Wie erreicht der Rasenfunk neue Hörer*innen?

Hey ihr alle,

wer hier mitliest, ist dem Rasenfunk sehr verbunden und macht selbst mit. Deshalb würden @helmi und ich gerne mal eure Meinung zu einem Thema einholen, das uns nun schon eine ganze Weile beschäftigt. Wir sind gespannt auf eure Gedanken dazu.

Der Rasenfunk wächst nicht mehr.

Rechnet man Sondereffekte raus, sind Downloads und Reichweite der Folgen seit mindestens zwei Jahren im Grunde gleich geblieben. Ähnlich ist es beim finanziellen Support, bei dem es zwar eine Fluktuation gibt, aber keine, die einen Trend nach oben zeigen würde. Neue Supporter*innen ersetzen alte.

Bei beidem bewegen wir uns auf hohem Niveau im Vergleich zu sehr vielen anderen Podcasts. Vor allem im finanziellen Bereich müssen wir noch etwas wachsen. Gleichzeitig haben wir sehr viele Möglichkeiten, mit denen man neue Leute erreichen kann, inzwischen durchgespielt. Wir waren oder sind immer wieder:

  • in Podcasts
  • in TV-Sendungen
  • im Radio
  • mit Interviews in Zeitungen
  • auf allen Plattformen außer Tiktok aktiv

Und das ist nur eine Auswahl. Was wir außerdem bereits gemacht haben in den letzten Jahren:

  • Medienkooperationen mit größeren Medien wie FR, AZ, SPOX, etc., die Teile unserer Sendungen bekommen und uns dafür Reichweite geboten haben
  • einen Podcast mit Millionen Downloads veröffentlicht, in dem der Rasenfunk prominent vorkommt (das war nicht Teil des Plans)
  • uns im Medienbereich sehr gut vernetzt. Dort kennen uns jetzt viele. Wir sind bei Uefa und Fifa registriert als Medien und Akkreditierungen sind kein Problem mehr
  • auch Plattformen genutzt, die einen Mehraufwand bieten beim Community Management, aber dort ein neues Publikum eröffnen (Youtube) oder die wir doof finden, aber uns nicht trauen, auf sie zu verzichten (Spotify)
  • via Merchandise versucht, den Rasenfunk sichtbarer zu machen im Fußballumfeld

Gleichzeitig hat sich unser Umfeld gewandelt. Vor ein paar Jahren waren wir im Podcastbereich sehr gut sichtbar. Inzwischen ist dort ein ähnlicher Jahrmarktstrubel wie überall sonst, zur Illustration einfach mal die itunes-Charts Sport von jetzt gerade eben (Dienstag, 25.4.):

Optisch stechen wir heraus (absolut richtige Sendungskachelentscheidung getroffen, yes!), inhaltlich haben wir keine Chance mehr. Die SK ist sogar eine Ausnahme, normalerweise tauchen wir nicht mehr so hoch auf in den Charts. Und Spotify listet uns gar nicht mehr, weil wir nicht mehr wachsen und das bei Spotify die Währung ist. Konstante Downloads sind weniger wichtig als Wachstum. Neue Leute finden uns dort nicht.

Was tun?

Das ist mal in Kürze die Situationsbeschreibung. Jetzt ist die Frage: Können wir gemeinsam etwas dagegen tun? Frank und ich haben viele Ideen, es gibt jedoch auch eine Reihe von „Abers“ (meist ist es Aufwand und Zeit). Nächste Woche treffen wir uns am 2. Mai, um mal wieder die größeren Themen beim Rasenfunk zu besprechen.

Da haben wir uns nun gedacht, wir beziehen euch mal etwas mit ein und fangen eure Gedanken ein noch bevor wir uns dazu besprechen. Habt ihr Ideen, wie wir mit dem Rasenfunk neue Hörer*innen gewinnen können.

Wir freuen uns auf eure Gedanken!

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Keine Tipps, da habe ich keine Expertise. Wenn ich aber das Bild mit den Toppodcasts sehe, dann will ich fast erbrechen. Seelenloser Kram von (Ex)-Kommentatoren, TV Sendungen einfach in ein anderes Medium gekippt, Bild Gedöns. Übel, was scheinbar am meisten konsumiert wird…

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Vielen Dank für eure harte Arbeit, so ausführlich über alle Themen die ihr in Schlusskonferenz, Kurzpässen und Tribünengesprächen behandelt zu sprechen.

Was ich cool fand war die Live-Schlusskonferenz die es vor einiger Zeit mal gab. So etwas interaktives würde ich mir mehr wünschen. Vielleicht ließe sich zusätzlicher Aufwand reduzieren in dem man zB Kurzpässe auch mit Video livestreamt - im Anschluss bliebe dann noch Zeit für Q&A wenn man den Podcast Charakter beibehalten und nicht während der Sendung auf einen Chat eingehen will. Daraus könnte man dann auch Clips für Youtube oder Instagram basteln, würde zumindest für jüngere Leute interessant sein. Vllt auch einfach nur Videopodcasts ohne diese live zu streamen, da ja Moderation von Chat usw. auch wieder mehr Aufwand ist.

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Bekannte Stimme + Komedischer Antouch verkauft sich halt.

Also eine Idee, die ich gerade eh auf dem Heimweg hatte:

Eventuell macht es Sinn den Schwerpunkt der SK nochmal seperat zu veröffentlichen, damit sich dieses Segment was sich am ehesten teilen lässt, ob der Qualität der Aufarbeitung, leichter teilen lässt und sich auch Leute das anhören können, ohne dass sie durch die Spielbesprechungen durchskippen müssen. Keine Ahnung wieviel Mehraufwand es bräuchte, um das noch mal extra mit Intro, Outro zu versehen, aber evtl. kann man das auch bei der Aufnahme direkt berücksichtigen.

Ich fand mich schon ein paar Mal in der Situation, dass ich gerne Folgen teilen wollte, aber hatte dann immer Bedenken, ob ne 3h Folge zum Reinhören evtl. abschrecken.

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Ich kann hier auch vor allem meine Erfahrung darlegen mit dem Podcastwesen: der Sportbereich (insbesondere Bundesliga und Internationaler Bereich) ist wirklich komplett gespickt mit ‚Altehrwürdigen‘ als Moderatoren und aufreißerische Themen, also mehr reden über das Problem als tatsächlich inhaltlich sich die Konstellation anzuschauen und es zu verstehen (Phrasen wirken immer noch super).
Gleichzeitig sind diese Podcasts um eine Stunde lang. Ich würde mal sagen: hier geht es nur um Unterhaltung. Hörer und Hörerinnen können den Kopf ausschalten und mal auf den Tisch schlagen und ‚Genau deswegen!‘ ausrufen. Der Rasenfunk bietet informativ mehr Tiefe, man muss mitdenken. Das sind eher Sachen, an denen ihr nichts ändern könnt (und solltet!). Daher fand ich @RobChang’s Idee mit dem gesonderten Schwerpunkt richtig gut. Leider sind Nutzer faul und wollen nicht selbst zum Schwerpunkt skippen, sie wollen es fertig serviert als eigne Folge, die einfach angeklickt werden kann und es läuft.

Ihr habt ja mittlerweile auch ein breites Sortiment an Sendungen. Vielleicht ist das etwas ‚abschreckend‘ für Neulinge, da es Aufwand erfordert, sich mit dem Rasenfunk auseinanderzusetzen (wieder dieser Faulheitsaspekt). Auch hier könnt ihr denke ich wenig machen (und solltet auch nicht!).

Ich selbst bin sehr übersättigt mit Postcasts, und häufig fällt tatsächlich die Lange Schlusskonferenz runter (hauptsächlich aufgrund meines beschränkten Interesses an der BuLi).

Langweiligere persönliche Auflistung

Ich habe (Sportbereich) einen Podcast für die 3. Liga (2fuer3), für die 2. Liga (Scouting-Report: 2. Bundesliga und den Kurzpass, den ich sehr gut finde!) und eben die Rasenfunk Schlusskonferenz für die BuLi plus Bohndesliga. Daneben habe ich noch den Wir Brauchen Eier Podcast fürs Abschalten und nicht nachdenken plus je nach Spieltag den Vereinspodcast und den Gegnerischen Vereinspodcast. Und die zwei PKs dann vor dem Spieltag tue ich mir auch an (auf Youtube). Und manchmal den Podcast vom Kicker (meist je nach Gast).
Dann gibt es noch diverse Podcasts, die sich mit politischen und soziologischen Themen beschäftigen. Die Woche ist gut gefüllt für die Freizeit neben dem Arbeiten und weiter studieren.

Ich habe das Rasenfunk-Universum schon an andere Bekannte und Freunde empfohlen, aber die Reaktionen sind sehr gemischt. Häufig ist dann das doch nicht ganz so große Interesse am Fußball der Grund, weshalb viele nicht wirklich weiter hören (auch wenn sie die Qualität durchweg gut finden, aber es ist dann zu viel Tiefe). Die hohe Qualität und der Zeitrahmen ist in meinen Augen euer größtes Zugpferd, aber gleichzeitig auch die Bremse im überschwemmten Fußballpodcadtbereich scheinbar.

Ich selbst würde es richtig gut finden, wenn ihr tatsächlich auch audiovisuell mehr auftreten (im TV, für mich gerne im öff.-rechtl. Bereich). Der Mainzer Keller beispielsweise zeigt da ja leider die Schwierigkeit.

Ergibt Rasenfunk-Werbung irgendeinen Sinn? Ich wüsste aus dem Stehgreif nicht, wie man das sinnvoll umsetzen könnte und ob es überhaupt Sinn ergibt. Als nun GmbH habt ihr da vielleicht andere Möglichkeiten.

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1-Personen-Statistik: Sämtliche Neu-Rasenfunkhörer der letzten Jahre in meinem Umkreis wurden von mir ins Rasenfunkhören hinein agitiert, teilweise vorher erst ins Medium Podcasts und zur Nutzung eines Podcast-Players.

Ich denke, das ist und bleibt die Haupt-Wachstumsquelle für den Rasenfunk.

Gleichzeitig habe ich letztens mit Erstaunen vernommen, welche Wachstumsraten „Stay Forever“ auf Youtube einfährt. Mit Erstaunen ist gut, ich bin vom Stuhl gefallen. Soweit ich das verstanden habe, scheint es ein geradezu magisches Instrument zur Hörerfindung zu sein, wenn man dort gelegentlich moderat in die Ausläufer der Empfehlungs-Algorithmus-Bugwelle gerät. Gleichzeitig scheint mir diese Welle zu erwischen für halbwegs charakterlich gefestigte Menschen außerordentlich schwierig. Wenn ich deren Website aufmache, dann will mir der Google jedenfalls fast ausschließlich menschenverachtende Drecksscheiße (und die „heute Show“) reinreichen, und das liegt garantiert nicht an meinem Nutzungsverhalten dort. Insofern wäre es vielleicht sinnvoll bzw. den Versuch wert, dort etwas Zeit, Mühe und (Fremd-) Ahnung zu investieren, könnte ich mir vorstellen. Ich gehe mal davon aus, Max, dass Du Dir diese Gedanken auch alle schon gemacht hast und im Zweifel über ein gerüttet Maß an Eigen-Ahnung verfügst (und über das Wissen, dass entgeltliche Fremd-Ahnung bei sowas meistens Scam ist). Aber vielleicht hilft ein Stups aus der Hörerschaft, die knappen Ressorucen in so ein Wagnis zu investieren. Und sei es nur die Zeit.

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Ich denke auch, die Qualität (bzw. der dadurch große Zeitraum, den man zum Hören braucht) begrenzt den Kreis der Hörer. Es hat nicht jeder die Zeit sich wöchentlich drei Stunden oder mehr für einen Podcast einzuplanen, jedenfalls wenn man euch bewusst zuhören will. Und auch nicht immer die Lust, sich am Donnerstag oder später noch den Rest mit Spielen wie Augsburg gegen Mainz zu geben. :wink:

Also zuerst solltet ihr euch nochmal überlegen, ob ihr nicht dem Algorithmus bei Spotify ein gepflegtes „Ihr könnt uns mal“ entgegnen wollt und einfach mit einer nicht ganz so großen Hörerschaft einfach weitermacht.

Um neue Hörer in nennenswertem Umfang zu akquirieren geht wohl kein Weg an der Schere vorbei. Als am wenigsten schlimmste Option für Änderungen würde ich vorschlagen, dass ihr die Schlusskonferenz grundsätzlich weitermacht wie bisher und nur die Übergänge etwas anders moderiert. Dann könntet ihr zusätzlich zur Konferenz noch eine Einzelspiel-Option anbieten, in dem ihr die einzelnen Spielbesprechungen separat einstellt und man sich seinen Rasenfunk wöchentlich selbst zusammenstellt. Ich denke, für eine 20-30-minütige Spielanalyse in Rasenfunk-Qualität hätten viele Leute Interesse und auch Zeit, und wenn man den eigenen Verein durch hat, hört man sich vielleicht noch den Schwerpunkt oder den ein oder anderen Klub dazu an. Die Gefahr wäre natürlich, dass diese Möglichkeit einige Hörer von der großen Schlusskonferenz abzieht.

Von irgendwelchen Kompaktausgaben würde ich die Finger lassen. Euer Alleinstellungsmerkmal ist die Tiefe und die bekommt ihr nicht übermittelt, wenn ihr eine Ausgabe auf eine Stunde oder weniger kürzt.

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Früher „liefern“. Irgendwann vormittags am Montag ist für die Schlusskonferenz viel zu spät. Da ist der Spieltag abgehakt und der graue Arbeitsalltag hat einen wieder. Sonntags um 22:00 Uhr sollte die Ausgabe fertig sein. Und wenn dann mal ein Spiel um 19:30 angepfiffen wird: einfach rauslassen, sind ja in den seltensten Fällen Knaller.

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Ich kann nur für mich selbst sprechen. Der Fußball und die Bundesliga interessieren mich weniger. Das hat auch zur Folge, dass ich nicht alle paar Minuten aktualisiere, um zu gucken, ob die neue SK draußen ist. Ich sehe praktisch keine Spiele im TV. Dann interessiert mich auch die Besprechnung von Augsburg gegen Berlin nicht mehr. Und die Besprechnung von Dortmund gegen Union auch nicht. Das hat wenig mit den weniger attraktiven Clubs zu tun, sondern weil mich das große und ganze nicht mehr interessiert. Ist halt immer dasselbe in der Bundesliga. Manchmal merke ich, dass ich die letzten 45 Minuten Rasenfunk gar nicht wirklich mitbekommen habe, weil ich parallel was anderes mache.

Meine Twitterbubble kreist viel weniger um Fußball, sondern eher um Queeraktivismus. Keine Ahnung, ob das hilfreich hier ist, aber so geht es zumindest mir…

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Ist doch die Ausnahme. Meist erscheinen die Sendungen in der Nacht auf Montag. Und das dürfte kaum einen Unterschied machen ob die Sendung um 22:00/23:00 Uhr oder um 2:00/3:00; Uhr erscheint.

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Ist nur eine Idee, aber viel mehr fällt mir jetzt nicht ein:

Ich bezweifle, dass ihr das Kernstück des Rasenfunks verändern wollt oder solltet. Also heißt das weiter umfangreiche, hochwertige Analysen anbieten. Da würde ich vermuten, dass der Großteil der entsprechenden Zielgruppe unter der Durchschnittsbevölkerung/den Durchschnittsfans bereits irgendwie erreicht wird.

Falls ich damit richtig liege, dann bleibt in meinen Augen nur noch eine Gruppe mit Wachstumspotenzial: Die Ultras/die organisierte Fanszene. Thematisch bespricht der Rasenfunk Themen, die auch den Ultras wichtig sind. Aber ihr besprecht sie mit Journalisten und du hast die gute Vernetzung im ‚Business‘ und unter den Sportjournalisten ja aufgeführt. Doch wie gut ist sie unter den Ultras? Wäre das nicht eine Möglichkeit mal Organisierte in Sendungen (Tribünengespräch, Kurzpass zur Zweiten Liga, evtl. auch mal eine SK) einzubeziehen und dadurch ggf. die Bekanntheit unter ihnen zu steigern? Im Gegensatz zu @Highlord_Alarak (garantiert nicht der einzige Rasenfunkhörer dem das Geschäft verständlicherweise zunehmend egal ist) sind die definitiv aktuell an der Bundesliga etc. interessiert. Ich habe keine Ahnung, ob das sinnvoll oder machbar ist, aber mehr fällt mir nicht ein.

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Shorts.
Die wichtigsten Erkenntnisse der SK pro Spiel auf max. 60 Sekunden heruntergebrochen.
Diese 10 Minuten als eigenes Format veröffentlichen oder unter dem jeweiligen Spieltagshashtag mit Bild auf social media.
Bricht zunächst die Ehrfurcht vor der abschreckenden Länge, weckt dann aber vielleicht Interesse an der detailierteren Besprechung und eignet sich besser für social media.

Mehr Stickern.

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Vllt braucht es auch nochmal eine Marketingoffensive, die die neuen regelmäßigen Formate an guter Stelle präsentiert. Also: Ihr wollt einen Podcast zum Frauenfußball, ihr wollt einen zu den internationalen Ligen, zur zweiten Männerliga, hier habt ihr was, was alle anderen großen nicht bieten. Ich wüsste davon auch nur, weil ich eh im Kosmos RF bin. Wo genau man diese Interessenten abholen kann, weiß ich nicht, aber ich denke es gibt viele potentielle Hörer, die keine Lust auf MBL haben, auch wenn das weiterhin der größte Markt bleibt.

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Kurzer, snackable Content (Audio-Snippets) ist für mich auch der erste, logische Weg. Problem: Davon ausgehend, dass nach Veröffentlichung einer SK der Spieltag abgehakt ist und es mit der Vorbereitung der nächsten Sendung losgeht, müsste man jetzt anschließend nochmal Zeit investieren, um diesen Content aufzubereiten.

Einschätzen, ob es noch richtig großes Potential gibt, was man abschöpfen kann, kann ich es nicht. Ich befürchte eher, dass sich der RF mit der SK irgendwann verändern muss.

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Das stelle ich mal in Frage. „Muss“ hängt stark von den Zielen des Rasenfunk ab.
Muss man wachsen um existieren zu können? Oder will man wachsen um mehr zu bieten?
Hier fehlt mir ein Einblick in die Roadmap des Rasenfunk.

Aus meiner einjährigen Sicht (seitdem Vielhörer) ist der Rasenfunk etwas für Fussballnerds. Boulevard bleibt außen vor und damit viele Leute (keine Wertung).

Ich brauchte etwas um mich mit den langen Sessions anzufreunden und liebe es mittlerweile.

In der kurzlebigen Zeit (Spotify rule: das Lied hat max. 20 Sekunden zum Zünden, sonst SKIP) ist die Zielgruppe nicht riesig, befürchte ich.

Wie @Erinmund vorschlug, fände ich einen Beitrag von 10-20 Minuten gut um dann die Leute in den Bann der SK zu ziehen.

Selbst mache ich Werbung im Freundeskreis und auf Mastodon. Das bringt aber nicht den großen Riss :frowning:

Sind hier Aktivisten?
Mal mit dem Rasenfunk-Hoodie die nächste DFL PK stürmen oder beim nächsten Länderspiel einen Flitzer mit RF-Bodypainting machen :wink:

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Möglicherweise ist der Markt wirklich gesättigt für so lange Fußball-Podcasts. Mehrere kleine Formate halte ich persönlich dann eher wieder für selbst kanibalisierend. Andererseits könnte so ein 4. Format das knapper ist neue Zielgruppen erschließen die für so einen kurzen Daily-Snack sind, so wie es MML bspw. macht. Ist aber natürlich eine Mehrbelastung für Max.

Man könnte vielleicht mit anderen Titeln experimentieren die weniger abgefahrene Wortspiele enthalten, vielleicht hat das auch noch einen Effekt.

Ansonsten fällt mir auch nix neues weltbewegendes ein.

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Hi Max,
ich will mal kurz in Stichpunkten zusammenfassen, warum ich persönlich glaube, dass der Rasenfunk „stagniert“ oder einfach nicht weiter wächst und was man vielleicht dagegen tu könnte. Die Gründe sind jetzt teilweise subjektiv, ich versuche aber auch etwas objektiver zu überlegen: (ich hoffe es kann dir irgendwie weiterhelfen)
→ Der Rasenfunk ist in seinem Anspruch wirklich jedes Spiel zu besprechen manchmal sehr „trocken“ (es werden Spiele besprochen, die nicht viel geboten haben und euch vermutlich auch nicht interessiert haben - Stichwort: „Durchquälen“) - ich persönlich hätte nichts dagegen, solche Spiele auch wirklich nur in 1-2 Minuten abzuhandeln
→ mir fehlen häufig „die Emotionen“: Der aktuelle Schwerpunkt war für mich auch deshalb so unglaublich stark, weil man euer emotionales Investment so stark gemerkt hat. Das hat mich wirklich mitgerissen und das ist etwas, dass im Rasenfunk im Vergleich zu z.b. Bohndesliga oder Drei90 zu selten passiert.
→ Auftritte in anderen Formaten vs Auftritt im Rasenfunk - Ich finde, dass du Max in anderen Formaten wie jetzt z.b. bei Calcio, oder bei der Bohndesliga unglaublich stark bist und regelrecht befreit wirkst, vielleicht auch weil du nicht so viel Last auf deinen Schultern trägst, oder du dich von dem RF-Anspruch, allen Themen journalistisch gerecht werden zu wollen, ein bisschen freimachst und wirklich klarer darüber redest was dich stört oder dich begeistert - vielleicht kannst du von dieser Mentalität noch mehr in den Rasenfunk tragen.
->Mein absolutes Lieblingsformat ist momentan mit Abstand die Ligatour. Dieser Einblick in die anderen Ligen ist auf dem deutschen Podcast-Markt wirklich ein Herausstellungsmerkmal und ist eine Sendung, die ich auch wegen ihrer Kompaktheit wirklich sehr gut weiterempfehlen kann.
->Ich habe die spontanen Livestreams in der Halbzeit immer sehr gemocht. Diese Art von Spontanität und Interaktion mit den Zuschauern tut dir, wie ich finde sehr gut und kann vielleicht auch über so manche quälenden 90 Minuten hinweghelfen. Gleichzeitig wäre das eine Möglichkeit, z.b den Youtube-Kanal noch stärker zu bespielen, damit er sich als Plattform noch etwas verselbstständigen kann.

Zusammengefasst:
->Mut zur Emotion - journalistische Vorbereitung ist sehr wichtig und gerade für die Schwerpunkte und die Tribünengespräche essenziell - es ist aber auch vollkommen okay, sich mal emotional etwas mitnehmen zu lassen, wenn es „nur“ um den Liga-Alltag geht
->gerne mehr Live und spontan (neben dem Forum einfach noch mehr Interaktivität)
->Stärken deutlicher nach Außen tragen: Vereinsschwerpunkte vielleicht separat veröffentlichen, Ligatour stärker hervorheben

Beste Grüße aus Köln,
Thomas

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Schwere Frage, weil du die „klassischen“ Methoden mit Medienpräsenz und vor allem Gastauftritten in anderen Podcasts schon nutzt.

Meiner Erfahrung nach ist die größte Hürde für eine noch größere Zielgruppe die Länge der Schlusskonferenz. Es gibt viele Leute, denen 3 Stunden einfach zu viel sind. Auf der anderen Seite liebt der Kern der Community genau das und es ist mMn ein Alleinstellungsmerkmal. Eine Veränderung hin zu einem von tausenden 1h-Bundesligaformaten wäre kontraproduktiv. Aber eventuell gibt es Wege, um auch Leute zu bedienen, die kürzere Formate bevorzugen? Eventuell indem die einzelnen Segmente auch noch irgendwo zusätzlich einzeln released werden? Keine Ahnung.

Auch der analytische Ton im Gegensatz zu „Krawallformaten“ ist ein Alleinstellungsmerkmal, das ähnlich viele Hörer abschreckt wie gewinnt. Klar, Boulrevard funktioniert immer besser, aber hier sehe ich kein Potenzial (und keine Chance) für Veränderungen.

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Zuerst: das tut wirklich sehr weh zu hören. Ich weiß, wie frustrierend es sein kann, wenn der Zenit erreicht zu sein scheint, obwohl man versucht, versucht, versucht

Die Schlusskonferenz ist defintiv Nerdmaterial. Und selbst als Nerd braucht man etwas, um sich an die Länge zu gewöhnen. Bin jetzt sechs Monate dabei. Und habe mir vor zwei Wochen erstmals eine Konferenz zu Ende angehört. Das sagt einiges. Für Einsteiger sind Kurzpass bzw. Ligatour viel interessanter. Die sollten stärker angepriesen werden. Ihr habt da regelmäßig viele bekannte Stimmen zu Gast. Damit könnt ihr am ehesten auch junge Leute oder werdende Nerds einfangen.

Muss mich auch in folgenden Bereichen meinen Vorrednern anschließen: mehr Mut zur Emotion und Unverschämtheit und zum alberenen Non-Sense (kurze Lacher bringen Aufmerksamkeit zurück, das ist, was ich an MML oder 50+2 so schätze). Weniger interessante Spiele in kürzerer Dauer besprechen. Durch die wechselnden Schwerpunkte kommt ohnehin kein Verein zu kurz, nicht einmal Hoffenheim oder Augsburg. Größere Präsenz der offiziellen Kanäle auf Social Media.

Sonst kann ich euch nur alles Gute wünschen. Der Rasenfunk ist so vielen Leuten in- und außerhalb von Deutschlands ans Herz gewachsen. Hab euch lieb :wink: <3 P.S.: DAS FORUM STÄRKER BEWERBEN!! (schafft Bindung und verleitet eher zu monetären Support)

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Kurzer Gedanke bzgl „mehr Reichweite“: In erster Linie geht es dem Rasenfunk ja darum Supporter zu bekommen, oder? Die Downloadzahlen korrelieren damit natürlich, sind aber nicht zwingen proportional. Da es auch keine Werbung gibt, sind die Downloads per se sowieso nicht so wichtig, solange dadurch keine neuen Supporter dazu kommen. (Ja, Geld ist nicht alles, aber Miete und Essen müssen halt bezahlt werden).

Der Punkt den ich machen möchte ist die Frage: Wenn der Rasenfunk jetzt anfangen würde ultra-kurzen Content rauszuhauen, der die Tiktok/Instagramm/Shorts Massen anspricht gibt es eventuell mehr Downloads, aber auch mehr Supporter? Oder ist die Art von Consumer schon ausreichend trainiert worden, dass es im Internet alles „for free“ gibt (also bis auf die Werbung und der Weiterverkauf deiner Daten)? Eventuell bin ich da auch zu böse mit meinen Schubladen unterwegs, aber ich wollte den Gedanken mal in den Raum stellen. Und es könnte sich natürlich trotzdem lohnen so einen Content zu machen, das können andere bestimmt besser beurteilen.

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