätte mMn ein Tor sein sollen, das wäre Fußball gewesen. Die Challenge würde den Sport wieder vermenschlichen.
Wenn der Schiri Tätlichkeiten oder grobe Foulspiele übersehen würde, nehme ich das gerne in Kauf.
Stimmt schon, da gibt es krasse Fälle. Tätlichkeiten sollte man challengen können, da gebe ich Dir Recht. (Zidanes Kopfstoß z.B. - war glaube ich, der erste VAR der Geschichte, allerdings gegen die Regeln, denn VAR war damals noch gar nicht eingeführt bzw. noch illegal. Die Karte gegen Zidane wurde übrigens gegeben, nachdem das Spiel eine Weile weiterlief. Das hat damals niemanden gestört.)
Bei Tor und Karte gibt es immer eine Unterbrechung und bei nicht gegebenen Elfmetern ist es jetzt schon Usus, dass der Ball meinetwegen 3 mal im Aus war und trotzdem VAR-gecheckt wird.
Und genau das ist falsch. Der Check (bzw. die Kommunikation, die man sich als Fan denken kann) erfolgt grds. vor/bei der nächsten Unterbrechung. Wenn der Ball zwischendurch im Aus war und weitergespielt wurde, ist die Szene in einer späteren Unterbrechung - bis auf genau bezeichnete Ausnahmen - nicht mehr zu prüfen. Deswegen passiert es manchmal, dass der Schiri auf Hinweis z. B. einen Einwurf zurückpfeift, dann anzeigt, die Szene mache keinen weiteren Eingriff erforderlich und den Einwurf wiederholen lässt. Denn die nächste Unterbrechung nach der fraglichen Situation ist grds. die einzige und letzte Unterbrechung, in der ein Check bzw. Änderung einer Entscheidung erfolgen kann. Nicht erst einen Eckball und zwei Einwürfe später.
Das VAR-Protokoll regelt dazu u. a.:
- Wurde das Spiel bereits unterbrochen, verzögert der Schiedsrichter die Spielfortsetzung.
- Läuft das Spiel noch weiter, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel, sobald sich der Ball das nächste Mal in der neutralen Zone bzw. in einer neutralen Situation befindet (in der Regel, wenn kein Team in der Angriffsbewegung ist), und macht das TV-Zeichen.
- Wurde das Spiel unterbrochen und bereits wieder fortgesetzt, darf der Schiedsrichter nur im Fall von Spielerverwechslungen oder möglichen feldverweiswürdigen Vergehen (z. B. wegen einer Tätlichkeit, Anspuckens oder Beissens des Gegners oder einer äusserst anstössigen, beleidigenden und/oder schmähenden Handlung) eine Videoüberprüfung vornehmen und entsprechende Disziplinarmassnahmen ergreifen.
- Die Videoüberprüfung sollte möglichst effizient ablaufen, die Genauigkeit der endgültigen Entscheidung ist aber wichtiger als die Geschwindigkeit. Angesichts dessen sowie aufgrund der Komplexität einiger Situationen mit mehreren Entscheidungen/Vorfällen, die überprüft werden können, gibt es für die Videoüberprüfung keine zeitliche Einschränkung.
aber wenn eine Bank (oder ein Kapitän) nicht innerhalb von 8 Sekunden klarkommt mit der Frage, ob da eine schreiende Ungerechtigkeit vorlag oder nicht, dann war es eben keine schreiende Ungerechtigkeit und es wird weitergespielt.
Das ist doch Quatsch. Das Regelwerk ist in seiner Auslegung teilweise so indifferent, dass es mehr als acht Sekunden braucht. Das Handspiel ist das beste Beispiel. Und es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, wenn vergleichbare oder gar gleiche Szenen unterschiedlich bewertet werden. Hierfür braucht man allerdings manchmal die richtige Einstellung. Und das kann mehr als zehn Sekunden dauern. Und wenn wegen einer Verfehlung einer willkürlichen Zeitgrenze eine richtige Entscheidung nicht getroffen wird, hilft das vielem, aber ganz sicherlich nicht dem Fußball.